
Milei am UN-Gipfel: „Lockdown war Verbrechen gegen Menschlichkeit“
Radikale Kritik am ideologischen Kurs der UNO und des „Zukunftspaktes“ Agenda 2030 von Javier Milei. Die UNO sei in tödliche Ideologie abgerutscht, Lockdowns seien ein Beispiel dafür gewesen.
Für großes Aufsehen sorgt der Aufritt von Javier Milei, Argentiniens streitbarer Präsident, bei der UN-Vollversammlung am Dienstag. Während abseits der Bühne Ursula von der Leyen gemeinsam mit Milei in die Kamera grinst, um über das baldige Freihandelsabkommen zu jubeln, spricht er über Lockdowns sehr eindeutig: Diese seien ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gewesen. Aber nicht nur das. Die Agenda 2030 erklärt er für tot – zum Wohle der Menschheit.
Agenda 2030 tot
Milei ist ein entschiedener Gegner der UN-Agenda 2030 und die Transformation der UNO in ein spuranationales Instrument der Policy-Maker. So wundert es auch nicht, dass er einen Handelsvertrag mit der EU vorantreiben will. Es wundert allerdings, dass er Argentinien aus der BRICS-Gruppe rausgezogen hat, denn hier geht es – anders als bei der EU – um ein rein wirtschaftliches Bündnis, nicht um ein politisches. (Hier mehr dazu – und wie die BRICS explizit keine politischen Forderungen stellen.)
Die Agenda 2030 betrachtet Milei als gescheitert – das sagt er wortwörtlich auf der Bühne der UN-Vollversammlung. Niemand anderer wagt das. Weder die engsten US-Verbündeten Noch die größten US-Feinde. Weder die engsten China-Verbündeten noch die größten China-Feinde.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Milei, der sich als „libertärer Ökonom“ vorgestellt hat, nennt die Lockdowns ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ – was sich sonst niemand auf der Bühne traut. Doch viel mehr zieht er im Allgemeinen über die „Woke-Agenda“ her. Pikanterweise fordert er dann eine umfassendere Verteidigung Israels, als einzige „liberale Demokratie im Mittleren Westen“. Die sogenannte „Woke-Agenda“ dürfte allerdings in Israel weitaus sichtbarer sein als bei Mileis Erzfeind China. Solche Widersprüche interessieren Milei allerdings nicht.
Trotzdem hat er wohl die bisher interessanteste Rede gehalten, wo er zugleich durchaus Errungenschaften der UN hervorhob, allerdings auch erklärte, dass die UN gerade zusammenbreche. So fasst man bei der UNO die Rede zusammen:
Der Organisation sei es gelungen, fünf Großmächte mit Vetorecht an einem Tisch sitzen zu haben, sagte er. Nach zwei Weltkriegen erlebte die Welt 70 Jahre relativen Frieden und Sicherheit, während sie sich kommerziell integrierte und prosperierte. Er verwies auf den Erfolg des Handels gegenüber den Kugeln und sagte, dass es unter der Aufsicht der UNO einige Jahrzehnte mit herausragendem Erfolg gegeben habe. „Das kann man nicht übersehen“, fügte er hinzu. Doch dieser Erfolg hörte auf, als die Organisation von ihren ursprünglichen Zielen abwich und sich zu verändern begann. Sie breitete sich mit verschiedenen Tentakeln aus, um zu entscheiden, was die Länder zu tun haben, und zwang ihren Mitgliedern eine Ideologie mit einer endlosen Liste von Regeln auf. Die Organisation ist zu einem Modell einer supranationalen Regierung geworden, in der internationale Bürokraten den Bürgern eine bestimmte Lebensweise aufzwingen.
Die UNO befinde sich auf einem tragischen Weg, denn der Generalsekretär definiere einen neuen Gesellschaftsvertrag. Für Argentinien bedeutet die Agenda 2030 die Einführung einer supranationalen Regierung und eine Verletzung des Rechts auf Leben und Freiheit. Während die Agenda 2030 vorgibt, die Armut zu beenden, steht ihre Verabschiedung im Einklang mit privilegierten Interessen und entspricht nicht den in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgelegten Grundsätzen. Die Organisation verteidigte systematische Verletzungen der Freiheitsrechte, wie die während der COVID-19-Pandemie verhängten Abriegelungen, die ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen. Sie hat gegen den Staat Israel gestimmt, den einzigen Staat, der eine liberale Demokratie verteidigt. Die UNO hat eine kollektive Politik gefördert, die die natürlichen wirtschaftlichen Prozesse stört. Sie hat Ländern, die sich selbst entwickeln wollen, Vorschriften auferlegt. Sie verfolgt eine lächerliche Politik, wie zum Beispiel die Null-Emissions-Politik. Und sie schreibt den armen Ländern vor, was sie zu essen haben, sagte er.
