Führen Verluste in Ukraine und Konflikt mit China zu imperialer Überdehnung der USA?

21. Januar 2023von 5,8 Minuten Lesezeit

Die USA und ihr NATO-Gefolge sind offenbar dabei verschiedenste Waffensysteme an die Ukraine zu liefern. Analysten sehen das eher als Verzweiflungstat an, denn als für die Armee der Ukraine hilfreiche Maßnahme. Die unterschiedlichen Systeme werfen eine Reihe von Problemen auf bezüglich Ausbildung, Logistik und Wartung. All das müsste erst geschaffen werden, was aber Monate dauert. Die Lage insgesamt und die geopolitische Lage könnte sich ebenfalls gegen den Westen gewandelt haben, meinen Analysten.

Einer der meistrespektierten Analysten ist der frühere Geheimdienstoffizier des US Marine Corps Brian Berletic. In einem Video analysiert er die geplanten Waffenlieferungen des Westens und erklärt, warum sie nur geringe Wirkung haben werden. Die alte Ausrüstung der Ukraine aus Sowjetzeiten mit knapp 1000 Panzern, Raketen, Drohnen und Geschützen scheint weitgehend vernichtet oder einfach kaputt geworden zu sein.

Änderungen in der geopolitischen Lage

Noch interessanter sind aber die geopolitischen Folgen der Verluste der Ukraine und die offensichtlichen Probleme in der westlichen Produktion mit dem Tempo der Vernichtung der Waffensystem und dem Verbrauch an Munition Schritt zu halten. Die USA sind nun gezwungen, Munition aus ihren Geheimlagern in Israel und Südkorea an das Kiewer Regime zu liefern.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Welt mit der Auflösung der bipolaren Weltordnung und dem Aufstieg Amerikas zur „einzigen Supermacht“ dramatisch gewandelt. In letzter Zeit hat dieser Prozess eine weitere Wendung genommen: Die unipolare Welt weicht dem Aufstieg der Multipolarität. Auch wenn diese Umgestaltung noch nicht abgeschlossen ist, handelt es sich doch um einen laufenden Prozess, der nur mehr durch ein Ereignis katastrophalen Ausmaßes gestoppt werden kann. Erwartungsgemäß gibt die unipolare Welt nicht auf, und die Vereinigten Staaten, die Hauptträger dieses Systems, das euphemistisch als „regelbasierte Weltordnung“ bezeichnet wird, versuchen ihr Bestes, um das Aufkommen der Multipolarität zu verhindern.

Die neoliberalen Kriegsherren tappen jedoch in dieselbe Falle wie viele andere Imperien vor ihr – imperiale Überdehnung. Dieses Stadium haben die USA vermutlich erreicht, als sie zur einzigen Supermacht wurden und glaubten die ganze Welt beherrschen zu können. Der überstürzte Abzug aus Afghanistan in Vorbereitung auf den Krieg in der Ukraine ist ein starker Beleg dafür. Knapp vor dem Eingreifen Russlands hatte die Ukraine ein Heer mit etwa 150.000 Mann vorbereitet, das dem Donbass die im Minsker Abkommen garantierte Unabhängigkeit entreißen sollte und die Krim erobern.

Seit dem Untergang von Weltreichen in der Antike wissen wir, dass ein ungezügeltes Streben nach globaler Vorherrschaft unweigerlich zur Erschöpfung der Ressourcen führe. Genau das passiert jetzt mit dem politischen Westen unter Führung der USA.

Durch die Gier des Finanzkapitals und der neoliberalen Globalisten nach Extra-Profiten und Ausweitung ihre Macht, wurde die Weltwirtschaft langsam nach Asien verlagert, wobei China die zentrale Rolle in diesem Prozess spielte. Mit der fortschreitenden Auslagerung der Produktionsstätten in Billiglohnländer mit den entstehenden komplexen Lieferketten und hohen Anforderungen an Transportkapazitäten, hat sich der Westen massive Problem in der ebenfalls globalistisch organisierten Militärproduktion geschaffen.

