
Frankreichs Projekt für Energieerzeugung durch Kernfusion erreicht wichtigen Meilenstein
Ein lange verzögertes Kernfusionsprojekt in Südfrankreich, an dem mehr als 30 Länder beteiligt sind, soll nun bereit sein, den weltweit stärksten Magneten zusammenzubauen – ein wichtiger Bestandteil der Bemühungen, durch das Zusammenprallen von Atomen bei extrem hohen Temperaturen saubere Energie zu erzeugen.
Das von den USA, China, Japan, Russland und der Europäischen Union unterstützte Projekt „International Thermonuclear Experimental Reactor“ (ITER) in Saint Paul-lez-Durance benötigte das Magnetsystem, um einen „unsichtbaren Käfig“ zu schaffen, in dem superheiße Plasmateilchen eingeschlossen werden, die sich verbinden und verschmelzen, um Energie freizusetzen.
Am späten Abend des 30. April gab ITER bekannt, dass die letzte Komponente des Systems – der zentrale Solenoid – fertiggestellt und von den USA getestet worden sei und die Montage nun im Gange sei.„Es ist wie mit einer Flasche Wein: Natürlich ist der Wein vielleicht wichtiger als die Flasche, aber man braucht die Flasche, um den Wein hinein zu füllen“, sagte Pietro Barabaschi, Generaldirektor von ITER.
Der Magnet sollte ursprünglich 2021 fertiggestellt werden, war jedoch von Verzögerungen geplagt.
- Mayer, Peter F.(Autor)
„Eine Verzögerung von vier Jahren nach zehn Jahren Arbeit zeigt, wie problematisch dieses Projekt ist“, sagte Charles Seife, Professor an der New York University, der über Kernfusion schreibt.
Barabaschi sagte, die ‚Krise‘ sei nun überwunden und der Bau schreite so schnell voran wie nie zuvor in der Geschichte von ITER. Die Startphase des Projekts würde 2033 beginnen, wenn die Erzeugung von Plasma beginnen soll.
Er sagte, ITER habe bewiesen, dass Länder trotz geopolitischer Spannungen weiterhin zusammenarbeiten können.
„Sie haben eine sehr, sehr starke Zielkohäsion, und derzeit sehe ich keine Anzeichen für einen Rückzug von irgendjemandem“, fügte Barabaschi hinzu.
Die Investitionen in die Fusion sind gestiegen, derzeit laufen Dutzende von Initiativen. Mehrere private Start-ups haben erklärt, sie könnten innerhalb eines Jahrzehnts kommerzielle Fusionsreaktoren bauen.
Barabaschi zeigte sich skeptisch, aber dennoch unterstützend gegenüber den Dutzenden von Projekten, die weltweit in der Entwicklung sind.
„Wir wissen bereits, dass wir die Fusion erreichen können“, sagte er. ‚Die Frage ist, ob wir die Fusion so erreichen können, dass sie kosteneffizient ist.
Ich bin ziemlich skeptisch, dass wir dies innerhalb von beispielsweise einem oder sogar zwei Jahrzehnten erreichen können‘, fügte er hinzu.
„Offen gesagt wird es mehr Zeit brauchen.“
Mittlerweile hat China seinen ersten Versuchsreaktor mit Thorium als Brennstoff erfolgreich in Betrieb genommen, wie hier berichtet. Der Betrieb ist wesentlich sicherer und hinterlässt wesentlich weniger kritische Abfälle als ein Uranreaktor. Thorium wird wahrscheinlich die nächste Basis für die Erneuerung der zuverlässigen Energieerzeugung.
Johannes Reimer, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
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Wer sagt eigentlich, dass die Pyramiden je funktioniert haben?
Als Wissen bewahrende Bibliothek während der Mondbahnkorrektur vor 100.000 Jahren? Sicher!
Und dann kommt die große Überraschung, weil die auch massig radioaktive Strahlung abgeben…
ITER ist so’n Stuttgart-21 Projekt
„Ein lange verzögertes Kernfusionsprojekt in Südfrankreich, an dem mehr als 30 Länder beteiligt sind “
schaun wir mal, wer zuerst fertig hat.
https://www.focus.de/wissen/china-baut-groessten-kernfusionsreaktor-der-welt-einzigartige-moeglichkeit_b88f30d7-21a6-4faa-a503-491bd10fdfd4.html
Und dann ist da noch das Problemchen mit dem Netz (> blackout Iberische Halbinsel) Man kann einen Fusionsreaktor nicht klein bauen und für ein wirklich großes Kraftwerk braucht man ein wirkliches großes Netz, das dessen Ein- & Ausschaltung verkraftet. Die EU ist mit 400 KV unterwegs, China zieht gerade 1000 KV Leitungen quer durch’s Reich. Schon für das Yarlung Tsangpo WKW wird sie die brauchen, das allein halb so viel Strom produzieren wird, wie D verbraucht und wenig Nachfrage in der Nähe hat.
Na klar, wenn China die Magnete liefert, die starken, die mit den seltenen Erden, geht’s auch in Frankreich voran !
https://english.news.cn/20250412/fc3c0cfe1abd419e99b735130369a109/c.html