Neuer chinesischer Atomreaktor: Keine Kernschmelze möglich

23. Juli 2024von 3,4 Minuten Lesezeit

Ein neuer Atomreaktor, an dem Forscher aus China gearbeitet haben, wurde erfolgreich präsentiert. Er ist absolut sicher vor einer Kernschmelze. 

Im großen Medienrummel gehen Meldungen oftmals unter. Selbst Meldungen, die sich als historisch herausstellen können. Eine solche kommt aus China. Dort haben Forscher Tsinghua-Universität erstmals in der Weltgeschichte einen schmelzsicheren Kernspaltungsreaktor erfolgreich vorgeführt. Mit dieser AKW-Technologie wäre etwa eine Atomkatastrophe wie in Fukushima nicht mehr möglich. Denn die Reaktoren kühlen sich selbstständig ab.

Natürliche Abkühlung

Die Zwillingsreaktorkonstruktion kann jeweils 105 MW Leistung erzeugen und ist seit 2016 in Arbeit. Die erfolgreiche Demonstration ist ein wesentlicher Schritt, um Atomenergie sicherer zu machen.

Ursprünglich ist die Meldung über den wissenschaftlichen Erfolg im NewScientist. Im Titeltext heißt es dort zusammenfassend: „Die erste groß angelegte Demonstration eines Kernreaktors, der sich im Notfall selbst kühlt, war ein Erfolg und zeigte, dass es möglich sein sollte, Kernkraftwerke ohne das Risiko einer gefährlichen Kernschmelze zu bauen.“

Das Magazin Interesting Engineering hat über den Vorstoß genauer berichtet:

Bei der Kernspaltung werden große Mengen an Wärmeenergie erzeugt, die für die Stromerzeugung nützlich ist, aber auch ein Risiko für die Reaktion darstellt. Kernreaktoren sind mit eingebauten Kühlmechanismen ausgestattet, die die Wärme von der Reaktion ableiten, andernfalls kann der Reaktor überhitzen oder sogar explodieren.

Die Kühlmechanismen verwenden in der Regel Wasser oder Kohlenstoff als Kühlmittel und werden durch externe Stromversorgungen unterstützt, um sicherzustellen, dass die Reaktortemperatur unter Kontrolle bleibt. Im Jahr 2011 kam es im Kernreaktor von Fukushima zu einem seltenen Ereignis, bei dem die Standard- und Notstromversorgung des Kühlmechanismus ausfiel, was zu einer Kernschmelze führte.

Seitdem bemühen sich Forscher um den Bau eines Kernreaktors, der passiv gekühlt ist und natürliche Kühlmethoden nutzt. Ein solcher Entwurf ist ein Hochtemperaturreaktor mit einem Kieselbettmodul (HTR-PM).

Was ist ein Kernreaktor mit Kugelhaufenmodul?

Herkömmliche Kernreaktoren verwenden Brennstäbe mit hoher Energiedichte, die große Mengen Uran und kleinere Mengen Graphit enthalten. Beim HTR-PM-Reaktorkonzept wird der Brennstab umgedreht, und es wird eine große Menge Graphit verwendet, in der das Uran eingeschlossen ist. Dadurch ist die Energiedichte des Brennstoffs viel geringer, fast wie Kieselsteine in einem größeren Gewässer.

Dieser Ansatz hat zwei große Vorteile. Der erste besteht darin, dass die Kernspaltungsreaktion viel langsamer abläuft als in einem konventionellen Reaktor und viel länger einer höheren Temperatur standhalten kann. Der zweite Vorteil besteht darin, dass die durch den Prozess erzeugte überschüssige Wärme über einen größeren Brennstoffbereich verteilt wird und mit passiven oder nicht energieintensiven Methoden wie Leitung und Konvektion gekühlt werden kann.

Der Ansatz wurde bereits in Prototyp-Reaktoren in Deutschland und China demonstriert, aber ein HTR-PM-Reaktor im Maßstab 1:1 war noch nicht in Angriff genommen worden.

