Oreschnik und Huawei

7. Dezember 2024von 8,9 Minuten Lesezeit

Beide stehen in keinem direkten Zusammenhang. Aber sie offenbaren zwei unterschiedliche Entwicklungen, die die Vorherrschaft des politischen Westens in Frage stellen. Während Oreschnik seine militärische Stellung angreift, bedroht China die der westlichen Wirtschaft.

Lange hat sich US-Präsident Joe Biden geweigert, der Ukraine den Einsatz von ATACMS-Raketen in die Tiefe Russlands zu erlauben. Doch nun scheint ihm alles egal geworden zu sein angesichts seiner krachenden Niederlage bei US-Wahlen im vergangenen November und der Fortschritte der russischen Armee an den Fronten des Ukrainekrieges. Nach mir die Sintflut, selbst um den Preis des millionenfachen Todes der amerikanischen Bevölkerung und gar der eigenen Nachkommenschaft? Man ist erinnert an Hitlers Wort vor seinem Selbstmord und der bedingungslosen Kapitulation seines tausendjährigen Reiches, dass das deutsche Volk es nicht besser verdient habe unterzugehen, wenn es die slawischen „Untermenschen“ nicht besiegen könne.

Verzweiflungstaten?

Herrscht da bei Biden und einigen seiner Hinterleute dasselbe Denken: Wenn dieser Putin siegt, dann ist ohnehin alles verloren? Wenn der Russe schon nicht aufzuhalten ist, dann soll’s halt Raketen über Moskau regnen, dann soll die Welt untergehen zusammen mit seiner Präsidentschaft? Für eine solche Endzeitstimmung spricht auch Bidens Begnadigung seines Sohnes Hunter. Welchen Schaden das politische System der USA dadurch nimmt, ist ihm egal. Für ihn geht es nur noch um Persönliches. Auch wenn es sich um politische Führungskräfte handelt, darf man nicht glauben, dass diese nur von übergeordneten Interessen gesteuert sind. Leute wie Biden haben auch die Macht, private Interessen über politische zu stellen. Da unterscheiden sie sich nicht von Menschen wie Du und Ich, erst recht wenn sie im Gegensatz zu den Normalsterblichen auch die Mittel dazu haben.

Vielleicht ist auch der weit verbreitete Gedanke bestimmend, der seit Beginn des Krieges immer wieder und immer öfter zu hören war, wenn die vorhergesagte Eskalation nicht eintrat: „Es wird schon nichts passieren. Wir haben schon so viele rote Linien Russlands überschritten und es ist nichts passiert. Putin blufft“. Wie sonst soll man diesen globalen Selbstmordversuch Bidens verstehen, wenn er Kiew erlaubt, Raketen nach Russland zu schicken? Er weiß doch, dass die Russen mit Atomschlägen gedroht haben, wenn die Existenz ihres Landes bedroht ist. Mit der Anpassung der russischen Doktrin an die veränderte Situation durch den Ukrainekrieg war diese Schwelle unlängst noch gesenkt worden. Haben Biden und seine Hintermänner immer noch nicht erkannt, dass es den Russen ernst ist?

Dass die Erde sich immer noch dreht, lag nicht an Bidens Unerschrockenheit, auf die roten Linien Russlands zu pfeifen. Es lag auch nicht an seiner oder westlicher Selbstüberschätzung, dass die Russen den Schwanz schon einziehen, wenn man nur lange und fest genug drauf haut. Der politische Westen zehrt noch heute von dem Triumph, den er glaubt, mit dieser Taktik 1961 vor Kuba gegenüber der Sowjetunion errungen zu haben und die er in ihrem Untergang wieder bestätigt sah.

Dass die Erde sich noch immer dreht und die Russen nicht zu Atomwaffen hatten greifen müssen, um dem Westen die Grenzen seiner Möglichkeiten aufzuzeigen, lag an einem bescheidenen Haselnussstrauch. Die Oreschnik, nun bekannt gewordenes neustes Produkt der russischen Raketentechnik, schließt die Lücke zwischen dem konventionellen Waffeneinsatz, der in seiner Wirkung begrenzt ist, und dem Einsatz von Atomwaffen, die in ihrer Verheerung und Nachwirkung grenzenlos sein werden.

Oreschnik – na und?

