Die verschwiegene Masernepidemie in Berlin

10. Februar 2026von 3,1 Minuten Lesezeit

Die Masern sind selbst bei einer Einzelerkrankung immer wieder für landesweite Panikmeldungen gut. Allerdings nur, wenn die Masern nicht in einem Migrantenheim auftreten. Von einem Masernausbruch mit 52 Krankheitsfällen in Berlin erfährt man erst zwei Jahre später – falls man staatliche Publikationen liest. Das deutsche Robert Koch Institut entlarvt unfreiwillig einen Impfskandal, der verschwiegen wurde.

Im Berliner „Ankunftszentrum“ Tegel für mehrheitlich aus der Ukraine Eingewanderte kam es im April/Mai 2024 zu 52 Masernerkrankungen, ohne dass die Einrichtung geschlossen oder aktiv nach Fällen gesucht wurde. 51 Ukrainer und 1 Person des Personals waren betroffen. 31% waren mindestens einmal geimpft und hätten nach schulmedizinischer Lehrmeinung gar nicht erkranken dürfen. So lautet die Kurzfassung im Epidemiologischen Bulletin vom 29. Januar 2026.

Aber der Eindruck, dass dann 69 % der Erkrankten ungeimpft gewesen wären, trifft nicht zu. Die Hälfte der „Ungeimpften“ (18/36) war nach Beginn des Masernausbruchs umgehend geimpft worden und erkrankte zwischen 2 und 12 Tagen nach dieser sogenannten Riegelungsimpfung.Tatsächlich waren also 34 von 52 Erkrankten geimpft! Die Masern scheinen bei enger Unterbringung ganz offenbar durch die Bekämpfung mit Impfungen zumindest angefacht worden zu sein.

Die Schulmedizin hat unter dem Diktat der Impflobby völlig vergessen, dass Impfungen – wenn man schon daran glaubt – keine Therapie, sondern eine Prävention sind. Eine Anwendung einer sogenannten Lebendimpfung ist bei einem Erkrankungscluster kontraindiziert, da Feuer mit Feuer bekämpft wird. Das Problem von Masern liegt nicht an Ungeimpften, sondern an frisch Geimpften, die zu Verbreitern der Krankheit werden und später keine stabile Immunität haben.

Dies könnte auch erklären, warum über mehr als zwei Monate ausschließlich ukrainische Asylsuchende erkrankten, während die vermutlich häufiger in der Kindheit an Masern erkrankten anderen Nationalitäten offenbar alle gesund blieben. Nur, wer die Masern natürlich durchgemacht hat, behält lebenslang eine Immunität. Auch die Altersverteilung Betroffener weist darauf hin: nicht vorrangig Kinder erkrankten, sondern fast die Hälfte der Kranken waren Erwachsene, die in der Ukraine im Kindesalter üblicherweise zweimal geimpft werden.

In der damals größten Gemeinschaftseinrichtung Deutschlands, die grundsätzlich für eine Ausbreitung infektiöser Krankheiten anfällig ist, gab es keine Quarantäne und keinen umfassenden Gesundheitscheck, bevor Neuankömmlinge einzogen. Obwohl während des Ausbruchszeitraums bei einer Fluktuation von bis zu 50 Personen pro Tag 6.921 Personen (80% „mit Ukrainebezug“, 20% andere Asylsuchende) unter beengten Wohnbedingungen untergebracht waren, wurde laut RKI „der Immunitätsstatus der Personen mit Ukrainebezug bei Aufnahme nicht überprüft“ und diese erhielten nicht einmal ein Impfangebot. Dabei ist gerade die Ukraine als Hotspot für die Masern bekannt. Masernausbrüche in Österreich waren in den letzten Jahren immer wieder auf Skiurlauber aus der Ukraine zurückzuführen.

Das ganze Vorgehen wirft eine Reihe von Fragen auf: Glauben Behörden selbst nicht an den Nutzen von Impfungen, wenn Ungeimpfte in Massenquartieren unterkommen? Werden Risikogruppen ganz bewusst von den Behörden als Gefahrenquelle erhalten? Wann lernen Mediziner, dass Impfungen keinesfalls in einem Krankheitsausbruch erfolgen sollten? Wieso gelten in Asylantenunterkünften geringere Impfanforderungen als in Schulen und Kindergärten?


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat 8 Bücher veröffentlicht. Darunter „Hauptsache Panik. Eine neuer Blick auf Pandemien in Europa“, „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“, „Hauptsache krank?“ und „Tatort Vergangenheit“, Riskanter Schutz. 300 Jahre Immunisierungsversuche.


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