[…]

Der Reaktor wurde erst im Dezember 2023 kommerziell in Betrieb genommen. Um zu demonstrieren, dass er sich ohne eine externe Quelle abkühlen kann, schaltete das Team beide Module bei voller Leistung ab und begann, die Temperaturbewegungen im Reaktor zu verfolgen.

Wie erwartet, kühlten die Reaktoren auf natürliche Weise ab und erreichten 35 Stunden nach dem Abschalten eine stabile Temperatur.

Der Nachteil dieser Technologie ist, dass sie nicht in bestehende Kernreaktoren nachgerüstet werden kann. Um eine Zukunft zu schaffen, in der Kernreaktoren kernschmelzsicher sind, muss die Kernenergiebranche zunächst HTR-PM-Reaktoren bauen.

Glücklicherweise müssen die Reaktoren nicht vor Ort gebaut werden und können schnell weltweit eingesetzt werden.

Ursprünglich und wissenschaftlich ausführlich haben die Forscher im wissenschaftlichen Fachmagazin Joule publiziert. Dort kann man das Paper mit dem Titel „Loss-of-cooling tests to verify inherent safety feature in the world’s first HTR-PM nuclear power plant” nachlesen.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Kernkraft neu gedacht – absolut sicher, echt günstig und jederzeit verfügbar – dürfen die das überhaupt?

Energiewende und Green Deal haben Blackouts und steigende Kosten zur Folge

Europäischer Strommarkt in Turbulenzen – Höchstpreise dank „Energiewende“

Deutschland wird sich nicht erholen – aber „Energiewende“ verursacht massive Umweltschäden

37 Kommentare

  1. xbtory 26. Juli 2024 um 12:09 Uhr - Antworten

    zu Heintz Möller
    24. Juli 2024 at 23:21

    Was für eine traurige Gestalt die es als hohen Wert ansieht wenn jemand sehr hart arbeitet um „sich einen Lebenswandel leisten können, der den unseren weit übertrifft.“

    Was heißt das? Noch mehr Auto pro Familie, noch prestigeträchtiger Vehikel und Urlaube, noch mehr Technik-Klimbim, noch mehr Digitalisierung und Smartphone-Terror, noch mehr Fensterläden- und Garagentorautomatisierung als bei uns, noch mehr Stress, noch mehr Druck von oben, noch mehr Entfremdung und Vereinsamung? Oder was genau?

    Wer mehr als sechs Stunden am Tag richtig arbeitet, arbeitet zuviel. Schon alleine unsere Auftrennung unseres Lebens in „Arbeit“ und „Freizeit“ ist schlicht krank.

    Dass Arbeit, Familie, Soziales, Leben aus einem Stück sein könnte, wenn man uns nicht in entfremdende Lebensumstände zwingen würde, ist eines der bestgehütetsten Denk-Tabus der westlichen Welt.

  2. xbtory 26. Juli 2024 um 10:54 Uhr - Antworten

    … und immer noch die Verweigerung, Kritik an diesem unsäglichen Kernkraft-Werbeartikel sichtbar werden zu lassen …

  3. Sal Peregrin 24. Juli 2024 um 22:41 Uhr - Antworten

    Ach wirklich?
    „Die Kühlmechanismen verwenden in der Regel Wasser oder Kohlenstoff als Kühlmittel (…)“
    Angesichts dieser naßforschen Behauptung bitte ich um MINDESTENS EIN BEISPIEL der Verwendung von Kohlenstoff ALS KÜHLMITTEL!
    Wer den MODERATOR mit dem KÜHLMITTEL verwechselt, der hat schlicht KEINE AHNUNG von der Materie.
    „Schuster, bleib‘ bei deinem Leisten!“

    • xbtory 25. Juli 2024 um 12:59 Uhr - Antworten

      Das ist nicht der einzige himmelschreiende Schwachsinn in diesem Artikel. Aber Kritik und Richtigstellung wird geblockt.

