Zurück zur „guten alten“ Vor-Chavez-Maduro-Zeit?

5. Januar 2026von 9,3 Minuten Lesezeit

Wieder einmal haben sich Donald Trumps Äußerungen als maßlos übertrieben herausgestellt, und schon wird die neu vereidigte Präsidentin bedroht. Trumps Wunsch, die Uhr zurückzudrehen, hat nicht geklappt. Der Terrorismus gegen Venezuela geht also weiter.

Was Donald Trump implizit wünscht, ist, dass Venezuela die Uhr zurückdreht auf die Zeit vor der Revolution. Schauen wir mal, wie schön es damals für die Menschen in Venezuela war.

Die Alternative vor Chávez

  • Als Chávez gewählt wurde, kontrollierten etwa zwei dutzend Familien ca. dreiviertel der Farmen.
  • Nur ca. 10 % der Menschen konnten sich ein Universitätsstudium leisten, denn das war für Normalbürger unerschwinglich.
  • Nach Regenstürmen brachen die Barios zusammen.
  • Es gab keinen Zugang zu medizinischer Versorgung auf dem Land.
  • Die großen Ölkonzerne strichen alle Gewinne ein und zahlten kaum oder keine Steuern.

Dann kam Chávez

Er organisierte Alphabetisierungskurse für Erwachsene in jedem Bario und in jedem Gemeindesaal, geleitet von älteren Studenten. Dadurch konnten nun auch einfache Bürger den Alphabetisierungstest bestehen und somit wählen, was ihnen vorher verwehrt war. Das Universitätsstudium wurde kostenlos. Kuba stellte Ärzte und Pflegekräfte im Tausch gegen Öl zur Verfügung, so dass nun Menschen Zugang zu Gesundheitsdiensten bekommen, die die Möglichkeit früher nicht hatten. Im Westen, z.B. in der Ärztezeitung, wurde das als „Zwangsarbeit Kubas“ verunglimpft, weil ausgebildete Ärzte zunächst motiviert werden, teilweise auch moralisch unter Druck gesetzt werden, eine gewisse Zeit quasi als Gesandter Kubas im Ausland zu arbeiten. Wobei eine nicht unwesentliche Anzahl solche Missionen als Sprungbrett für eine internationale Karriere genutzt hat.

Nahrungsmittelsicherheit

Die Lebensmittelproduktion konzentrierte sich nun auf Ernährungssicherheit, nicht auf Export, der mehr Profite abwarf, aber Lebensmittelknappheit im eigenen Land sorgte. Armut halbierte sich, extreme Armut sank um 70 %, durch soziale Programme, die Ernährungssicherheit priorisierten. Es wurden Genossenschaften für Landwirtschaft und Lebensmittel gegründet. Bauernkommunen und Genossenschaften wie die „Peasant Commune Hugo Chávez“ (17 Hektar, 21 Familien) produzieren monatlich bis zu 3 Tonnen Lebensmittel agroökologisch, ohne Pestizide. Es gibt 3.120 registrierte Kommunen und 48.000 Kommunalräte, die Land und Produktion kollektiv organisieren. Das war natürlich das den USA diametral entgegen gesetzte Gesellschaftsmodell.

Die Reaktion der USA

Die USA verhängten einen „Kapitalstreik„. Die meisten Ingenieure der großen Ölkonzerne wurden abgezogen. Venezuela erholte sich mit Hilfe von Vietnam, China und Südamerika allmählich und baute gegen den Widerstand der USA wieder eine Industrie auf. Südamerika (z.B. durch ALBA-Allianzen mit Kuba, Bolivien) unterstützte wirtschaftlich und politisch, weil die Revolution als Teil des antikolonialen Kampfes der Völker angesehen wird. Die USA verschärften die Sanktionen und froren Vermögenswerte ein.

