
Im russischen Exil: Kaliningrad statt Moskau
Kaliningrad ist ganz anders als Moskau. Das ehemalige Königsberg ist mit weniger als 500.000 Einwohnern ein Dorf im Vergleich zur russischen Hauptstadt. Das Ankommen ist für Auswanderer vermutlich leichter, da dort mehr Englisch und auch Deutsch gesprochen wird als in anderen Landesteilen.
Als ich selbst 2016 im Zuge der Druschba-Friedensfahrt Berlin-Moskau in Kaliningrad war, besuchten wir die Denkmäler für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs und es wurden viele Reden gehalten. Ein Satz davon ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. In seiner Rede sagte ein russischer Marineoffizier, „dass es im gesamten Oblast Kaliningrad keinen Platz mehr für ein weiteres Denkmal für die Gefallenen des Dritten Weltkriegs geben würde.“
Seit 2018 sind in Kaliningrad Atomraketen stationiert, für Marc Alexander Braun kein Grund, sich nicht wohl zu fühlen. Er lebt seit 2021 in Kaliningrad, weil er das politische Klima in Deutschland nicht mehr ausgehalten hat. Und er ist gut in Kaliningrad angekommen.
Der 53 Jahre alte selbstständige IT-Berater, Analyst und Softwareentwickler hatte bis zu seiner ersten Russlandreise 2017 keinerlei Bezug zu Russland. Vier Jahre später wurde das Land zu seiner Heimat. Im Interview erzählt er warum.
Wo stammen Sie ursprünglich her?
Aus dem Raum Stuttgart. Dort bin ich geboren, aufgewachsen und habe bis zur Auswanderung immer dort gelebt. Auch wenn ich beruflich im Ausland war, mein Lebensmittelpunkt war immer Stuttgart.
Aufgewachsen mit einer guten schwäbischen Erziehung – inklusive Kehrwoche?
Ja. Als Mittelstandskind gab es während dieser wirklich guten Jahre Deutschlands eine mittelständische Prägung und Erziehung. Während der Ausbildung durfte ich sehr viel lernen. Beeindruckt hat mich die wahrnehmbare deutsche Geisteshaltung mittelständischer Unternehmer. Fleiß war eine Grundvoraussetzung. Wer nur redete, wurde nicht ernstgenommen. Wenn es passte, gab es großes Lob. Es gab aber auch klare Kritik, wenn etwas schieflief. Diese Mentalität hat mich geprägt. Ich bin eigentlich ein deutscher Patriot, der sein Leben auf der Erfahrung und aus dem Wissen toller Menschen aufbauen durfte.
Warum sind Sie jetzt in Kaliningrad?
Meine Frau, die ich 2017 bei einer Studienreise kennengelernt habe, hat in Krasnodar gelebt und sich dort auch wohl gefühlt. Aber da ich beruflich in Russland tätig werden wollte und mein Russisch unzureichend war, war ein Einstieg dort schwierig. Im Geschäftsleben läuft alles auf Russisch, selbst im IT-Bereich spricht man selten Englisch. In Kaliningrad findet man mehr Englisch und Deutsch.
Dort gibt es auch eine kleine deutsche Gemeinde von Pensionären und auch Russen, die sich freuen, deutsch zu sprechen. Auch nach dem 2. Weltkrieg wurde weiter an den Schulen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet – das hat nie aufgehört. Russische Bekannte von mir wollen auch jetzt, dass ihre Kinder Deutsch lernen.
Meine Frau Elena habe ich durch einen Zufall nur aufgrund ihrer Sprachkenntnisse kennengelernt. Ich hatte sie abends in einer Bar mit einer Bekannten verwechselt und auf Deutsch angesprochen, worauf sie mir auf Deutsch geantwortet hat.
Was hat Sie überhaupt nach Russland verschlagen?
Bis 2017 hatte ich überhaupt keinen Bezug zu dem Land. Den Wunsch in Russland zu reisen hatte ich allerdings schon lange. Jetzt bin ich seit 2021 mit einer Russin verheiratet. Aber ich habe mich nicht nur in meine Frau, sondern auch in die Mentalität der Menschen verliebt. Ich habe bereits bei der 1. Reise so viele herzliche, offene und gebildete Menschen kennengelernt. Es war einfach beeindruckend.
