
Polarlichter in Mitteleuropa: Naturphänomen oder Militärprojekt?
Seit wenigen Jahren sollen auch in Mitteleuropa Polarlichter zu sehen sein. Ein mächtiger Sonnensturm soll das Naturspektakel ausgelöst haben. Es gibt aber auch eine andere Theorie.
Aktuell machen Polarlichter über Österreich wieder einmal Schlagzeilen. Seit wenigen Jahren ist die himmlische Lichtshow – eigentlich ein Phänomen des Nordens, wie der Name schon sagt – auch in Österreich häufiger. Ein heftiger Sonnensturm soll die Lichter bis nach Mitteleuropa gebracht haben – aber ist das glaubhaft?
Durchsucht man das Netz, gibt es bis in dieses Jahrzehnt kaum Meldungen von Polarlichtern in Österreich. Seither nimmt das Phänomen aber immer öfter zu, sogar im Mai und Oktober 2024 wurden sie in Österreich gemeldet. Nun sind sie zwei Nächte in Folge zu sehen gewesen. Das „seltene“ Phänomen ist selbst in Mitteleuropa gar nicht mehr so selten. Das plötzliche regelmäßige Auftreten ist jedenfalls für skeptische Beobachter auffällig.
Erklärt wird das aktuelle Ereignis durch einen heftigen geomagnetischen Sturm, ausgelöst durch einen koronalen Massenauswurf (CME) der Sonne. Dies sei im aktuellen Sonnenzyklus mehrmals passiert, etwa auch im Mai 2024, erklären der Deutsche Wetterdienst und die Mainstreampresse.
Polarlichter entstehen, wenn Sonnenwind-Partikel ins Magnetfeld der Erde eintreten, in die oberen Atmosphärenschichten gelenkt werden und dort auf Sauerstoff und Stickstoff treffen. Die geladenen Teilchen werden entlang der Magnetfeldlinien zu den Polen gelenkt, weshalb sie dann in Kanada, Skandinavien oder Alaska als Lichter sichtbar werden.
Es braucht einen extremen Sonnensturm, damit die Lichter bis in unsere Breitengrade sichtbar werden – Stürme, bei denen sich das aurorale Oval weit nach Süden ausdehnt. In der Nacht auf den 20. Januar 2026 soll es einen schweren G4-geomagnetischen Sturm (teilweise bis Kp 8–9) gegeben haben, ausgelöst durch einen schnellen, erdgerichteten koronalen Massenauswurf (CME) nach einem X1.9-Flare am 18. Januar. Manche zweifeln aber, ob selbst dieser Sturm das Phänomen auslösen kann. Die NASA hat schon im Oktober 2024 mitgeteilt, dass die Sonne ihre maximale Aktivität im Schwabe Zyklus 25 erreicht hat.
Zweifel gibt es auch an den Farben. Die Lichter in Österreich und Deutschland erschienen als rotviolett und statisch, nicht dynamisch grün und beweglich. Physikalisch erklärt man das durch die Sichtbarkeit der oberen roten Aurora, weil der grüne Teil meist tiefer liegt und hinter dem Horizont oder durch Streulicht/Lichtverschmutzung unsichtbar bleibt. Es sei also normal, dass in Österreich die Polarlichter nicht tanzen.
Der Mainstream hat also eine klare Erklärung: Polarlichter in Österreich scheinen plötzlich normal zu sein.
Es gibt aber auch eine alternative, skeptischere und unbequemere Theorie. Es könnte sich nämlich auch um künstliche Lichter und nicht um ein Naturphänomen handeln. Im Fokus rücken hier Hochfrequenzanlagen wie HAARP, die elektromagnetische Wellen in die oberen Atmosphärenschichten schicken und Lichterscheinungen in der Ionosphäre erzeugen.
Die orthodoxe Wissenschaft verweigert diese Erklärung. HAARP (Alaska, bis 2015 unter Kontrolle des US-Militärs) und EISCAT-Heating (Tromsø, Norwegen) sind zwar Ionosphären-Heizexperimente. Sie seien aber viel zu schwach, um künstliche Leuchterscheinungen zu erzeugen. Maximal könnten dadurch schwache künstliche Leuchterscheinungen im lokalen Umfeld erzeugt werden – blassgrün und nur unter optimalen Bedingungen. Zudem seien diese Experimente für wissenschaftliche Zwecke begrenzt und es gebe keinerlei Beleg dafür, dass sie großräumige, über Kontinente sichtbare aurora-ähnliche Erscheinungen in Mitteleuropa auslösen könnten. Experte des Militärs außerhalb der öffentlichen Kenntnis sind auszuschließen. Außerdem: Faktenchecker haben diese „Verschwörungstheorie“ schon lange widerlegt….
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