Die Corona Maßnahmen, die dem Ausbau der Herrschaft und der Vernichtung des Mittelstandes dienen sollte, brachte die Lieferketten und Logistiksysteme noch zusätzlich durcheinander. Da hatte man mit den militärischen Abenteuern ind der Ukraine und in Taiwan entweder früher beginnen und Corona auf danach verscchieben sollen, oder noch ein Jahr abwarten bis sich die globalistische Wirtschaft konsolidiert hat. Aber wie Haiphong und Berletic im Video unten analysieren, glaubt man insbesondere beim Konflikt mit China ein sich rasch schließendes Fenster der Gelegenheit (window of opportunity) zu haben.

Am 17. Januar berichtete die New York Times, dass Amerika nun gezwungen ist, Munition aus seinen geheimen Lagerbeständen in Israel an das Kiewer Regime zu liefern, das nun zunehmend auf westliche Waffen angewiesen ist. Da das Pentagon vorhersagt, dass sich Russland in der Endphase der Vorbereitungen für eine Großoffensive befindet, wird die ukrainische Armee Hunderttausende von Artilleriegranaten und andere Waffen benötigen. In dem Bericht heißt es, dass ein Großteil der bisher geheim gehaltenen Bestände bereits nach Europa verschifft wurde und demnächst an das Kiewer Regime übergeben werden soll. Es ist nicht das erste Mal, dass Amerika auf Waffenreserven in Übersee zurückgreift, denn ein ähnliches Lager in Südkorea wird ebenfalls angezapft.

Sowohl Israel als auch Südkorea haben offiziell dementiert, der Ukraine so genannte „tödliche Hilfe“ zukommen zu lassen, was die Sache höchst umstritten macht, da Russland darin einen feindlichen Akt sehen könnte. Dies könnte die geopolitische Lage im Nahen Osten und im asiatisch-pazifischen Raum verkomplizieren, da Israel mit der russischen Präsenz in Syrien konfrontiert ist, während Südkorea häufig auf Moskau angewiesen ist, um die Spannungen mit seinem nuklear bewaffneten nördlichen Nachbarn abzubauen. Die Beteiligung beider Länder an der westlichen Aggression gegen Russland könnte zu einer unkontrollierbaren Eskalation in diesen Gebieten führen, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass Russland Ländern hilft, die es als feindlich betrachtet. Dies wiederum könnte Amerikas Fähigkeiten zur Machtprojektion in beiden Regionen weiter aushöhlen.

Da Amerikas globale Macht schwindet, wird seine Abhängigkeit von regionalen Verbündeten und Satellitenstaaten unweigerlich zu Problemen führen, da diese weniger geneigt sein werden, dem Diktat Washingtons blindlings zu folgen. Israel, Südkorea und andere werden versuchen, schlechte Beziehungen zu Moskau und Peking zu vermeiden, während die Europäische Union immer zu langsam sein wird, um in den meisten wichtigen Fragen einen Konsens zu finden. Extremistische Regime wie die in der Ukraine und nichtstaatliche Akteure (d.h. zahlreiche von USA und NATO unterstützte Terrorgruppen) werden immer schwieriger zu kontrollieren sein und immer mehr Ressourcen benötigen, was die imperiale Überforderung der USA weiter verschärft.

Ein Beispiel dafür ist die Aktivierung Japans die als fernöstliche Militärmacht die USA im Kampf gegen China unterstützen soll. Das hat kürzlich ein hoher US-Militär ganz offen zugegeben. Der Oberbefehlshaber des US Marine Corps für Japan, Generalleutnant James Bierman, ist der Meinung, dass es „zahlreiche Parallelen“ zwischen der Ukraine und Taiwan gibt, und räumt ein, dass die USA ein „Anti-China-Theater“ vorbereiten, indem sie die Koordination mit ihren regionalen Satellitenstaaten verstärken.

Das alles und mehr bespricht Brian berletic mit dem unabhängigen US-Journalsiten Danny Haiphong, dem Host von The Left Lens:

Titelbild: Dirk Vorderstraße from Hamm, Deutschland, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

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17 Kommentare

  1. Hasdrubal 22. Januar 2023 at 3:42Antworten

    Der Krieg wird für krumme Geschäfte westlicher Oligarchen geführt. Zum Beispiel soll die traditionelle Landwirtschaft unter Öko-Vorwänden zerstört werden, damit echte Lebensmittel viel teurer werden und die Leute industriell verarbeitete Insekten essen müssen – auch TKP berichtete darüber. Gäbe es genügend Aufklärung, wer würde noch für das Woke Imperium kämpfen wollen?

