Gefahren für die Gesundheit ausgehend von Leitlinien in der Medizin am Beispiel Statine

25. Juli 2024von 5 Minuten Lesezeit

Leitlinien Medizin durchdringt immer mehr Bereiche, sinnvoll sicher in Notfällen, aber nicht wenn der Arzt individuell einen Patienten behandelt. Das zeigt sich an zwei unterschiedlichen Leitlinien für die Einnahme von Stationen in den USA. Eine neue Richtlinie der American Heart Association könnte (conjunctivus medicinalis) die Zahl der Erwachsenen, die für eine Statintherapie in Frage kommen, von 45,4 Millionen auf 28,3 Millionen reduzieren und so die öffentliche Gesundheit durch eine Verringerung des unnötigen Statinverbrauchs verbessern.

Cool. Anders ausgedrückt: Bisher wurden viel zu viele Patienten mit den gesundheitsschädlichen Cholesterinsenkern behandelt. Die PREVENT-Gleichungen für 2023 sehen eine umfassendere Bewertung des kardiovaskulären Risikos vor als frühere Richtlinien, wobei die Rasse als Faktor gestrichen und zusätzliche Gesundheitsindikatoren wie Nierenerkrankungen und Fettleibigkeit berücksichtigt werden, wie der Arzt Dr. Joseph Mercola schreibt.

In Deutschland geht man übrigens den anderen Weg. Wie kürzlich berichtet soll per Gesetz die Verschreibung von Statinen mehr und früher gefördert werden. Der naturwissenschaftlich arbeitende Molukularmediziner und Autor von Büchern mit millionenfacher Auflage Dr. Ulrich Strunz schreibt in seinem Blog von dem „Betrug an 5 Millionen Deutschen … die täglich Statine einnehmen.“ Eine Studie zeigte, dass „bei den mit Statin behandelten herzkranken Menschen das Risiko für den Herztod um 47% (47!)“ abgesenkt worden sei.“

Aber: Ohne Statine hätte es laut Studien 2,8% Todesfälle gegeben und mit Statine 1,5%. also war die absolute Risikoreduktion 1,3%. Verkauft wird es aber als 47%. Die Methode ist ziemlich altbekannt.

Wieder Ulrich Strunz zu den Nebenwwirkungen:

Wenn es nicht tödliche Nebenwirkungen hätte. Bekannt geworden durch Lipobay der Firma Bayer. Wie viel tausend Menschen sind da gestorben? Dabei ist die bekanntgewordene Zahl nichts-sagend. Wer weiß schon, wie viel 1000 de Patienten in kleinen Kliniken auf dem Lande an der siebten ach so notwendigen Tablette (dem Statin) wirklich gestorben sind? Das weiß niemand.

Das war Lipobay. Aber es gibt ja auch Ezetimib. Das hat kalkhaltige Einlagerungen in den Blutgefäßen nicht nur nicht verringert, sondern im Gegenteil: Die Verkalkungen nahmen zu. So eine Studie. Trotzdem schlucken 300 000 Menschen allein in Deutschland dieses Mittel – Tag für Tag (Zitat Erdmann). Hier wird, so der Kardiologe Chefarzt Erdmann, Köln,

„hier wird im großen Stil betrogen.“

Wie auf TKP immer wieder warnend berichtet, werden Statine mit verschiedenen Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht, darunter Diabetes, Demenz und Krebs. Der Zusammenhang zwischen Cholesterinspiegel und Herzkrankheiten ist schwächer als allgemein angenommen

Statinmedikamente verringern den CoQ10-Spiegel im Körper. Eine Ergänzung mit CoQ10 oder Ubiquinol  kann für Statinanwender notwendig sein, wobei die Dosierung vom Alter und Gesundheitszustand abhängt.

Die Verbesserung der Darmgesundheit ist entscheidend für die Herzgesundheit. Bestimmte Darmbakterien, wie z. B. Oscillibacter, werden mit niedrigeren Cholesterinwerten und einem geringeren Risiko für Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Die Aufrechterhaltung eines vielfältigen Darmmikrobioms ist für die allgemeine Gesundheit von entscheidender Bedeutung.(Das heißt möglichst wenig oder nie Antibiotika.)

