
European Peace Project
In Zeiten, in denen europäische Politiker ihre Länder „kriegstauglich“ machen wollen und österreichische Politiker die Neutralität mehr und mehr aushöhlen, müssten eigentlich jede Woche Millionen von Menschen auf der Straße sein, um Frieden zu fordern.
Am 9.5.2025 um 17:00 wird europaweit ein Friedensmanifest verlesen: Alleine aus den eigenen Fenstern oder in gemeinsamen Aktionen. Es sollte unbedingt JEDER mitmachen, dem Frieden ein Anliegen ist.
Imagine: Menschen von Amstetten bis Zwettl, von Amsterdam bis Zagreb öffnen ihre Fenster und lesen gleichzeitig ein Friedensmanifest.
Imagine: Menschen sammeln sich auf Plätzen in ganz Europa – In kleinen Dörfern, in großen Städten und rufen den Frieden aus.
Ulrike Guerot hat gemeinsam mit Isabel Casel und Peter van Stigt ein Manifest verfasst.
Das Manifest – European Peace Project
Heute, am 9. Mai 2025 – genau 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, der 60 Millionen Menschen das Leben kostete, darunter 27 Millionen Sowjetbürgern, erheben wir, die Bürgerinnen und Bürger Europas, unsere Stimmen! Wir schämen uns für unsere Regierungen und die EU, die die Lehren des 20. Jahrhunderts nicht gelernt haben. Die EU, einst als Friedensprojekt gedacht, wurde pervertiert und hat damit den Wesenskern Europas verraten! Wir, die Bürger Europas, nehmen darum heute, am 9. Mai, unsere Geschicke und unsere Geschichte selbst in die Hand. Wir erklären die EU für gescheitert. Wir beginnen mit Bürger-Diplomatie und verweigern uns dem geplanten Krieg gegen Russland! Wir erkennen die Mitverantwortung des „Westens“, der europäischen Regierungen und der EU an diesem Konflikt an.
Wir, die Bürger Europas, treten mit dem European Peace Project der schamlosen Heuchlerei und den Lügen entgegen, die heute – am Europatag – auf offiziellen Festakten und in öffentlichen Sendern verbreitet werden.
Wir strecken den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine und Russlands die Hand aus. Ihr gehört zur europäischen Familie, und wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam ein friedliches Zusammenleben auf unserem Kontinent organisieren können.
Wir haben die Bilder der Soldatenfriedhöfe vor Augen – von Wolgograd über Riga bis Lothringen. Wir sehen die frischen Gräber, die dieser sinnlose Krieg in der Ukraine und in Russland hinterlassen hat. Während die meisten EU-Regierungen und Verantwortlichen für den Krieg hetzen und verdrängen, was Krieg für die Bevölkerung bedeutet, haben wir die Lektion des letzten Jahrhunderts gelernt: Europa heißt „Nie wieder Krieg!“
Wir erinnern uns an die europäischen Aufbauleistungen des letzten Jahrhunderts und an die Versprechen von 1989 nach der friedlichen Revolution. Wir fordern ein europäisch-russisches Jugendwerk nach dem Vorbild des deutsch-französischen Jugendwerks von 1963, das die „Erbfeindschaft“ zwischen Deutschland und Frankreich beendet hat. Wir fordern ein Ende der Sanktionen und den Wiederaufbau der Nord Stream II-Pipeline. Wir weigern uns, unsere Steuergelder für Rüstung und Militarisierung zu verschwenden, auf Kosten von Sozialstandards und Infrastruktur. Im Rahmen einer OSZE-Friedenskonferenz fordern wir die Schaffung einer europäischen Sicherheitsarchitektur mit und nicht gegen Russland, wie in der Charta von Paris von 1990 festgelegt. Wir fordern ein neutrales, von den USA emanzipiertes Europa, das eine vermittelnde Rolle in einer multipolaren Welt einnimmt. Unser Europa ist post-kolonial und post-imperial.
Wir, die Bürger Europas, erklären diesen Krieg hiermit für beendet! Wir machen bei den Kriegsspielen nicht mit. Wir machen aus unseren Männern und Söhnen keine Soldaten, aus unseren Töchtern keine Schwestern im Lazarett und aus unseren Ländern keine Schlachtfelder.
Wir bieten an, sofort eine Abordnung europäischer Bürgerinnen und Bürger nach Kiew und Moskau zu entsenden, um den Dialog zu beginnen. Wir werden nicht länger zusehen, wie unsere Zukunft und die unserer Kinder auf dem Altar der Machtpolitik geopfert wird.
Es lebe Europa, es lebe der Friede, es lebe die Freiheit
Öffnest du dem Frieden dein Fenster?
Lasst euch coole Aktionen einfallen und tragt sie auf der interaktiven Homepage ein.
Sagt es allen weiter, die Frieden wollen.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Birgit Falkensteiner ist Psychotherapeutin in Salzburg in freier Praxis
Richtet sich der Appell an Schwurbler oder an jene Bevölkerungsgruppe, die ohne größere Notlage die Verabreichung einer hochriskanten Gentherapie gefordert hat? Ich fürchte, dass da geistige Fähigkeiten drastisch überschätzt werden.
Wer für Frieden ist, der füttere die diebische Elster nicht! Der Bund ist nur im Handelsrecht und wird bis 2030 abgewickelt. Diese Leute wehen ihre Fahnen nur nach dem Arbeitgeber und das sind die Alliierten, die die ehemaligen deutschen Lande schon zweimal in die Scheiße tunkten. Wie blöde muss man sein, um auch beim dritten Mal mitzumachen?