Dann kam der Versuch der CIA, Chávez zu stürzen. Aber die Bevölkerung leistete Widerstand und umstellte das Haus des Präsidenten, um ihn vor dem CIA-Angriff zu schützen. Staatsvermögen, Goldreserven usw. wurden eingefroren oder dem von den USA eingesetzten Marionettenpräsidenten Guiado übergeben. Was sicher noch lange Gerichte beschäftigen wird.

Nach den durch Sanktionen und Unterminierungskampagnen der CIA verschlechterten Wirtschaftssituation behaupteten die USA dann, wie im Fall von Kuba, dass der Sozialismus gescheitert sei, und ignorierten dabei die bis dahin auf 90 % gestiegene Alphabetisierungsrate und die Verbesserungen der Situation der Ärmsten, das Recht auf ein Dach über dem Kopf, Mindest-Verpflegung und Universitätsbesuch bei Erfüllung der intellektuellen Voraussetzungen.

Die Ölindustrie

Die USA behaupten, das Öl sei US-Unternehmen gestohlen worden. Das Öl Venezuelas gehöre US-Unternehmen. Und dabei ignoriert Trump, dass ein Unternehmen noch hervorragende Geschäfte macht und Öl aus Venezuela in die USA verschifft, natürlich ausgenommen ist von den US-Sanktionen. Und dass alle Unternehmen diesem Beispiel hätten folgen können, wenn nicht die Gier und der politische Wille der USA gewesen wären, Öl auch als Waffe einzusetzen. Venezuela hatte sich zu keinem Zeitpunkt geweigert, der US-Ölindustrie zu erlauben im Land zu agieren, aber eben zu fairen Bedingungen, und unter Berücksichtigung, dass das Öl das Eigentum Venezuelas ist, und nicht der Kolonialmacht USA.

Zurück zum „Puntifijismo„?

Diese Phase, zu der Trump zurückkehren will, bestimmte die Entwicklung von Venezuela in den Jahren von 1958 bis 1998. Zurück zu diesen Wurzeln würde die Fortschritte in der Armutsbekämpfung, der Gesundheitsversorgung, der Bildung, und des gesellschaftlichen „Bewusstseins“ ein souveränes Land zu sein, wieder zurückdrehen.

Venezuela vor Chávez wurde von einer kleinen Elite beherrscht, die den nationalen Reichtum kontrollierte, während die Mehrheit in Armut lebte. Diese Spaltungen wurzelten in der kolonialen Geschichte und wurden durch den Ölboom verstärkt: Während Eliten Wolkenkratzer, eine Weltklasse-U-Bahn und exklusive Viertel bauten, wanderten arme Bauern in die Städte und bildeten Slums auf den Hügeln um Caracas herum, wo sie vom wirtschaftlichen Wachstum ausgeschlossen waren.

Eine Rückkehr dazu würde diese „blinde“ Akzeptanz der Ungleichheit wiederherstellen, wie es ein Aktivist beschrieb: „Es gab hier schon immer eine soziale Spaltung, aber die Menschen waren blind… Chavez zeigte den Menschen, dass die Reichen alle Vorteile auf Kosten der Armen genossen.“ Das Zurückdrehen der Schraube würde moderne soziale Mobilität untergraben und zu neuer Polarisierung führen.

Gewalt gegen Arme

Während westliche Kritiker Maduro als brutalen Diktator darstellen, waren die Verhältnisse früher viel schlimmer. Ein zentrales Argument gegen die Abschaffung des Chavismus ist sicher die brutale Unterdrückung sozialer Proteste DAVOR, wie beim Caracazo-Aufstand von 1989. Damals rebellierten Tausende gegen Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel und Transport, die durch IMF-gestützte Austeritätspolitiken der Regierung von Carlos Andrés Pérez verursacht wurden. Die Regierung reagierte mit einem Massaker: Hunderte oder sogar Tausende wurden durch Polizeikräfte getötet. Es war ein klassischer Klassenkampf.

