
Solar-Tsunami führt zu hohen Kosten für Stromnetz-Ausbau: 60 Mrd in Österreich, 1000 Mrd in Deutschland
Solar- und Windstrom haben bisher zu erheblichen Verteuerungen der Strompreise geführt. Es kommt aber noch eine Teuerungswelle auf die Konsumenten und Unternehmen zu: die Netze müssen auch Überlast abführen können. Solarstrom erfordert einen enormen Netzausbau zu ebensolchen Kosten für die Verbraucher.
Nachdem ich kürzlich die unnötig teuren Auswirkungen der Energiewende auf ein prinzipiell stromautarkes Dorf in Tirol erläutert habe, müssen wir nun die Aufmerksamkeit auf die nächsten Ebenen zu lenken – nämlich auf regionalen und nationalen Ebenen. Für Tirol gibt es eine fast unglaubliche Zahl, die da in dem Zusammenhang alleine für das Stromnetz genannt wird, nämlich 3.000.000.000 Euro, natürlich schaut 3 Mrd viel weniger aus.
Der lokale Netzbetreiber Tinetz äußert sich auch ganz offen über die Konsequenzen. Diese Investitionen müssen ja finanziert werden, somit bedeutet das eine Verdoppelung der Netzgebühren für die Endverbraucher, also eine Steigerung um 100%!
Die heurigen Steigerungen zwischen 19 und 25 Euro pro Jahr pro durchschnittlichem Haushalt ist dagegen eine Kleinigkeit, denn es sind dann über 300 Euro!
Und warum sollen wir das wollen?
Hinter vorgehaltener Hand, ohne der blumigen Energiewende-Ideologie lautet der Klartext: Im Prinzip ist dieser Kraftakt nur nötig, um den sommerlichen Solarüberschuss untertags zu verdauen, also abtransportieren zu können.
Die Planspiele gehen sogar so weit, die teilweise in Bau bzw. Planung befindlichen Pumpspeicherkraftwerke dann im Kreis laufen zu lassen, also das Wasser abzulassen ohne Strom zu produzieren und sofort wieder hinauf zu pumpen! Jetzt machen das bereits die VKW in Vorarlberg und der Verbund zur Gewinnmaximierung bei negativen Strompreisen, jedoch ohne strategische Planung.
Ein unglaublich teurer Schildbürgerstreich!
Um diesen noch zu verhindern ist es umgehend nötig, sofort den Solar-Ausbau zu stoppen. Es braucht keinen Quadratmillimeter Photovoltaik mehr, ganz im Gegenteil!
Wer jetzt einwendet, dass die Errichtung einer Photovoltaik Anlage doch für den Eigengebrauch, vielleicht ohne Einspeisung (wie jetzt in Kematen) weiterhin möglich sein sollte, verkennt die Tatsache, dass dies Trittbrettfahren auf dem Rücken all jener ist, die das nicht können. Nämlich die, die kein Eigenheim besitzen. Die müssen dann für den zweiten Effekt geradestehen, der Erhöhung der Preise aufgrund der geringeren Inanspruchnahme, natürlich auch wiederum nur in den Sommermonaten.
Für das kleine, aufgrund der günstigen topographischen Verhältnisse mit einem hohen Wasserkraftanteil von ca. 60% gesegnete Österreich belaufen sich die Kosten übrigens auf 60.000.000.000 Euro, sagt der Chef des Verbundkonzerns. Die darin angesprochene Reduktion bei den Energiekosten sind übrigens inzwischen Makulatur.
Für Deutschland sind 1000.000.000.000 Euro angesetzt, also eine Billlion Euro. Das hat ungefähr die Sanierung und Integration der DDR gekostet. Da ist auch nicht alles perfekt gelaufen, aber es wurden gewaltige Verbesserungen für die Lebensqualität der Menschen und eine drastische Reduktion der Umweltverschmutzung erreicht.
Die Hälfte von 1000 Mrd wurden bereits ausgegeben, mit dem Ergebnis, dass die CO2 Emissionen seit 10 Jahren annähernd gleich geblieben sind. Nur gibt es jetzt Flatterstrom statt robustem Stromnetz und die Redispatch genannten Eingriffe zur Rettung des Stromnetzes sind so zahlreich wie die Kosten dafür hoch sind.
Dass diese Rechnung richtig ist, beweisen die aktuellen Netzkosten in Deutschland und im zwar hoheitlich österreichischen, aber komplett am deutschen Netz hängenden Kleinwalsertal. Dort sind wir schon bei der Verdoppelung angelangt, bei fast 22 Cent pro kWh!
