Burkina Faso vertreibt Bill Gates

26. August 2025von 2,6 Minuten Lesezeit

Burkina Faso hat eine von Bill Gates finanzierte Initiative, die genetisch veränderte Mücken freisetzte, offiziell eingestellt. Zudem gehen die Behörden scharf gegen das Projekt vor, das Malaria verhindern soll, und vernichten alle Proben und Materialien. Kritiker sagen, dass die GMO-Moskitos die Malariaprobleme verschlimmern. 

Seit Hauptmann Ibrahim Traoré den westafrikanischen Sahel-Staat Burkina Faso übernommen hat, führt er die neue panafrikanische antikoloniale Bewegung des Kontinents an. Nun hat der Staat erstmals auch konkrete Schritte gegen westliche „Philanthropen“ unternommen. Umso brisanter im Gesundheitssektor: Das „Target Malaria“, das sich auf die Entwicklung einer Moskitospezies konzentriert, die die Krankheit nicht übertragen kann, wurde diese Woche suspendiert. Das Projekt wird von Gates gefördert und finanziert.

Die Botschaft der Regierung aus Ouagadougou soll deutlich sein: Afrikanische Nationen sind keine Testgebiete für westliche Biotechnologie-Experimente. Das waren sie jahrzehntelang und viele Gebiete des Kontinents sind es weiterhin. In Burkina Faso haben es diese umstrittenen Projekte aber nun deutlich schwieriger.

In Burkina Faso ist Malaria endemisch und kostet jährlich viele Todesfälle. Das Projekt arbeitet an gentechnisch manipulierten Moskitos, die Malaria nicht mehr verbreiten können. Seit Jahren hat Bill Gates in diese Forschung massiv investiert. TKP hat darüber ausführlich berichtet – zeitgleich fluten WHO und Gates den Kontinent auch mit Malaria-Impfstoffen. Kritiker sagen, dass die Freisetzung der GMO-Moskitos die Malariaprobleme erhöhen.

Doch die Behörden sehen die Umtriebe der Gates Foundation offensichtlich als noch gefährlicher an. Man hat die NGO Target Malaria angewiesen, alle Aktivitäten einzustellen und alle genetisch veränderten Mücken im Land zu vernichten. Die Gates Stiftung hat sich bisher nicht dazu geäußert.

Der Business Insider Africa kennt weitere Hintergründe:

Die Forschung, die 2019 in Burkina Faso begann, setzte ihren ersten Schwarm genetisch veränderter männlicher Mücken in dem Weiler Bana frei, einer winzigen Siedlung mit etwa 1.000 Einwohnern im Westen des Landes.

Diese Mücken wurden entwickelt, um die Fortpflanzungsrate von Malaria übertragenden weiblichen Mücken zu begrenzen mit dem langfristigen Ziel, die Übertragung der Krankheit zu reduzieren, an der jedes Jahr hunderttausende Menschen in Afrika sterben.

Seit der ersten Freisetzung hat das Programm seine Studie auf andere Orte ausgeweitet und zuletzt nur wenige Tage vor der abrupten Anordnung der Regierung, die Operationen auszusetzen, neue Chargen mutierter Mücken freigesetzt.

Wie Bloomberg berichtet, werfen Kampagnen in Afrika den Forschern von Target Malaria vor, die Ausbreitung der Krankheit verschlimmert zu haben.

Egountchi Behanzin, ein französisch-togolesischer Aktivist, der häufig pro-russische Äußerungen im Internet veröffentlicht, erklärte auf X, dass die Einstellung des „von Bill Gates und der US-Armee finanzierten” Projekts ein Erfolg sei.

Vom Kontinent sind die Aktivitäten freilich nicht vertrieben, doch Traoré und sein neuer Panafrikanismus hat bereits viele Verbündete. Der Schritt ist somit ein erstes Vorgehen gegen die Aktivitäten der Gates Stiftung, vielleicht aber auch nur der Anfang.

Bild „Moskito“ by nyffy is licensed under CC BY-NC-SA 2.0.