Er warnte, dass die „Agenda des Erwachens auf die Realität stößt“. Wenn die Agenda 2030 scheitert, sollte die Antwort nicht ein weiterer schlecht durchdachter Vorschlag sein. Es ist noch Zeit. „Argentinien befindet sich in einer Zeit des tiefgreifenden Wandels“, sagte er und fügte hinzu, dass sein Land an den Schutz des Lebens für alle, die Meinungsfreiheit für alle und den Handel für alle glaube. Er sprach sich für eine begrenzte Regierung aus. Die Nationen sollten sich in der Verteidigung der Freiheiten einig sein, sagte er und betonte, dass Argentinien keine Regelungen unterstütze, die die Rechte des Handels und der Menschen verletzen. Er lehnte den Zukunftspakt ab und forderte alle Nationen auf, diesen Standpunkt zu unterstützen. Argentinien werde seine Neutralitätspolitik aufgeben und stehe bei der Verteidigung der Freiheit an vorderster Front. „Es lebe die Freiheit. Gott verdamme sie. Ich danke Ihnen“, sagte er.
Hier 10 Zitate aus der Rede von Milei.
1) „Für diejenigen, die es nicht wissen, ich bin kein Politiker, sondern ein Wirtschaftswissenschaftler, ein liberal-libertärer Wirtschaftswissenschaftler, der nie den Ehrgeiz hatte, Politiker zu werden, und der mit dem Amt des Präsidenten der argentinischen Republik geehrt wurde.“
2) „Seien Sie sich bewusst, dass die Argentinische Republik von diesem Tag an die historische Neutralität, die uns charakterisiert hat, aufgeben und an der Spitze der Verteidigung der Freiheit stehen wird.“
3) „Argentinien wird keine Politik unterstützen, die die Einschränkung der individuellen Freiheiten, des Handels oder die Verletzung der natürlichen Rechte des Einzelnen beinhaltet.“
4) „Wir befinden uns am Ende eines Zyklus. Der Kollektivismus und das moralische Getue der Woke-Agenda sind mit der Realität kollidiert und haben keine glaubwürdigen Lösungen für die tatsächlichen Probleme der Welt mehr zu bieten.“
5) „Die 2030-Agenda ist, auch wenn ihre Ziele gut gemeint sind, nichts anderes als ein supranationales Regierungsprogramm mit sozialistischem Einschlag.“
6) „Wenn die 2030-Agenda gescheitert ist, wie ihre eigenen Befürworter zugeben, sollten wir uns fragen, ob sie nicht von Anfang an ein schlecht durchdachtes Programm war.“
7) „Die Weltgeschichte zeigt, dass der einzige Weg, Wohlstand zu garantieren, darin besteht, die Macht des Monarchen zu begrenzen, die Gleichheit vor dem Gesetz zu garantieren und das Recht auf Leben, Freiheit und Eigentum des Einzelnen zu verteidigen.“
8) „Wir glauben an die Verteidigung des Lebens, für alle.
Wir glauben an die Verteidigung des Eigentums, für alle.
Wir glauben an die Freiheit der Meinungsäußerung, für alle.
Wir glauben an die Freiheit der Religionsausübung, für alle.
Wir glauben an die Freiheit des Handels, für alle.
Und wir glauben an begrenzte Regierungen, alle.“
9) „Die Doktrin des neuen Argentiniens ist nicht mehr und nicht weniger als die wahre Essenz der UNO: Die Zusammenarbeit der Nationen zur Verteidigung der Freiheit.“
10) „Wir laden alle Nationen der Welt ein, sich uns anzuschließen, nicht nur um sich von diesem Pakt (‚Pakt der Zukunft‘) zu distanzieren, sondern um eine neue Agenda für diese edle Institution zu schaffen: Die Agenda der Freiheit.“
Hier ist die ganze Rede zu finden.
