Freispruch im Fall Kellermayr rechtskräftig

5. August 2025von 2,9 Minuten Lesezeit

Im Juli 2022 hatte sich die Ärztin Lisa-Maria Kellermayr das Leben genommen. Mehr als zwei Jahre später hat das juristische Nachspiel ein Ende. Der Freispruch ist rechtskräftig. 

Es ist der vielleicht öffentlichste Selbstmord Österreichs: Die Ärztin Lisa-Maria Kellermayr nahm sich im Juli 2022 das Leben. Inmitten einer erdrückend aufgeheizten Stimmung durch die Covid-Politik wurde er Suizid sofort massiv politisiert. Kellermayr hatte 2020 noch für alternative Behandlungsmethoden von Covid geworben, wurde später aber, initiiert von Figuren des linksliberalen Medienmilieus, zu einer Medienpersönlichkeit. In dieser Rolle war sie auch mit Morddrohungen konfrontiert.

Covid-Extremisten sahen Kellermayr durch „Impfgegner“ in den Tod getrieben und nannten den Selbstmord eine Folge von „Hass im Netz“. Diese Vorwürfe sind nun juristisch ausgeräumt. Es ist nicht nachweisbar, dass der Suizid durch die Drohungen ausgelöst wurde.

Zum rechtskräftigen Freispruch des Anklagten nimmt die oberösterreichische MFG-Partei Stellung:

Die Partei Menschen-Freiheit-Grundrechte (MFG) nimmt den rechtskräftigen Freispruch im Rechtsfall Kellermayr mit Erleichterung zur Kenntnis. Nachdem die deutsche Justiz bereits alle Ermittlungen eingestellt hatte und eine Hausdurchsuchung als rechtswidrig befunden wurde, zerrten österreichische Behörden den deutschen Staatsbürger Roman M. vor Gericht – wohl um Politiker und Medien zu befriedigen. Nun ist der Freispruch auch in Österreich rechtsgültig – ein schwacher Trost für den Angeklagten, der gesundheitlich und finanziell stark belastet wurde.

Wohl unter dem Eindruck massiver medialer Berichterstattung und politischer Erwartungshaltungen wurde gegen Roman M. ein aufwändiger Prozess geführt. An seinem Fall sollte offenbar demonstriert werden, dass Corona-Maßnahmenkritiker gefährlich und gewaltbereit seien. Das Gericht stellte nun klar, dass ihm keine strafrechtliche Mitverantwortung am Suizid der Ärztin nachgewiesen werden konnte.

Frau Dr. Kellermayr, die oberösterreichische Ärztin, die sich tragischerweise für den Suizid entschieden hatte, war zuvor mit sehr scharfen öffentlichen Äußerungen gegen Corona-Maßnahmengegner und Impfkritiker aufgefallen. M. hatte sie daraufhin schriftlich zur Rede gestellt und rechtliche Schritte in Aussicht gestellt. Dass daraus ein Strafverfahren konstruiert wurde, zeigt für MFG die politische Aufladung des Falls.

Die MFG-Landtagsabgeordnete Dagmar Häusler war bei dem viertägigen und besonders aufwändigen Schauprozess persönlich anwesend und konnte nur den Kopf schütteln. Rund dreißig Zeugen und Sachverständige wurden zu einem Sachverhalt gehört, bei dem am Ende selbst das Gericht keinen strafrechtlich relevanten Tatbeitrag feststellen konnte. Durch mediale Vorverurteilung versuchte man, dem Angeklagten Aussagen anzuhängen, die in diesem Verfahren nicht strafbar waren.

Gleichzeitig muss festgehalten werden, dass Drohungen mit Gewalt, Folter und Mord in einer friedliebenden, zivilisierten Gesellschaft keinen Platz haben. Gegen solche Aussagen tritt auch die Partei MFG mit großer Vehemenz ein. Im Verfahren wurde Roman M. jedoch keine strafbare Drohung nachgewiesen. Wer für Menschenrechte eintritt und sich gegen medizinische Experimente ausspricht, muss seine Meinung frei äußern dürfen. Das ist ein unverrückbares Grundrecht.

Einmal mehr zeigt sich in Österreich, dass Menschen mittels des Justizsystems, das offenbar nicht frei von politischen Weisungen und Einflüsterungen agiert, in den gesundheitlichen und finanziellen Ruin getrieben werden können. Roman M. erlitt durch den mehrjährigen Stress einer ungerechtfertigten Verfolgung mehrere Infarkte. Er stand sinnbildlich für den Versuch, politische Kritiker öffentlich abzuschrecken und einzuschüchtern.

Bild „Justitia“ by Tim Reckmann | a59.de is licensed under CC BY 2.0.

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Offener Brief von Aktivisten zum Suizid der Ärztin

Der Fall Dr. Kellermayr – Ein Propagandafilm von der Stange



4 Kommentare

  1. birgit30d1f20568 5. August 2025 um 18:03 Uhr - Antworten

    Find ich gut. Allerdings messt bitte mit gleichem Maß:
    „Es ist nicht nachweisbar, dass der Suizid durch die Drohungen ausgelöst wurde.“
    Es ist nicht nachweisbar, dass die Infarkte von Roman M. durch den Prozess ausgelöst wurden.

    • rudifluegl 6. August 2025 um 3:10 Uhr - Antworten

      „Roman M. erlitt durch den mehrjährigen Stress einer ungerechtfertigten Verfolgung mehrere Infarkte.“
      Koinzidenz „beweist“ keine Kausalität!
      Diesen Pharma Standard Satz bezüglich Logik muss ich nun schon 5 Jahre ertragen.
      Das könnte bei mir einen Infarkt auslösen. Tatsächlich gibt es keine endgültigen Beweise.
      Und wenn hundert Jahre lang durch das auftreten von Vorkomnissen immer das gleiche passiert.
      Es könnte ja mal anders sein. Und einmal falifiziert?
      Und hat man die vermeintliche Kausalität, verschwindet die bei entsprechender Fragestellung.
      Übrig bleiben aber immer noch Wahrscheinlichkeiten und die Häufigkeiten von beobachtbaren Ereignissen.
      Ich nehme an dass sich nicht viele überhaupt Hasspostings aussetzen könnten.
      Ich nehme an dass Distressvermeidung der Gesundheit dient.
      Ich nehme an dass sich das Verschulden für eine große Ordination nach den Erfolgen mit alternativen Behandlungsmethoden (Budesonid), konservative Kräfte auf den Plan ruft.
      Ich nehme an, dass die eher auf der monetären Seite der Welt gefunden werden.
      Ich nehme an, dass diese Kräfte auch auf die Gesundheit schlagen könnten.
      Ich nehme an, dass Suizid oder sich etablierende Krankheiten etwas miteinander zu tun haben könnten.
      Ich nehme an das ich niemals Kausalitäten beweisen kann aber mit Koinzidenzen etwas annehmen kann, dass so manchem bezüglich auch seelischer Gesundheit die auf den Körper abfärben könnte, vor etwas bewahren kann!

      • rudifluegl 6. August 2025 um 3:12 Uhr

        Falsifiziert um Hasspostings zu vermeiden !

      • rudifluegl 6. August 2025 um 3:15 Uhr

        Das war übrigens die Antwort auf den Troll der stets von Kausalität faselte bezüglich Vorsicht und Untersuchungswürdigkeit bei Koinzidenzen!
        Das ist die entscheidende nutzbringende Logik!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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