UK: Neue Erbschaftsteuer als Krieg gegen Landwirtschaft

21. November 2024von 4,2 Minuten Lesezeit

Eine Erbschaftssteuerreform in UK wird die Landwirte weiter unter Druck setzen. Die Reform passt exakt in die „Great-Reset-Agenda“, Großkonzerne stehen bereit. 

Auch in Österreich wird immer wieder von der SPÖ eine Erbschaftssteuer gefordert (ohne Aussicht auf Erfolg), in Großbritannien unternimmt die Labour-Regierung nun diesen Schritt. Untermalt mit Klassenkampfrhetorik trifft der Plan aber kleine und mittelgroße Familienbetriebe – oft auch Landwirte. Dies sei Teil der „Great Reset Agenda“.

So argumentiert Kit Knightley vom britischen Off-Guardian. Demnach sei die Erbschaftssteuerreform, die in London angestrebt wird, teil des „Kriegs gegen Lebensmittel“. Nämlich, indem britische Landwirtschaftsbetriebe unter Druck kommen, um dann von antinationalen Großkonzernen übernommen werden zu können.

In Großbritannien sind landwirtschaftliche Betriebe seit 1984 zu 100 Prozent von einer Erbschaftssteuer befreit: „Begründet wurde dies damit, dass landwirtschaftliche Betriebe für die Erzeugung der Lebensmittel benötigt werden, die wir alle essen, und da britische Landwirtsfamilien in der Regel über ein hohes Vermögen, aber wenig Geld verfügen, könnte sich die Erhebung von Erbschaftssteuern auf landwirtschaftliche Flächen negativ auf die landwirtschaftliche Produktion auswirken.“

Ab 2026 soll diese Regelung mit dem Titel „Agricultural Property Relief“ (APR) abgeschafft werden. So die frische Ankündigung der Starmer-Regierung. Jeder, der einen landwirtschaftlichen Betrieb erbt, wird dann bis zu 20 Prozent des Vermögenswertes an Steuern zahlen müssen. Das könnte durchaus einige Landwirte dazu zwingen, ihren ganzen Betrieb zu verkaufen.

Knightley:

Wie Sie sich vorstellen können, sind die Landwirte darüber nicht glücklich. Und auch niemand, der die möglichen Auswirkungen versteht.

In der Presse wird dies als altmodische Politik von links gegen rechts dargestellt, mit der Begründung, dass das Land Einnahmen braucht und dass „gierige, hortende Landwirte nicht ihren gerechten Anteil zahlen“.

Meiner Meinung nach ist dies jedoch eine Lüge.

Oder bestenfalls eine Verzerrung. Eine laute öffentliche Debatte, die die eigentliche Absicht der Politik verschleiert.

Der Journalist argumentiert, dass es dabei nämlich nicht um mehr Steuereinnahmen oder um das Loch im Staatsbudget ginge, sondern um das Land der Betriebe. Die Regierung – als Vertreter der Oligarchie und ihren Konzernen – würde wissen, „dass diese Politik mittelgroße Familienbetriebe zum Verkauf zwingen wird – in der Tat setzen sie darauf.“

Die Medien machen klarerweise mit. So heißt es in The Guardian etwa ganz aktuell: „Die Landwirte haben zu lange Land gehortet. Die Erbschaftssteuer wird dem ländlichen Großbritannien neues Leben einhauchen.“

Fast noch deutlich wird der ehemalige Blair-Berater John McTernan, der sich in die Nesseln setzte, als er in einem Interview sagte, die Regierung Starmer solle „mit den Landwirten machen, was Thatcher mit den Bergarbeitern gemacht hat“, und behauptete, „die Landwirtschaft sei ein Industriezweig, auf den wir verzichten können“.

Zwar wurde dieser Teil von Labour-Leuten schnell dementiert, aber, so Knighley, „man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich um einen „leisen Teil laut“ ausgesprochen handelte.“

Zeitgenössische Linke bejubeln den Schritt. Obwohl es abstrus ist, dass sie glauben, der Staat würde mit diesem Land irgendetwas „gemeinnütziges“ anstellen. Warum sollte er?

Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass jedes Land, das die Landwirte verkaufen müssen, von Konzernen aufgekauft wird, die es sich leisten können, mehr als den Marktpreis zu zahlen (dasselbe haben wir auf dem Immobilienmarkt in den USA gesehen).

Große Agrarkonzerne, die grüne Wüsten aus Monokulturen anlegen wollen, um vegane Proteinalternativen herzustellen, weil Fleisch und Milchprodukte schlecht für die Umwelt sind. Und das ist so ziemlich das beste Szenario. Zumindest ist das immer noch eine Art von Lebensmittelproduktion.

Oder es wird von Energieversorgern aufgekauft, die das Land dann zu Wucherpreisen an Kommunen zurückverpachten, um im Namen der Rettung des Planeten Solarpaneele und/oder Windräder zu bauen, die nicht funktionieren.

Oder es wird von „klimafreundlichen“ Nichtregierungsorganisationen oder milliardenschweren Philanthropen gekauft, die massive „Zuschüsse“ von der Regierung annehmen, um „die Umwelt zu erhalten“, indem sie erstklassiges Ackerland einfach brachliegen lassen.

Wir wissen, dass all dies geschieht, sie tun es schon seit Jahren.

[…]

Kurz gesagt, das Endspiel ist die totale Kontrolle der Konzerne über das Land und die Lebensmittelversorgung. Mit den Änderungen der Erbschaftssteuer erhöht die britische Regierung lediglich den Druck auf die Landwirte, um diesen Prozess zu beschleunigen.

Sobald dieses Ziel erreicht ist, können sie mit der Geschichte machen, was sie wollen. Sie können Lebensmittelknappheit und Preiserhöhungen herbeiführen, dann können sie sagen, diese Knappheit zeige, „wie dringend wir eine Ernährungsreform brauchen“, und damit beginnen, klimafreundliche Rationierungen und Fleischverbote einzuführen und die Menschen zu zwingen, Käfer und im Labor gezüchteten Glibber zu essen.

Sie haben das Land, sie haben die Lebensmittel, also können sie sagen – und tun – was sie wollen.

Währenddessen werden die Lebensmittelpreise steigen, Familienbetriebe und Bioprodukte verschwinden, und idiotische selbsternannte „Kommunisten“ auf Twitter werden selbstgefällig lächeln und denken, sie hätten für den kleinen Mann gewonnen.

Bild „Agriculture diarama“ by Frankie Roberto is licensed under CC BY 2.0.

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8 Kommentare

  1. Beatrix D. 22. November 2024 um 8:53 Uhr - Antworten

    Im Auftrag von Blackrock? Die Kaufen ja jetzt im Westen der Ukraine Grund und Boden auf! Das einzige, das in bekannter Größe vorhanden und nicht ausdehnbar ist, ist nu einmal „Grund und Boden“. Also muss man die Eigentümer irgendwie los werden!
    Abgesehen davon – die klammen Staatskassen brauchen dringend Nachschub – so ein Krieg, wie der in der Ukraine, kostet nun Mal! Von irgendwo her muss die Finanzierung schon kommen – von Black Rock sicher nicht!

  2. Daisy 22. November 2024 um 6:47 Uhr - Antworten

    Sie werden das Land an die woken Bôsenspekulanten Gates & Co verkaufen. Gates ist bereits jetzt im Hauptbesitz der landwirtschaftlichen Flächen der USA. Er verwandelt sie zu Brachen oder produziert darauf bestenfalls die Rohstoffe für sein Industrieessen (Brust oder Keule), Insektenfarmen, Erbsen, Soja etc.