Nach dem Einsatz von Atomwaffen gibt es keine Grenze mehr. Die Eskalation hat damit ihre Endstufe ohne jede weitere Steigerungsmöglichkeit erreicht. Denn auch für den mit Atomwaffen Angegriffenen gibt es keinen Grund mehr für Zurückhaltung. Wenn er schon selbst im thermonuklearen Weltenbrand untergehen soll, dann soll der Gegner mit ihm in den Abgrund gerissen werden. Und wenn schon einer dieses Inferno überleben sollte, dann soll es jedenfalls nicht der Gegner sein, weil man selbst auf den Einsatz dieser Waffen verzichtet hätte.

Dieser Entgrenzung im Einsatz der Waffen folgt die Grenzenlosigkeit der Nachwirkungen. Die atomare Verseuchung wird keinen Halt machen an den Landesgrenzen. Der atomare Winter, der der Verdunklung der Sonne mit ihren wärmenden, lebensspendenden Strahlen folgt, macht keinen Unterschied zwischen den Überlebenden. Alle Unterschiede, die bis dahin zwischen den Menschen bestanden und die man ihnen immer wieder als Grundlage für Feindbilder eingeredet hat, werden verschwunden sein. Das Menschengeschlecht ist dann endlich vereint – im Massengrab und Elend.

Diese Zwangsläufigkeit hat die Oreschnik durchbrochen. Bevor also Russland gezwungen ist,  mit Atomwaffen auf die anhaltenden Versuche seiner Vernichtung zu reagieren, steht ihm nun eine Waffe zur Verfügung, die dieselbe strategisch-militärische Wirkung erzielt wie Atomwaffen, ohne aber den nuklearen Schlagabtausch von sich aus zu eröffnen. Damit ist Russland gegenüber dem politischen Westen strategisch im Vorteil, ganz abgesehen von seinen sonstigen Waffen wie den Hyperschallraketen, denen die NATO-Staaten bisher wenig an Abwehrmöglichkeiten, geschweige denn Vergleichbares entgegenzusetzen haben.

In der Öffentlichkeit hat der politische Westen bisher kaum auf die Oreschnik reagiert. Obwohl viele Videobeiträge ihre Zerstörungskraft beim Angriff auf den Juschmasch-Rüstungskomplex in Dnjepropetrowsk belegen, versuchten die meisten Medien in der Folge, die Wirkung der neuen russischen Rakete herunter zu spielen. Schnell fand sich auch ein sogenannter Experte, der dies bestätigte: „Aus technischer Sicht schießt Russland mit Kanonen auf Spatzen … zudem sei die Rakete nicht sehr präzise“ (1). Dennoch hatten die Einschläge ihrer Mehrfachsprengköpfe trotz Putins Vorwarnung bei den Amerikanern nicht verhindert werden können. Es gab offensichtlich keine Abwehrmöglichkeit.

Aber gerade dieses Schweigen der Meinungsmacher und Entscheider im politischen Westen belegt nicht die Bedeutungslosigkeit dieses Ereignisse sondern vielmehr das Entsetzen im eigenen Lager, sprachloses Entsetzen. Da ist etwas im russischen Arsenal ohne Entsprechung in den eigenen Beständen. Die Russen verfügen offensichtlich über eine Waffe, auf die es keine Gegenwehr und keine eigene Antwort gibt – außer der atomaren. Aber vor der scheuen die Amerikaner und auch die NATO-Staaten zurück.

Die Erleichterung in vielen  westlichen Hauptstädten war mit den Händen zu greifen gewesen, als Biden der Ukraine endlich den Einsatz der ATACMS gegenüber Russland erlaubt hatte. Viele glaubten, dass die strategische Wende damit nun endlich erreicht werden könnte. Die Briten und Franzosen legten sofort nach mit der Bereitstellung ihrer Storm Shadow und SCALP. Auch der Druck auf Olaf Scholz nahm wieder zu, nun endlich den Taurus an die Ukraine zu übergeben. Und schon flogen auch die ersten dieser Waffen in Richtung Russland, kaum dass die Diskussion über ihren Einsatz richtig Fahrt aufgenommen hatte. Die Ukraine ließ keine Zeit verstreichen.

In diesen Siegestaumel schlug die Oreschnik ein, und plötzlich war es ganz still im politischen Westen. Die Engländer legten noch einmal kurz nach mit ihren Storm Shadow in Richtung Briansk. Vermutlich wollte man sich unbeeindruckt zeigen und trotzig weiter machen wie bisher. Aber schon die Franzosen, die kurz zuvor noch den Einsatz ihrer Scalp freigegeben hatten, schossen diese nach dem Einsatz der Oreschnik nicht mehr ab. Seitdem wurde keine weitere westliche Rakete mehr auf russisches Gebiet abgefeuert. Sind den Ukrainern die Waffen ausgegangen? Oder ist diese Zurückhaltung doch nicht eher zu erklären mit der Wirksamkeit der Oreschnik?