Auch Mercola schreibt, dass Statine das Herz nicht schützen und die meisten Menschen brauchen diese Medikamente nicht, um ihren Cholesterinspiegel zu senken. Auf Bevölkerungsebene ist es sehr gut möglich, dass sich die öffentliche Gesundheit verbessert, wenn weniger Menschen Statine verschrieben bekommen, da diese auf lange Sicht die Gesundheit schädigen.

Frühere Statin-Richtlinien haben den Verbrauch um 149 % erhöht

Der letzte Risikoberechner für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde laut Mercola 2013 veröffentlicht. Er ist als Pooled Cohort Equation (PCE) bekannt und schätzte in erster Linie das 10-Jahres-Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei Menschen im Alter von 30 (!) bis 79 Jahren, um den Einsatz von Statinen zu steuern.

Nach der Veröffentlichung der Statin-Leitlinien 2013 stieg die Zahl der Personen, die Statine einnahmen, um 149 %, von 37 Millionen im Zeitraum 2012 bis 2013 auf 92 Millionen im Zeitraum 2018 bis 2019. Darüber hinaus stieg die Zahl der jährlichen Verschreibungen von Statinen von 2008 bis 2019 von 461 Millionen auf 818 Millionen. Trotz des Anstiegs der Statinverwendung sind Herzerkrankungen seit 1921 die häufigste Todesursache in den USA geblieben.

Laut dem Bericht der American Heart Association (AHA) über die Statistik der Herzkrankheiten und Schlaganfälle 2024 ist die Zahl der Todesfälle, die auf Herzkrankheiten zurückzuführen sind, von den späteren 2010er Jahren bis 2020 ebenfalls gestiegen.

Nach den neuen Leitlinien werden etwa 40 % weniger Menschen die Kriterien für Statine erfüllen.

Der Neurologe Dr. David Perlmutter wendet sich mit wissenschaftlich fundierten Argumenten generell gegen Cholesterinsenkung, insbesondere LDL, durch Statine und in seinem Buch Dr. Perlmutter Dumm wie Brot lesen wir:

„Im Jahr 2009 schrieb die Wissenschaftlerin Stephanie Seneff vom Forschungsinstitut für Computerwissenschaften und künstliche Intelligenz am MIT einen spannenden Essay, der darlegte, weshalb fettarme Ernährung und Statine Alzheimer verursachen können. Seneff stellt darin unser Wissen über die unerwünschten Wirkungen von Statinen chronologisch zusammen und zeichnet ein erschütterndes Bild, wie unser Hirn unter diesen Mitteln leidet.“

Perlmutter erläutert die biochemischen Wirkmechanismen der Statine und einer gesunden – das heißt hohen – Cholesterinversorgung aus der Nahrung. Er zitiert noch ein weiteres Highlight von Seneff:

„Dr. Seneff beschreibt sehr anschaulich, wie Statine auch noch zur Alzheimer-Krankheit beitragen können, indem sie nämlich die Fähigkeit der Zellen zur Herstellung von Coenzym Q10 lähmen. Diese vitaminartige Substanz ist im ganzen Körper zu finden und spielt bei der Antioxidation und bei der Energieversorgung der Zellen eine große Rolle. Da Coenzym Q10 und Cholesterin sich den gleichen Stoffwechselweg teilen, unterbrechen Statine auch die Synthese von Coenzym Q10 und berauben damit Körper und Gehirn dieser Substanz.“

Diese Änderung der Leitlinien, so sie denn überhaupt kommt,  allein zeigt bereits wie wenig sinnvoll Leitlinien außer bei zeitkritischen Notfällen sind. Sie können natürlich nie individuell auf den Menschen eingehen.


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12 Kommentare

  1. Dorothea 26. Juli 2024 um 9:40 Uhr - Antworten

    Leichtfertig werden Cholesterinsenker verschrieben. Auch aufgrund veralteter, wissenschaftlich widerlegter Berechnungen. Von meiner Hausärztin hatte ich mir auch nichts anderes erwartet. Der eifrigen Genspritzenverabreicherin.

