
Historischer Bitcoin-Absturz
Donald Trumps Zollankündigung gegen China hat den Bitcoin und den Kryptomarkt dramatisch einstürzen lassen, auch die Börsen gingen auf Talfahrt. Nur Gold und Silber zeigten sich unbeeindruckt.
Bitcoin hat in der Nacht auf Samstag die größte Liquidationswelle seiner Geschichte erlebt. Kurzzeitig brach der Preis um fast 18.000 Dollar ein. In kürzester Zeit verlor der Kryptomarkt mehr als 150 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung. Liquidationen von gehebelten Positionen explodierten auf 9,4 Milliarden US-Dollar, den höchsten Wert in der Geschichte des Marktes. Einerseits zeigt das die Fragilität des Kryptomarktes, allerdings ging der Kurs nicht einmal unter 100.000 Dollar. Kurze Zeit war er auf 102.000 Dollar gekippt. Mittlerweile hat sich der Preis wieder auf 112.000 Dollar stabilisiert.
Der Absturz begann am Freitagabend (US-Zeit), als Donald Trump auf Truth Social eine Eskalation im Handelskrieg ankündigte. China habe „aggressive“ Exportkontrollen für fast alle Produkte ab 1. November 2025 verhängt, was globale Lieferketten bedrohe. Trumps Antwort: Ein zusätzlicher 100-prozentiger Zoll auf chinesische Waren, kombiniert mit US-Exportbeschränkungen für kritische Software. Der Post fiel um 21:00 Uhr UTC, und binnen Minuten brach der Markt ein.
Bitcoin fiel, noch schlimmer traf es die sogennanten „Altcoints“, andere, meist nicht dezentralisierte, Kryptowährungen. Sie verloren teilweise 40 Prozent oder noch mehr. Altcoins wurden „eviszert“ – zerfetzt, wie Hedgefonds-Manager Zaheer Ebtikar von Split Capital es nannte. Trader Pentoshi verglich den Einbruch mit dem COVID-Crash 2020: „Viele sind in unglaublichem Schmerz, ich eingeschlossen.“
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Der Crash war nominal historisch – der größte in Dollar-Beträgen je – prozentual aber „nur“ 10 bis 15 Prozent von den jüngsten Hochs bei 126.000 Dollar. Ein „Crash“ und trotzdem ging der Bitcoin nicht unter den Preis von 100.000 Dollar. Dennoch: Über 250 Millionen Dollar an Liquidationen pro Stunde, insgesamt 16 Milliarden in 24 Stunden.
Österreichs Bitcoin-Podcaster Niko Jilic verfasste auf X eine kurze Analyse. Seine Punkte, die freilich keine Finanzberatung sind:
- Wir haben das schon gesehen, wir fürchten uns schon wieder vor Zöllen.
- Trump will seine Verhandlungssituation verbessern, der Deal wird dadurch nicht unwahrscheinlicher. – Die Märkte waren ziemlich überhitzt, vor allem bei AI und Tech. Bitcoin war gar nicht so dramatisch überhitzt, hatte gerade erst ein neues ATH.
- Gold zeigt weiter seine Zähne und ist raufgegangen, was das Narrativ vom „digitalen Gold“ natürlich in Frage stellt. Es ist korrekt, wenn es um die Eigenschaften geht – aber nicht unbedingt dann, wenn es um das Handelsverhalten geht.
- Bitcoin wurde bei ähnlichen Schocks seit Trumps Wahl nach einem ersten Schreck rasch wieder raufgekauft
- Die gewaltige Candle hat tausende Trader ruiniert. Wer in diesem Markt mit Leverage unterwegs ist, tanzt auf dem Vulkan. Wer nur hält und gelegentlich nachkauft, ist nicht betroffen.
- Auch für viele, die Fiat Kredite mit Bitcoin besichern, kann diese Candle ein Problem sein, da werden wir in den kommenden Tagen vom Fallout erfahren.
- Altcoins sind Shitcoins. Hier wurden (mal wieder) Existenzen zerstört- wenn auf Leverage getradet wurde.
- Bitcoin ist im Power Law immer noch knapp unter der Median-Linie und hat auch die emotional wichtige Grenze von 100.000USD gehalten.
- Dieses Event war extern und hatte mit Bitcoin wenig zu tun, aber der Markt war generell überhitzt und nützt diese Gelegenheit, um zu korrigieren.