  2. Jan 22. Januar 2023 at 2:59Antworten

    Der Schlüssel ist der Zusammenbruch des US-Frackings 2019. Dafür gibt es geologische und finanzielle Gründe. Die USA müssen also auf die Weltbühne zurück und dafür sorgen, dass die Ölländer das knappe Gut auf den ‚freien Märkten‘ verticken und nicht nur ihren Freunden, siehe BRICSS.

    Der Westen hat die Ölmangellage noch nicht verstanden. UK hat kein Öl mehr und wird daher nicht an glorreiche Zeiten anschließen können. Deutschland hat keine Steinkohle mehr. Österreich hat kein Öl mehr, die OMV steigt aus dem Ölgeschäft aus. Daher kann Putin überhaupt erst machen, was er will.

  3. Dr. No 21. Januar 2023 at 11:46Antworten

    Die USA können keine kostenlosen Waffen an der Ukraine liefern, die Europäer müssen sie ja bezahlen, wenn wir in Europa souveräne Regierungen und mündige Bürger hätten wäre dieser Krieg längst Geschichte. Es soll sich jedoch keiner wundern wenn der Krieg weiter um sich greift, denn Krieg ist auch ein Grund warum ein Staat seine Anleihen/Schulden nicht mehr zurückzahlen muss und davon sind sowohl die USA als auch Europa betroffen. Das wäre dann der letzte Nagel im Sarg des jetzigen Währungssystem, das sie ja so wieso zerstören wollen. Das Ziel der USA ist lediglich die Fortsetzung der Herrschaft ihrer Währung AUCH im neuen digitalen System, dafür sorgen sie jetzt für eine radikale Plünderung der Konkurrenten Währungen inklusive diese von ihren Alliierten. Ob das wirklich ein echter Krieg zwischen Russland und der NATO sein wird oder einer wie dieser in Syrien, hängt davon ab, ob/wie weit Russland selbst in diesem Plan gebunden ist.