In der Reisegruppe von Moskau nach Wladiwostok im Sommer 2017 waren auch viele Russen. In der Transsibirischen Eisenbahn hat man viel Zeit, wir saßen zusammen und tauschten uns aus. Man denkt ja immer, die Meinungsfreiheit in Russland sei schlechter als bei uns. Aber schon damals war es in Deutschland auch schon nicht so weit her damit. Ich habe von unseren Demos – speziell Stuttgart 21 – erzählt, was zu großem Interesse und intensiven Nachfragen bei den russischen Gesprächspartnern führte.
Viele konnten sich nicht vorstellen, wie in Deutschland mit Menschen umgegangen wird, wenn sie gegen den Staat demonstrieren. Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass – wenn man etwas ändern will – seitens des Systems die Schrauben an allen Enden angezogen werden.
Konsequenzen bei systemkritischen Protesten gibt es hier wie dort. Als Demonstrant landet man in Russland eine Nacht in einer Zelle und wird dann mit einem Bußgeld nach Hause geschickt. Bei Stuttgart 21 hat der Staat mit aller Härte durchgegriffen, es wurde bspw. mit Wasserwerfern gezielt auf friedliche Menschen geschossen. Später wurde dies damit gerechtfertigt, dass die Demonstranten Pflastersteine auf Polizisten warfen. Dabei handelte es sich um im Park herumliegende Kastanien. Die Offenheit mit der wir über solche Themen diskutiert haben, hat mich sehr beeindruckt.
Und wie ging es dann weiter?
Elena hat mich im Herbst 2017 in Deutschland besucht und dann einen Deutschkurs gemacht. Sie zog zu mir nach Stuttgart und es ging uns eigentlich sehr gut. Aber mir war es schon länger unangenehm, dass man im engsten Bekanntenkreis nicht mehr normal über gewisse Sachen reden konnte, ohne als rechter Verschwörungstheoretiker zu gelten.
Im Gegensatz zu den Russen, die ich auf der Reise getroffen habe, merkte ich, dass viele Deutsche über kritische Themen nicht reden wollen. Sie wollen einfach glauben, alles ist in Ordnung. Diese Gleichgültigkeit fing m.E. mit der Finanzkrise an. Auch die Ausgrenzung Andersdenkender wurde für mich immer deutlicher. Dann kam 2020 mein Coop-Erlebnis.
Was heißt das?
Vor 25 Jahren wurde bei uns eine Bio-Coop gegründet. Das ist eine nicht-profitorientierte Genossenschaft, die das Ziel hat, gute Lebensmittel vom Hersteller zum Konsumenten zu bringen. Ein Gemüsegroßhändler, der uns von Beginn an beliefert hat – ein konservativer Christ und Mitglied der Grünen – stellte dann aber fest, dass die Grünen, nachdem sie in der Regierung waren, alle Aktivitäten gegen Stuttgart 21 eingestellt hatten. Er hat sich dann Richtung AfD orientiert und wurde innerhalb der Coop sofort in die rechte, ausländerfeindliche Ecke gerückt.
Eine Befragung seiner – mehrheitlich ausländischen – Mitarbeiter machte überdeutlich, dass er genau das NICHT ist. Ein Brief der Mitarbeiter in dem sie ihren Chef, auch für seine Unterstützung in privaten Angelegenheiten, lobten, wurde einfach ignoriert. Er musste einfach ein schlimmer Nazi sein, jenseits aller nachvollziehbaren Fakten. Man beschloss die langjährige Geschäftsbeziehung zu beenden und keine Waren mehr von seiner Firma zu beziehen.
Da wurde mir klar, dass im pseudo-linkspolitischen Spektrum völlige Ideologisierung stattgefunden hatte. Das war nicht mehr das Meine.
Mussten Sie gehen oder sind Sie freiwillig gegangen?
Ich bin freiwillig gegangen, weil ich mich nicht mehr wohlgefühlt habe, aber ich wäre vielleicht auch in schwierige Situationen gekommen, wenn ich in Deutschland geblieben wäre.
Wieso das?
Ich hatte mich nach Stuttgart21 aus dem politischen Aktivismus rausgezogen, nachdem ich einsehen musste: wo das Geld ist, hat man Null Chancen. Aber als es darum ging, den Bau einer offensichtlichen islamistischen Moschee zu verhindern, wurde ich wieder aktiv. Daraufhin wurde meine Adresse im linken Spektrum veröffentlicht. Da einer meiner besten Freunde aus Jugendtagen bei der Antifa war, hatte ich kein gutes Gefühl, was da auf mich zukommen könnte.