Wie immer nutzen gut informierte Superreiche – unzweifelhaft aus dem Umfeld des Weißen Hauses – den Absturz, um Geld zu verdienen. So wurde 30 Minuten vor Trumps Zoll-Ankündigung ein sogenanntes Short-Geschäft eröffnet und den Spekulationshandel auf einen fallenden Preis mit 88 Millionen Dollar Gewinn abgeschlossen.
Der letzte Absatz im Artikel ist mal wieder die wahre Erleuchtung.
Insider kassieren ab. Das ist als Verbrechen klar einzustufen.
In diesen Märkten der Spekulation wird ja nichts erzeugt. Dort werfen alle ihr Geld in den Hut und man nimmt sich gegenseitig nur das Geld weg.
Wenn also wenige Insider sich auf den fallenden Kurs positioniert haben und damit Geld eingenommen haben, dann haben sie keine Gewinne in dem Sinn gemacht, dass irgendetwas dabei für andere auch zum Vorteil entstanden ist, also etwas erschaffen wurde, sie haben einfach das Geld vom Rest der verloren hat eingesackt und das mit Vorwissen, dass es kommen wird.
Wer also zu den Insidern gehört, wird immer der Gewinner sein und den Rest einfach ausnehmen.
Ich habe selbst damals, als plötzlich die Sicherung der Schweizer Bank, den Euro bei 1,20 zu halten, aufgegeben hat, reichlich Kohle an die Insider verloren, die darüber vorher informiert wurden. Der Kurs rutsche dabei kurzzeitig auf weit unter 0,9 ab, was alle mehr oder minder abrasiert hat und dabei waren auch noch viele der Handelsbörsen geschlossen worden. Man konnte also nicht mal irgendwas machen. Erst als es vorbei war und alle Positionen schon längst geschlossen waren mit dicken rot, hatte man wieder Zugriff auf sein Konto und somit Handlungsmöglichkeiten, die dann keine Rolle mehr spielten.
So geht Diebstahl eben und das orchestriert.
Der normale Bürger stellt sich längst die Frage, WARUM er der EINZIGE ist, der für sein Geld arbeiten geht, und von dem bißchen auch noch steuerlich für diese RAFFHÄLSE über die Hälfte abtreten muß….DER STAAT ist nurmehr der Handlanger für eine selbst erklärte globale Interessengemeinschaft, die sich nach intransparenten, eigenen Regel exzessiv bereichert….und wofür ? Alle enden im Grab. ☹️
CASINO DES WAHNSINNS 🤯❗
Man sollte diese Spielhöllen sofort abschaffen, in denen hemmungslos mit realen und – noch viel mehr – mit rein fiktiven Werten herumgespielt wird. Vollkommen ‚frei von Skrupeln‘ erfolgen WETTEN 👉 AUF ALLES UND GEGEN ALLES. Das Ausmaß der Gier allein ist das Limit. Die Börsen sind eine Pest. So etwas sollte es gar nicht geben. Ohne diesen Mist (aus den Abgründen der Hölle), wäre die Welt wesentlich besser dran…
Das ‚Volumen‘, welches dort ‚gehandelt‘ wird, übersteigt die tatsächlichen Ressourcen auf diesem Planeten um ein Vielfaches und ist von der ‚realen‘ Welt völlig entkoppelt. Man jongliert mit Fantasie-Werten, die sich immer weiter von der Realität entfernen. Die Schulden und Verbindlichkeiten, welche dabei generiert werden, haben jedoch konkrete Auswirkungen. Das ist auch so gewollt. Diese Welt geht in einem Ausmaß Verbindlichkeiten für Dinge ein, die SO gar nicht existieren. Die daraus resultierenden Fesseln hingegen schon…
Die Wetten der Finanzindustrie, die Bevölkerungsrückgang und Energiemangel gekonnt ignorieren und ihre Wachstumserwartung durch Extrapolation der Vergangenheit generieren, sind vernachlässigenswert. Der Staat wird Systemrelevantes mit Kriegsanleihen retten.
Wesentlicher ist, dass weder Europa noch die USA die dadurch fehlenden preisgünstigen Waren werden produzieren können. Das sind, angefangen von Messern, Töpfen, Lampen, Gewand und Werkzeug, durchaus auch relevante Gegenstände.