Pérez selbst wurde 1993 wegen Korruption und Unterschlagung verurteilt, was die Korruption der Elite unterstrich. Aber natürlich haben viele, die durch das System des „Puntifijismo“ reich wurden, und dann ihre Privilegien verloren, Hass auf das neue System. Und wünschen sich eine neue Phase der alten Schule. Eine Rückkehr zu diesem System – die geprägt war von Polizeigewalt gegen Slumbewohner (z.B. Suchscheinwerfer und Schüsse in den 1960er Jahren) – das Risiko neuer Aufstände in sich birgt und Menschenrechte ignoriert, anstatt sie durch soziale Programme zu stärken.

„It’s the economy, stupid“

Vor Chávez führte die Abhängigkeit von Ölpreisen zu Boom-and-Bust-Zyklen: Der Arabische Ölembargo 1973 füllte die Kassen, ermöglichte Eliten Auslandsstudien in den USA, während Arme um zwei Mahlzeiten am Tag kämpften. Der Preissturz 1986 führte zu Kürzungen, die Armut und Ungleichheit in den 1980er und 1990er Jahren explodieren ließen.

Das Zweiparteiensystem (Acción Democrática und COPEI), das als „stabile Demokratie“ galt, war in Wirklichkeit eine Fassade für Elitenrotation, welche die Massen regelmäßig enttäuschte. Eine Rückkehr würde Venezuela wieder anfällig für externe Schocks machen, ohne die sozialen Puffer wie Chávez‘ Missionen, und würde die Armut auf über 50% (Stand 1998) treiben.

Ignoranz marginalisierter Gruppen und fehlende echte Demokratie

Indigene Völker, Frauen und ethnische Minderheiten wurden vor Chávez systematisch marginalisiert, mit wenig Repräsentation in der Politik. Das System priorisierte US- und multinationale Interessen über nationale Souveränität, was zu einer „anti-humanen“ Struktur führte, die Chávez zu humanisieren versuchte. Eine Rückkehr würde diese Gruppen wieder unsichtbar machen und die demokratische Partizipation einschränken, die unter Chávez durch Kommunalräte und Genossenschaften erweitert wurde.

Eine solche Regression wäre nicht nur wirtschaftlich kulturell rückschrittlich, sondern auch sozial explosiv, da sie die Lektionen aus den 1980er/90er Jahren ignoriert – eine Zeit, in der Ungleichheit zu Chávez‘ Wahl führte. Stattdessen sollte der Fokus auf einer ausgewogenen Weiterentwicklung liegen, die soziale Errungenschaften bewahrt, unabhängig von externem Druck.

Die Bolivarische Revolution

Wenn man mit Menschen in Venezuela spricht, beziehen sie sich oft auf die Bolivarische Revolution (Revolución Bolivariana), eine sozialistische und anti-imperialistische Bewegung, die 1999 mit der Wahl von Hugo Chávez zum Präsidenten begann. Es war also keine auf Gewalt basierende Machtergreifung. Sie ist nach Simón Bolívar benannt, dem Unabhängigkeitshelden Südamerikas, und symbolisiert den Kampf gegen Kolonialismus, Elitenherrschaft und ausländische Einflussnahme, insbesondere durch die USA. Die Revolution zielte auf eine radikale Umgestaltung der Gesellschaft ab, um soziale Gerechtigkeit, Souveränität und die Umverteilung von Reichtum – vor allem aus Ölressourcen – zu fördern. Diese „Revolution“ wurde 1999 mit einer neuen Verfassung institutionalisiert, die indigene Rechte stärkte und soziale Programme einführte.

Die Opposition nahm an den Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung (Constituent National Assembly) teil, stellte über 900 von 1.171 Kandidaten und gewann letztlich 6 Sitze – eine Minderheit, die durch das Wahlsystem und die starke Unterstützung für Hugo Chávez‘ Patriotic Pole (52 % der Stimmen, aber 125 von 131 Sitzen) entstand. Die Opposition kritisierte den Prozess als verfassungswidrig und führte später eine Kampagne gegen das Referendum zur Annahme der Verfassung, boykottierte aber nicht die Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung selbst. Unterstützer der Verfassung erklärten, dass die Zustimmung so überwältigend war, dass die Minderheit nachvollziehbar sei. Das ganze Verfahren der Verfassungsfindung kann man sicher als basisdemokratisch bezeichnen. Die Verfassung wurde mit 71% Ja-Stimmen angenommen.