    • asisi1 29. Juli 2024 um 21:41 Uhr - Antworten

      Noch wesentlich leichtfertiger wird hier mit Schmerzmitteln umgegangen!
      Und bei , wie hier in Deutschland millionenfach gemacht, Jahrelanger Einnahme drohen wesentlich schlimmere Folgen als bei den S.

  2. anamcara 25. Juli 2024 um 22:10 Uhr - Antworten

    Wie hirnrissig die „Cholesterinhysterie“ ist, wird klar, wenn wir uns vor Augen halten, dass das Cholesterin im Organismus nur zu 10 Prozent aus der Nahrung kommt. Der Rest von 90 Prozent wird vom Körper selbst hergestellt.
    Das würde ja letztlich bedeuten, dass unser Organismus seinen eigenen Bösewicht kreiert …

    Wenn man den Biosyntheseweg des Cholesterins betrachtet, dann fällt aber als erstes auf, dass die Natur einen hohen Aufwand betrieben hat, nur um sich seinen eigenen Bösewicht zu leisten. Das wiederum steht im ebenso krassen Widerspruch zu dem Wissen, dass die Natur in der Regel sehr ökonomisch mit ihren Ressourcen umgeht.

    Die Cholesterinbiosynthese – ein Beispiel dafür, wie die Natur sich selbst abschaffen will?
    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das nicht der Fall.
    Insgesamt werden fast 40 Reaktionsschritte benötigt, um Cholesterin zu synthetisieren. Zentrale Syntheseorte sind in erster Linie die Leber und die Darmschleimhäute. Und da das Cholesterin nicht in der Lage ist, die Blut-Hirn- Schranke zu passieren, synthetisiert das Gehirn sein benötigtes Cholesterin einfach selbst.

    Was macht aber die „Schulmedizin“? Sie gibt bei „zu hohen Cholesterinwerten“ pauschal die Empfehlungen heraus, die auf eine cholesterinarme oder -freie Diät drängen und den Einsatz von Statinen vorsehen.
    Und genau diese medikamentöse Maßnahme blockiert ein Enzym (die HMG-CoA-Reduktase), das an der Synthese des Cholesterins maßgeblich beteiligt ist.

    Warum die Natur keine „Kosten und Mühen“ gescheut hat, diesen komplizierten Weg zu finden, wird verdeutlicht durch die Aufgaben und Funktionen, die Cholesterin ausüben MUSS. Es ist zentraler Bestandteil von Zellmembranen, eine Speichersubstanz (Reservestoff) und selbst Ausgangssubstanz für eine Reihe von anderen wichtigen Stoffen,ohne die ein Leben nicht denkbar ist (siehe Steroidhormone, Ubichinon-10 und Vitamin D)
    https://www.renegraeber.de/download/Cholesterin-Report.pdf

    • H.C. 29. Juli 2024 um 7:45 Uhr - Antworten

      Danke für den Hinweis auf die HMG-CoA-Reduktase!

      Und das kommt danach?

      Steroidhormone, angefangen beim Pregnenolon, dann Progesteron, ….

      Cholesterinsenker schrotten das ganze Hormonsystem! Steht auch alles verklausuliert im Beipackzettel, genau wie bei der hormonellen Verhütung die ja nicht mal Hormone enthält, sondern synthetische Hormonderivate, die dann das Hormonsystem schrotten und bei einer 16-jährigen die Hormonlage einer 60-jährigen „einregeln“. Nach der Menopause gibts eben keine Kinder…

      VG
      H.C.

      • anamcara 29. Juli 2024 um 16:26 Uhr

        Danke für die Ergänzung und die vielen interessanten Infos in Ihrem Blog.

