Erhöhtes Asthmarisiko bei Kindern nach mRNA

2. Oktober 2024von 3,5 Minuten Lesezeit

Das Risiko an Asthma erkranken ist bei mRNA-geimpften Kindern deutlich erhöht – unabhängig davon, ob sie sich mit Covid infiziert haben oder nicht.

Kinder, die eine mRNA-Covid-Spritze erhalten hatten, erkrankten im darauffolgenden Jahr mit größerer Wahrscheinlichkeit an Asthma als Kinder, die nicht mit mRNA behandelt worden sind. Das ergab eine Studie von taiwanesischen Forschern, nach der Untersuchung von Gesundheitsdaten von über 200 000 amerikanischen Kindern.

Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: mRNA-behandelte Kinder haben ein höheres Risiko an der Lungenerkrankung zu leiden. Dabei ist es egal, ob die geimpften Kinder später eine Covid-Infektion erwischen oder nicht. Allerdings sagt die Untersuchung das nicht aus. Zufall wäre aber seltsam.

Bei der Studie handelt es sich nicht um eine randomisierte prospektive Studie. Es ist damit nicht nicht bewiesen, dass die mRNA-Impfungen die zusätzlichen Fälle verursacht haben. Allerdings haben die Forscher zwei sehr große Gruppen miteinander verglichen, und der gefundene Zusammenhang ist mit ziemlicher Sicherheit nicht auf Zufall zurückzuführen.

Veröffentlicht und begutachtet ist die Untersuchung noch nicht. Die Untersuchung wurde exklusiv mit dem Investigativjournalisten Alex Berenson geteilt, der aufgrund einer anderen Arbeit mit den Forschern in Kontakt zu steht.

Berenson berichtet weiter:

Der mRNA/Asthma-Befund ist besonders bemerkenswert, weil die taiwanesischen Forscher überhaupt nicht danach gesucht haben.

Vielmehr konzentrierten sich ihre Untersuchungen zunächst auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Covid selbst und neuen Asthmadiagnosen bei Kindern – und sie fanden einen. In einer im Juni 2024 veröffentlichten Arbeit untersuchten sie die Gesundheitsdaten von mehr als 300 000 Kindern und stützten sich dabei auf eine Datenbank namens TriNetX, die weltweit 275 Millionen Patienten umfasst.

Darin berichteten sie, dass Kinder, die mit Covid infiziert waren, mit höherer Wahrscheinlichkeit Asthma entwickelten, unabhängig davon, ob sie zuvor geimpft worden waren oder nicht.

Zu ihrer offensichtlichen Überraschung stellten sie jedoch auch fest, dass geimpfte und infizierte Kinder eine deutlich höhere Gesamtrate für eine neue Asthmadiagnose aufwiesen als andere Gruppen. Da die Forscher die Gruppen in der ursprünglichen Studie jedoch nicht nach dem Impfstatus abgeglichen hatten, war die geimpfte Gruppe zu Beginn der Studie deutlich weniger gesund als die ungeimpfte Gruppe.1 Daher konnten die geimpften und ungeimpften Kohorten nicht direkt verglichen werden.

Um dieses Problem zu lösen, kehrten die Forscher zur Datenbank zurück und erstellten zwei neue Kohorten, die sie diesmal nach dem Impfstatus und nicht nach dem Infektionsstatus unterteilten. Auf diese Weise konnten sie neue Diagnosen bei geimpften und ungeimpften Kindern im Laufe des nächsten Jahres direkt vergleichen – unabhängig davon, ob diese Kinder später infiziert wurden oder nicht.

Für die aktualisierte Studie verglichen sie etwa 25 000 geimpfte Kinder, die Covid erhielten, mit einer ähnlichen Anzahl ungeimpfter Kinder, die sich infiziert hatten. Sie fanden heraus, dass die geimpften Kinder ein um 20,2 Prozent höheres Risiko für eine neue Asthmadiagnose hatten.

Außerdem verglichen sie 77 500 geimpfte Kinder, die sich nicht infizierten, mit der gleichen Anzahl ungeimpfter Kinder, die ebenfalls eine Infektion vermieden – und stellten fest, dass die mRNA-exponierten Kinder ein um 12,7 Prozent höheres Asthmarisiko hatten.

Noch einmal: Die Studie kann nicht beweisen, dass die Impfstoffe das höhere Risiko verursacht haben.

Da die geimpften und ungeimpften Kinder zu Beginn nicht randomisiert wurden, ist es möglich, dass sich die geimpften Kinder in irgendeiner versteckten Weise von den nicht geimpften unterscheiden. Die Forscher bemühten sich jedoch nach Kräften um ein Gleichgewicht zwischen den Gruppen und verwendeten viele verschiedene Gesundheitsmerkmale.

Die zweite Studie bestätigte auch das Ergebnis der ersten Studie, dass die Covid-Infektion selbst das Asthmarisiko erhöht. Die absoluten Raten neuer Asthmadiagnosen waren bei den infizierten Kindern viel höher, unabhängig davon, ob sie geimpft worden waren oder nicht.

Diese Tatsache spricht jedoch nicht für die Impfung.

Denn es ist inzwischen erwiesen, dass die mRNA-Impfungen die Infektionen bei Kindern weder lang- noch mittelfristig verringern2. Bei Kindern ist es ebenso wie bei Erwachsenen so gut wie sicher, dass sie sich infizieren – wahrscheinlich mehrfach -, ob sie nun geimpft werden oder nicht.

Bild „Asthma Inhaler“ by NIAID is licensed under CC BY 2.0.

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4 Kommentare

  1. Dorothea 3. Oktober 2024 um 9:22 Uhr - Antworten

    Asthma Patienten waren zu Corona natürlich auch sehr hilfreich. Um das Narrativ besser aufrecht erhalten zu können. Muss ja nicht jeder wissen, dass der oder der seit seiner Kindheit an Asthma leidet.

  2. anamcara 2. Oktober 2024 um 20:15 Uhr - Antworten

    Asthma ist eine der zahlreichen Nebenwirkungen der “Impfung” die Pfizer in seiner “CUMULATIVE ANALYSIS OF POST-AUTHORIZATION ADVERSE EVENT REPORTS …” gelistet hat.
    https://phmpt.org/wp-content/uploads/2021/11/5.3.6-postmarketing-experience.pdf

  3. Jan 2. Oktober 2024 um 19:48 Uhr - Antworten

    Und Klabauter ist noch immer Minister!

    • Sabine Schoenfelder 2. Oktober 2024 um 22:18 Uhr - Antworten

      …und Lauterbach ist gerade d e s w e g e n immer noch Krankheitsminister.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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