Die Ziele der Gesellschaft wurden neu definiert. An vorderster Stelle stehen nun Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung. Die Revolution priorisierte die Marginalisierten, darunter Arme, Indigene und Afro-Venezolaner. Programme wie „Misiones“ bieten kostenlose Bildung, Gesundheit und Wohnungen. Die Alphabetisierungsrate stieg weiter, und Millionen erhielten Zugang zu Nahrungssicherheit durch Initiativen wie CLAPs (Lokale Versorgungskomitees). Sie wurde als „erster Graben im Kampf für lateinamerikanische Souveränität und soziale Gerechtigkeitgesehen.

Das zweite große Ziel war, die Bodenschätze des Landes der Bevölkerung zugute kommen zu lassen. Chávez nationalisierte die Ölindustrie, um Gewinne für soziale Programme zu nutzen, anstatt sie an US-Konzerne abzutreten. Dies ermöglichte Allianzen mit Ländern wie Kuba und China und reduzierte die Abhängigkeit von den USA. Wobei „Nationalisierung“ nicht „Enteignung“ bedeutete, sondern Übernahme von Mehrheitsanteilen in Firmen, wodurch die Fairness in der Abrechnung von Kosten und Profiten kontrolliert werden konnte.

Das dritte große Ziel war der Kampf gegen Imperialismus und Krieg, sowie Würdigung der indigenen Wurzeln. Der Begriff umfasst Widerstand gegen Kolonialismus. 2002 wurde der „Kolumbustag“ in „Tag des indigenen Widerstands“ umbenannt, um indigene Kulturen und Geschichte zu feiern. Sie inspirierte auch afrikanische und lateinamerikanische Bewegungen.

Der aktuelle Stand der Bolivarischen Revolution

Unter Nicolás Maduro, Chávez‘ Nachfolger seit 2013, wurde die „Revolution“ fortgesetzt, aber durch US-Sanktionen, wirtschaftliche Krisen und interne Konflikte geschwächt. Kritiker sehen sie als gescheitert an, doch Befürworter betonen, dass Rückschläge durch externe Aggressionen (z.B. US-Interventionen, Embargos) verursacht wurden, die das Land „aushungern“ sollten.

Revolution“ in Venezuela also steht für einen transformativen Prozess hin zu sozialer Gerechtigkeit und Unabhängigkeit, der trotz Herausforderungen Millionen half, aber polarisierend wirkt. Er spiegelt den Kampf gegen Ungleichheit wider, wird aber insbesondere durch die Länder des kolonialen Westens intensiv bekämpft.

Bild: Screenshot aus Artikel

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9 Kommentare

  1. ibido 5. Januar 2026 um 18:55 Uhr - Antworten

    Danke an den Autor für diesen Artikel!

  2. Jan 5. Januar 2026 um 11:02 Uhr - Antworten

    Selbstversorgung einschließlich Verfügbarkeit von Ressourcen wie Wasser, (über Generationen verbessertes) Gartenland, traditionell angepasstes Saatgut, Weideflächen, Wasser, Holz und einfache handwerkliche Verarbeitung stärken sicher die Resilienz eines Landes und die Mitbestimmung durch seine Bürger.

    Sie erzeugt im militärischen und ökonomischen Wettbewerb aber keine langen Hebel. Deshalb entsteht sie im Westen nicht.

    Aus meiner Sicht sollte sie dort staatlich gefördert werden, durch Schrebergärten oder größere Kooperativen, die ökologische Methoden benutzen und alternative Lebensstile probieren und dafür nicht der hohen Abgabenlast unterliegen. Der Zusammenbruch der UdSSR hat gezeigt, dass derartige Strukturen bei ökonomischen und politischen Krisen die Überlebenschancen der Bürger drastisch erhöhen. Vielleicht als freiwillige Alternative zu Transferleistungen?