Nun, Javier Milei weiß, wovon er spricht. Argentinien war einst eines der reichsten Länder dieser Welt, die Menschen waren frei. Dann kamen die Marxisten, also jene, die auf der Bretton Wood Konferenz die internationalen Institutionen wie IWF und Weltbank geschaffen haben, oder ein Alger Hiss, ohne die die Vereinten Nationen vielleicht nicht marxistisch ausgerichtet wären, an die Macht und zerstörten die Freiheit, den Reichtum der Nation, errichteten einen Wohlfahrtsstaat und nahmen den Argentinieren damit Freiheit und Eigeninitiative.
Milei weiß, wer hinter der Agenda 2030 steckt, weiß, wer Covid-19 inszeniert hat und warum. Er ist ein Libertärer und steht zu seiner Verantwortung, die er gegenüber seinem Volk hat.
Sehr gut auch die Rede von El Salvadors Präsident Nayib Bukele (https://www.youtube.com/watch?v=qpvYv236QNM&t=3s), der sein Land aus den Händen der russischen Mafia befreit hat, den Stellvertreterkrieg in El Salvador damit beendet hat. Die Salvadorianer feiern Bukele, wie auch immer mehr Argentinier Milei feiern.
Bukele hat vieles gemacht, was auch auf Mileis Liste steht – nur ist Argentinien nach wie vor in den Klauen des kommunistischen IWF und nicht frei, seinen eigenen Weg zu gehen.
Buenos Aires. Die Armut in Argentinien war im ersten Halbjahr 2024 so hoch wie zuletzt in der Finanzkrise 2001. Etwa 52,9 Prozent der Argentinier lebten unterhalb der Armutsgrenze, zeigt die offizielle Statistik. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 41,7 Prozent. Mit einer Dollarisierung machte sich das Land von den USA abhängig.
Mit zusätzlichen Einsparungen und Rentenkürzungen, dank Milei, werden die Argentinier noch ärmer und zahlungsunfähiger. Libertär…😁😂😁👍
„Im März 2024 beschloss er per Dekret, sein Gehalt und das seiner Minister um 50 % zu erhöhen. Nach Veröffentlichung durch die linke Opposition widerrief Milei das Dekret und entließ Arbeitsminister Omar Yasín, den er für die Erhöhung verantwortlich machte.“ Wiki 😁👍
Im April 2024 kam es zu landesweiten Protesten gegen seine Regierung mit mehreren Hunderttausend Teilnehmern. Anlass waren erneut beschlossene Sparmaßnahmen, diesmal in der öffentlichen Bildung. Die Regierung Milei hatte zuvor das Budget der öffentlichen Universitäten um 71 % gekürzt. Im Mai 2024 riefen die großen Gewerkschaften des Landes zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate zu einem Generalstreik auf. Im ganzen Land kam der öffentliche Nahverkehr sowie der Flugverkehr zum Erliegen. Auch Banken, Supermärkte, Schulen, Universitäten, das Transportwesen, die Müllabfuhr und die Post wurden bestreikt.
Er ist durch und durch ein Transformist und so libertär wie sein Hund. 😁❤️
ARGENTINIEN verfügt über eines der größten GASVORKOMMEN der Welt. Nur politischer Dilettantismus kann ein Land so runterwirtschaften, – und Milei regiert für die großen BICs der Welt. Für sonst nichts. 🤮
Was rauchen Sie? Marxisten bei Bretton Woods? Rockefeller war dann wohl Vorsitzender der Kommunistischen Internationale? Sind sie Propagandisten vom WEF und wollen hier Verwirrung stiften?
Nun, Herr Mayer, tatsächlich stehe ich nicht auf Drogen, sondern auf Wahrheiten. Haben Sie schon einmal etwas von Harry Dexter White gehört. Hätten Sie, würden Sie sich mit dem Bretton Wood befasst haben. Der überführte KGB-Agent White war nicht nur Stalins Atem an Roosevelts Ohr, sondern der Architekt von Bretton Woods und zeichnet verantwortlich für den IWF. Sein rascher Tod nach seiner Enttarnung spricht dafür, dass er zuviel wusste. Aus russischer Sicht war er damals wertvoller als Alger Hiss.
