Bisherige Konsequenzen durch die Epstein-Files

9. Februar 2026von 3 Minuten Lesezeit

Die Veröffentlichung der Epstein-Dokumente – über drei Millionen Seiten im Januar/Februar 2026 gemäß dem Epstein Files Transparency Act – hat bisher vor allem in Europa zu Rücktritten und Ermittlungen geführt und bringt auch Regierungschefs unter Druck. Ein Überblick.

Schon viele Monate vor der Veröffentlichung hatte das FBI erklärt, dass die Ermittlungen zum Fall Epstein abgeschlossen seien. Die Veröffentlichung hat aber vor allem Europa aufgerüttelt, wo Reaktionen und Konsequenzen deutlich schärfer ausfallen als in den USA.

Großbritannien steht im Zentrum des Skandals. Peter Mandelson, ehemaliger Minister und zuletzt Botschafter in den USA, wurde bereits 2025 entlassen und trat im Februar 2026 aus der Labour Party sowie dem House of Lords zurück. Die Files zeigten, dass er sensible Regierungsinformationen (u. a. zur Finanzkrise 2008) an Epstein weitergegeben haben soll. Die Metropolitan Police ermittelt wegen „misconduct in public office“ – ein Delikt mit potenziell lebenslanger Haft. Die Affäre belastet Premierminister Keir Starmer massiv: Sein Chief of Staff Morgan McSweeney trat zurück, ebenso Communications Chief Tim Allan. Starmer entschuldigte sich öffentlich bei Epsteins Opfern und kämpft (wieder einmal) um sein politisches Überleben.

In der Slowakei trat Miroslav Lajčák, Nationaler Sicherheitsberater von Premierminister Robert Fico und ehemaliger UN-Generalversammlungs-Präsident, Anfang Februar 2026 zurück. Nachrichten und Fotos zeigten Treffen mit Epstein nach dessen Haftentlassung, inklusive Gesprächen über junge Frauen. Lajčák sprach von „schlechtem Urteilsvermögen“ und wollte weiteren Schaden für die Regierung vermeiden, weshalb er sein Amt sofort niederlegte.

In Frankreich musste Jack Lang, ehemaliger Kulturminister, im Februar 2026 als Präsident des Institut du Monde Arabe zurücktreten. Sein Name erscheint über 600-mal in den Files, darunter Korrespondenz von 2012 bis 2019. Die Finanzstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Lang und seine Tochter Caroline wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit finanziellen Verbindungen zu Epstein. Caroline Lang trat zudem von ihrer Position in einer Filmproduzenten-Gruppe zurück.

In der Türkei laufen seit Dezember 2025 (intensiviert nach den 2026-Files) Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ankara wegen Menschenhandels mit Minderjährigen. Die Dokumente erwähnen Transporte türkischer Minderjähriger; die Opposition fordert umfassende Untersuchungen.

In Norwegen trat Diplomatin Mona Juul im Februar 2026 zurück, nachdem Epstein-Kontakte und ein 10-Millionen-Dollar-Vermächtnis an ihre Kinder bekannt wurden. Das Außenministerium nannte es ein „ernstes Fehlurteil“. Ermittlungen wegen schwerer Korruption laufen gegen ihren Ehemann Terje Rød-Larsen und Ex-Premierminister Thorbjørn Jagland. Kronprinzessin Mette-Marit entschuldigte sich öffentlich für ihre frühere Freundschaft zu Epstein und bedauerte die Nachrichten aus den Jahren 2011–2014.Weitere Rücktritte in den USA umfassen Brad Karp, Chairman der US-Anwaltskanzlei Paul Weiss, nach E-Mail-Kontakten mit Epstein. David Ross trat von seiner Position an einer New Yorker Kunstschule zurück. Peter Attia gab seine Rolle als Chief Scientific Officer bei einer Biotech-Firma auf. An Harvard und MIT führten Enthüllungen zu Sanktionen gegen Martin Nowak und früheren Rücktritten.

Die kritische Öffentlichkeit hatte jahrelang erwartet, es gäbe eine „Klientenliste“ in den Epstein-Files. Vielleicht gibt es sie auch wirklich, aber das FBI hat sie nicht veröffentlicht. Stattdessen zeigen die Files Epsteins langjähriges Netzwerk innerhalb der globalen – nicht nur westlichen, da Epstein auch im arabischen Raum sehr aktiv war – Elite. In Europa führen Assoziationen über die Files überraschend schnell zu Rücktritten, während die Folgen in den USA (bisher) gedämpfter sind. Ermittlungen gegen Kunden eines mutmaßlichen Kindesmissbrauchsringes, wie es viele verlangen, gibt es weder diesseits noch jenseits des großen Teichs.


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7 Kommentare

  1. Varus 10. Februar 2026 um 10:05 Uhr - Antworten

    Die Ungeschnittenen brachten gestern den Artikel „Kontrolliert Israel die Epstein-Erklärung?“ von Paul Craig Roberts – „… Meine Sorge gilt nicht den Schwärzungen. Meine Sorge ist, dass falsche Fährten gelegt werden, um von der Frage abzulenken, ob die Epstein-Affäre eine israelische Erpressungsoperation darstellt. Die jüngste falsche Fährte ist die Behauptung, Epstein sei ein russischer Spion gewesen …“.
    An diese Putin-Narration glauben glücklicherweise nicht viele. Dann wird es wirklich verstörend:
    „… Hinzu kommen Geschichten von zerstückelten und verspeisten Babys, von George H. W. Bush, der junge Jungen und Mädchen vergewaltigt habe, sowie von einem Model, das von Prinz Andrew gef@ltert und anschließend auf dessen Anordnung erm@rdet worden sei. An die Stelle einer Erpressungsoperation tritt S@tanismus. Nichts könnte Israels Interessen besser dienen. …“