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4 Kommentare

  1. Gabriele 27. August 2025 um 15:45 Uhr - Antworten

    Hier wird noch ein Schaden ungeheuren Ausmaßes an der Umwelt und im ökologischen Gleichgewicht des Planeten angerichtet werden – womöglich irreversibel. Dann badet es der Mensch wie immer aus.
    Man darf nicht aussprechen, was man dieser Gates-Figur wünscht…

  2. bekir 26. August 2025 um 18:38 Uhr - Antworten

    Googles KI lehrt uns:

    „Es gibt noch keinen weit verbreiteten, universell wirksamen Impfstoff gegen Malaria, da der Malaria-PARASIT Plasmodium falciparum genetisch sehr komplex und wandlungsfähig ist und sich ständig verändert.
    Dadurch fällt es dem Immunsystem schwer, ihn vollständig zu erkennen und einen dauerhaften Schutz aufzubauen. Es gibt zwar erste Impfstoffe für Kinder in Risikogebieten, aber der Schutz ist begrenzt und das Immunsystem der Einheimischen ist durch frühere Infektionen und zusätzliche WURMINFEKTIONEN belastet.“

    Zumindest ein Teil der genannten Würmer sind auch als PARASITEN zu betrachten.
    Da könnte man doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?
    Wie soll man denn (nach Googles KI) Parasiten behandeln?

    „… hauptsächlich mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wie Anthelminthika (gegen Würmer) und Antibiotika (gegen Protozoen)“
    – eine Impfung (gegen Parasiten) wird dagegen nicht erwähnt!
    (bzw. nur, wenn man Google nach dem Lieblings-Parasiten von Bill Gates fragt, dem Malaria-Erreger!
    – aber da das Immunsystem den Malaria-Erreger schlecht erkennt, kann auch der Impfstoff dem Immunsystem keine bessere Information über den zu bekämpfenden Feind geben, siehe oben)

    Fazit: Mittel gegen (bereits vorhandene) Parasiten sind gefragt und eben keine Impfung = „Training“ (wie bei der Viren-Bekämpfung) auf einen erst noch künftig (evtl.) ankommenden Feind.

    Neben den von Google genannten Medikamenten (oder vor allen diesen Alternativen?) wäre zu erwähnen: das nobelpreis-gekrönte IVERMECTIN. Es ist ein vielseitig hilfreiches Tausendsassa-Mittel (dieser Blog hat dem vielseitigen Nutzen von IVERMECTIN etliche Artikel gewidmet).

    Zum Leidwesen der Pharma-Industrie ist es längst patentfrei und wäre auch während Corona schnell überall verfügbar gewesen. Man wollte es aber nicht und daher verteufelten korrupte Experten und willige Medien wie der SPIEGEL zwecks Abschreckung / Ekel-Erregung das altbewährte Mittel als Pferde-Entwurmungsmittel oder als Notbehelf für die Armen in der „Dritten Welt“.
    Die Lobby erreichte in etlichen Ländern ein Verbot – alle sollten zur Genbehandlung gedrängt und zum Warten aufs mRNA-Christkind gezwungen werden.

  3. Daisy 26. August 2025 um 18:05 Uhr - Antworten

    Dafür hat Graz jetzt 600.000 Gäts-Gen-Mücken freigesetzt. Wetten, dass damit auch bei uns vermehrt Chikungunya-Fälle auftreten? Denn die angeblich sterilisierten Männchen sorgen in Wirklichkeit für die Vermehrung der bei uns nicht heimischen Tigermücke. Aber vielleicht treten ja auch Malariafälle auf? Alles ist möglich, aber nix ist fix. Kennedy sollte Gäts auch rauswerfen…

  4. Glass Steagall Act 26. August 2025 um 15:43 Uhr - Antworten

    Ich kann nur meinen vollen Respekt dafür aussprechen!!! Ich freue mich immer wieder, wenn Afrika seine Kolonialherren und Schmarotzer aus dem Land schmeißt! So sollten auch alle anderen Staaten mit Gain of Function Forschung umgehen!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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