Viel widersprüchliches kommt von Milei. Warten wir einfach ab, wohin die Richtung geht. Wenn er den Eliten nicht mehr genehm wird, werden die es ihm schon zeigen. Allerdings kann man sich nur gegen die Eliten stemmen, wenn das Volk geschlossen hinter einem steht!
Libertär. Ein neues Wort für Entdemokratisieren. Auch Musk ist ein Libertärer. Ebenso Peter Thiel. Beide sind Bilderberger.
Milei ist für freien Organ – und Kinderhandel. Er ist hemmungslos irre und ein Anhänger zügelloser Gesetzlosigkeit. Er tritt scheinbar als jugendlicher Revolutionär auf, ist aber fester Bestandteil des Transformationssystems. Er soll die Koordinaten der traditionellen Judikative neu definieren. Sonst stünde er nicht an der Spitze Argentiniens.
Verkaufte Kinder, Kettensägen und Klone – die irre Welt des argentinischen Präsidenten
Watson
20.11.2023
„Seien Sie sich bewusst, dass die Argentinische Republik von diesem Tag an die historische Neutralität, die uns charakterisiert hat, aufgeben und an der Spitze der Verteidigung der Freiheit stehen wird.“
Das geht doch nur mit Neutralität.
Wem will er sonst für die Freiheit, hinter sich versammeln?
“Es wundert allerdings, dass er Argentinien aus der BRICS-Gruppe rausgezogen hat…”
Vielleicht hat Milei den Artikel* von Tom-Oliver Regenauer gelesen 😊
…..-Dass das BRICS-Projekt mitnichten eine Opposition zu globalistischem Putsch von oben und wokistischem Kulturkampf darstellt geht u.a. aus einer gemeinsamen Erklärung der BRICS-Mitglieder hervor, die zu Beginn des neunten Gipfels im Jahr 2017 in Xiamen (China) veröffentlicht wurde.
(„BRICS Summit 2017: Full text of BRICS leaders’ declaration signed at Xiamen, China“)
Unter Punkt vierzehn der Erklärung liest man:
»Wir bekräftigen unser Engagement für die vollständige Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Wir werden uns außerdem für eine gerechte, offene, umfassende, innovationsgetriebene und integrative Entwicklung einsetzen, um eine nachhaltige Entwicklung in ihren drei Dimensionen – Wirtschaft, Soziales und Umwelt – auf ausgewogene und integrierte Weise zu erreichen.
Wir unterstützen die wichtige Rolle der Vereinten Nationen (UN), einschließlich des »High Level Political Forum on Sustainable Development« (HLPF), bei der Koordinierung und Überprüfung der globalen Umsetzung der Agenda 2030 und unterstützen die Notwendigkeit, das UN-Entwicklungssystem zu reformieren, um so zu verbessern, dass Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der Agenda 2030 unterstützt werden.«
-Auch die Formulierungen unter Punkt 29 klingen nicht wirklich nach Opposition:
»Wir sind bestrebt, eine globale wirtschaftspolitische Governance-Architektur zu fördern, die effektiver ist (…) Wir bekräftigen unsere Zusage, die 15. allgemeine Quotenüberprüfung des IWF, einschließlich einer neuen Quotenformel, bis zur Frühjahrstagung 2019 und spätestens bis zur Jahrestagung 2019 abzuschließen.
Auch werden wir die Einführung der »World Bank Group Shareholding Review« weiterhin vorantreiben.«
-Systemkritik gegenüber dem Wertewesten und seinen Organisationen findet sich ebenso wenig unter Punkt 32 der Erklärung:
»Wir bekräftigen unsere Verpflichtung, die vollständige Umsetzung und Durchsetzung der bestehenden WTO-Regeln sicherzustellen, und sind entschlossen, zusammenzuarbeiten, um die WTO (World Trade Organisation) weiter zu stärken.«
-Selbst beim BRICS-Gipfel im Jahr 2022 waren trotz geostrategischer Disruptionen Statements zu hören, die auch aus dem Weißen Haus oder dem Bundeskanzleramt hätten stammen können.
So bemängelte Südafrikas Präsident Cyrill Ramaphosa in seiner vorab aufgezeichneten Rede den »ungenügenden Zugang seines Landes zu lebensrettenden Vakzinen«.