Putin hat bereits angekündigt, dass das russische Militär dabei ist, weitere Ziele für deren Einsatz zu identifizieren. Beim nächsten Mal soll es sich um strategisch bedeutendere Ziele handeln wie Entscheidungszentren, militärische Einrichtungen und Waffenfabriken. Ist die neuerliche Zurückhaltung auf der Gegenseite nicht vielleicht auch mit der Erkenntnis zu erklären, dass Oreschnik solche Ziele nun konventionell zerstören kann, die vorher nur mit Atomwaffen hätten vernichtet werden können? Diese Hemmnis ist für Russland nun weggefallen. Atomwaffen sind nicht mehr nötig. Durch den amerikanischen Atomschirm regnet es rein. Es regnet Haselnüsse.

Sechs Nanometer Unterschied

Der Einschlag der Oreschnik war spektakulär, auch wenn man ihn im politischen Westen kleinzureden versucht. Die Rakete legte nicht nur das Juschmasch-Werk in Trümmer sondern auch den Irrglauben im Westen an die eigene strategische und waffentechnische Überlegenheit. Weniger Aufmerksamkeit erregte ein anderes fast zeitgleiches Ereignis, das auch verdeutlicht, wie es um die westliche Vorherrschaft inzwischen bestellt ist.

Ebenfalls im November hatte der chinesische IT-Konzern Huawei seine neuen Modelle der Mate-70-Reihe der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie werden als wichtiges Indiz dafür angesehen, „wie weit China im Bemühen um Autonomie in der Chip- und Tech-Wirtschaft vorangekommen ist“(2). Die Fachwelt bescheinigt der chinesischen Chipindustrie „beeindruckende Fortschritte“(3). Denn trotz aller Sanktionen vonseiten der US-Regierung, die selbst die Unternehmen verbündeter Staaten zum Verzicht auf den chinesischen Markt gezwungen hat, konnten die Chinesen Googles Betriebssystem Android durch das eigene System „Harmony“ ersetzen.

Nicht nur die technischen Daten und Vorteile sind beeindruckend. „Das Unternehmen hat laut eigener Aussagen bereits 15.000 Anwendungen für sein Ökosystem gesichert und strebt eine Erweiterung auf 100.000 Apps in den kommenden Monaten an“ (4).  Viel wichtiger aber ist, dass Huawei nun seine Geräte mit 6-Nanometer-Prozessoren ausgerüstet hat, die in China selbst hergestellt wurden. Diese sind zwar denen aus Taiwan und Südkorea, die bereits im 3-Nanometer-Bereich arbeiten noch unterlegen, „doch kommen die rot-chinesischen Halbleiter der Weltspitze ziemlich nahe“(5).

Das bedeutet, dass der Abstand trotz aller Behinderungen schmilzt. Der Aufholprozess der chinesischen Industrie und ihrer Fachleute schreitet offenbar schneller voran als der Ausbau des Vorsprungs der westlichen Chip-Industrie. Während die westlichen Hersteller sich weitestgehend auf die Prozessoren für den KI-Einsatz konzentrieren, hat China die herkömmlichen Industriechips im Visier. Denn diese braucht es für den Einsatz in E-Autos und sonstigen modernen Konsumgütern. Es sind aber gerade diese Produkte, die die Ertragskraft und Konkurrenzfähigkeit der chinesischen Wirtschaft auf dem Weltmarkt ausmachen.

Den 6-Nanometer-Chip, den China inzwischen herstellt, können weder die USA, noch Japan und noch weniger Europa selbst produzieren. Dazu sind diese angewiesen auf die Hersteller aus Taiwan und Südkorea. Die moderne westliche Produktion wird im Gegensatz zur chinesischen immer abhängiger von den Produkten anderer Staaten. Wie lange diese sich noch von den USA unter Druck setzen lassen, um Chinas Aufstieg zu behindern, wird sich zeigen. Denn die US-Sanktionen beeinträchtigen nicht nur die chinesische Wirtschaft, sie schmälern auch den Gewinn der Unternehmen der Verbündeten.