Können Sie noch zurück?
Ja klar. Jederzeit. Ich habe keinen Wohnsitz mehr, aber wir fahren immer zu Besuch zu meinen Eltern und zu Freunden. Die meisten Menschen, die wir besuchen, leben eher ländlich. Deutschland ist schön. Viele erzählen jedoch, dass das zwischenmenschliche Klima immer anstrengender wird.
Wie war Ihre Ankunft in Russland – rein organisatorisch?
Es ist schon kompliziert und zog sich in die Länge, weil es die „Aufenthaltserlaubnis für Fachkräfte“ noch nicht gab. Also habe ich die dreijährige Aufenthaltsgenehmigung beantragt, für die man entsprechend viele Dokumente braucht. Aber es verlief vergleichsweise problemlos, wohl auch weil Elena und ich in Deutschland geheiratet haben. Die Gesetze sind streng bzw. genau. Jemand, der passables Russisch spricht, aber kein Experte für Bürokratierussisch ist, hat es nicht leicht. Die einzelnen Stellen kennen ihren Fachbereich sehr gut, wissen aber nicht, was andere Abteilungen machen.
Der Prozess ist klar, grundsätzlich kann ihn jeder bewältigen, aber er ist im Einzelfall eben u.U. ziemlich komplex. Ich hatte von Anfang an die Idee, auch mal anderen zu helfen. Darum habe ich es selbst in Angriff genommen, um mich dann wirklich auszukennen. Gut ist, dass es Gruppen wie Moya Rossia gibt, die den Einwanderungswilligen helfen.
Der große Nachteil der dreijährigen Befristung ist es aber, dass man nur in dem Oblast, in dem man registriert ist, auch arbeiten darf. Das ist in Zeiten der digitalen Arbeit nicht praktikabel. Vom Homeoffice in Sibirien kann man Kunden in Moskau problemlos betreuen.
Russland hat zwar für IT-Fachkräfte geworben, aber es gibt keine vernünftige organisatorische Infrastruktur, um sie in Empfang zu nehmen. Mein Eindruck ist, dass die Bürokratie ein Eigenleben führt. Es scheint niemanden zu geben der sich dafür interessiert die Abläufe leichter zu machen. Und ehrlicherweise muss man sagen: die Migration von nicht russischsprachigen Menschen ist bisher wohl überhaupt nicht vorgesehen. Es ist kaum möglich, Fragen auch mal auf Englisch zu klären.
Welche Art von Aufenthaltsgenehmigung haben Sie?
Jetzt habe ich die dauerhafte Berechtigung in Russland zu leben. Ist man längere Zeit mit einer Befristeten im Land, kann man die Unbefristete beantragen. Das wäre eigentlich ein Leichtes gewesen, aber die deutsche Bürokratie ist dazwischengekommen. Ich habe sieben Monate gebraucht, um ein neues polizeiliches Führungszeugnis mit Apostille zu bekommen.
Wie fühlen Sie sich, ist Kaliningrad jetzt Ihr Zuhause?
Ja, Kaliningrad ist mein Zuhause. Wir wohnen in einem alten deutschen Haus mit zwei Stockwerken. Der Strand hier ist einfach traumhaft. Ich frage mich, warum man auf die Malediven fährt. Die Landschaft ist wunderschön und man tut viel um die alten Kulturgüter zu erhalten. Kants 300. Geburtstag wurde auf einer Konferenz mit 600 Teilnehmern aus aller Herren Länder gefeiert. Russen sind sehr interessiert an Menschen aus anderen Ländern.
Apropos andere Menschen: Wie ist die Haltung gegenüber den Ukrainern, nehmen Sie Hass gegen die Ukraine wahr?
Ich habe einen großen russischen Bekanntenkreis, aber ich habe noch nie ein böses Wort über Ukrainer gehört. Das Äußerste ist, dass Menschen sehr traurig sind, weil die zwischenmenschlichen Verbindungen nicht mehr funktionieren. Was ich immer wieder höre, ist, dass die Ablehnung in Familien immer von der ukrainischen Seite ausgeht und die betroffenen russischen Angehörigen unglücklich darüber sind. Also ich sehe keine Wut, keine Aggression gegen die Menschen in der Ukraine trotz der Toten, die es auch auf russischer Seite gibt.