  4. Chris 24. Juli 2024 um 15:27 Uhr - Antworten

    Mal eine Frage an die China-produziert-nur-Müll und ich-will-keine-Atomkraftwerke Fraktion: Wir befinden uns am Ende einer Wärmeperiode mitten in einer Eiszeit. Wenn’s dann mal in den nächsten Jahrzehnten so richtig kalt werden sollte hier bei uns in der nördlichen Hemispähre, womit wollt ihr denn einheitzen? Mit fossilen Brennstoffen? Mit Solar? Mit Windturbinen? Wo wollt ihr den Strom für die ganzen Wärmepupmpen herzaubern?

  5. xbtory 24. Juli 2024 um 12:07 Uhr - Antworten

    Warum wird meine fachlich-inhaltliche Kritik an diesem Artikel geblockt? Wem ist das unangenehm?

    • xbtory 24. Juli 2024 um 12:15 Uhr - Antworten

      Fortsetzung:

      Der Knaller kommt ja ganz am Anfang:
      „Bei der Kernspaltung werden große Mengen an Wärmeenergie erzeugt, die für die Stromerzeugung nützlich ist, …“
      Also noch mehr Kindergartenphysik ist nun wirklich nicht mehr möglich. Ist das „Wissenschaft“ in einfacher Sprache? Oder was? Ich erkläre jetzt NICHT, was daran absolut peinlich ist.

      Noch so ein Knaller:
      „Glücklicherweise müssen die Reaktoren nicht vor Ort gebaut werden und können schnell weltweit eingesetzt werden.“
      Kein Kommentar.

      Falls das hier geschrieben auch nur rudimentär in den Zeitschriften „Joule“ und „Interesting Engineering“ stand, sind die im Niveau unterhalb von Blättern wie „p.m.“ oder Wissenschaftssendungen wie mit Lesch oder MaiThi einzuordnen.

    • xbtory 24. Juli 2024 um 12:17 Uhr - Antworten

      Jetzt wird es interessant. Der zweite Teil kommt, aber „Your comment is awaiting moderation.“

      Na, da bin ich mal gespannt wann das Interesse an dem Artikel so gesunken ist, dass meine Kritik ungesehen veröffentlicht werden kann. Aber natürlich wird dann mit dem heutigen Datum veröffentlicht. Halt nur drei Tage später …

    • xbtory 26. Juli 2024 um 10:59 Uhr - Antworten

      Da der zweite Teil jetzt zuerst durchging, noch ein Versuch mit dem auf Kindergarten-Sprache reduzierten ersten Teil:

      Selten so einen in technischer Hinsicht schwachen Text gelesen.

      „Dadurch ist die Energiedichte des Brennstoffs viel geringer, fast wie Kieselsteine in einem größeren Gewässer.“ Geht es noch lyrischer? Was soll das? Das ist doch pures Gewäsch.

      „Dieser Ansatz hat zwei große Vorteile. Der erste besteht darin, dass die Kernspaltungsreaktion viel langsamer abläuft als in einem konventionellen Reaktor …“
      Ach. Dass eben genau die Schnelle der Kernspaltungsreaktion für den Energie-Output relevant ist, ist wohl dem Autor nicht bekannt? Eine „langsamere Kernspaltungsreaktion“ bedeutet schlicht genau eines – und nicht mehr und nicht weniger: weniger Stromproduktion pro Zeiteinheit, weniger Output.

      „Um zu demonstrieren, dass er sich ohne eine externe Quelle abkühlen kann, schaltete das Team beide Module bei voller Leistung ab und begann, die Temperaturbewegungen im Reaktor zu verfolgen.“
      Was bitte genau wurde da abgeschaltet? Die Stromversorgung? Die Stromabnahme? Was genau bitte schalteten die ab?

  6. xbtory 24. Juli 2024 um 11:35 Uhr - Antworten

    „Er ist absolut sicher vor einer Kernschmelze. “

    Werbung für Kernkraft-Renaissance?

