Schäden durch PFAS – „ewige Chemikalien“ im Wasser und von Windrädern

10. Dezember 2025von 4,6 Minuten Lesezeit

Eine neue Studie verbindet PFAS im Trinkwasser mit schweren Gesundheitsproblemen bei Säuglingen. Quelle für Kontaminierung sind immer mehr die wachsende Zahl von Windrädern.

Die Studie beziffert die jährlichen wirtschaftlichen Belastungen durch diese gesundheitlichen Auswirkungen auf mindestens 8 Milliarden Dollar. Die Analyse konzentrierte sich auf Mütter, die mit PFOA und PFOS kontaminierte Brunnen nutzen. Die Autoren der Studie argumentieren, dass die Entfernung von PFAS sowohl gesundheitliche als auch langfristige wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Haushaltswasserfilter werden als sinnvolle Sofortmaßnahme für schwangere Frauen empfohlen.

Die Studie von Robert Baluja et al mit dem TitelPFAS-contaminated drinking water harms infants“ (Mit PFAS kontaminiertes Trinkwasser schadet Säuglingen) erschien am 8. Dezember 2025 in Proceedings of the National Academy of Sciences.

Die wahren Kosten des kontaminierten Wassers in Amerika werden nun in Milliarden Dollar und dem fragilen Leben von Neugeborenen gemessen. Die bahnbrechende Studie hat die Kosten der durch „ewige Chemikalien” im Trinkwasser verursachten Katastrophe für die öffentliche Gesundheit beziffert und eine wirtschaftliche Belastung von mindestens 8 Milliarden Dollar pro Jahr ermittelt. Diese von Ökonomen und Wissenschaftlern der University of Arizona durchgeführte und veröffentlichte Studie liefert einige der bislang eindeutigsten Beweise dafür, dass die reale Exposition gegenüber diesen giftigen Verbindungen die Gesundheit von Säuglingen zerstört und der Gesellschaft massive langfristige Kosten verursacht.

Das Team analysierte alle Geburten in New Hampshire über einen Zeitraum von zehn Jahren, von 2010 bis 2019, und konzentrierte sich dabei auf Mütter, die ihr Wasser aus Brunnen bezogen. Durch den Vergleich von Müttern, deren Brunnen sich stromabwärts von bekannten PFAS-Kontaminationsstellen befanden, mit denen, deren Brunnen sich stromaufwärts befanden, konnten sie die erschreckenden Auswirkungen der Chemikalie isolieren. Die Ergebnisse waren erschütternd.

Eine Krise gemessen in Menschenleben und Lebensgrundlagen

Mütter mit kontaminiertem Wasser hatten dramatisch schlechtere Ergebnisse. Sie waren mit einer höheren Säuglingssterblichkeit im ersten Lebensjahr, gefährlicheren Frühgeburten und einer größeren Anzahl von Babys mit niedrigem Geburtsgewicht konfrontiert. Dies sind keine geringfügigen statistischen Ausreißer, sondern tiefgreifende Tragödien für Familien, die nun in direktem Zusammenhang mit Umweltvergiftungen stehen.

Die Ökonomen haben diese gesundheitlichen Auswirkungen dann in nationale Wirtschaftskosten umgerechnet. Die jährliche Summe von 8 Milliarden Dollar umfasst die unmittelbare medizinische Versorgung, die langfristigen gesundheitlichen Folgen für die Kinder und deren geringeres Lebenseinkommen. Der Mitautor der Studie, Derek Lemoine, Professor für Wirtschaftswissenschaften, formulierte die Entscheidung klar und deutlich. „Wenn wir die von uns ermittelten Kosten mit den Kosten für die Beseitigung von PFAS vergleichen, ist die Antwort offensichtlich“, sagte Lemoine. „Die Entfernung von PFAS aus dem Trinkwasser führt nicht nur zu einer drastischen Verbesserung der Gesundheit, sondern auch zu einem erheblichen langfristigen wirtschaftlichen Nutzen.“

Diese Studie konzentrierte sich auf zwei berüchtigte „ewige Chemikalien“, PFOA und PFOS, die in den USA zwar nicht mehr hergestellt werden, aber dennoch unerbittlich in der Umwelt verbleiben. Ihr Vermächtnis ist eine tickende Zeitbombe im Boden. „Die PFAS, die wir im Grundwasser finden, sind nur ein winziger Bruchteil der PFAS, die in die Umwelt gelangt sind“, sagte Bo Guo, Associate Professor für Hydrologie und Mitautor der Studie. „Der Großteil der PFAS befindet sich noch immer im Boden und wandert nach unten.“