Wovon leben Sie jetzt?
Ich bin seit 30 Jahren selbstständig und arbeite als IT-ler in freien Projekten. Nachdem ein Datenbank-Anbieter, auf den ich mich spezialisiert hatte, seine Lizenzen in Russland nicht mehr verlängert, bin ich hauptsächlich im Dev-Ops-Bereich tätig. Ich arbeite auch international mit europäischen Kunden. Dank Kryptobörsen bzw. nicht sanktionierten russischen Banken ist ein Geldtransfer ja noch möglich.
Wie lebt es sich in der russischen Enklave von „Feinden“ umgeben? In Kaliningrad wurden ja Atomraketen stationiert – wie fühlt sich das an?
Sehr gut. Mit den Atomraketen passiert hier gar nichts, solange der Westen die Finger davon lässt. Kommt der Westen auf dumme Ideen, betrifft es sowieso uns alle. Hier ist sehr viel Militär, wovon man im Alltag aber nichts sieht. Hin und wieder gibt es Flugübungen. Anfangs des Krieges war das häufiger der Fall, aber jetzt ist in der Stadt nichts mehr zu fühlen. Man merkt nicht, dass das Land im Krieg ist.
An den Grenzen ist das etwas anders. Man wird von polnischen Grenzbeamten bspw. am Schlagbaum lange stehen gelassen, die Grenzabfertigung wird in die Länge gezogen. Als die Sanktionen hochgefahren wurden, hat man den kleinen Grenzverkehr komplizierter gemacht. Man ändert immer wieder kurzfristig Bestimmungen, wir durften zuerst nur noch 300 Euro und kurz später gar keine Euros mehr nach Russland ausführen.
Für Fahrten ins Kernland standen Freunde von mir 10 Stunden an der litauischen Grenze. Sowas hört man immer wieder. Es werden Belege gefordert, Nachweise für Versicherungen. Ob Estland oder Litauen: es ist alles sehr, sehr zeitraubend. Aber solange man nur hier lebt – ohne Kontakte zu unfreundlichen Staaten – merkt man nichts.
Wollen Sie nach Deutschland zurück?
Erst wenn Gesetze und Verfassung das Papier wert sind, auf dem sie stehen, kann ich mir vorstellen, wieder in Deutschland zu leben. Ich habe nichts gegen die BRD – aber das Land wird missbraucht von den Mächtigen.
Das kann ich gut nachvollziehen. Ich bin auch froh, in Österreich zu leben!
Bildquelle Wikimedia
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Nicht mehr im russischen Exil: Gescheitert an der Bürokratie
Es hat schon seinen Grund ,das immer mehr Deutsche die BRD in Richtung Kaliningrader Oblast,das ehemalige Königsberger Gebiet verlassen.Lebenshaltungskosten 25% von den unserigen.Wohnungsmiete ,guter Standart 220-250 Euro.Strom etwa 5 Eurocent.Kleintaxi -Maschrutka/Strassenbahn,40 Cent.Taxi um 3,5-4-Euro im gesamten Stadtbereich.
Diesel 58/64 Cent.Steuern zwischen 13 und 16%
Trotz 27 Millionen Opfer ,die wir ihnen bereiteten ,ist kein Hass gegenüber uns Deutschen nachgeblieben.Wer anständig und respektvoll den heutigen Bewohnern begegnet ,dem öffnet man seine Türen.Dann geben sie dir von ihrem halben Hemd noch ein Stück ab.Ok ,ob man nun direk in KGD leben muss ,ist überlegenswert.Es gibt etwas ausserhalb wunderschöne Ecken.Allein die kurische Nehrung.Kilometerlange Strände,naturbelassen,ohne Fress und Pissbuden.Unfassbare Natur.Jeden Mittwoch findet bei „Zoetler“ in KGD ein sg. Trefftisch statt.Dort treffen sich Deutsche und Russen ,um sich auszutauschen und in noch intakten aussenpolitischen Zeiten ,sah man dort auch den deutschen Konsul.
Und im Gegensatz zu den Aussagen unserer „Wahrheitsmedien“ hat man dort mehr Freiheit und sie sind nicht so obrigkeitshörig ,wie in Deutschland.Trotz Sanktionen,sind die Regale voll in den Supermärkten.Es gibt nichts, was es nicht gibt.Die Menschen dort sind herzlich und gastfreundlich.Auch dort ist nicht jeder mit WWP einverstanden,wie bei uns auch.Auf die Menschen dort allerdings lasse ich nichts kommen.In all den Jahren, gab es nicht einen nennenswerten Vorfall. Grenzabwicklung zu Polen ,ist ein anderes Thema.Zum Schluss möchte ich noch einen Satz nennen,den mir ein guter Freund dort mit auf den Weg gab:
Was wir hier brauchen, sind echte Brückenbauer zwischen Russland und Deutschland und keine Leute, die mit Feuer zündeln….
Ja, Deutschland erlebt eine rasante Talfahrt – nicht nur von den zwischenmenschlichen und den moralisch-ethischen Gesichtspunkten her (denn der Mehrheit der Deutschen kann man einfach alles erzählen, solange es auf RTL oder ARD läuft), sondern natürlich auch von der wirtschaftlichen. Und das Ganze wieder einmal, vorsichtig ausgedrückt, als Spielball der mächtigen Strippenzieher im Hintergrund, die das Land seit Jahrzehnten im Würgegriff haben.
Es ist unschön und vielleicht gelange auch ich an den Punkt, an dem ich mich und meine Familie an einen anderen Ort verfrachte. Russland war schon lange eine Option für mich, wenngleich ich kaum russisch spreche. Aber mit 40 kann man ja noch lernen…. Ich bin davon überzeugt, daß sich das Machtverhältnis Richtung Osten verlagern wird, die USA bald vor ihrer eigenen Haustür kehren und Europa ganz gewaltig Klimmzüge am Brotkasten machen wird.
Danke für diesen Artikel, sehr schöne Eindrücke und ich kann mich mit dem Interviewten in vielerlei Hinsicht identifizieren.
„Ich habe einen großen russischen Bekanntenkreis, aber ich habe noch nie ein böses Wort über Ukrainer gehört.“
Kann ich auch bei vielen Ukrainern bestätigen. Kein Böses Wort über Russen von der arbeitenden ukrainischen Bevölkerung, nur „Schmerzen“ von dieser von außen erzwungenen Spaltung.
Allerdings in den „besseren Kreisen“ der Ukraine folgt man den staatlichen Narrativen eher und profitiert davon.🙃
„ Das kann ich gut nachvollziehen. Ich bin auch froh, in Österreich zu leben!“👉👉👉👉👉 Eine interessante Aussage. Was ist in Österreich besser als in Deutschland ?
An die Corona-Hetzerei, die Restriktionen oder die Politiker können Sie bei dieser Ihrer Aussage nicht gedacht haben…oder doch ?😯
oh doch – die corona-jahre habe ich in A deutlich anders erlebt als in D. ich lebe in A, war aber bis 22 auch in berlin, münchen, leipzig und stuttgart auf demos …
im vergleich zur berliner prügel-polizei sind die österreichischen einsatz-einheiten – wega inklusive – freundlich. ja in wien wurde auch mal gekesselt. aber das man schwangeren in den bauch tritt oder behinderte vom rollstuhl schmeisst, habe ich von A nicht gehört – in D mehrfach und einmal auch beobachtet. es gab einen punkt, da hab ich zu Karl Hilz (R.I.P) gesagt: ich trau mich nicht mehr nach berlin, ich kann nicht so schnell rennen. ich habe eine weile gebraucht, meine angst vor prügelnder polizei wieder los zu werden – selbst hier in A zucke ich innerlich noch zusammen, wenn ich sie sehe.
der „gute deutsche“ ist was einhaltung von regeln deutlich … deutscher – oder um es mal so zu sagen – hier war das alles noch einiges entspannter. viele menschen hier haben die maske zwar auch getragen – aber oft halb unter der nase … österreichisch eben.
ca. die hälfte meines politischen umfelds in D ist inzwischen in Haft, angeklagt, verurteilt oder ausgewandert – dagegen war es in A echt harmlos.
ja – in A gab es die impfpflicht – aber in D kommt JETZT noch ein soldat in den knast, weil er die zwangsimpfung verweigert hat . in A hatte es keine juristischen auswirkungen, die mir bekannt wären
danke frau drescher für ihre sicht auf die dinge in D und A.
Während der Corona-Zeit kamen mir immer wieder diese Worte von Hölderlin in den Sinn:
„Hölderlin, Hyperion (67.Kapitel)
„Es ist ein hartes Wort und dennoch sag ichs, weil es Wahrheit ist: ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesetzte Leute, aber keine Menschen – ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinander liegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande zerrinnt?“
Das Festhalten an sinnlosen Regeln, die Obrigkeitshörigkeit und das Ausschalten des gesunden Menschenverstandes scheinen D schon immer ein Volkssport zu sein.
Medmedia: Einem Hausarzt aus dem Bezirk Ried in Innkreis in Oberösterreich ist behördlich ein vorläufiges Berufsverbot erteilt worden.
Der Standard. STEIERMARK
Arzt aus Bad Aussee wegen Attesten für Maskenbefreiung angeklagt.
Festnahmen, Verletzte – Bilanz der Chaos-Demo in Wien
Eskalation bei den Demonstrationen der Gegner der Corona-Maßnahmen am Samstag in Wien. Chaoten attackierten die Polizei, Steine und Flaschen flogen.
Demo: 621 Anzeigen, fünf Beamte verletzt
In der Wiener Innenstadt haben am Samstag rund 42.000 Menschen gegen die CoV-Maßnahmen demonstriert. Die Polizei zog heute Bilanz: Es kam zu 621 Anzeigen. Fünf Beamte wurden bei Angriffen auf die Polizei verletzt.
Wie groß ist das Problem mit Polizeigewalt in Österreich? ( Video, Diskussion)
Seit dem Sommer häufen sich die Verurteilungen von Polizisten wegen Übergriffen gegen Demonstranten und unrichtiger Zeugenaussagen. Was läuft schief bei der Polizei?
-Juliane Bogner-Strauß, ÖVP-Politikerin, hatte bei einer Veranstaltung im Grazer Schloss St. Martin im Bezug auf ungeimpfte Pflegekräfte die Bezeichnung „Todesengel“ verwendet.
Grüazi, Frau Drescher, auch ich war auf vielen Demos mit den üblichen „Mätzchen“. Späte Demo-Genehmigung, Einkesselungen, ein paar Antifanten usw. Habe mich aber auch mit sehr netten, durchaus verständnisvollen Polizisten unterhalten, wahrscheinlich Rechtsradikale 😂👍. Ich sehe Österreich als die „kleine Schwester Deutschlands“. Was uns hier ereilt, wird zuvor im übersichtlichen Ösi-Land getestet.
Berlin ist ein besonderes Dreckloch. Aber auch dort verlief die Demo zum größten Teil friedlich….wahrscheinlich aus Ermangelung von Personal.😁 👍
Meine Meinung, Sie sehen Ihr Land etwas zu positiv. Denke dabei an den Umgang mit dem großartigen Clemens Arvay.❤️❤️❤️ Ein kritischer Geist der ersten Stunde. Ein herzensguter Mensch.
Letztendlich, schätze ich, sind unsere Ziele identisch. Freiheit in Frieden. LG
Übrigens, 3.August in Berlin ? 👯♂️
An Arnulf : „Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie, als für uns.“
Ebner-Eschenbach.
Meine Erfahrung mit der lichtgrünen Polizei vor allem im Schwarzwald, (6 Monate lang) im Gegensatz zu der sich wie Sadam Soldateska dunkelbblau kleidenden hiesigen, ist eine völlig andere. (Übrigens die Aussage eines Polizeigewerkschafters zur Farbenwahl , „Der Bürger soll sich fürchten“).
In der Nähe von mir als langhaarigen vollbärtiger Radfahrer hatte auch meine Frau ihre negativen Polizeierlebnisse. Alleine, als Lady die sie war, hatte sie nie welche!
Operation Spring, rassistische Übergriffe und so weiter. Ins Verhältnis von 1 zu 10 gesetzt können die Ösipolis, die sich noch dazu selber aburteilen dürfen im letztem EU Amtsgeheimnis Land bei manchem wohl mithalten oder übertreffen!
Noch dazu hatte ich auch beruflich mit den HERRschaften zu tun. Wird geglaubt der Amts zu behandelnde ist ohnmächtig, dann Oha! Ein wirklich mieses Prinzip!
Viele meiner österreichischen Bekannten waren zu unkritisch und haben sich impfen lassen. Da trennt sich die Spreu vom Weizen heute, weil die Geimpften keine andere Meinung mehr zulassen. Ich denke sie sind wohl auf dem Weg in die Demenz…