    Wenn das ein anständiger Artikel wäre stände da:

    „Er SEI absolut sicher vor einer Kernschmelze. „

    • xbtory 25. Juli 2024 um 12:48 Uhr - Antworten

      Selten so einen in technischer Hinsicht schwxxxsinnigen Text gelesen.

      „Dadurch ist die Energiedichte des Brennstoffs viel geringer, fast wie Kieselsteine in einem größeren Gewässer.“ Geht es noch lyrischer? Was soll das? Das ist doch Dexxengedxns!

      „Dieser Ansatz hat zwei große Vorteile. Der erste besteht darin, dass die Kernspaltungsreaktion viel langsamer abläuft als in einem konventionellen Reaktor …“
      Ach. Dass eben genau die Schnelle der Kernspaltungsreaktion für den Energie-Output relevant ist, ist wohl dem Autor nicht bekannt? Eine „langsamere Kernspaltungsreaktion“ bedeutet schlicht genau eines – und nicht mehr und nicht weniger: weniger Stromproduktion pro Zeiteinheit.

      „Um zu demonstrieren, dass er sich ohne eine externe Quelle abkühlen kann, schaltete das Team beide Module bei voller Leistung ab und begann, die Temperaturbewegungen im Reaktor zu verfolgen.“
      Was bitte genau wurde da abgeschaltet? Die Stromversorgung? Die Stromabnahme? Ein Kontroll-Lämpchen? Die Toilettenbeleuchtung? Was bitte?

      Der Knaller kommt ja ganz am Anfang:
      „Bei der Kernspaltung werden große Mengen an Wärmeenergie erzeugt, die für die Stromerzeugung nützlich ist, …“
      Also noch mehr Kindergartenphysik ist nun wirklich nicht mehr möglich. Ist das „Wissenschaft“ in einfacher Sprache? Oder was? Ich erkläre jetzt NICHT, was daran absolut peinlich ist.

      Noch so ein Knaller:
      „Glücklicherweise müssen die Reaktoren nicht vor Ort gebaut werden und können schnell weltweit eingesetzt werden.“
      Kein Kommentar.

      Falls das hier geschrieben auch nur rudimentär in den Zeitschriften „Joule“ und „Interesting Engineering“ stand, sind die im Niveau unterhalb von Blättern wie „p.m.“ oder Wissenschaftssendungen wie mit Lesch oder MaiThi einzuordnen.

      • oHenri 27. Juli 2024 um 21:49 Uhr

        @xbtory
        Wäre es möglich, dass Sie ihren links/grün/versifften Quark dort verschmieren, wo er gebaucht wird – also in den Mainstram- und Lügen-Medien ? Da passt Ihr Quark auch bestens hin.
        Danke.

  7. asisi1 24. Juli 2024 um 7:26 Uhr - Antworten

    Wie viele Menschen wurden jetzt vorsätzlich durch den Corona Mist ermordet und für immer zu Krüppeln gemacht? Millionen über Millionen, aber das fällt nicht ins Gewicht!
    An diese Zahlen kommt keine Erfindungen jemals ran!

  8. Juergen Ilse 23. Juli 2024 um 23:44 Uhr - Antworten

    Das klingt fuer mich sehr nach einer Beschreibung des „Kugelhaufen Reaktors“, ueber den ich schon vor Jahrzehnten gellesen hatte. Was ist nun so neu daran? Dass man das erste mal einen in dieser Groesse gebaut hat? Das Hauptproblem, dass ich in der Kenspaltung sehe, bleibt allerdings erhalten: der entstehende radioaktive Abfall, der eigentlich fuer tausende von Jahren sicher gelagert werden muesste, fuer den aber bisher noch niemand ein Lagerkonzept entwickelt hat, mit dem man auch nur fuer Jahrhunderte eine garantiert sichere Lagerung gewaehrleisten koennte … Als ob das Versuchhslager in der Asse (fuer das es bis heute noch kein Sanierungskonzept gibt) nichhhtt schon abschreckend genug gewesen waere … Waehrend meiner Schhulzeit hatten wir damals das Lager in der Asse besichtigt (eine Exursion mit den Kursteilnehmern des Oberstufenurses „Kernphysik und Radiochemie“), aber damals war noch keine Sanierung notwendig (heute ist sie kaum noch moegich). Das muss so um 1980 gewesen sein.