    Auch Nehammer wird auf Wunsch Bablers nach der Impfpflicht für über 60-Jährige eine Erbschaftssteuer einführen und damit die Bauern enteignen. Bloß sagt er das vor der Steiermark-Wahl nicht, den schwarze Stammwähler sind bekanntlich die schwachsten Lämplein unterm Himmelszelt…. Damit gedenkt man das Budgetloch zu füllen. Bloß klappt das auch nicht, denn egal, was sie uns auch wegnehmen, sie geben immer gleich alles aus und machen neue Schulden. Der Wählerwillen wird ignoriert, da regiert es sich gleich ungeniert…

    Fox News: Das Pentagon sch.. sich an, weil Russland als Reaktion auf den Einsatz von NATO Langstreckenraketen nun die neuartige Mittelstreckerakete „Oreschnik“ abgeschossen hat. Russland hat das sogar davor angekündigt. Es war ein Test. Lt. Putin gäbe es kein Mittel dagegen. „Die Luftverteidigungssysteme, einschließlich der US-amerikanischen in Europa, werden nicht in der Lage sein, solche Raketen abzufangen“, betonte er.
    Aber „Amerika“ sieht alle Schuld bei ihm, dass der demente Biden diese Eskalationsstufe gezündet hat, ignoriert man und wenn, dann ist dafür ja Putin schuld, weil er Unterstützung aus Nordkorea erhielte (die man aber nicht sieht), was in Anbetracht der Unterstützung der Ukraine durch den Tütü-Westen wohl ein Witz ist.
    Man scheint auch nicht zu sehen, dass die NATO/Ukraine bei Kursk in russ. Stammland eingedrungen ist und es sich dort um Selbstverteidigung handelt.

    Ich bin dafür, dass Russland nun auch andere Länder, wie zB Iran, mit ähnlichen Waffen ausstattet, wie sie für die Ukraine vom Gaga-Westen zur Verfügung gestellt wurden, zB jene Oreschnik, die gerade getestet wurde…

  3. Jan 21. November 2024 um 21:53 Uhr - Antworten

    Studien zufolge könnte als Spätfolge der Glücksspritzen vermehrt Myokarditis auftreten, subklinische Schädigungen seien angeblich bei allen nachweisbar, das führe zu folgenem Szenario: 54% Tod innerhalb von 12 Jahren.

    Sollte das richtig sein, brauchen wir in 12 Jahren 54% landwirtschaftliche Produkte weniger.

    Aber das ist egal, da ab September 2025 sowieso die WHO das Land führen wird!

  4. Andreas N. 21. November 2024 um 21:33 Uhr - Antworten

    Ich würde die Erbschaftssteuer vorab bei den royals und diversen lordschaften oder kirchl. Orden erproben. Wenn es sich bewährt, in ca. 100 Jahren oder so, dann erst ausrollen auf das gemeine Volk.

    Weil es sorum allerdings nie gemacht wird weiß man: es handelt sich um ganz billige Enteignung über Generationen. Die Folgerungen und Befürchtungen im Artikel sind völlig richtig. Solidarität ist angesagt! Aber bis das im mainstream durchkommt ist es vermutlich schon 3 Jahre in Kraft.

  5. Andreas N. 21. November 2024 um 21:33 Uhr - Antworten

    Ich würde die Erbschaftssteuer vorab bei den royals und diversen lordschaften oder kirchl. Orden erproben. Wenn es sich bewährt, in ca. 100 Jahren oder so, dann erst ausrollen auf das gemeine Volk.

    Weil es sorum allerdings nie gemacht wird weiß man: es handelt sich um ganz billige Enteignung über Generationen. Die Folgerungen und Befürchtungen im Artikel sind völlig richtig. Solidarität ist angesagt! Aber bis das im mainstream durchkommt ist es vermutlich schon 3 Jahre in Kraft.

  6. Glass Steagall Act 21. November 2024 um 21:14 Uhr - Antworten

    Im Hintergrund läuft bereits das große Planspiel der Enteignungen auf vollen Touren! Jeden Tag werden neue Gesetze von der Politik im Stillen dazu ausgearbeitet! Jeder, der irgendeinen Besitz hat, ob Geld, Ländereien, Einfamilienhaus, Auto, Gold oder dergleichen, steht auf der Beobachtungsliste zur künftigen Enteignung seiner Besitztümer! Damit es niemand merkt, wird langsam aber stetig an den Stellschrauben gedreht! In Deutschland haben wir seit 2024 das neue Lastenausgleichsgesetz! In der EU bekommen wir ab 2025 das Vermögensregister für alle! Alles das wird nicht aus Spaß gemacht, sondern mit dem Kalkül der späteren Enteignung! Auch die Wegzugssteuer für Privatvermögen in Deutschland ist auch schon in der Planung! Also abhauen wird auch bald nicht mehr mit dem Eigentum möglich sein.