Indiens Premier Narendra Modi sprach primär über den post-pandemischen Wiederaufbau der Weltwirtschaft – über »Build back better«.
Und Chinas Xi Jinping, der »überragende Führer« und Präsident auf Lebenszeit, stellte in seiner Keynote nochmals klar, wie er zur von der UN koordinierten Globalisierung steht.
„Heute stößt der globale Entwicklungsprozess auf große Hindernisse, die Dynamik der internationalen Entwicklungszusammenarbeit wird geschwächt (…) Dadurch erlitten die weltweiten Bemühungen zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 erhebliche Rückschläge.
Fast 1,2 Milliarden Menschen in fast 70 Ländern sind mit COVID-19, Nahrungsmittel-, Energie- und Schuldenkrisen konfrontiert. Was in Jahrzehnten globaler Armutsbekämpfungsbemühungen erreicht wurde, könnte verloren gehen.«….
*https://www.regenauer.press/der-brics-bluff
@anamcara
25. September 2024 um 14:43 Uhr
„… eine Opposition zu globalistischem Putsch von oben“
Der sich ständig erweiternde BRICS-Zusammenschluss ist nicht „eine Opposition zum globalistischem Putsch von oben“, sondern er wird immer mehr zum Notwehrakt gegen den mit Militäraggressionen und Wirtschaftssanktionen um sich schlagenden westlichen Imperialismus, dem die Hegemonie über die Welt abhanden kommt. Jeder Tag bringt in dieser Hinsicht neue Ereignisse, Entwicklungen, begleitende Erklärungen sowie Drohungen und auch jede Menge erzwungene Gegenreaktionen der bedrohten Länder mit sich. Wer sich – schon seit geraumer Zeit – auf einen „globalistischen Putsch von oben“ (eine zutiefst kleinbürgerliche Vorstellung) spezialisiert hat, verkennt die aktuelle internationale Entwicklung, die sich bedrohlich einem großen Krieg nähert, den die westlichen Kriegstreiber wie ihre Vorgänger anno nazimal anstreben, weil sie ihre Felle davonschwimmen sehen. Die BRICS-Länder sind kapitalistische Länder, beherrscht von (nationalen) Bourgeoisien, die gezwungen sind, sich zu wehren, wenn sie ihre Selbständigkeit und ihre Interessen wahren wollen: das macht sie nämlich zu Angriffszielen der imperialistischen Machthaber …
Der BRICS-Zusammenschluss als alternatives Handelssystem zu den neo-kolonialen Praktiken der USA und ihrer Verbündeten ist begrüßenswert und notwendig.
Nichtsdestotrotz regt der Artikel von Regenauer zum Nachdenken an, auch in Anbetracht der Tatsache, dass die BRICS-Staaten dem Pakt der Zukunft zugestimmt haben und für die Umsetzung der Agenda 2030 einstehen.
Ich glaube nicht, dass der Autor den BRICS-Zusammenschluss nur als „eine Opposition zum globalistischem Putsch von oben“ sieht.
Vielmehr gibt der Autor viele Informationen mit auf den Weg und zählt u.a. Fakten auf, die Grund zur Annahme geben, dass die BRICS-Staaten, beziehungsweise deren Finanzmarktvehikel, Teil einer global harmonisierten, aus London, Washington, Brüssel und Basel koordinierten Restrukturierung des Weltfinanzsystems sind.
Eine Konsolidierung des Weltfinanzmarktes, die im Windschatten von Polykrise und Agenda 2030 zum Ziel hat, Geschäftsbanken obsolet zu machen, oder zu eliminieren, um im Ergebnis die Macht der Zentralbanken zu stärken – welche künftig nicht mehr nur Nationalstaaten in monetärer Abhängigkeit halten werden, sondern durch die Einführung digitaler, individuell programmierbarer Zentralbankwährungen bald auch den Endkunden.
Dank expandierender Währungszonen sogar über Landesgrenzen hinweg.
Regenauer weist auch auf die Gefahren struktureller Blockbildung hin denn aus der Perspektive der Vereinten Nationen (UN) wäre dies eine geradezu ideale Entwicklung. Denn große Wirtschafts- und Währungsregionen kontrollieren sich selbstverständlich ungleich einfacher als ein Sammelsurium von Nationalstaaten mit eigener Währung.