    • wr 21. Januar 2023 at 15:41Antworten

      Jeder Schuldner muss letztendlich erst dann seine Kreditschulden zurückzahlen, wenn der Gläubiger sie zurückhaben muss, weil er ansonsten selber pleite geht (z.B. auch deswegen, weil er gleichzeitig keine neuen Kredite gewährt bekommt). Eine Staatsbank (ob in Privatbesitz – FED z.B. – oder nicht) kann hingegen soviel Geld (heutzutage hauptsächlich mittels Bits/Bytes) aus dem Nichts erschaffen, wie es braucht, um das (innerstaatliche sowie länderübergreifende) Geld-System nicht kollabieren zu lassen. Denn keiner der „kleineren“ Akteure (Konzerne/Monopole ohne Geld-Druck-Lizenz) hat ein ernsthaftes Interesse daran, das globale Geld-System zurammenbrechen zu lassen. Und deswegen wird auch alles dafür getan, die bedeutenden Ökonomien (einige Staaten/Monopole z.B.) aufrechtzuerhalten, um keinen Dominoeffekt zu riskieren. Die erfundenen Gelder der Staats-(Noten-)banken sind aber im Grunde genommen auch nur Kredite, und zwar Kredite der ökonomischen Wirklichkeit (von ihr geborgtes Geld sozusagen), was irgendwann in der Zukunft wieder reingewirtschaftet werden muss, damit das „erfundene“ Geld nicht seinen Wert verliert. Erwirtschaften wird es natürlich dann fast nur der kleine Mann und diesen Kredit dann mittels Steuern zurückzahlen – wann, ist dabei letztendlich scheiß egal. Geld ist nur ein Tauschmittel für materielle Güter. Es braucht also letztendlich den materiellen Gegenwert. Geld ist, lapidar gesagt, nichts wert, wenn man sich dafür nichts kaufen kann. Der feine und letztendlichst entscheidende Unterschied zw. einer staatlichen und einer privaten Notenbank besteht darin, dass die private sich nicht nur um die Stabilität des Geldsystems kümmern muss, sondern eben auch noch um ihre anderen Privatbeteiligungen, was nun mal durchaus – je nach gesamtwirtschaftlicher Lage – zu Interessenskonflikten führen kann (s. Weltwirtschaftskrise des letzten Jahrhunderst). Eine reine Privat-Notenbank macht keinen Sinn, denn wofür sollte sie diesen Job denn machen? Weil sie Jesus höchstpersönlich ist (also aus nächstenliebender Selbstlosigkeit heraus)? Im Grunde genommen hat sich das profit-/konkurrenzbasierte kapitalistische System zu Tode rationalisiert – es verhungert gesamtsystemisch an mangelndem Profit. Deswegen auch der Zwist um Russland/China – Russland hat Grundstoffressourcen ohne Ende und China das riesige Menschen-, und daher auch Wirtschaftspotential (ohne Menschen und Ressourcen keine Wirtschaft, mittels welcher sich Profit generieren lässt). Beide Länder sind sozusagen das Einzigste, mit welchem sich heutzutage auf dieser Welt noch ausreichende Profite generieren lassen. Die USA (und ihre kleinen Kompagnons GB/Kanada/Australien/Neuseeland) wollen sozusagen unter Opferung der EU (insbesondere Deutschlands, damit es sich wirtschaftlich nicht mit Russland zusammentut) und anderer Länder (wie Japan, Südkorea usw.usf.) beiden das Geschäft nicht nur verderben, sondern es ihnen regelrecht wegnehmen (Notfalls mit Gewalt) – dumm nur, dass der Wladi und sein schlitzäugiger Kumpel in Fernost selber die großen Keulen (Atommwaffen) haben. Aber selbst wenn sie sie nicht hätten: es würde letztendlich dauerhaft nichts am Grundproblem des mangelnden Profites überhaupt ändern, sondern nur die unweigerliche Systemgalgenfrist verlängern. Wenn die Produktion von Waren nun mal mittlerweile aufgrund der Rationalisierung (Maschinen, Technologien etc.) nur noch so wenig Zeit verbraucht wie heutzutage, dass selbst die Mehrackereien der Lohnsklaven (Mehrwert) das nicht mehr ausgleichen können, dann ist nun mal das Ende der Fahnenstange dieses Systems erreicht – und genau das ist momentan der Fall und wird sich auch nicht mehr ändern. Denn eine Ware (ein künstlich hergestelltes Ding also – etwas, was in der Natur ohne menschliche Mithilfe nicht von alleine an Bäumen hängt, wo man es nur abzupflücken braucht, wenn man es benötigt) kann man aufgrund des Konkurrenzprinzips nun mal nur so teuer verkaufen, wie man (gesellschaftlich akzeptiert) zu ihrer Herstellung an Zeit/Ressourcen/Aufwand benötigt, und für mehr eben nicht (sonst kauft sie nämlich jeder beim anderen, der weniger dafür verlangt). Das ist so banal, dass das selbst ein KG-Kind ganz von alleine intuitiv begreifen kann und auch begreift. Nur die Bosse wollen es nicht wahrhaben, weil sie Angst vor ihrem Untergang haben, vor welchem sie sich selbst mit der Atombombe zu retten versuchen werden. Es sei denn, die Herrscher dieser Welt – also die Produktionsmittelbesitzenden – sorgen für einen globalen Gedächtnisverlust, so dass die Menschheit wieder mit der Erfindung des Rades von vorne anfangen muss (wovon aber wohl nicht auszugehen sein wird) und dann das Profiträdchen sich wieder von vorne anfangen kann zu drehen. Wunschdenken, mehr nicht … .

    • Devi 21. Januar 2023 at 16:52Antworten

      „wenn wir in Europa souveräne Regierungen und mündige Bürger hätten wäre dieser Krieg längst Geschichte.“

      Won da Won ned wa, don wa de Pfonn ned la.

    • Jan 22. Januar 2023 at 3:37Antworten

      Öl/Gas oder Energie ist der limitierende Faktor der Wirtschaftsentwicklung.

      Womit will der Westen Waffen bauen und Panzer betreiben?

      Einen großen konventionellen Krieg kann die NATO, deren Staaten die Bürger nicht mehr mit Energie zum heizen der Wohnungen versorgen können, nicht mehr führen.

      Den großen Vorteil des Petrodollars haben die USA investiert, um die Ölstaaten zu zwingen, Öl auf den ‚freien Märkten‘ zu verkaufen, anstelle an ihre Freunde, siehe BRICSS, die zusätzlich systemisch Vorteile bieten, zB Verteidigung.