    • asisi1 24. Juli 2024 um 7:18 Uhr - Antworten

      Man braucht keine Lagerung mehr, denn in Russland wird der anfallende Müll fast bis zur Ungefährlichkeit weiter verarbeitet. Darauf haben sich die Russen spezialisiert! Auch der Kugelreaktor kommt aus Deutschland. Aber wir erforschen jetzt wie man mit einem Eselkarren schneller vorwärts kommen kann!

      • xbtory 25. Juli 2024 um 12:57 Uhr

        Es ist ein Märchen, dass man, großtechnisch relevant, Kernbrennstoffe schneller „abbrennen“ könnte. Das gelingt wohl im Labor – mit Mengen im Mikrogramm-Bereich. Die so genannte Transmutation.

        Preisfrage: wie viel Energie braucht man wohl für die Transmutation von einem Kilo Kernbrennstoffmüll? Das Äquivalent von zwei Kilo hochangereichertem Uran? Oder von dreißig? …

        Hier war daletzt schon mal so ein „Zeuge des Techno(Je)hovas“ zugange.

        „Wir werden alle in technologisches Paradies eingehen. Bald. Das Reich kommet. Glaubet, dann werdet ihr teilhaftig werden. ERWACHET!“

  9. Nurmalso 23. Juli 2024 um 22:04 Uhr - Antworten

    Diesen China Mist ist nicht zu trauen, die produzieren nur Schrott weils Gelumpe nicht lange hält. Das wird immer so sein. Das liegt an der gelben Haut ähmmm Genen wollte ich sagen.

    • Rüdiger Rauls 24. Juli 2024 um 11:21 Uhr - Antworten

      So, so und deshalb werden moderne Technologien aus China auch mit Zöllen belegt, damit sie den europäischen und amerikanischen keine Konkurrenz machen können. Siehe Windturbinen, Solarpanele, E-Autos und die Ausrüstung für das 5G-Netz. Das versucht man gerade, von chinesischer Technologie zu befreien und setzt dabei auf Nokia und Ericson, die dabei aber erhebliche Probleme haben und zudem teurer sind. SChon die Briten mussten erkennen, dass der Abbau von ZTE- und Huawei-Komponenten zu erheblichen Beeinträchtigungen in der Telekommunikation führten. Die Deutschen waren etwas schlauer und haben erst einmal gewartet, bis das 5G->Netz mit chinesischer Hilfe weitgehend geschlossen war. Jetzt versuchen sie, sich von ZTE und Huawei zu trennen. Aber auch das wird schwierig, weil beide sehr viele Patente auf 5G-Module und andere Telekommunikationsbestandteile haben. Sie sehen also, ohne chinesischen „Schrott“ geht es nicht. Seien Sie froh, dass es dieses chinesische „Gelumpe“ gibt, sonst könnten Sie vllt immer noch in die Telefonzelle gehen.
      Aber die Chinesen lachen über Leute wie Sie. Während IHresgleichen sich weiter in westlicher TEchniküberlegenheit wähnen, sind die Chinesen mittlerweile bei 6G angekommen und setzen sich im Bereich der Telekommunikation immer weiter vom Westen ab dank europäischen Politikern und vErbrauchern wie IHnen. Bleiben Sie beim europäischen SChrott und genießen Sie ein Leben in westlicher Rückständigkeit.