Blockbildung im Windschatten der »Polykrise« ist also das ideale Herrschaftsinstrument, hat man im Sinn, Macht zu zentralisieren.
So ist die UN, eine von Finanz- und Industriekartellen der »Superclass« gegründete und finanzierte Organisation, im Begriff, einen juristisch wie fiskalisch bindenden Verordnungsstaat für alle Mitgliedsländer unter dem Label »Our Common Agenda« zu errichten.
Startdatum dieser als Pakt für die Zukunft getarnten Ermächtigung: 22. September 2024.
Eine neofeudalistische Machtübernahme, der sich praktisch der gesamte Planet ergeben soll.
Auf der Ebene multidimensionaler Geostrategie ziehen alle 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen am gleichen Strang. Sie alle haben das gleiche übergeordnete Ziel: die Etablierung eines technokratisch-totalitären und weltumspannenden Herrschaftsmodells, so der Autor.
Allein, daß die BRICS-Staaten von Goldman-Sachs gegründet wurden, bestätigt Regenauer. Natürlich divergieren die Wirtschaften zwischen OST und WEST. Deshalb ist, für eine globale Digitalisierung, ANNÄHERUNG nötig und wird gerade durch die BRICS realisiert. Der Westen loost, der Osten schwingt auf.🙂↔️👍
Es gibt keine Zufälle. Nur Verflechtungen, die uns nicht bekannt sind. Bei Corona waren sich auch alle einig, und gerade ließ Putin, beim Ostwirtschaftsgipfel, der sehr an eine WEF-Veranstaltung erinnert, MASKE tragen, der Gute. 😷🤒🤕
@anamcara
26. September 2024 um 11:22 Uhr
@Sabine Schoenfelder
26. September 2024 um 19:14 Uhr
„Auf der Ebene multidimensionaler Geostrategie ziehen alle 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen am gleichen Strang. Sie alle haben das gleiche übergeordnete Ziel: die Etablierung eines technokratisch-totalitären und weltumspannenden Herrschaftsmodells, so der Autor“
Das ist eine sehr seltsame Vorstellung. Wie erklärt der Autor die Kriege der letzten Jahrzehnte und die aktuellen Kriege in der Ukraine und in Palästina?
„Allein, daß die BRICS-Staaten von Goldman-Sachs gegründet wurden …“
Die BRICS-Staaten wurden nicht von Goldman-Sachs gegründet:
„Kurzbezeichnung für die Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Begriff geht auf Jim O’Neill von Goldman Sachs zurück, der diesen vier Ländern besonders hohe Wachstumsraten von 5-10 Prozent p.a. zuschrieb. Damit hätten sie Mitte des 21. Jahrhunderts die G 8-Staaten wirtschaftlich eingeholt. Das Konzept der BRIC-Staaten wurde von Investoren sehr positiv aufgefasst, was sich u.a. an den Volumina zeigt, die in diesen Ländern investiert wurden und werden. In den BRIC-Staaten leben derzeit über 40 Prozent der Weltbevölkerung“
(„Gabler Banklexikon“ – Mehr als 8.000 Stichwörter kostenlos Online, leider ohne Erscheinungsdatum, Springer Verlag)
„Das Konzept der BRIC-Staaten wurde von Investoren sehr positiv aufgefasst“ – ebendieser Erfolg hat sie aktuell zur Zielscheibe selbstmörderischer westlicher Sanktionen gemacht …
„In den BRIC-Staaten leben derzeit über 40 Prozent der Weltbevölkerung“
Der Banklexikon-Eintrag oben muss vor dem Beitritt der Republk Südafrika 2010 entstanden sein – es fehlt das „S“ in „BRICS“ …
“ Wir befinden uns am Ende eines Zyklus “
Da hat er Recht, wenn wir Glück haben, erleben (überleben) wir noch das Ende des Kolonialismus. Aber die Lösung besteht nicht in der grenzenlosen Freiheit, sondern im Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit und zwar für Jeden (und nicht für Alle).
Tja, und wer hört hier im Lande der Seligen davon auch nur ein Wort? Niemand…
Wir haben andere Sorgen – den Kampf gegen Rääächts. Man sehe sich die Wiener „Kunstaktionen“ an, dann ist alles klar. Eine Stufe geistiger Degeneration, die man nicht weiter kommentieren muss.