
Das Ende des Völkerrechts und die Rückkehr des Weltkriegs
Unter diesem Titel veröffentlichte Alexander Dugin, ein russischer Philosoph und Politikwissenschaftler nach dem Angriff der USA auf Venezuela einen langen Artikel, der offensichtlich schon länger vorbereitet worden war. Es lohnt sich ihn näher anzuschauen.
Alexander Dugin ist, das muss man sagen, ein russischer ultranationalistischer Vordenker, der angeblich Einfluss auf Putin haben soll, was aber nicht der Fall war, zumindest nicht, bis es laut im Westen propagiert wurde. Er war in der Ukraine so verhasst, dass man einen Autobombenanschlag auf ihn verübte, der allerdings sein geliebte Tochter tötete, was ihn natürlich weiter verhärtete.
Wie üblich schlägt er den Bogen von historischen Friedensbemühungen über Weltkriege zur Nachkriegsordnung, bis hin zur Auflösung der Sowjetunion. Und berichtet dabei über die Entwicklung von UN, NATO und anderen Organisationen. Er beschreibt die zwei verschiedenen politischen „Schulen“ in den USA, mit dem ideologischen Liberalismus einerseits und dem direkten amerikanischen Hegemonismus andererseits, und wie sie verschmolzen. Hier nun das Ende dieser Überlegungen, die uns zu Denken geben sollten.
Seine Schlussfolgerung
„Wir befinden uns somit in einer Situation, die dem Chaos gleicht. Es zeigt sich, dass derzeit fünf Betriebssysteme internationaler Beziehungen gleichzeitig existieren, so inkompatibel wie Software verschiedener Hersteller:
Aus Trägheit erkennen die UN und die Normen des Völkerrechts die Souveränität der Nationalstaaten an, die in Wirklichkeit vor fast hundert Jahren ihre Bedeutung verloren hat und als „Phantomschmerz“ fortbesteht. Dennoch wird Souveränität weiterhin anerkannt und dient mitunter als Argument in der internationalen Politik.
Ebenfalls aus Trägheit bewahren einige Institutionen Spuren der längst vergangenen bipolaren Weltordnung. Diese entspricht zwar in keiner Weise der Realität, macht sich aber immer wieder bemerkbar – beispielsweise in der Frage der nuklearen Parität zwischen Russland und den USA.
Der Westen beharrt weiterhin auf Globalisierung und der Entwicklung hin zu einer Weltregierung. Dies bedeutet, dass alle Nationalstaaten aufgefordert werden, ihre Souveränität zugunsten supranationaler Instanzen – wie dem Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte oder dem Haager Tribunal – abzutreten. Die EU beharrt darauf, ein Vorbild für die ganze Welt zu sein, indem sie alle kollektiven Identitäten auslöscht und sich von der nationalen Staatlichkeit verabschiedet.
Die USA – insbesondere unter Trump – agieren unter dem Einfluss der Neokonservativen als alleinige Hegemonialmacht und betrachten alles, was im amerikanischen Interesse liegt, als „Recht“. Dieser messianische Ansatz widerspricht teilweise dem Globalismus, missachtet Europa und den Internationalismus, beharrt aber ebenso vehement auf der Beseitigung von Souveränität aller Staaten – notfalls mit Gewalt.
Schließlich zeichnen sich die Konturen einer multipolaren Welt immer deutlicher ab, in der die Souveränität von der jeweiligen Staatszivilisation – wie etwa dem modernen China, Russland oder Indien – getragen wird. Dies erfordert ein weiteres System des Völkerrechts. Prototypen für ein solches Modell könnten die BRICS-Staaten oder andere regionale Integrationsplattformen sein – ohne Beteiligung des Westens (da der Westen seine eigenen, differenzierteren und rigideren Modelle mitbringt).
Alle fünf Systeme operieren gleichzeitig und stören sich naturgemäß gegenseitig, was zu ständigen Ausfällen, Konflikten und Widersprüchen führt. Es entsteht ein logischer Kurzschluss im Netzwerk, der den Eindruck von Chaos oder schlichtweg der Abwesenheit jeglichen Völkerrechts erweckt. Wenn fünf Völkergesetze gleichzeitig gelten, die sich gegenseitig ausschließen, existiert im Grunde keines.
Die Schlussfolgerung aus einer solchen Analyse ist alarmierend. Derartige Widersprüche auf globaler Ebene, ein so tiefgreifender Konflikt der Interpretationen, wurden in der Geschichte fast nie (ehrlich gesagt, nie) friedlich gelöst. Wer sich weigert, für seine Weltordnung zu kämpfen, ist sofort besiegt. Und er wird, bereits als Vasall, für die Weltordnung eines anderen kämpfen müssen.