    • Heintz Möller 24. Juli 2024 um 23:21 Uhr - Antworten

      Für den Westen das Gelumpe, und für sich selbst nur Gutes.
      So würde ich das an deren Stelle auch machen, nach den skandalösen Vorwürfen vieler westliche Politiker.
      China kann schon seit fünf Jahren Atomraketen schwerelos durch das Weltall befördern, um sie jederzeit „plötzlich und unerwartet“ auf jede beliebige Stadt des Westens fallen zu lassen.
      Und diese hervorragende Abschreckung wird der einzige Grund sein, weshalb die NATO keine Eskalation des Krieges möchte.
      In China läuft vieles falsch (zb. Tierschutz).
      Dennoch bewundere ich sie dafür, dass jeder einzelne dort sehr hart arbeitet, und sich einen Lebenswandel leisten können, der den unseren weit übertrifft.

  10. Jurgen 23. Juli 2024 um 20:22 Uhr - Antworten

    Ich bin so froh, dass dieser Quatsch (Irrweg) in Deutschland vorbei ist! Kernkraft gehört niemals dahin, wo die Menschen wohnen!

    • zivilistin 23. Juli 2024 um 21:50 Uhr - Antworten

      Das freut mich für Sie. Man muß aber verstehen, daß wir als zivile Atomkraftnutzung bisher nur das notwendige Übel der militärischen Nutzung gesehen haben. Es mußten also Substanzen entnommen werden und in einem ‚Brennstoffkreislauf‘ der nie einer war, bearbeitet werden. Und das Prinzip mußte U-Boot tauglich sein. Und am Ende gab’s unverbrannten Brennstoff, der deshalb so heikel ist, weil er immer noch Energie freisetzt, pervers ! Und um das ganze noch schlimmer zu machen wollen Politiker, dumm wie sie sind, den Mist verbuddeln, die Probleme des Atommülls mit den Problemen des untertage Bergbaus multiplizierend.

      Ich empfehle DFR (Dual Fluid Rektor) aus Berlin, weil er auch als Atommüllverbrennungsanlage funktioniert.

      • Sabine Schönfelder 24. Juli 2024 um 11:42 Uhr

        👍“ Ich empfehle DFR (Dual Fluid Rektor) aus Berlin, weil er auch als Atommüllverbrennungsanlage funktioniert.“…..und keine Kernschmelze möglich ist.
        Durch ein einfaches System verwirklicht. Genial. 👉 Haferburg. Achgut.

    • Juergen Ilse 23. Juli 2024 um 23:50 Uhr - Antworten

      Bei Kernspaltung gebe ich dir recht. Vielleicht laeuft es ja mit Kernfusion besser (das hoffe ich zumindest). Und auch Kernfusion ist letztich eine (wenn auch voellig andere) Form von Kernkraft.

    • suedtiroler 24. Juli 2024 um 9:48 Uhr - Antworten

      der Teutsche freut sich keine Atomkraftwerke mehr zu haben, während der Franzos an der Teutschen Grenze alte Reaktoren betreibt und der Wind meistens schön Richtung Teutschland bläst.
      Gratulation!

  11. Markus Gillich 23. Juli 2024 um 16:05 Uhr - Antworten

    Das Teil hat aber nur 100MW Leistung, gegenüber ca. 1500MW eines aktuellen herkömmlichen Kernkraftwerkblocks.
    Da ist es kein Wunder, dass das Risiko einer Kernschmelze gering ist.
    Das Hauptproblem bleibt aber weiterhin der radioaktive Müll..

    • Jan Müller 23. Juli 2024 um 16:49 Uhr - Antworten

      Sehr wertvoll sind THTRs zur Erzeugung von Industriewärme und künstlichen Kohlenwasserstoffen. Als Leistungsreaktoren für Stromerzeugung sind sie schlecht geeignet, obwohl man möglicherweise durchaus 600 bis 800 MW erreichen kann.