PFAS entsteht jedoch weiter in großen Mengen und zwar durch den unvermeidlichen Abrieb von den Rotorblättern der Windräder. Es wird dadruch in weitem Umkreis rund um jedes Windrad verteilt. Insbesondere die hohen Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h und mehr an den Enden der Rotorblätter verursachen zwangsläufig Abrieb sowohl an der Vorderseite als auch an der Hinterkante der Rotorblätter. Darin enthalten sind sowohl Carbon- oder Glasfaser, Mikropartikel und toxische Kunststoffbestandteile.

Der Abrieb von Rotorblättern (GFK/CFK) setzt Mikroplastik, Fasern und Chemikalien (PFAS, Bisphenol A) frei – jährlich Tausende Tonnen, kontaminierend Böden bis 1000 m.

Nachgewiesen wurde PFAS-Kontamination durch Windräder bereits bei offshore Anlagen in Muscheln und Austern, sowie an Land in Wildtieren.

Zunehmender Handlungsbedarf

Die Ergebnisse der University of Arizona verleihen den jahrelangen Warnungen von Gesundheitsaktivisten enormes Gewicht. Die Environmental Working Group argumentiert seit langem, dass die PFAS-Exposition das Immunsystem unterdrückt und das Risiko für Krebs und Entwicklungsschäden erhöht. Ihre eigenen Untersuchungen deuten darauf hin, dass mehr als 200 Millionen Amerikaner PFAS in ihrem Trinkwasser haben könnten.

Die neuen Daten zeigen die Torheit der Verzögerung bei der Regulierung sowie, noch bedeutender, die versteckten Kosten, die durch den Ausbau der Windparks auf die Gesellschaft zukommen.

Es gibt eine praktische, sofortige Maßnahme, die jeder Einzelne ergreifen kann. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass Aktivkohlefilter diese langkettigen PFAS entfernen können. „Diese Chemikalien mögen zwar überall zu finden sein, aber wir sind dennoch der Meinung, dass Trinkwasser für schwangere Frauen wichtig ist“, sagte Lemoine. „Die Installation und Wartung von Wasserfiltern zu Hause könnte für sie sinnvoll sein.“ Das ist offenbar vor allem auch dann eine gute Idee, wenn man Wasser aus Regionen bezieht, in denen viele Windräder stehen.

Die Studie macht auch wieder deutlich wie gesundheitsschädlich die Windparks sind – zu all den übrigen Schäden die sie anrichten.


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6 Kommentare

  1. Gabriele 10. Dezember 2025 um 12:02 Uhr - Antworten

    Diese Chemikalie ist inzwischen überall vorhanden, in jeder Pflanze, jedem Tier und selbst in der Plazenta wird sie nachgewiesen – und niemand glaubt es. Die Leute haben keine Ahnung, was das sein soll…
    Nebenbei eine wunderbare Möglichkeit, damit „Impfungen“ zu kombinieren und dann die Schuld für alle Folgen auf PFAS zu schieben. mRNA dagegen ist gesund und lässt uns länger (über)leben.
    Es läuft also perfekt für die Chemo-Impfindustrie (sind ja überall die gleichen Akteure) – dann noch plus Mobilfunk und die Welt ist so, wie sie sein muss, um sich ihrer überzähligen „Parasiten“ zu entledigen.

    • Gabriele 10. Dezember 2025 um 12:10 Uhr - Antworten

      Es ist zu ergänzen, dass noch das tägliche Mikroplastik dazukommt, das wir sowieso konsumieren – und in Bezug auf die Pläne der „Wissenschaft“, dass diese hofft, die Genetik des Menschen auf Dauer so ändern zu können, dass wir all das in Zukunft problemlos ertragen ohne krank zu werden.
      Der transhumane „Plastikmensch“ ist eine durchaus reale Vorstellung dieser verrückten „Experten“ in ihren grenzverblödeten „Future-Thinktanks“.
      Natürlich wollen sie selber als künftige Elite schon „ganz normal“ bleiben – nur das arbeitende Volk soll zu solchen Marionetten umgeformt werden. Mit Gehirnen, die beliebig lenkbar und kontrollierbar sind (am besten durch Implantate und „smarte Technologie“ und idealerweise mit einem „Abschaltknopf“.
      Wer glaubt, das sei nur Unsinn, der träumt…