  3. Jurgen 25. Juli 2024 um 21:15 Uhr - Antworten

    Kapseln braucht man alle nicht, das Geld kann man sich komplett sparen(!), wenn man nur Braunhirse und Gerste mit ins Brot packt…

  4. Gabriele 25. Juli 2024 um 20:31 Uhr - Antworten

    Die „Entdeckung“ der Statine verdanken wir übrigens durch Chemikalien vergifteten Plantagenarbeitern. Diese waren zwar todkrank, hatten aber „seltsamerweise“ ganz niedrige Cholesterinwerte. Also hatte man ein neues Wundermittel gefunden – so funktioniert „moderne“ Wissenschaft… Man richtet Schäden an und schaut, was sie auf der anderen Seite bringen könnten….an Geld und nützlichen Lügen. Ist auch mit der Pille so und unzähligen „modernen“ Medikamenten. Andere Forschung gibt es faktisch nicht mehr.
    Von vorn herein war klar, dass etwas Neues erfunden werden muss, denn der Markt für Statine war fast ausgereizt und sie wurden ab den 2000ern kritisiert. Aber jetzt, wo mRNA zahllose Herz- und Gefäßschäden anrichtet, braucht man sie vorgeblich wieder, um diese zu verhindern. Disease Mongering at it’s best. Seit Jahren predigen viele Universitätsprofessoren, man solle Statine dem Trinkwasser beimischen ohne die Menschen zu fragen. Vielleicht passiert das auch bald, dann werden kritische Menschen sogar gezwungen sein, nur noch Mineralwasser aus (Glas)flaschen zu trinken – aber auch das kann man am Ende „anreichern“. Es gibt kein Entkommen, wenn nicht ein definitiver Urknall passiert, der der Pharmagroßindustrie von Grund auf den Boden entzieht. Wenn dieselben Verbrecher Kunstdünger, Ackergifte und „Medikamente“ produzieren, wäre es höchste Zeit aufzuwachen.

  5. asisi1 25. Juli 2024 um 16:36 Uhr - Antworten

    Man schaue sich doch nur die Kosten der Krankenkassen an!
    Die stehen doch in keinem Verhältnis zu den „Erfolgen“ bei den Erkrankten!
    Bei den hunderten von Milliarden an Kosten, müssten wir alle nur vor Gesundheit so strotzen, aber was ist ca. 50% der Deutschen sind krank. Dazu haben wir noch ca. 66% Übergewichtige! Das ganze System , sowie alle anderen sozialen „Zwangssysteme“ müssen scheitern, weil sie nicht die „Selbstverantwortung“ stärken, sondern genau das Gegenteil bezwecken!

  6. Heiko S 25. Juli 2024 um 15:46 Uhr - Antworten

    Mein Hausarzt meinte, ich müsste unbedingt Statine futtern, damit ich keinen Schlaganfall bekomme. Vorher hatte ich noch nie von einem solchen Risiko bei erhöhten Blutfettwerten gehört.
    Das eigentliche Problem ist, dass die Juristen die Macht in diesem Staat übernommen haben. Wenn ein Patient oder seine Hinterbliebenen klagen, dann ist jeder Arzt auf der sicheren Seite, wenn er nach Richtlinie behandelt hat. Auch wenn der Patient dabei stirbt. Auch für die Wirschaftlichkeitsprüfungen sind solche Richtlinien perfekt, auch wenn damit völlig sinnlose Behandlungen zu Tausenden vorgenommen werden.

  7. marrx 25. Juli 2024 um 15:42 Uhr - Antworten

    man hat die wahl: individuum, oder statistik.
    ich habe meine wahl längst getroffen.
    ich bin nicht teil einer rechnung, also rechnet nicht mit mir!

  8. 1150 25. Juli 2024 um 15:18 Uhr - Antworten

    wer zu blöde für eigenverantwortung und information ist,
    soll sich kurpfuschern und schlangenölverkäufer ausliefern…….
    beim intelligenztest sind ja auch gut 70% durchgefallen und nehmen es noch immer nicht zur kenntnis

    • suzi 25. Juli 2024 um 21:50 Uhr - Antworten

      Volle Zustimmung. Wer lesen kann ist im Vorteil.
      Statine sind übrigens total gut gegen Leber.
      Haben wir ja genug von.

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