  12. beate_r 23. Juli 2024 um 15:57 Uhr - Antworten

    In Deutschland wurden 2 dieser reaktoren gebaut: ein Forschungsreaktor mit 300 MW. Also der dreifachen Leistung des Chinesischen Reaktors. Dieser Reaktor lief weitgehend problemlos. Als man dann versuchte, das Konzept auf die übliche Leistung von um die 1GW zu skalieren, gab es haufenweise Probleme, meiner Erinnerung nach mit gebrochenen Brennelementen. Offenbar sind damals Grenzen der mechanischen Belastbarkeit der Kugeln überschritten worden. Wenn man das Projekt also wirklich beobachten will, muss man sich fragen, ob und wie man diese Problematik in China angegangen ist, bevor man in Jubelstürme ausbricht.

    Übrigens löst das Konzept zwei Problembereich nicht:
    a) das der Gewinnung und Produktion des Brennmaterials
    b) das noch größere Problem der Entsorgung
    In dieser Hinsicht sind die Dinger genauso schlecht wie Druck- und Siedewasserreaktoren.

    b) halte ich für das mit Abstand größte Problem bei Kernreaktoren.

    • Jan Müller 23. Juli 2024 um 16:46 Uhr - Antworten

      Nach Prof. Schulten, dem Entwickler des THTR macht eine Wiederaufarbeitung der entsprechenden Brennstoffe keine prinzipielle Schwierigkeit. Man müsste halt die hierfür notwendige Technologie entwickeln, was bisher nicht passierte, weil keine Kugelhaufenreaktoren gab. Quelle: Hochtemperaturreaktortechnik, S. 406f.

      Es gab in Deutschland nur einen THTR, den THTR-300 in Hamm-Uentrop. Versuche, diese Technik auf übe ein GW hochzuskalieren, existieren bisher nicht.

      • asisi1 24. Juli 2024 um 7:31 Uhr

        Mit Logik ist hier in Deutschland absolut nichts zu machen, denn die Politiker schauen nur auf ihre dicke Pension.
        Bestes Beispiel wie man eine teure Erfindung einfach auslöscht , war die Magnet Schwebebahn! Im Grunde genommen brauchten wir hier in Deutschland nur einen internationalen Flughafen! Alles andere wäre wesentlich Umwelt schonender und schneller mit der Schwebebahn zu machen gewesen. Da lachen sich heute noch die Chinesen krumm, wegen solcher Dummheit!

  13. Jan Müller 23. Juli 2024 um 15:51 Uhr - Antworten

    Es ist sogar noch schlimmer, als mein Namensvetter Jan schreibt. Die Technologie des Kugelhaufenreaktors kommt ursprünglich aus Deutschland und wurde an China verkauft, da ja Deutschland aus allen möglichen und unmöglichen Technologien aussteigen will. Der Thorium-Hochtemperaturreaktor THTR wurde in den 80er Jahren in Hamm-Uentrop gebaut, dort einige Jahre betrieben und nach Tschernobyl wegen geringfügiger und behebbarer Kinderkrankheiten stillgelegt. Hauptakteur der Stillegung waren bereits damals die Grünen, an die sich die SPD auch in Nordrhein-Westfalen angebiedert hat.

    • Glass Steagall Act 30. Juli 2024 um 11:47 Uhr - Antworten

      Ich hatte zur Schulzeit in den 80er Jahren eine Besichtigung in dem THTR in Hamm. Damals das modernste, was die Reaktorsicherheit zu bieten hatte. Bei Gefahr konnten die Brennstäbe mechanisch aus den Graphitkugeln gezogen werden und so eine Kernschmelze verhindert werden.
      Später hieß es , die Technologie wurde ins Ausland verkauft. China war wohl der glückliche Gewinner.

  14. Ed Uscho 23. Juli 2024 um 15:14 Uhr - Antworten

    Wir haben 178 Leerstühle für Stender Gudies – oder wie das heißt. Da kann der Chinese nur dumm aus der Wäsche gucken.

