
Die bittere Wahrheit: Schwarzer Kaffee kann Ihr Leben verlängern
Laut einer Studie der Tufts University senkt der Konsum von ein bis drei Tassen schwarzem Kaffee pro Tag das Risiko, an allen Ursachen zu sterben, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, um 14 bis 17 Prozent.
Für Millionen von Menschen ist Kaffee mehr als nur ein Morgenritual, er ist eine Lebensader. Nun deuten neue Forschungsergebnisse darauf hin, dass schwarzer Kaffee auch ein Schlüssel zu einem längeren Leben sein könnte. Eine bahnbrechende Studie der Tufts University hat herausgefunden, dass der Konsum von ein bis drei Tassen schwarzem Kaffee pro Tag mit einem geringeren Risiko für alle Todesursachen, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verbunden ist. Aber es gibt einen Haken: Zucker oder Milch können diese Vorteile vollständig zunichte machen.
Die Studie von Bingjie Zhou et al mit dem Titel „Coffee Consumption and Mortality among United States Adults: A Prospective Cohort Study“ (Kaffeekonsum und Sterblichkeit bei Erwachsenen in den Vereinigten Staaten: Eine prospektive Kohortenstudie) erschien im Juli 2025 im Journal of Nutrition. Sie analysierte Daten von 46.000 amerikanischen Erwachsenen über einen Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten. Die Ergebnisse liefern einige der bislang überzeugendsten Belege dafür, dass Kaffee – in seiner reinsten Form – ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel für ein langes Leben sein könnte.
Die Wissenschaft hinter den Vorteilen von Kaffee für die Langlebigkeit
Der entscheidende Faktor? Auf Zusatzstoffe sollte möglichst verzichtet werden. Kaffee mit geringem Zuckergehalt (weniger als ein halber Teelöffel pro Tasse) und minimalem Gehalt an gesättigten Fetten (z. B. ein Schuss Milch) zeigte ebenfalls positive Effekte. Stark gesüßte oder cremige Kaffeegetränke – wie Karamell-Latte oder zuckerhaltige Eiskaffees – zeigten hingegen keine solchen Vorteile.
Kaffeebohnen enthalten bioaktive Verbindungen, darunter Koffein und Chlorogensäure, die antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen haben. Diese Verbindungen können die Funktion der Blutgefäße verbessern, den Stoffwechsel ankurbeln und sogar die Darmgesundheit unterstützen. Allerdings können übermäßiger Zucker- und gesättigter Fettaufnahme diese Vorteile zunichte machen, indem sie Entzündungen, Insulinresistenz und Gewichtszunahme fördern – alles Faktoren, die mit chronischen Krankheiten in Verbindung stehen.
Die Studie stellte außerdem fest, dass Menschen, die schwarzen Kaffee tranken, tendenziell insgesamt gesündere Lebensgewohnheiten hatten, wie z. B. eine geringere Raucherquote und ein höheres Maß an körperlicher Aktivität. Dies deutet darauf hin, dass Schwarzkaffeetrinker möglicherweise einfach einen gesünderen Lebensstil pflegen – aber die direkten biologischen Vorteile von Kaffee selbst sind dennoch signifikant.
Während ein moderater Kaffeekonsum (ein bis drei Tassen pro Tag) klare Vorteile zeigte, stellte die Studie ab drei Tassen einen abnehmenden Nutzen fest. Tatsächlich schwächten sich die kardiovaskulären Vorteile bei denjenigen, die täglich mehr als drei Tassen tranken.
Darüber hinaus zeigte entkoffeinierter Kaffee keine signifikante Verringerung der Sterblichkeit, möglicherweise weil zu wenige Teilnehmer ihn tranken, um eindeutige Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Studie stützte sich auf selbst angegebene Ernährungsdaten, die unzuverlässig sein können, aber die große Stichprobengröße und die langfristige Nachverfolgung verleihen den Ergebnissen Glaubwürdigkeit.
Der falsche Ruf des Kaffees
Jahrzehntelang wurde Kaffee mit Argwohn betrachtet – er wurde mit Herzrasen, Bluthochdruck und sogar Krebs in Verbindung gebracht. In den letzten 20 Jahren hat jedoch eine Welle von Forschungsarbeiten den Ruf des Kaffees rehabilitiert und gezeigt, dass moderater Konsum nicht nur unbedenklich ist, sondern sogar vor Krankheiten wie Diabetes, Parkinson und Lebererkrankungen schützen kann.
Die aktuelle Studie ergänzt diese Erkenntnisse und weist gleichzeitig auf einen wichtigen Aspekt hin: Es kommt darauf an, wie man Kaffee trinkt. In einer Zeit, in der übergroße, zuckerhaltige Kaffeegetränke weit verbreitet sind, erinnern die Ergebnisse daran, dass Einfachheit die gesündeste Wahl sein kann.
Kaffee, wenn er pur getrunken wird, unterstützt die Gesundheit des Stoffwechsels, ohne die Ernährung zusätzlich zu belasten. Er ist eines der seltenen Nahrungsmittel, die gleichzeitig auf mehrere Systeme wirken können – Gehirn, Darm, Herz – und dabei nicht verschreibungspflichtig sind.