Folglich ist ein Dritter Weltkrieg mehr als wahrscheinlich. Und im Jahr 2026 ist er wahrscheinlicher als 2025 oder früher. Das bedeutet nicht, dass wir dazu verdammt sind; es bedeutet nur, dass wir uns in einer sehr schwierigen Lage befinden. Per Definition betrifft ein Weltkrieg alle oder fast alle. Deshalb wird er als Weltkrieg bezeichnet. Doch in jedem Weltkrieg gibt es Hauptakteure. Heute sind es:
Der Westen in seinen beiden Ausprägungen (liberal-globalistisch und hegemonial);
die aufstrebenden Pole der multipolaren Welt (Russland, China, Indien).
Alle anderen sind vorerst nur Instrumente.
Gleichzeitig verfügt der Westen über eine Ideologie, die multipolare Welt hingegen nicht. Multipolarität selbst hat sich zwar allgemein manifestiert, ist aber ideologisch noch nicht formalisiert. Fast gar nicht.
Wenn es kein Völkerrecht gibt und es per definitionem unmöglich ist, die Weltordnung von Jalta, die alte UNO und die Trägheit der Bipolarität zu verteidigen, dann müssen wir unser eigenes neues Völkerrechtssystem entwickeln. China unternimmt gewisse Versuche in diese Richtung („Gemeinschaft gemeinsamen Schicksals“), wir in geringerem Maße (Ausnahmen bilden die Theorie der multipolaren Welt und die Vierte Politische Theorie). Doch das reicht eindeutig nicht aus. Vielleicht müssen wir dieses Jahr an einem planetarischen „Kampf aller gegen alle“ teilnehmen, in dem die Zukunft, die entsprechende Weltordnung und das Völkerrechtssystem bestimmt werden. Momentan existiert keines davon. Doch es muss ein Völkerrecht geben, das uns erlaubt, das zu sein, was wir sein müssen – eine Staatszivilisation, eine russische Welt. Dies muss so schnell wie möglich konzipiert werden.“
Das Jahr fängt noch besorgniserregender an, als das letzte endete. Aber es liegt letztlich an den Menschen in den einzelnen Ländern, ob sie ihren Führern folgen, oder sich verweigern.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Das Völkerrecht ist so eine Art Lachnummer und wenn ich an die Klimaapokalyptiker der UN Antonio Guterres und Annalena Baerbock denke, weis ich auch warum. Die Staatslenker vom Schlage Trump und Putin machen völkerrechtswidrige Angriffskriege, weil sie es wollen oder es sich gerne einreden es tun zu müssen. Die unehrliche Welt schaut zu und kommentiert: der Eine ist der Gute, der Andere ist der Böse. Und je nachdem wie und wo man steht, kann der Kommentator das auch völlig anders sehen, quasi 360° anders würde eine UN-Vollversammlungspräsidentin Baerbock gerne anmerken. Mit dieser phänomenalen Staatskaperung hat Trump in der Karibik in bester Piratenmanier sich das Schwarze Gold der Venezolaner unter den Nagel gerissen. Ein fadenscheiniges Mäntelchen von Recht und Anstand nach Piratenmanier soll dabei erhalten bleiben. Vermutlich wird ein Richter in New York gefunden, der mit piratentypischen Augenklappen auf beiden Augen den Bösewicht Maduro zwar nicht an der Ra aufhängt, aber 3×lebenslang zum Kloschüsselreinigen der amerikanischen Justiz zuführt. Putin wird sich jetzt fragen, was er eigentlich mit dem Selenskyj falsch gemacht hat? Egal, die Gesetzlosigkeit hat ihren Höhepunkt in 2026 noch nicht erreicht, aber ich sehe es klar vor mir. China wird jetzt Fakten schaffen müssen mit den Taiwanesen und sie wieder heim ins Reich holen. Möglicherweise ist das bei Trump sogar eingepreist, weil er sich dann mit Israel den Iran vornehmen und auch die amerikanische Sicherheit in Grönland wiederherstellen kann. Der Hegemon hat schließlich nur ein enges Zeitfenster für seine Maga-Orgien. Denn der Donald hat ja mittlerweile realisiert, den Friedensnobelpreis wird er nicht bekommen. Aber bekanntlich haben neben Onkel Nobel auch andere Väter hübsche Töchter. Nicht nur in Venezuela sondern auch in Kuba sind die Damen besonders attraktiv. Man muss nur überzeugend auftreten und sein Interesse bekunden. Und wenn der Bäcker philosophiert, kein Kuchen ist auch keine Lösung, so schwadroniert der Hegemon, kein Krieg ist auch keine Lösung.
Abzüglich chinesisches Öl in Venezuela – Röper im Anti-Spiegel: „… US-Präsident Donald Trump erwartet nach der Operation Washingtons gegen Caracas keine Probleme in den Beziehungen zwischen den USA und China, da die Öllieferungen aus Venezuela nach China fortgesetzt würden, erklärte er auf Fox News. …“
Braver Trump? Wenn es so laufen wird, sollte ihm Xi ein Leckerli zuwerfen.