    Ein Rentierstaat, der komplett von seinen Ölressourcen abhängig ist, ist sicher für die Bürger langfristig nicht vorteilhaft. Von außen wird Stabilität gefordert, was nach innen zu Autorität führt, gleichzeitig werden die Kosten mininiert, was zur Absenkung von Lebensqualität und Entwicklungschancen führt. Sämtlichen Förderländern, vielleicht mit Ausnahme Russlands, Kanadas und Norwegen, bei denen das wie zuvor im UK und NL mehr diversifiziert, geht es nicht gut.

    Gleichzeitig ist es wohl kaum möglich, starken Staaten dringend benötigte Ressourcen vorzuenthalten. Dieser Konflikt wird aufbrechen, nicht nur wenn der Regierungschef Trump heisst. Wie man das organisiert und welche Vorteile für die Bevölkerung man herausholt, ist Ausdruck politischer Intelligenz. Im Falle von Ecuador war, ich glaube, Repsol empört, dass die einen Dollar pro Barrel zahlen sollten, den sie aus der Erde holen, so geht es natürlich nicht.

    In Österreich ist die Ausgangslage sicher besser und trotzdem zerfällt die Produktion zugunsten chinesischer Billigimporte und agrarischer Großkonzerne. Und den Leuten fällt nichts besseres ein als Zwangsspritzen und die Kriegspolitik der Großen Ungewählten. Was kann man da anderen vorwerfen, dass sie es nicht hinbekommen?

  3. Daisy 5. Januar 2026 um 7:29 Uhr - Antworten

    Nichtsdestotrotz ist es nicht OK, dass Amerika so einfach den Präsidenten entführt. Offiziell sei es eine Festnahme wegen Drogen-Terrorismusses. Das war zwar witzig, aber wenn das Schule macht? :-)
    Amerika ist nicht im Krieg mit Venezuela.

    Offenbar ging Maduro freiwillig mit. Sonst wäre wohl seine Frau nicht mitgekommen. Er bekommt in den USA wahrscheinlich eine neue Identität und darf dann in Kuba leben.
    Es gibt Verschwörungstheorien, dass er Trump helfen wird, den Deep State zu besiegen…

    • Daisy 5. Januar 2026 um 8:22 Uhr - Antworten

      Kuba beklagt 32 getxtete Kubaner, die Maduro verteidigt hätten. Trump denkt, Kuba fällt von selbst, aber er möchte sich auch in Kolumbien einmischen, denn von dort käme viel Kokain nach Amerika. Kokain ist die Droge der Narzissten. Trump braucht sie nicht, denn er scheint als Kind in den Zaubertrank gefallen zu sein ;-) Jetzt wird er größenwahnsinnig.
      Kolumbiens Wirtschaft floriert. Es ist ein guter Handelspartner der USA. Was will er dort?

      https://www.berliner-zeitung.de/news/us-einsatz-in-venezuela-kuba-meldet-32-getoetete-staatsbuerger-trump-droht-kolumbien-li.10012584

      • Varus 5. Januar 2026 um 13:22 Uhr

        Böses Medium zitiert chinesische Kritik am US-Diktator – auch wenn dieser nicht namentlich genannt wird: „… China übt weiter deutliche Kritik an der Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte. „Wir haben nie geglaubt, dass irgendein Land die Rolle eines Weltpolizisten spielen darf, noch akzeptieren wir, dass sich irgendein Land als Weltrichter brüsten darf“, sagte Aussenminister Wang Yi beim Treffen mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar in Peking, ohne die USA direkt zu nennen. …“
        Währenddessen droht der Diktator Rodriguez: „… Unter Hinweis auf die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz sagte Trump, Rodríguez könne eine noch „schlimmere Situation“ drohen. Maduro habe immerhin schnell aufgegeben. …“

        Irgend jemand muss endlich den verrückt gewordenen Räuber stoppen. Ja, es wird blutig, doch es wird weiter so gehen, bis irgend jemand wieder den Vereinigten Räuberbanden von Amerika eine blutige Nase verpasst. Anders geht es offensichtlich nicht.