Über Windstrom und seine „Eigenheiten“ sind TKP-Leser ja schon bestens informiert.
Doch was ist denn jetzt übergeordnete Ziel?
Eine Reduktion des CO2 Ausstoßes – ja eh.
Der ist mittlerweile für die beiden Länder mit zusammen nicht einmal 95 Millionen Menschen sowohl pro Kopf also auch gesamt so niedrig, dass er global irrelevant geworden ist.
Nochmals zur Erinnerung und Verdeutlichung: Europa verfügt nicht über eine eigene Atmosphäre wie unter einer Schneekugel, auch wenn der Green Deal der fehlgeleiteten EU Elite so tut als wäre das der Fall!
Und um den historischen CO2 Ausstoß braucht sich niemand Sorgen zu machen, der ist zu einem erheblichen Teil in die Ergrünung der Erde geflossen. Das mit den oberirdischen Atomtests in den 1960ern erzeugte, und dadurch perfekt messbare, radioaktive CO2 war nach gut 15 Jahren größtenteils verschwunden und ist heute gerade an der Nachweisgrenze. Zur Zeit der Dinosaurier war der CO2 Gehalt der Atmosphäre übrigens bei ca. 900 ppm, das hat die größte Tier- und Pflanzenwelt der Erdgeschichte hervorgebracht.
Somit ergibt sich nur eine Hausaufgabe an die politischen Entscheider: Ein sofortiger Ausstieg aus der Energiewende und der Entfall der damit momentan verbundenen Förderungen und Subventionen hätte einen sofortigen, deutlichen Spareffekt auf die angespannten Budgets, für Österreich immerhin über ein Viertel des Konsolidierungsbedarfes!
Langfristig würden Menschen und Unternehmen von den gewaltigen Steigerungen der Netzkosten und hohen Gesamtenergiepreisen verschont. Die hohen Energiepreise sind der Hauptgrund für die Deindustrialisierung Europas, deren Folgen fatal sind, nur scheint das fast niemanden zu interessieren, es sinkt ja der CO2 Ausstoß.
Bild von Erik Nikolai Halsteinrud auf Pixabay
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Solar als Insellösung ist eine tolle Sache – für Hütten, Laternen oder Experimente auf dem Balkon! Ein wenig Licht und Handy, vielleicht auch einmal eine Bohrmaschine, Drucker oder Notebook geht durchaus. Man muss nur wissen, dass man im Winter fast nichts produziert und einen Ersatz braucht. Aber im Sommer Solar und im Winter einen Inverter – das geht schon!
Man darf nur nicht meinen, mit einer Balkonanlage Waschmaschinen, Kühlschränke oder Espressomaschinen betreiben zu können.
Und man darf sich nicht einbilden, dass man Energie produziere. Die Herstellung von Glas, Alu, Siliziumzellen, Transport und Verkabelung und der ständige Batteriewechsel verschlingen mehr Energie als das Werkl erzeugt.
Solche Konverter (tinyurl.com/536hup33, tinyurl.com/3yzw3jkb, tinyurl.com/2b6dp6px) könnten die Lösung sein, wenn sie auch wirklich funktionieren würden … ;-)
Einfach jeden, der meint, mit Solar glücklich werden zu können, vom öffentlichen Stromnetz abklemmen. Das würde plötzlich zu ganz steilen Lernkurven führen.
Wobei wir immer noch abwarten müssen, was die flächendeckende Verabreichung der mRNA-Brühe für langfristige Konsequenzen haben wird. Wir sind erst im 4 Jahr nach „Impfbeginn“. Bei HIV dauerte die Latenzperiode ca. 8 Jahre. Mit etwas Glück hat sich das mit dem Netzausbau und der Energiewende dann wegen fehlender Verbraucher erledigt.
„Einfach jeden, der meint, mit Solar glücklich werden zu können, vom öffentlichen Stromnetz abklemmen.“
Da liegen Sie gar nicht so falsch, Trippel. 😁👍🏼
Die sogenannte „Hellbrise“ wird die NOTWENDIGKEIT schaffen, Solarpaneelen zwangsläufig vom Netz zu nehmen. Per vergründem Dekret 😂 erfolgt dann eine Abschaltung, oder man agiert freiwillig, indem man den angemessenen Wechselrichter installiert, der die „Insellösung“ auslöst.
Hoffen Sie auf keine allzu große mRNA-bedingte Reduktion. Muslime sind selten geimpft und sehr fruchtbar. In schāʾa llāh.