
Syrien und die „Revolution“
Manche mögen sich gewundert haben, dass UN-Beamte eindeutig zugunsten der Terrorgruppen Entscheidungen verzögerten, bis Beweise „kalt“ waren, oder „Beweise“ von einer Kriegspartei übernahmen. Ein Dokument könnte das erklären.
Voltairnet hat dieses Dokument nun veröffentlicht. Tatsächlich enthüllt das Dokument, was ein französischer Außenminister bereits im französischen Fernsehen ausgeplaudert hatte: Es war ein britischer Plan, der umgesetzt wurde, keine Revolution. Aber das Dokument ist viel konkreter. Demnach war es die Umsetzung eines britischen Plans durch die Schüler von Leo Strauss. Das Dokument, das Voltairnet veröffentlichte, wurde 2015 innerhalb der Vereinten Nationen selbst entworfen, unter der Leitung des Deutschen Volker Perthes und der Autorität des US-amerikanischen-Israelis Jeffrey Feltman. Es beschrieb damals, was angestrebt wurde, allerdings erst nach 10 Jahren Terrorkrieg und fast einem Jahrzehnt mörderischer Sanktionen erreicht werden konnte.
Ende 2015, so der Artikel, entwarf die UNO – deren Ziel grundsätzlich sein sollte, „internationalen Frieden und Sicherheit zu wahren“ – einen 45-seitigen Plan wie man zur Kapitulation der Syrischen Arabischen Republik kommen würde.
Der Artikel weist darauf hin, dass schon damals eine Analyse des Dokumentes veröffentlicht worden war, aber Voltairnet ist in Frankreich fast so „umstritten“ wie Russia Today oder die Nachdenkseiten in Deutschland. Deshalb hatte man die Existenz des Dokuments damals auch bestritten, und das ganze als „Verschwörungstheorie“ diskreditiert. Voltairnet schreibt:
- Storl, Wolf-Dieter(Autor)
„Dieses Dokument belegt dagegen, dass Präsident Baschar al-Assad sein Land neun Jahre lang vor der aktuellen Katastrophe geschützt hat. Die Leser werden erstaunt sein, wenn sie es mit der heutigen Realität vergleichen. Man hatte das Schicksal Syriens bereits ein Jahrzehnt im Voraus geschrieben.
Heute ist es unmöglich noch zu glauben, dass die selbsternannte Regierung von Ahmed al-Sharaa (alias Abu Mohammed al-Dschulani [Julani oder Jolani]) eine spontane Erscheinung, ein syrisches Produkt ist. Es handelt sich lediglich um die Umsetzung des Plans des Foreign Office: den ‚Arabischen Frühling‘, also die Wiederholung des ‚Arabischen Aufstands‘ von 1916–1918, durch den London das Osmanische Reich stürzte und die wahhabitische Sekte in Saudi-Arabien an die Macht brachte. Diesmal ging es darum, die nationalistischen Regime zu stürzen und die Muslimbruderschaft an die Macht zu bringen. Der Dschihadist Ahmed al-Sharaa ist selbst seit fünfzehn Jahren bezahlter Agent von Jonathan Powell, Tony Blairs Stabschef.“
Verschwörungstheorie
Natürlich gibt es keine absoluten Beweise für die im letzten Satz aufgestellte Behauptung. Es ist nur die Meinung des Autors. Aber es gibt Indizien. Schauen wir uns einige davon an, die man auf die Schnelle findet:
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- Powell traf al-Sharaa (damals Jolani) offiziell erstmals im Mai 2021. Jonathan Powell ist der ehemaliger Stabschef von Tony Blair (1997–2007), Gründer der NGO Inter Mediate (seit 2011, eine Organisation für „Konfliktlösung und Mediation“). Seit 2024 ist er National Security Adviser der britischen Regierung unter Keir Starmer. Powell wird mit britischen Geheimdienstkontakten in Verbindung gebracht, ohne dass dies offiziell bestätigt ist.
- Im Jahr 2023 vermittelte Powell als damaliger Chef der „NGO“ Treffen zwischen dem britischen MI6 und HTS, um Kooperationen zu fördern. Frühere Berichte aus 2021 deuten darauf hin, dass MI6 über Powell al-Nusra (Vorgänger von HTS) zur Zusammenarbeit mit dem Westen aufforderte. Solche Kanäle könnten als Indiz für eine agentenähnliche Beziehung gesehen werden, bei der al-Sharaa „gelenkt“ wurde, um westliche Interessen in Syrien zu bedienen – möglicherweise mit finanziellen Anreizen durch NGOs oder verdeckte Fonds.