        Blöd, dass die Aktion in Caracas ohne US-Verluste ging – oder werden welche verschwiegen?

  4. Daisy 5. Januar 2026 um 7:06 Uhr - Antworten

    Das ist rhetorisch selbstverliebt und sophistisch rechthaberisch ohne Realitätsgehalt. Trump möchte sicher nicht den Analphabetismus in Venezuela zurûckhaben, der offenbar auch die Schuld der USA gewesen sein soll. Naja! Aber es stimmt, auch in Amerika gibts viele Analphabeten im Zuwanderungsmilieu. Die nehmen ja auch bei uns immer mehr zu. Besonders mühsam sind die Illetristen.

    Ich denke, die USA wollen Venezuela nicht übernehmen, sondern nur die Kontrolle und Zusammenarbeit zurûck. Die USA sind nicht die Weltnanny. Was sich offenbar in der DDR Aufgewachsene wünschen, ist jemand, der sie rettet und dann für sie sorgt wie eine Mama. Dass Amerika das nicht tut, ist mMn der Hauptgrund für den Hass. Es ist die Enttäuschung, dass man in der Freiheit selbst für sich verantwortlich ist und selbst für sich sorgen muss. Aber es gibt kein System, in dem dir die gebratenen Hendln in den Mund fliegen, du faul und voll herumliegen kannst und dann auch noch alle Freiheiten hast wie ein erwachsener mündiger Mensch, s. SchlarAFFENland.

    Dass Venezuelas Wirtschaft schlecht lief, war nicht einzig Grund der Sanktionen, sondern auch deshalb, weil man von nichts anderem leben wollte als von den Bodenschätzen. Tja, das war gar keine Wirtschaft. Die Chinesen nistete sich dort ein wegen des Öls und der Seltenen Erden und Russland aus geopolitischen Gründen, ganz klar, nicht aus Menschenfreundlichkeit. Und die komm. Regierungen unterdrückte die Opposition. Es sind mittlerweile 8 Mio Venezolaner geflüchtet. Die hätten auch schon einen Eisernen Vorhang gebraucht, damit ihnen nicht alle davon laufen.

    Wikipedia:
    Aufgrund der von Hyperinflation und Versorgungsengpässen gezeichneten wirtschaftlichen Situation verließen seit 2013 rund acht Millionen Venezolaner und damit etwa ein Viertel der Bevölkerung das Land. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf sank nach Angaben des Internationalen Währungsfonds zwischen 2013 und 2020 von fast 9000 US-Dollar auf rund 1500 US-Dollar und erholte sich seitdem nur leicht. Wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen verhängten zudem unter anderem seit 2015 die USA und seit Januar 2018 die Europäische Union Sanktionen gegen Venezuela. Geopolitisch stützt Venezuela sich auf Russland, Iran, China, Kuba, Bolivien und Nicaragua, um die Sanktionen des Westens zu umgehen.

    Auf der Freedom-in-the-World-Länderliste 2024 von Freedom House wird Venezuela als „nicht frei“ eingestuft und auf dem Demokratieindex von The Economist wurde es 2023 mit 2,31 von 10 Punkten als „Autoritäres Regime“ eingeordnet und landete auf Platz 142 von 167.[5] Auf der Rangliste der Pressefreiheit belegt Venezuela Stand 2024 Platz 156 von 180. Im September 2018 forderte eine Gruppe Staaten bestehend aus Argentinien, Kanada, Kolumbien, Chile, Paraguay und Peru den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) auf, eine Untersuchung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuleiten, die mutmaßlich auf dem Gebiet Venezuelas seit Februar 2014 begangen wurden. Im September 2019 begann eine internationale Fact Finding Mission, die schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen feststellte. Gemäß der Rechtshilfeorganisation Foro Penal gab es in Venezuela seit 2014 mehr als 15.800 politisch motivierte Verhaftungen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentschaftswahl_in_Venezuela_2024
    Große Teile des venezolanischen Volkes, insbesondere Millionen Exil-Venezolaner forderten Transparenz, da von den im Ausland lebenden Staatsbürgern mehrere Millionen Wähler von der Wahl ausgeschlossen wurden.[63][64][19][20] Auch sollen Beamte an einigen Wahllokalen sich geweigert haben, Ausdrucke vor Ort zu veröffentlichen, um die jeweilige elektronische Stimmenauszählung überprüfen zu können, und es gab Berichte über Einschüchterungen von Wählern und weitere Unregelmäßigkeiten.