(1) Frankfurter Allgemeine Zeitung(FAZ) vom 22.11.24: Eine neue Phase des Krieges

(2) FAZ vom 30.11.24: Chip-Gewitter

(3) ebenda

(4) Mate 70: Huawei stellt neue Smartphone-Generation ohne Android-Unterstützung vor

(5) FAZ vom 30.11.24: Chip-Gewitter

Bild „The flags of Russia and China“ by Министерство обороны Российской Федерации is licensed under CC BY 4.0.

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wieder. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Rüdiger Rauls ist Reprofotograf und Buchautor. Er betreibt den Blog Politische Analyse.


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9 Kommentare

  1. cwsuisse 8. Dezember 2024 um 12:34 Uhr - Antworten

    Das ist ein guter und sehr interessanter Artikel. Russland hat inzwischen in vielen Punkte eine technologische Führerschaft und zumindest Mit-Führerschaft erreicht. Man denke nur an die Vorführung der SU-57 auf der Airshow im chinesischen Zhuhai – ein Flugzeug, welches durch den Himmel tanzt.

  2. Der Zivilist 8. Dezember 2024 um 10:42 Uhr - Antworten

    Militärisch ist die Atombombe damit überholt, veraltet, denn je präziser man treffen kann, desto weniger Destruktionspotential braucht man. Trump hat es vorgemacht mit der Soleimani Ermordung, was bei Isr prompt Schule gemacht hat, man locke die gegnerische Führung zu Friedensverhandlungen, was vermehrte Kommunikation erfordert, den Rest erledigt dann die KI.

    Wenn man allerdings das 3 mrd Ziel verfolgt, wie das der WEF Club tut, dann bleibt die Atombombe interessant.

    Und da ist auch noch der Su-7 von Xinhua, nein, das ist kein smartphone, sondern Xinhua’s erstes Auto und ein sehr gelungenes, wie mir scheint. Tesla hat von seinem Top Model in den 4 guten Jahren vor 2019 um 50.000 Stück p.a. verkauft. Xinhua will im ersten Jahr 150.000 Stück produzieren, die ersten 50.000 Stück waren nach 27 Minuten vorbestellt (Anzahlung von 850$) , nach 24h waren es knapp 100.000.

    Man fragt sich, wie es in der Vergangenheit überhaupt möglich war, daß BMW, Audi, Mercedes, Volkswagen Autos verkaufen konnten.

    Andererseits muß man sich auch wundern, daß diese Straßenmöbel immer noch die Städte füllen, Würde ein Airline Manager deren 2,5% Nutzung (50km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, 10.000 Km p.a.) produzieren, wäre er reif für die Klapse, die Russische Pobeda hat vor den Sanktionen über 50% geschafft.

  3. triple-delta 8. Dezember 2024 um 0:36 Uhr - Antworten

    Es gibt noch einen weiteren Punkt, der die gedankenlose Eskalation des Westens fördert. Der Westen weiß, dass Russland nicht zuerst Atomwaffen einsetzen wird. Man muss nur in die Geschichte des 2. Weltkriegs schauen und wer die deutschen Städte bombardiert hat. Das wird nie offen ausgesprochen. Die Rote Armee war es nicht. Genau so ist es heute immer noch. Der Westen zerbombt jeden, der ihm scheinbar im Weg steht, während westliche Politiker in Kiew immer noch Party feiern können. Außer eine gewisse Trampolinette, die gern mal im Bunker sitzt.

    • Andreas I. 8. Dezember 2024 um 8:59 Uhr - Antworten

      Hallo,
      ,,die gedankenlose Eskalation des Westens“

      In der Logik eines Imperiums ist es folgerichtig, Opponenten klein halten zu müssen. Nur kommt jedes Imperium irgendwann in die Phase nach der Blütephase. Dann ist es eine Sache, in der Logik eines Imperiums Opponenten klein halten zu müssen, aber eine andere Sache, Opponenten klein halten zu können – oder eben nicht zu können und deswegen alles mögliche zu versuchen.
      In USA wird gemunkelt, dass die höheren Militärs natürlich verstehen, aber die Politiker nicht.

  4. Andreas I. 7. Dezember 2024 um 21:07 Uhr - Antworten

    Hallo,
    wahlweise mit nuklearen oder konventionellen Sprengköpfen bestückbar sind auch:
    – die Marschflugkörper Kalibr, eingesetzt / demonstriert zwischen 2016 und 2018 in Syrien, ab 2022 auch in der Ukraine
    – die aeroballistische Rakete Kinshal (Hyperschallrakete), eingesetzt / demonstriert in der Ukraine erstmals 2023, wenn ich nicht irre
    – und wenn ich es recht erinnere, die ballistische Rakete Iskander, ebenfalls bereits eingesetzt / demonstriert in der Ukraine.
    Nur weiß der Artikelautor sowas offensichtlich nicht, liest dann in irgendwelchen Medien was von einer neuen Rakete (und einer angeblich dadurch erfolgten Eskalation) und plappert es nach; arm.