Dazu noch ein Tipp, den ich von Ärzten bekommen habe. Noch mehr Wirksamkeit, auch beim Abnehmen, lässt sich mit Grüner Kaffee Extrakt erreichen. Darin enthalten und oft am Etikett ausgewiesen, ist Chlorogensäure.
Chlorogensäure ist eine chemische Verbindung, die natürlich in verschiedenen Pflanzen vorkommt, insbesondere in Kaffeebohnen, Teeblättern, Artischocken und bestimmten Früchten wie Äpfeln und Pflaumen. Sie gehört zur Gruppe der Phenolsäuren und ist für ihre potenziellen gesundheitlichen Vorteile bekannt. In Lebensmitteln wie Kaffee ist Chlorogensäure für einige der gesundheitlichen Vorteile verantwortlich, die mit dem Konsum in Verbindung gebracht werden, wie z.B. eine verbesserte Insulinsensitivität, ein niedrigeres Risiko für Herzkrankheiten und eine verringerte Entzündung.
Einfach ausgedrückt ist Chlorogensäure ein starkes, natürliches Antioxidans,. Die beste Quelle sind grüne Kaffeebohnen. Chlorogensäure kommt zwar auch in geröstetem Kaffee vor, aber über 70% des Stoffes werden beim Rösten verbrannt und zerstört. Als Nahrungsergänzungsmittel ist Grüner Kaffee Extrakt in Apotheken oder im Versandhandel erhältlich.
Die Wissenschaft bestätigt nun, was Kaffee-Puristen schon lange glauben: Manchmal sind die besten Dinge im Leben wirklich schwarz und bitter.
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Fett dürfte die wasserlösliche Chlorogensäure kaum beeinflussen, die Aufnahme von fettlöslichen Diterpenen, wie Cafestol und Kahweol hingegen schon. Diterpene können über mehrere Wege positiv auf den Cholesterinstoffwechsel wirken: Über die biologischen Signalwege durch Aktivierung der Transkriptionsfaktoren, zB SREBP, Cholesterinsynthese und Lipidstoffwechsel regulieren. Sie können über Enzyme wirken, wie zB HMG-CoA-Reduktase, die Cholesterinlevel beeinflusst, und sie können Lipoprotein-Rezeptoren in der Leber beeinflussen, die Cholesterin aufnehmen. Cafestol und Kahweol können außerdem auf Entzündungsfaktoren wirken, die wiederum Cholesterin beeinflussen.
Cafestol und Kahweol sind allerdings nur in ungefiltertem Kaffee, wie türkischem oder aus der French Press oder aus der Espressomaschine, enthalten, aber nicht in Filterkaffee oder Löskaffee.
Möchte man also die Wirkung von Fett bei der Aufnahme von Kaffee untersuchen, wäre es sinnvoll, Gruppen mit und ohne Diterpenen zu bilden anstelle von mit und ohne Zucker, der bei Nicht-Ketanern sowieso ständig im Blut ist.
Vergleiche ich Mokkatrinker mit Konsumenten von Fructosesirup plus Löskaffee kann ich das nicht auf die Milch schieben, zum Geier! Wer mit Strichnin seinen Mokka würzt, hat ein verkürztes Leben, das erkennt man auch ohne Vorzug im Grundschulausbildungsabschluss!
Im Kaffee sind Rückstände von Pestiziden und Glyphosat enthalten, die sich negativ auswirken können. Im Bio-Kaffee sollten diese reduziert sein. Konsumenten höherwertiger Kaffees könnten geneigt sein, den Geschmack unverfälscht zu genießen. Damit würde die Wirkung von Giftstoffen fälschlicherweise der Milch zugeschrieben.
Ich halte die Aussagekraft von statistischen Studien und Modellierungen für reduziert.
Eier waren böse, Fett war böse (ok ist es immer noch offiziell), Kaffee war böse. Klingt irgendwie nach ideologiebasierter Wissenschaft.
Aber wir wissen doch schon längst, dass Kaffee, schwarzer Tee, Grüner Tee, eine hohe Anzahl an Antioxidantien enthält.
Also was ist nun so neu an dieser Erkenntnis?
Nebenbei, die „EU“ will Kaffee verbieten, weil er nach deren Ansicht „schädlich“ sein soll….
Man sollte dazu erwähnen, dass in der Studie von bis zu 3 Cups die Rede ist und ein Cup ca 237 ml ist. Eine Mocca-Tasse hat aber gewöhnlich nur so zwischen 60 und 90 ml. Ich hatte mir beim Lesen schon sorgen gemacht, aber so bin ich an scheinend mit meinen 5 „kleinen Schwarzen“ am Tag eh noch im Rennen… ;-)
Der Vergleich hinkt.
Ein „Mokka“ hat ja auch eine höhere Konzentration an Kaffee, da weniger Wasser.
Auch ist ein Filterkaffee anders als ein „Mokka“ durch eine Siebdruck-Kaffeemaschine, da diese mit über 10 Bar funktionieren.
Und diese sind wiederrum anders zur klassischen Methode mittels Herd.
Und wie sieht es dann mit „türkischen“ Kaffee aus? Wieder anders.
Ich hab so an niedrigen Blutdruck. Mir hat mal ein Arzt gesagt, ich soll mehr Kaffee trinken und meinem Vater riet er sogar, er soll jeden Tag ein Vierterl Rotwein trinken. Ja, und so mach ich das auch. Das hält mich fit und vital… ;-)