    In weiten Teilen des Landes kam es am Folgetag zu Demonstrationen und Straßenkämpfen zwischen Oppositionsanhängern und der Polizei.[67][68][69] Der österreichischen Tageszeitung Der Standard lagen nach eigenen Angaben Hochrechnungen zu Teilergebnissen vor, wonach der Herausforderer González einen Erdrutschsieg davongetragen habe.[70] Proteste gegen die Wahl wurden von der Regierung niedergeschlagen, in den darauffolgenden drei Wochen wurden insgesamt 25 Demonstrierende getötet und Tausende festgenommen;[71] außerdem sollen während der Demonstrationen gegen die Regierung von Maduro Menschen verschwunden sein.

    Maduro ist illegitim:

    Unmittelbar nach der Präsidentschaftswahl kündigten Peru, Chile und die USA an, das Wahlergebnis erst anzuerkennen, wenn Transparenz herrsche.[74] Auch ein gemeinsames Kommuniqué der Außenministerien von Mexiko, Kolumbien und Brasilien – Länder, die alle von linken Präsidenten geführt werden – fordert Venezuela dazu auf, dass alle Stimmen neu gezählt werden und die Wahlunterlagen für jeden Bezirk veröffentlicht werden. Erst dann werde die vom venezolanischen Volk gewählte Regierung anerkannt.[75]

    Die Staatsoberhäupter der mit dem Maduro-Regime verbündeten Länder Bolivien, Honduras,[76] China,[77] Kuba, Nicaragua, Iran,[78] und Russland[79] gratulierten Maduro zu seiner Wiederwahl.

    Auf Anzeichen, dass die Staaten Argentinien, Chile, Costa Rica, Peru, Panama, Dominica und Uruguay die Ergebnisse der venezolanischen Wahl nicht anerkennen, zog Venezuela seine Diplomaten in den jeweiligen Ländern ab und forderte im Gegenzug die Länder dazu auf, ihre Diplomaten abzuziehen.

    • Jakob 5. Januar 2026 um 9:36 Uhr - Antworten

      „Ich denke, die USA wollen Venezuela nicht übernehmen, sondern nur die Kontrolle …. “

      Denken Sie über Ihr Sätze auch nach?

      • Daisy 5. Januar 2026 um 9:52 Uhr

        Im Gegensatz zu Ihnen, ja…seien Sie nicht scheu, wenn Sie was nicht verstanden haben, dürfen Sie mich fragen. Aber alle guten Dinge sind Drei. Ich gewähre Ihnen ingesamt drei Versuche. Jetzt sind nur noch zwei…

    • Varus 5. Januar 2026 um 12:24 Uhr - Antworten

      Aber es stimmt, auch in Amerika gibts viele Analphabeten im Zuwanderungsmilieu. Die nehmen ja auch bei uns immer mehr zu.

      Nicht unbedingt zugewanderte, es gibt auch jede Menge einheimische. Laut der PISA-Studie ist richtiges Lesen mit dem Verstehen sogar selten geworden. Statt innere Schwächen reformieren, jagt Trump lieber nach internationalen Schlagzeilen mit der Zielgruppe Räubertum-Fans – schaut her, wie GREAT ich für Euch die übrige Welt beklaue. Mit besserer Schulbildung hätte man was konstruieren können, was man exportieren kann, wie es die Chinesen machen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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