Nächster Schlag gegen Bauern in EU: Leyen verhandelt Vertrag mit Australien

6. Februar 2026von 3,4 Minuten Lesezeit

Das geplante Handelsabkommen der EU mit Australien reiht sich in die lange Liste Vereinbarungen ein, die von Brüssel vorangetrieben werden, obwohl sie  sich klar gegen die eigenen Landwirte und Konsumenten  richten. Nutzen haben wieder nur multinationale Agrar-Großkonzerne und die Finanzindustrie.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, wird Mitte Februar nach Australien reisen, um die Verhandlungen über ein Handelsabkommen fortzusetzen, die bereits 2018 begonnen haben. Im Vorfeld wird der EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič vor ihrem Besuch in Australien mit seinem australischen Amtskollegen Don Farrell in Brüssel zusammentreffen. Die Gespräche waren sind aufgrund von Agrarfragen ins Stocken geraten. Australien fordert eine stärkere Öffnung des EU-Marktes für australisches Rindfleisch.

„Australien ist ein bedeutender Produzent und einer der weltweit größten Exporteure dieses Fleisches. Seine ursprünglichen Erwartungen hinsichtlich der Exportquoten lagen bei 80.000 Tonnen, wurden dann auf 40.000 Tonnen reduziert und liegen nun bei 24.000 Tonnen – aber auch das ist aus Sicht der europäischen Landwirte immer noch ein inakzeptabler Vorschlag. Diese Quoten sollten im Zusammenhang mit allen anderen Handelsabkommen, einschließlich des Abkommens mit dem Mercosur, betrachtet werden. Dies würde bedeuten, dass eine weitere Menge Rindfleisch mit reduzierten Zöllen, wahrscheinlich nach einer Nullzeit, auf den europäischen Markt gelangen würde”, sagt Jacek Zarzecki, stellvertretender Vorsitzender der polnischen Plattform für nachhaltiges Rindfleisch.

Für polnische Produzenten würde eine solche Lösung ernsthafte Probleme mit sich bringen. Die polnische Industrie ist der fünftgrößte Rindfleischproduzent in der EU und der zweitgrößte Exporteur (nach Irland). Australien ist einer der größten Produzenten von Schaf- und Lammfleisch. Auch im Vereinigten Königreich gab es massive Proteste von Landwirten gegen die Überschwemmung ihres Marktes mit australischem Rindfleisch.

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US-Präsident Trump sah sich ähnlichen Gegenreaktionen von amerikanischen Rinderzüchtern ausgesetzt, nachdem er gerade ein Abkommen mit Argentinien unterzeichnet hatte, das niedrigere Zölle auf argentinisches Rindfleisch und eine Vervierfachung der Importe vorsieht.

„Heute geht die Rindfleischproduktion in Europa von Jahr zu Jahr zurück, und die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sinkt. Wenn das heimische Rindfleisch ausgeht, wird es durch mehr importiertes Rindfleisch ersetzt werden. Die größte Bedrohung für uns ist derzeit die mangelnde Rechtssicherheit, denn auf dem Markt kommen wir gut zurecht“, sagte Zarzecki.

Kritiker weisen darauf hin, dass solche Freihandelsabkommen langfristig nicht nur gefährliche, mit Pestiziden belastete Lebensmittel auf den Markt bringen, wie im Fall des Mercosur-Abkommens, sondern auch zur Schließung europäischer Bauernhöfe führen und damit die europäische Ernährungssicherheit gefährden.

Umgekehrt sind die multinationalen Agrarkonzerne und ihre Eigentümer, die via Finanzkonzerne wie BlackRock oder Vanguard beteiligt sind, im höchsten Maß interessiert und lobbyieren in Brüssel massiv für den Anschluss. Alleine das Zustandekommen des Vertrages bringt schon fette Gewinne.

Der Transport von Lebensmitteln rund um den Erdball verursacht zusätzliche Kosten, was von den Erzeugern getragen werden muss und die daher gezwungen sind ihre Produktionskosten zu senken und das auch zu Lasten der Umwelt und der Produktqualität

Wir erinnern uns auch an die radikalen Covid-Maßnahmen der australischen Regierung, mit lange andauernden Lockdowns, Reisestopps und weitreichenden Impfzwängen, denen zum Beispiel auch die Teilnahme an den Australian Open von Tennisstar Novak Djokovic zum Opfer fiel. Diese Ablehnung von wissenschaftlichen Erkenntnissen im Gesundheitswesen, lässt auch für die Einhaltung von Regelungen in der Landwirtschaft sowie Freiheit von Gentechnik nicht erwarten.

Die EU-Kommission, allen voran deren Präsidentin, will das Abkommen aber durchziehen koste es was es wolle.


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3 Kommentare

  1. Daisy 6. Februar 2026 um 17:24 Uhr - Antworten

    Die WEF-EU lässt hormon- und antibiotikaverseuchtes Fleisch um den halben Erdball einfliegen und unseren armen Bio-Kühenen werden Antipups-Medikamente verabreicht, an denen sie elendiglich krepieren.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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