    Wer meint, ich habe doch nichts, weil ich arm bin, der täuscht sich. Zwar wird dann nichts enteignet, aber bei diesen Leuten wird der Staat das Taschengeld (Bürgergeld) mit Auflagen verknüpfen, die niemanden gefallen werden.

    Wie gesagt, der Angriff auf die Bürger läuft bereits auf allen Ebenen! Gesundheit, Besitz, Gedanken und freie Meinung, Bildung, Lebensmittel, Freiheit und vieles mehr.

  7. local.man 21. November 2024 um 19:34 Uhr - Antworten

    Interessant ja.
    Passt natürlich 100% in den Plan.
    Du erwürgst die, die sich kaum wehren können und übernimmst dann deren Laden ohne Probleme. Danach baust du dein Imperium aus und machst dich zum Monopolisten, der dann irgendwann anfängt, jeden in seine Abhängigkeit total zu beherrschen.
    Die Frage ist ja, ob das auf Dauer gut geht. Aber man muss auch daran denken, dass dieses Mal der Fortschritt jeden Widerstand in die Knie zwingen könnte, das ist ja das Problem in der Zukunft. Es wächst ökonomische Macht mit tatsächlicher Macht in allen anderen Bereichen durch Technik usw. Also die Angst vom Mob irgendwann hochgenommen zu werden, schwindet somit.
    Auch sich einfach etwas zurückholen, könnte somit verunmöglicht werden.
    Immer daran denken, dass man auch versucht unsere Körper zu putschen, um diesen abhängig von Mitteln zu machen, um dann überhaupt noch halbwegs fit zu sein.
    Die Angriffe auf den Darm, Microbiom usw. erfolgen nicht grundlos.
    Wenn man körperlich dann noch erledigt ist, wenn man Mittel X nicht erhält.. dann gibt es keine Kraft für Gegenwehr.
    Oder wenn wir, wie angestrebt, zu Cyborgs gemacht werden und man in unsere Köpfe kommt… was dann?

    Wir erleben eine scheußliche neue Form der Machtergreifung, die von der Idee her schon längst bestanden hat, aber nie richtig umsetzbar war. Die Möglichkeiten dies zu erreichen haben sich nur maximal verbessert, tendenz exponentiell steigend.

    Und man sollte nicht glauben, dass diese Machtclique und ihre Denkfabriken dies nicht alles schon für ihre Agenden 2040+ erdacht haben und sich im Anlaufen befindet.
    Die aktuelle Agenda zielt erstmal darauf ab, eine generelle Hoheit zu erlangen über Fremdbestimmung, Social Score usw.
    Der ganze Rest folgt dann, wenn wir kaum nich nein sagen können, ohne total ausgeschlossen zu werden und schlichtweg nicht mehr überleben können, weil der Rest verboten und verfolgt wird.

    Eigentlich eine ganz normale Logik. Ich würde es auch so machen.

  8. Sabine Schoenfelder 21. November 2024 um 16:42 Uhr - Antworten

    Der neue englische „Prrämmjeehhh“, ojemminehh, ist ein astreiner WEFler.🤮
    Das WEF als Verbindungsglied zwischen Stakeholder-Wirtschaftsinteressen und Politik verfügt über seinen eigenen Scientology-Center = Young (mehr oder weniger) global leader. Vollgenudged, programmiert und alternativlos werden diese Werkzeuge qua krimineller Machenschaften in eine gelenkte politische Verantwortung lanciert.
    Besonders qualifiziert : unter- belichtet und ober-skrupellos.
    Es soll alles Selbstständige, jegliche Form des menschlichen Lebensunterhalts zugunsten globaler Machtinteressen A B G E S C H A F F T bzw. zentralisiert und kontrolliert WERDEN ‼️
    Energie, Nahrung, Wasser, Gesundheit, unsere Körper, unser mentaler Zustand sollen für eine selbsterklärte Elite gleichgeschaltet, kontrolliert ‼️und verfügbar sein.
    Wehrt Euch.

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