Multipolar, klingt ja gut, aber wenn die USA nicht der einzige Pol ist, der sich so wie die USA verhält ? Und wenn andere Pole sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollen, könnten sie sich das Verhalten der USA zum Vorbild nehmen. Der Weltkrieg ist multipolar. Oder der Pol mit dem stärksten Militär bleibt halt der Boß und verteidigt seine Interessen, was eine nette Umschreibung des Aggressor Verhaltens ist.
Die Blöcke entstehen, weil zur Sicherung der industriellen Komplexität Infrastruktur, Militär, Energie und Märkte notwendig sind. Das ist nicht mehr durch Kleinstaaterei mit bündischen Zusammenschlüssen erreichbar. Bei freiem Welthandel entsteht Erpressbarkeit. Dieser entsteht durch das Umschwingen der Käufermärkte in Verkäufermärkte.
Diese Blöcke werden ihre kostbaren Ressourcen und Investitionen nicht in einem Weltkrieg in die Luft jagen. Sie werden ihre Claims abstecken, „in der Peripherie“ Veränderungen zulassen und sich ansonsten auf ihre Selbstversorgung zurück ziehen.
Die Ukrainer schicken noch einmal eine Million ihrer jungen Söhne in den Tod, obwohl sie wissen, dass sie die Krim nicht zurückbekommen. Und wer hat eine Fortführung des Krieges erzwungen? Die europäischen Gutmenschen! Sie bilden sich ein, durch entsetzliche Opfer zwischen Finnland und Spanien zu einer Nation zu werden. Spritzen und Krieg machen uns zu Brüdern! Die haben einen satanischen Vogel.
Europa aber hat das strategische Problem des Energiemangels. Die Blöcke brauchen ihre Ressourcen selber und wollen sie nicht einmal mehr verkaufen. Die Europäer wollen einen Weltkrieg starten, weil sie verrückt sind. Aber sie können nicht, weil sie verabsäumt haben, einen Energiepartner zu binden.
Europa wird also zerfallen, während die anderen Blöcke emporstreben. In zehn Jahren tropft es durch die Dächer und die Brücken zerfallen, die Geschäfte sind leer und die Kinder können nicht mehr lesen.
Der einzige Joker, der dies ändern könnte, ist die noch unbekannte Langzeitwirkung der Spritzen.
„…Rückkehr des [sog. Ersten] Weltkriegs“, der nie beendet war.
Der sog. Zweite Weltkrieg war nur ein Waffenstillstandsbruch im Ersten Weltkrieg, und das auch heute immer noch existierende aber nicht handlungsfähige Deutsche Reich hat übrigens einen Friedensvertrag zum Ersten Weltkrieg abgeschlossen. Mit welchem Land? Beginnt mit R…, was vieles von dem, was zurzeit passiert, erklärt.
Sie haben noch Illusionen? „Diese Regierung … ist die Fortführung des Dritten Reiches.“ – https://coronistan.blogspot.com/2025/09/sie-haben-noch-illusionen.html
Wieso sollte die EUdSSR was abbekommen? Trump zählt Westeuropa längst zur Beute – 5% BIP für US-Waffen als Tribut, 600 Milliarden „Geschenk“ im Rahmen des Zollabkommens…
Colonel McGregor sprach Ende Dezember bei Judge Napolitano darüber, dass die USA eh auf heftige Krise zusteuern: „… „2026 wird die Türen des US-Flugzeugs aufreißen – in stürmischem Wetter.“ …“. Ob es Trump gelingt, bis dahin wirklich Öl aus Venezuela zu bekommen? Egal, was er mit wem abgesprochen hat, im Land kann Guerilla entstehen.
Natürlich war das nie vorgesehen. Auch ich glaube, dass es wohl am wahrscheinlichsten ist, dass man dieses Öl-Depot braucht, um die Verluste auszugleichen, die man durch einen Angriff auf den Iran erleidet, der wohl jetzt nicht mehr allzu lange ausbleiben wird.
Klar, sich die ganze Ölindustrie unter den Nagel zu reißen, könnte etwas länger dauern als gewünscht. Ein paar Öltanker „konfiszieren“ geht dagegen schnell und es muss ja auch „nur“ für das Militär ausreichen.
Und überhaupt, was interessieren Trieb-gesteuerte Volltrottel Details und Zahlen….??
„Born to lead – not to read“ (The Simpsons)
Warum sollte man so einen Artikel vorbereiten müssen? The Duran hat das direkt im Livestream aus dem Stegreif hinbekommen…..
Ich widerspreche auch dem Begriff „Neokonservative“. Ja, die gibt es auch und die quatschen auch laut mit, aber sie sind nicht die entscheidende „Liga“.
Ich stimme auch hierbei absolut The Duran zu: auch wenn die Demokraten 2028 übernehmen werden, wird derselbe Kurs fortgesetzt werden. Die hätten auch jetzt nichts anders gemacht.
Den USsArsch steht das Wasser bis zum Hals und ihre letzte Option ist Plündern und & Brandschatzen.
PS: Und der einzige Grund, warum sich die EU jetzt künstlich beschwert, ist weil sie nichts vom Raubgut abbekommt.