    Die Geschichten zitiere ich 1:1 so, wie es im Roberts-Artikel steht (leider kann ich die URL nicht verlinken) – bereits Röper schrieb, westeuropäische Medien verschweigen das Meiste. Ich glaube aber nicht, dass das alles die Zionistenstan-Interessen bedient – schon jetzt vermutet man vorwiegend diese Entität dahinter. Wenn irgendwann harte Belege rauskommen, dass es eine M@ssad-Operation war…

    Geht der Link auf den Original-Artikel auf Englisch? https://paulcraigroberts.org/is-israel-controlling-the-epstein-explanation/ Der besonders brisante Absatz mit dem Model und dem Prinzen wurde bei den Ungeschnittenen korrekt übersetzt.

    • Andreas_Sch. 10. Februar 2026 um 16:27 Uhr - Antworten

      Naja, alles kann und sollte man nicht glauben, was unter dem Rubrum Epstein-Akten alles so kolportiert wird! Da wird noch sehr viel Zeug behauptet werden, einfach weil es gerade so schön passt und man mit solchem Kram schön den Schauerfaktor bei „Die Menschen ©“ erzeugen kann. Aber ich bleibe dabei: Das ist eine Operation, um bestimmte „Kreise“ in Aufruhr zu versetzen. Wer dahintersteckt? Wird sich zeigen …

  2. Jan 10. Februar 2026 um 6:23 Uhr - Antworten

    „Ermittlungen gegen Kunden eines mutmaßlichen Kindesmissbrauchsringes, gibt es weder diesseits noch jenseits des großen Teichs.“

    Justitia hat ein Problem.

  3. Varus 10. Februar 2026 um 3:57 Uhr - Antworten

    Im Artikel „Was die Epstein-Akten über den Westen und seine Eliten aussagen“ schrieb Röper über Epstein-Spuren zu den Königshöfen: Schweden, Norwegen, Großbritannien… „… die Fragen gehen noch weiter, denn sie betreffen nicht nur Monarchen, sondern die westliche Elite insgesamt. Und die bösen Epstein-Akten haben diese Fragen schärfer denn je aufgeworfen. Fragen nach der Unmoral und dem Zynismus der Elite. Fragen nach Doppelmoral, wenn beispielsweise der Schauspieler Depardieu wegen, verglichen mit den in den Epstein-Akten enthüllten Fällen, harmloser Streiche verurteilt wird, während Leute wie die Clintons alles dürfen. … Und natürlich die entscheidende Frage: Wird die westliche Gesellschaft die innere Stärke finden, zumindest die Protagonisten der Epstein-Akten zu bestrafen, oder wird sie diese Geschichten als neue kulturelle Norm akzeptieren? …“

    Neue (oder eigentlich alte, nur bisher versteckte) „westliche Werte“? Böses Medium zitierte gestern Lawrow, der offen sagte, den Wertewesten würden S@tanisten beherrschen.

  4. ibido 9. Februar 2026 um 19:14 Uhr - Antworten

    Stefan Homburg hat ein interessantes YT-Video gemacht. Er geht vornehmlich auf Geschäftsfelder von Epstein ein. Unter anderem auf Pandemien, Vorab-Insiderwissen und Einflussnahme auf Politik, damit die jeweiligen Geschäftsfelder Ertrag abwerfen.

    Titel: Epsteins dunkle Geschäfte | Prof. Homburg; Dauer 17 Min.

    • Varus 10. Februar 2026 um 3:48 Uhr - Antworten

      Röper brachte gestern den Artikel „Wie in Russland über den Fall Epstein berichtet wird“ mit vielen in Westeuropa verschwiegenen Details – zum Beispiel wie Epstein einem Kumpel für ein F@ltervideo dankt. Der Name des Kumpels wurde aber geschwärzt.

      In Washington gab es ein Versteck der Pädophilen hinter einer Pizzeria: „… Auf den Social-Media-Profilen von Personen aus dem Umfeld des Pizzeria-Besitzers wurden schockierende Fotos von Kindern entdeckt. Bei einer Durchsuchung der Villa von Obama-Berater und Clinton-Wahlkampfmanager John Podesta wurden Gemälde gefunden, die F@lter, Gruppenvergew@ltigung und Kinderm@rd darstellten. Die Ermittler deckten die Verbindungen auf, darunter auch zu Soros, der die Pizzeria mutmaßlich finanziert hatte. …“

      Im Prinzip sind westliche „Eliten“ wie dieser gesamte „Westen“ restlos kompromittiert; insbesondere die Globalisten.

  5. palman 9. Februar 2026 um 16:18 Uhr - Antworten

    … und zum Thema > LOLITA-Express < erinnerte Ich mich just an die ersten „unsäglichen“ > Mini-Playback-Shows < Anfang der „90er“ u.a. auf „RTL“ (BRD) – liefen aber auch „europa-weit“ !?! – „Sieben“ bis „15“-jährige Mädchen und Jungs traten in diesen „holländischen“ TV-Formaten auf und „mimten“ bekannte „erwachsene“ Sänger-innen nach !?! – waren nat. entsprechend „geschminkt“ und teilweise „aufreizend“ angezogen !?! – nach „meinem“ Hinweis forderte damals eine SPD-Ministerin das „sofortige AUS“ dieser Sendungen !!! – mehr dazu auch auf dt. Wiki unter > Mini-Playback-Show < – (bes. inter. ein „taz-Artikel“ – Fußnote) !?! :-///

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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