  2. Ron 10. Dezember 2025 um 10:54 Uhr - Antworten

    Also, ich bin kein Freund von Windräder – ganz im Gegenteil, aber meines Wissens bestehen die Hauptkomponenten der Windräder aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) der durch sog. Harze gebunden und zu einem Verbundwerkstoff wird. Wo und wie soll aus GFKs PFAS in die Umwelt freigesetzt werden? Mir ist keine Studie bekannt, die quantitativ diesen Nachweis geführt hat. Die äußerste Schicht der Windräder wird mit Gelcoats geschützt, das gleiche Material, welches seit Jahrzehnten auch die Schiffsrümpfe gegen Feuchtigkeit schützt. Viel Interessanter sind die Weichmacher in all den Kunststoffverpackungen und Getränkeflaschen, hier sollte intensiver gefordert werden. Weiters gibt es riesige Landflächen die aktiv durch PFAS kontaminiert sind und keiner verschwendet bis dato auch nur einen Gedanken diese Gebiete zu sanieren – auch in Europe z.B. Belgien, Deutschland. Aus meiner Sicht sind hier die Quellen der PFAS Konzentrationen im Körper zu suchen. Außerdem wird PFAS im Trinkwasser nach wie vor nicht systematisch erfasst – dies sollte er erste Aktionspunkt in der Agenda sein.

    • Hausmann_Alexander 10. Dezember 2025 um 14:20 Uhr - Antworten

      Der Abrieb wird durch die hohe
      Geschwindigkeit beschrieben:

      https://tkp.at/2025/11/20/hohe-risiken-bei-verpachtung-fuer-windraeder-kontamination-der-boeden-und-rueckbau/

    • Fritz Madersbacher 10. Dezember 2025 um 20:00 Uhr - Antworten

      Es gibt keinen Kunststoff, der nicht durch UV-Belastung (Sonnenlicht) versprödet. Sowohl die Epoxidharz-Systeme in den Epoxy-Faserverbundwerkstoffen (Windanlagen sind der mit Abstand größte Markt dafür, andere Märkte sind Flugzeugbau, Bootsbau, Auto-, Eisenbahn- und Sportindustrie) als auch die ebenfalls Epoxy-Harz enthaltenden „Gelcoats“ für den Oberflächenschutz enthalten geringe Mengen von hochtoxischem Bisphenol A. Die Mikrofasern, die durch den ab einer gewissen Laufzeit entstehenden Abrieb an den Bügen (Vorderseiten) der Windanlagen-Rotorblätter entstehen, setzen sich zusammen aus Glas-, Carbon- und Epoxidharzpartikeln.
      Auch mir ist keine Studie zur Verschmutzung mit Mikrofasern im Bereich von Windanlagen bekannt. Die beobachtbaren Auswirkungen auf Flora und Fauna scheinen allerdings alarmierend zu sein, ohne bisher auch nur die geringste Erwähnung zu finden, wenn es um die Errichtung neuer Anlagen geht. In Tirol gibt es Versuche, solche Anlagen einzuführen, aber ein Wissen um ihre potentielle Gefährlichkeit für Mensch und Natur fehlt völlig, wie erst kürzlich eine Stellungnahme der (an und für sich recht bemühten) Tiroler Umweltanwaltschaft) in der „Tiroler Tageszeitung“ gezeigt hat. Ich bin gespannt, wie lange sich die Faktenlage zu Windenergieanlagen noch unter der Decke halten läßt …

  3. Hausmann_Alexander 10. Dezember 2025 um 10:34 Uhr - Antworten

    „Die Ergebnisse der University of Arizona verleihen den jahrelangen Warnungen von Gesundheitsaktivisten enormes Gewicht.“

    Die selben Schäden (PFAS-Exposition das Immunsystem unterdrückt und das Risiko für Krebs und Entwicklungsschäden erhöht) könnten dann auch überall dort auftreten, wo Windräder stehen (Europa).

    Wer fördert sowas?

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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