    Und in China ist ein Chip umgefallen, nee wer hätte gedacht, dass Wirtschaftsmacht China Geld in Entwicklung von Technologie stecken könnte und dass das dann auch entwickelt wird?! Das ist selbstverständlich.

    • therMOnukular 8. Dezember 2024 um 8:11 Uhr - Antworten

      Ich habe den Artikel nicht gelesen, nur den Titel und Namen des Autors. In Erwartung Ihrer Kritik habe ich also gleich zu den Kommentaren gescrollt – und Sie haben mich nicht enttäuscht…;))

      Wieviele 1000 Tomahawk-Missiles hat die USA seit ihrer Entwicklung auf der Welt „verstreut“? Auch dafür gäbe es atomare Sprengköpfe…..

      Dieses ganze „Argument“ ist also seit Jahrzehnten Humbug. Für diesen Autor typisch, darum das Scrollen und die Freude darüber, dass Sie schon geunkt haben, was ich mir über diesen „Artikel“ präsumtiv dachte. Wünsche ganz besonders Ihnen einen ganz besonders schönen Sonntag! ;))

  5. Pet van de Werft 7. Dezember 2024 um 11:55 Uhr - Antworten

    Solange Formulierungen wie in diesem Artikel zu lesen sind, wird der Westen sich weiter in den Krieg steigern:
    „Die Erleichterung in vielen westlichen Hauptstädten war mit den Händen zu greifen gewesen, als Biden der Ukraine endlich den Einsatz der ATACMS gegenüber Russland erlaubt hatte.“

    NEIN, sondern so:
    Der amerikanische Staatspräsident Biden hat befohlen, dass die amerikanischen Armee Russland von ukrainischem Boden aus mit Raketen beschiesst.

    Herr Rauls, Sie erkennen den Unterschied? Formulieren Sie es eindeutig!

  6. Wolliku 7. Dezember 2024 um 11:20 Uhr - Antworten

    Im transatlantischen Westen schwingt in allen Aktivitäten die Arroganz von Imperialisten und Kolonialisten mit, auch dann, wenn man sich als die „Gute“ definiert, die dem Globus Demokratie und ein feministisches Wertesystem bringt. Dumm das dies mit den Sanktionen, wortgewaltigen Drohgebärden, Propaganda und Zensur nicht überzeugend zum Gegenüber transportiert werden kann. Auch wenn ich aus postnatalen Gründen selbst zu den „Guten“ gehöre, muss ich gestehen, es ist eine klammheimliche Freude zu beobachten, wenn die in einen unprovozierten Angriffskrieg involvierten Russen mit ihren ballistischen Kühlschränken den westlichen Militärs Denkfalten auf die Stirn zaubern. Stellvertreterkriege ohne Plan oder mit unverantwortlichen, senilen Kommandierenden kommen nicht gut an bei denkenden und wählenden Zeitgenossen, bekanntlich ebenso wenig wie mit strahlendem Lächeln ausgestattete, gut frisierte Hegemonidinnen. Und fleißige Chinesen lassen sich auch nicht so leicht durch Attitüden und Zuckungen des Hegemons aus der Bahn werfen. Vielleicht sollte man es einmal mit kooperierendem Verhalten by fair means versuchen. Der Evolutionspsychologe würde wohlwissend ergänzen, nur die Kooperationsfähigkeit der Hominiden wird ihre Überlebensfähigkeit absichern. Deshalb sitzen Mammutjäger bereits in der ISS und umrunden den Planeten.

    • Antermoya 8. Dezember 2024 um 20:59 Uhr - Antworten

      … und da fällt mir ein, dass ich und viele Millionen andere Autofahrer mal ein Auto aus Hiroshima gefahren haben und immer noch recht gesund sind.
      Soviel zum Thema atomarer Winter oder wie heißt‘s in der Lotto-Werbung: Alles ist möglich.
      Die Mammutjäger müssen sich noch etwas gedulden, noch sind wir nicht abgetreten.
      PS: Ist eigentlich schon mal einer übrig geblieben (= hat überlebt)?

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