Die Frage des Sinns hängt von der Perspektive ab. Nach dem neulichen Autobombe-Anschlag auf einen russischen General in Moskau jubelt ein banderistischer Parlamentarier (Werchowna Rada) mit SBU im Lebenslauf „Gute Arbeit“ – und kündigt weit mehr solche Anschläge für die nächsten Jahrzehnte an. Erst recht, wenn der Krieg endet. Wie soll man bitte solche Terr@rbande vom Terr@r abhalten – mit Blumen in den Haaren „Kumaja“ singen? Hätte es denn bei den einstigen Chefs von Stepan Bandera geholfen?
Diese Frage möge übrigens mal ein Journalist Herrn Trump stellen – wenn er erst aus Journalisten-Fragen über wichtige Geschehnisse dieser Welt erfährt.
„Die EU, einst als Friedensprojekt gedacht, wurde pervertiert … Wir erinnern uns an die europäischen Aufbauleistungen des letzten Jahrhunderts und an die Versprechen von 1989 nach der friedlichen Revolution“
In der Rückschau ist Vieles leichter erkennbar, was im Grunde genommen von Anfang an klar war. Die „Europäische Union“ und ihre Vorläuferorganisationen („Montanunion“, „EGKS“, „Euratom“, „EWG“, „EG“ etc.) waren kein „Friedensprojekt“, sondern die Restauration des darniederliegenden europäischen Kapitalismus unter US-amerikanischer Fuchtel. Sie entwickelte sich folgerichtig zum Werkzeug und Hebel der großen westlichen Konzerne und damit zwangsläufig zum Vasallen des US-amerikanischen Imperialismus.
„Die friedliche Revolution“ 1989 war eine wesentliche Station des westlichen Vordringens an die russische Grenze, was damals natürlich niemandem auf die Nase gebunden wurde, sondern es ging – wie immer – „um die Freiheit“ („Wir sind das Volk“). Dieses Vordringen gipfelt jetzt eben im „unprovozierten völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Rußlands“, den die kriegstreiberischen EU-Machthaber auf Biegen und Brechen in die Länge ziehen wollen, auf dem Rücken der europäischen Völker.
Weltweit wird dieses aussichtslose, aber mörderische Unterfangen mit Staunen und Unverständnis betrachtet, aber es liegt tatsächlich an uns, diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Der naheliegende und wesentliche Schritt dazu in meinem Heimatland ist das Durchsetzen und Erzwingen einer tatsächlichen, international glaubwürdigen Neutralität, gegen die Neutralitätsschwindler in Politik, Medien und Armee …
Ich war in Osteuropa dabei und Ja – es ging tatsächlich um die Freiheit. Der Ostblock war denkbar düster, was man nicht beurteilen kann, wenn man es nicht selber erleben musste. Jahrelang war ich später froh, den Murks nicht mehr erleben zu müssen.
Der Westen setzte damals aber auch weit mehr auf Fußvolk-Wohlstand und Freiheiten, was erst anders wurde, als ein Herr Fukuyama die globalen „Eliten“ überzeugte, dass eine Zentralregierung von One World eh ganz beliebig schalten und walten kann. Mit dem Unilateralismus-Ende müsste man es rückabwickeln und tatsächlich – MAGA sollte zumindest der Ami-Mittelklasse etwas Wohlstand und Freiheit zurück bringen.
China und Russland nehmen den Wohlstand eigener Leute ernst, ohne noch solchen Sozialismus zu haben, wie es ihn im Ostblock gab.
@Varus
29. April 2025 um 19:33 Uhr
Für Sie scheint die Entwicklung der letzten Jahre (und Jahrzehnte) eine Verkettung unglücklicher Zufälle zu sein. Dem kann ich mich nicht anschliessen. Es sind mittlerweile auch hier im Blog unzählige Artikel erschienen, die ein anderes Bild dieser Entwicklung zeichnen …
Nicht Zufälle, sondern gestiegene Gier totalitärer Vereine wie WEF – doch es ist nicht besser, wenn man dies durch Gier einer Handvoll kommunistischer Apparatschicks ersetzt, wie im Ostblock üblich. Im Prinzip läuft es dann ganz ähnlich.
Ist es so schwer, sich einfach damit abzufinden, dass aus der Rolle der neuen Herrschenden:innen der Animal Farm nichts wird? Diese Epoche ist einfach vorbei.
@Varus
30. April 2025 um 7:36 Uhr
Sie freuen sich zu früh, ähnlich wie es Fukuyama mit seinem „Ende der Geschichte“, dem Endsieg des Kapitalismus ergangen ist …
Ob Globaler Osten oder im Westen – abgesehen von vielleicht Nordkorea wüsste ich kein Land, wo man demnächst als Apparatschick kommunistischer Nomenklatur bequemes Leben wie einst im Ostblock führen könnte (dem am nächsten sind noch allerlei Linksgrüne in diversen NGOs oder auf staatlichen Murks-Posten). Glücklicherweise gibt es eine zeitnah wirkende Alternative dazu: https://www.arbeitsagentur.de/jobsuche/
Ich bin ganz sicher, herkömmliche Jobsuche dürfte aussichtsreicher werden als Träume vom Marxismus-Leninismus. Dieser Zug ist längst abgefahren.
@Varus
30. April 2025 um 14:03 Uhr
„Ich bin ganz sicher, herkömmliche Jobsuche dürfte aussichtsreicher werden als Träume vom Marxismus-Leninismus“
Das war schon bisher so, kann/soll/muss von mir aus ruhig so bleiben. Ich bin nicht dafür, dass das der persönlichen Bereicherung dient …