- Inter Mediate, geleitet von Powell bis Ende 2024, half al-Sharaa bei seiner „politischen Schulung“ und Positionierung als potenzieller selbsternannter Präsident. Dies umfasste die Abkehr von extremistischen Image-Elementen und die Vorbereitung auf eine Rolle nach Assad. Von Bart stutzen bis Anzug tragen und natürlich wie mit Medien umgegangen werden muss. Solche Unterstützung könnte als Indiz für eine langfristige Investition interpretiert werden, da Powells Übergang zum UK National Security Adviser (2024) nahtlos an diese Arbeit anknüpft und al-Sharaa nach dem Regimewechsel 2024 schnell Treffen mit Powell hatte.
- Die Türkei half bei al-Sharaas Aufstieg, und Powells NGO war in ähnlichen Mediationsrollen involviert (z. B. mit PKK). Dies könnte auf ein Netzwerk hinweisen, in dem al-Sharaa als „Asset“ dient, um „Stabilität“ im westlichen Sinne in Syrien zu fördern – interpretiert als langfristige Agentenbeziehung, da HTS seit 2010er Jahren westliche Unterstützung in Anti-Assad-Kampagnen erhielt.
- Seit al-Sharaas Amtsantritt als Interimspräsident 2024/2025 gab es offizielle Treffen mit Powell in Damaskus (z. B. August 2025), was auf eine etablierte Beziehung hindeutet. Powells Rolle als Vermittler könnte rückblickend als Indiz für frühere, verdeckte Zahlungen oder Einflussnahme gesehen werden, besonders da seine NGO bis 2024 aktiv war.
- Al-Julani wurde 2006 von US-Truppen in Irak festgenommen, weil er gegen sie gekämpft hatte (als Teil der irakischen Aufstandsbewegung). Er saß bis 2011 in Camp Bucca, einem US-geführten Gefängnis, das als „Jihadist University“ bekannt war – hier vernetzten sich viele spätere ISIS- und al-Qaeda-Führer.
Während oder nach seiner Haft stieg er in der Hierarchie auf. Er war zunächst bei der Islamic State of Iraq (ISI, Vorläufer von ISIS), wurde dann 2011 von Abu Bakr al-Baghdadi nach Syrien geschickt, um die al-Nusra Front (al-Qaeda in Syrien) zu gründen. Später „brach“ er mit ISIS, gründete HTS und benamte sich um, stellte sich nicht mehr als Hardcore-Jihadist sondern als pragmatischen Rebellenführer dar. Sein Aufstieg war rapide: Innerhalb Wochen nach Freilassung hatte er Netzwerke, Geld und Waffen für al-Nusra „gesammelt“.
Er wurde 2011 freigelassen, als Camp Bucca schloss und US-Truppen aus Irak abzogen. Er wurde nie wegen Verbrechen vor Gericht gestellt. So wie tausende andere Terroristen auch nicht. Und dabei hatte die Bundesregierung doch erklärt, man müsse in Syrien gegen Terrorismus kämpfen!
Alles nur ein paar unwichtige Indizien, zusammengestellt durch einen Journalisten, der weder die Ressourcen, noch den Zugang zu den politischen Kreisen hat, welche unsere Qualitätsjournalisten besitzen, und das offensichtlich als nebensächlich ansehen. Deshalb muss das wohl ganz sicher eine Verschwörungstheorie sein, wird man bei „Faktencheckern“ sicher nachlesen können.
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Warum zahlte Deutschland Milliarden Euro um Syrien zu zerstören?
Schulbeispiel: Syrienpolitik und Fachkräftemangel
Der Ausdruck „Verschwörungstheorie“ ist mittlerweile quasi eine GARANTIE, ein Qualitätsmerkmal, daß man nahezu zu 100% die üblen Machenschaften ehrgeiziger, skrupelloser Geheimdienste erkannt und beschrieben hat…🤮
Und so metzeln Anhänger von Ahmed al-Sharaa, dem Interimspräsident von Syrien, weiter in ihrem Vielvölkerstaat herum. Sie töten wahllos Drusen in Suweida, Alawiten, Christen ohne zu wissen, dass ihr Führer Ahmed al-Sharaa ein von Anfang an bezahlter Agent vom Westen ist. Syrien liegt in westlicher Hand. Das Land wird wirtschaftlich niemals aufblühen, sondern um seine Früchte vom Westen für immer ausgeraubt werden.