    • Jan Müller 23. Juli 2024 um 15:52 Uhr - Antworten

      Und nur noch 6 für Kerntechnik.

    • Hasdrubal 23. Juli 2024 um 15:59 Uhr - Antworten

      Wir haben aber auch Steckdosen, aus den der Strom kommt – wofür bräuchten wir noch Kraftwerke?

      Ernsthafter – TKP könnte öfter darüber schreiben, dass nichtwestliche Welt sich nicht die Bohne um CO2 schert. So habe ich zum Beispiel ergoogelt – die UNESCO legte ständig der kambodschanischen Regierung in die Ohren, dass der alte Flughafen Angkor zu nah am Weltkulturerbe liegt. Dann haben die Chinesen einen neuen etwas weiter gebaut – für 7 Millionen PAX statt 2 jährlich im alten. Bis 2030 soll die Kapazität auf 10 Millionen steigen – kein „Flugscham“ in Südostasien; mit Flugverboten rechnet keiner. (Verlinkter Artikel vom Herbst 2023.) Stolzes Buntschland hat nur wenige größere Flughäfen – aber klar, bestimmt mehr Leerstühle für Stender Gudies als Kambodscha.

      • zivilistin 23. Juli 2024 um 21:39 Uhr

        Hier übrigens eine schöne animierte Grafik zu Hydroelt in China

        https://linkezeitung.de/2024/06/29/grafik-wie-hat-china-die-spitzenstellung-in-der-welt-bei-der-stromerzeugung-aus-wasserkraft-erreicht/

        Einige werden sich noch erinnern, welche Info – Jauche über uns ausgeschüttet wurde anläßlich Drei Schluchten. Weltbank hat den Bau NICHT finanziert (also keine westliche Bank). China hat zuerst die vielen Menschen umgesiedelt (als sie noch primitiv wohnten, ohne Strom und baut jetzt die Dämme am Jangtse Oberlauf (was damals der Westen gerne ZUERST gesehen hätte) China hat es richtig gemacht, auch wird aufgeforstet wie noch nie in der Menschheitsgeschichte, was das Problem der Sedimentfracht reduziert.

        Kürzlich hat man der Welt zweitgrößtes WKW in Betrieb genommen, hat wohl im Westen wg Quantitätsmedialer Info – Lücke niemand mitbekommen. Itaipu kann den 3. Platz nur halten, weil man zwei Turbinen zugebaut hat, die aber gar nicht der Leistungssteigerung dienen, sondern Wartungsarbeiten ermöglichen sollen. Warum zwei ? Brasilien & Paraguay haben unterschiedliche Netzfrequenzen und die Gelegenheit wurde NICHT genutzt, die von Paraguay anzupassen. Solcher Schwachsinn ist nur möglich bei einer bekloppten Regierung, wofür Paraguay ein Spezialist ist + westliche Beratung.

        Aber das ist immer noch nicht alles.

        Wir erleben ja gerade, daß Wind- und Solarstrom pur gar kein vermarktbares Produkt sind. China zieht nicht nur Ultrahochspannungstrassen quer durchs Land (800 – 1100 KV >1000Km), sondern baut Wind- und Solarparks direkt neben große Wasserkraftwerke, die einfchste Art, den Output (den Input für’s Netz) zu stabilisieren.

    • suedtiroler 24. Juli 2024 um 9:49 Uhr - Antworten

      am teutschen Wesen wird die Welt genesen

  15. Jan 23. Juli 2024 um 14:43 Uhr - Antworten

    Die Nachricht bedeutet auch, dass Innovationen aus China kommen – und aus Europa nur noch moralische Appelle.

    Es bleiben zwei Probleme: die Entsorgung und die Skalierbarkeit. Normalerweise müssen Kernkraftwerke an Flüssen zwecks Kühlung gebaut werden. Atom hat 4% am Primärenergieverbrauch weltweit. Wollte man das skalieren, müssten wir sehr viel mehr Standorte finden – und das sehr schnell.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge