Bei Ausbildung: Bundeswehr hat Problem mit ukrainischen Nazis

16. Mai 2024von 2 Minuten Lesezeit

Sieben ukrainische Soldaten, die in Deutschland ausgebildet hätten werden sollen, wurden aufgrund von Nazisymbolen zurück geschickt.

In Deutschland werden ukrainische Soldaten für das Schlachtfeld ausgebildet. Dabei kommt es „regelmäßig“ zu Problemen mit Nazisymbolik, die ukrainische Soldaten tragen. Das hat die Bundesregierung in einer Beantwortung einer kleinen Anfrage bestätigt, in sieben Fälle wurden Ukrainer sogar unverzüglich nach Hause geschickt: Wegen deutschfaschistischer Symbolik.

Belehrung über Faschismus

So schreibt die Bundesregierung auf die Anfrage der AfD:

„Im Rahmen der durch die Bundeswehr für die ukrainischen Streitkräfte durchgeführten Ausbildungen wurden sieben derartige Fälle festgestellt. Die Ausbildung der betroffenen ukrainischen Soldaten wurde in Abstimmung mit den ukrainischen Streitkräften sofort beendet und die betroffenen Personen in die Ukraine zurückgeführt. Deutsche Soldatinnen und Soldaten, die im Rahmen der Ausbildungsunterstützung Umgang mit Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte haben, werden regelmäßig bezüglich rechtsextremistischer Symbole belehrt und sensibilisiert. Ukrainische Soldatinnen und Soldaten durchlaufen nach ihrer Ankunft in Deutschland eine Belehrung bezüglich NS-Symbolik.“

Während also die offizielle Staatsmeinung weiterhin ist, dass es „keine Nazis in der Ukraine“ gebe, werden trotzdem alle ukrainischen Soldaten, die in Deutschland ausgebildet werden, einer „Belehrung bezüglich NS-Symbolik“ unterzogen. Klingt nicht so, als würde man glauben, dass es keine Nazis gibt.

Aber ein gröberes Problem sieht man darin nicht, obwohl man regelmäßig gegen Rechtsextremismus auf die Straße geht. Ukrainische Nationalisten würden „den Friedensprozess“ nicht gefährden. Im Gegenteil: „Es ist Russlands Imperialismus, der dem völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zugrunde liegt, und die Sicherheit in Europa bedroht.“

Faschistische ukrainische Gruppen wie der „rechte Sektor“ oder das berüchtigte „Asow-Bataillon“ wären außerdem „nach Kenntnis der Bundesregierung nicht in Deutschland tätig“. Deshalb würde „Betätigungs-/Vereinsverbot, aus welchem sich das Verbot verwendeter Symbole ergeben könnte, nicht in Betracht kommt“, klärt die Ampel über ihr Interesse an echtem Faschismus auf. Einen Widerspruch zu ihrem „Kampf gegen rechts“ in Deutschland sieht die Bundesregierung dabei explizit nicht.

Bild „National Flag of Ukraine and Red and Black Flag of Ukrainian Nationalists in Spain 03“ by Daniel Capilla is licensed under CC BY-SA 4.0.

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9 Kommentare

  1. B.Recht 17. Mai 2024 um 14:13 Uhr - Antworten

    Mich würde interessieren wieviel übersehen wurden, das sind sicher mehr als die Zurückgeschickten. Alles nur Alibiveranstaltungen!

  2. niklant 17. Mai 2024 um 9:11 Uhr - Antworten

    Wird es nicht Peinlich in unserem Land, wenn man eine AFD als Nazis beschimpft und anschließend diese Nazis aus der Ukraine ausbildet? Deutschland ist auf einem Totalitären Weg.

  3. Unglaublich 16. Mai 2024 um 22:07 Uhr - Antworten

    Die Belehrungen und aufklärenden Worte der Deutschen haben die UA umgehend zur Einsicht gebracht

    Vor ihrer Heimreise haben sie sämtliche Tattoos sofort vom Dermatologen entfernen lassen und haben nun eine gänzlich andere Sichtweise

    Bleibt zu hoffen, dass die Ukrainer die Deutschen nicht radikalisieren

  4. therMOnukular 16. Mai 2024 um 21:16 Uhr - Antworten

    Ich nehme an der Kernpunkt dieser „Belehrung“ lautet: zeigt’s es nicht öffentlich, das ist hier verboten und stört die Propagandalinie.

  5. Soulmaster 7 16. Mai 2024 um 17:54 Uhr - Antworten

    Selensky trug 2022 bei seinem Besuch in Isium das Symbol der Waffen-SS.

    • Ökologe 16. Mai 2024 um 19:44 Uhr - Antworten

      Das dürfte so nicht stimmen. Jedenfalls dieser Vorwurf.
      https://www.juedische-allgemeine.de/politik/selenskyjs-totenkopf-aufnaeher-hat-keinen-bezug-zur-nazi-zeit/

      • Petra Göllwarth 17. Mai 2024 um 8:38 Uhr

        Aber wenn Höcke zusammenhanglos „Alles für Deutschland“ von sich gibt, dann schon…… Merke: Es ist nicht wichtig was jemand sagt, oder trägt, sondern wer!

      • Heiko S 17. Mai 2024 um 9:06 Uhr

        Wenn es die Jüdische Allgemeine schreibt, dann ist das fast wie ein Bibelzitat. Darin steht ja auch nur die absolute Wahrheit.

      • I.B. 17. Mai 2024 um 9:09 Uhr

        @Petra Göllwarth
        17. Mai 2024 at 8:38

        So ist es.

        Merkel und der einstmals evangelische Pfarrer und Ex-BP Deutschlands durften auch sagen, dass Deutschland wieder eine größere Rolle in der Welt spielen müsse (als ob das einstmals H nicht ebenfalls gewollt hätte), aber „Alles für Deutschland“ das geht gar nicht, zumindest nicht, wenn das gewisse Personen sagen (wobei ich deren Gedankengut nicht anhänge). „Alles für die Ukraine (und USA)“, auch wenn Deutschland dabei zugrunde ginge, das wäre vermutlich akzeptabel.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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