
FPÖ–Hauser gegen Windparks in Osttirol
Strom von Windrädern wird als saubere und billige Energie hingestellt. Sie ist allerdings dann am wenigsten verfügbar, wenn man sie am meisten braucht. Und sie ist wahrscheinlich die am wenigsten saubere Energie überhaupt.
In Deutschland und generell in Zentraleuropa erleben wir seit Anfang November ein große Zahl mehr oder weniger windstille Tage und zwar immer dann wenn ein Hochdruckgebiet für Flauten sorgt. Deutschland kann seinen Strombedarf immer öfter nicht decken, wirft Gas- und Kohlekraftwerke an, die aber nicht mehr ausreichen, belastet daher die Nachbarn und treibt die Preise in die Höhe.
Der unvermeidliche Abrieb von den bei gutem Wind mit 300 bis 400 kmh durch die Luft flitzenden Rotorblättern kontaminiert die Umgebung, im Meer und an Land. In der Ebene verschmutzt jedes Windrad etwa 1000 Meter im Umkreis mit asbestartigem Mikropartikeln. Stehen die Windräder aber auf Bergen, verbreitet sich das Gift über wesentlich größere Distanzen. Welche Auswirkungen die Aufstellung auf Bergkämmen in Kreta hatte, ist in diesem Artikel beschrieben. Die Bewohner haben darauf energisch reagiert und weiteren Ausbau verhindert.
Mittlerweile gibt es Messungen der Universität Portsmouth, des Plymouth Marine Laboratory und des Alfred-Wegener-Instituts mit Beteiligung des Helmholtz-Zentrums an Muscheln und Meereslebewesen, die die Kontamination mit von den Offshore-Windanlagen stammenden Toxinen nachgewiesen haben.
Die Initiative für Demokratie und Aufklärung berichtet über „Windkraftanlagen – Giftige Kontaminationen statt sauberer Energie,“ dass kaum abbaubare Ewigkeitschemikalien namens PFAS und andere toxische Substanzen durch Abrieb in die Umgebung gelangen. Das erschreckende ist, dass man PFAS in der Leber von Wildschweinen gefunden hat.
„Insgesamt wurden in einem externen Labor 60 Proben von in Rheinland-Pfalz erlegten Wildschweinen (30 Proben von Fleisch und 30 Proben der zugehörigen Leber) auf PFAS untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Wildschweinlebern den seit dem 1. Januar 2023 EU-weit gültigen Höchstgehalt an PFAS deutlich überschritten haben.
Die zulässigen Höchstwerte werden längst überschritten und Verarbeitung und Verzehr sind damit nicht mehr zulässig.
Und all das soll jetzt auch in Osttirol, wie FPÖ-EU-Abgeordneter Gerald Hauser in einer Aussendung berichtet:
Aktuell wird von windigen Geschäftemachern und ihren Helfershelfern in der Politik eine Kampagne für die Zerstörung der einmaligen Naturlandschaft Osttirols betrieben. „Wer sich Windparks im Burgenland oder in Norddeutschland ansieht, wird an einen Friedhof erinnert. Die Wahrheit ist, dass jede einzelne dieser Anlagen deutlich mehr Schaden anrichtet, als sie jemals Nutzen erbringen kann.“, erklärt der FPÖ-EU-Abgeordnete Gerald Hauser bestimmt. Er hat sich intensiv mit allen Argumenten für und wider Windenergie auseinandergesetzt.
Hauser fasst zusammen: „Um auch nur halbwegs funktionstauglich zu sein, wären hunderte Meter hohe Ungetüme notwendig, die über weite Strecken zu sehen sind und unser Landschaftsbild komplett ruinieren. Nur wenige Menschen wissen, dass die gigantischen Teile nicht in Europa gefertigt werden sondern zuerst mittels Schiff aus Indien und China um die halbe Welt reisen müssen.
Vor Ort geht die Umweltzerstörung dann erst richtig los: 10.000 Tonnen Beton bilden das Fundament, je Megawatt Leistung müssen 100 Tonnen Stahl verbaut werden. Pro Windrad werden um die 2,5 Hektar Wald abgeholzt. Im Betrieb tötet eine Anlage zigtausende Vögel, vor allem geschützte Greifvögel, sowie Fledermäuse und Millionen Insekten. Im Inneren kommen Umweltgifte und „Klimakiller-Gase“ wie Schwefelhexafluorid zum Einsatz. Die Rotorblätter bestehen teilweise aus Balsaholz aus Südamerika – in Verbindung mit nicht recyclebarem Sondermüll aus giftigen Verbundstoffen.
Durch die starke Belastung werden die Flügel rasch abgenutzt, sie „zerfasern“ – die krebserregende Ewigkeitschemikalien verteilen sich über viele Quadratkilometer Land. Streng genommen darf dort keine Landwirtschaft mehr betrieben werden, wie nach diversen Unglücksfällen bekannt wurde. Leider gelangen diese Stoffe auch ins Trinkwasser, auf dessen Qualität wir in Osttirol eigentlich besonders stolz sind.“
„Die Liste an Schadwirkungen ist aber noch länger“, mahnt Hauser. „Durch den Infraschall werden Mensch und Tier beeinträchtigt, er schlägt sich sogar auf die Leistung des Herzmuskels. Viele Nutztiere in Bauernhöfen reagieren besonders empfindlich.“
Bei diesen Anlagen geht es um das große Geld für eine kleine Schar an Nutznießern – und um das „gute Gewissen mit dem Ökoschmäh“ für all jene, die es vielleicht gut meinen aber nicht gut machen. Dass sich sogar das Mikroklima hinter Windparks ändert und sich die Lufttemperaturen erhöht, führt alle gut gemeinten Gedanken ad absurdum. Denn man erreicht genau das Gegenteil davon, was man sich erhofft – statt der Natur und dem Planeten zu helfen, wird alles noch viel schlimmer.
„Solche Landschaftsfriedhöfe will kein Urlaubsgast mehr sehen“, gibt der erfahrene Touristiker Hauser zu bedenken. „Die Menschen werden woandershin fahren.“ Dass für derartige ideologisch fehlgeleitete Experimente besonders viel Steuergeld fließen soll, ist für den FPÖ-Mandatar abenteuerlich. „Mit einer 100.000 Euro Prämie der Tiroler ÖVP-SPÖ Landesregierung für den ersten Windpark wird massive Marktverzerrung betrieben. Das ist Geld, das man anderswo gut gebrauchen könnte. Was die Herrschaften in Brüssel für gut halten, ist für unsere behütete Region der blanke Horror. Osttirol muss windkraftfrei bleiben, dafür kämpfe ich!“
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Da wird einem die FPÖ gleich sympathischer. Aber ich werde weiter Nichtwählen, weil diese Wahlen sind rein handelsrechtlich-basierte Vertragsofferten und die lehne ich ab!