      Wenn der Westen aber nicht mehr kaufen kann, wird es auch mit den BRICSS nichts.

      Das große Problem ist das Öl. Das Finanzsystem dient der Umverteilung und ungesicherten Versprechungen auf Leistungen in der Zukunft.

      Ein Währungsraum kann nur verteilen, was produziert wird. Und da weltweit die Ölproduktion zurückgeht, wird das die Wirtschaft begrenzen und damit jenes, was umverteilt werden kann.

      Wenn wir aber weniger umverteilen können, können wir auch nur weniger in steigende Kosten der Ölförderung investieren. Ein Teufelskreis nach unten!

      Einen konventionellen Krieg wird es also nicht mehr geben, es sei denn man zählt die Scharmützel in ua der Ukraine dazu. Nuklear- und Biowaffen allerdings sind noch nicht aus der Gefahrenzone.

  4. Frank D. 21. Januar 2023 at 10:42Antworten

    Exakt. Und die westlichen Waffenbestände sind nahezu erschöpft, bei fehlender industrieller Basis.

    Irgendwo wurde geschätzt, dass die USA sieben Jahre brauchen würden, um ihre Bestände aufzufüllen. Die europäischen Armeen haben i.d.R. Munition für zwei Tage (Bundeswehr) bis max. zwei Wochen (GB) (mEn). Bzgl Waffensysteme – das Verhältnis russischer zu ukrainischer Artillerie liegt in der Ukraine bis zu 9:1, trotz westlicher Hilfe. Gleiches gilt fur Verluste. Die Niederlage der Ukraine ist dh unvermeidbar. Mit entsprechenden Konsequenzen für die Nato.

    Dazu kommt, dass der Westen auf wesentliche Ressourcenvorkommen keinen Zugriff mehr hat – China und Russland. Desweiteren wendet sich Arabien China und Russland zu (PetrolYuan).

    Sehr schön haben dies ja die Inder (mind your own business!) und Araber gezeigt (Nein, kein Preisnachlass!). Saudi-Arabien möchte bspw der BRICS+ beitreten, etc.

    Durch den US-amerikanischen Wirtschaftskrieg gegen die EU (Inflation Reduktion Act) sowie der NATO-Sprengung der NS-Pipelines, wird die hiesige verbliebene industrielle Basis wegbrechen. Zudem, durch das dummdreiste Agieren von Baerbock, van der Leyen und Merkel (Minsk2 Täuschung) ist ’schland für längere Zeit auch kein glaubwürdiger Partner mehr für Russland. Die Konsequenzen für die EU sind offensichtlich.

    Die amerikanische Dominanz und der Westen sind damit Geschichte. Nicht zuletzt durch die gezielte „Migration“ (dh Islamisierung) nach Europa. Sie wissen es nur noch nicht. Und unsere Politiker sind realiter zu dumm, um es zu verstehen.

    Das schlimme ist, dass die Ukraine im April 21 zu einem Waffenstillstand bereit war (inkl Rückzug der russischen Truppen). BoJo, aka der Wertewesten, hat dies aber verhindert. Die Menschen, die seit dem verstorben oder verletzt sind, liegen damit in der Verantwortung des Westens.

    Bzgl kompetenter Militäranalysen wäre noch Col. Douglas MacGregor (YT) zu erwähnen. Oder Larry Johnson, Ex-CIA (Sonar Blog). Sehr schön auch das Interview mit Gen. a. D. Kujat im Overton Magazin.

    • Fritz Madersbacher 21. Januar 2023 at 11:46Antworten

      @Frank D.
      21. Januar 2023 at 10:42
      Gen. a. D. Kujat – ein kluger, besonnener Mensch, ein Gegenpol zur verrückten deutschen Kriegsjournaille und den von ihr bevorzugten minderbemittelten politischen Figuren …

  5. Namor 21. Januar 2023 at 10:34Antworten

    Wenn es in der New York Times steht, dann würde es freigegeben. Für ganz unbedarfte kann „Media Control“ von Chomsky empfohlen werden.

    Die multipolare Ordnung kling sehr sympathisch. Der Vorteil der Angelsachsen ist aber, dass sie verlässlich sind, Saudi, Japan, Südkorea, etc. Der größte Vorteil aber ist, dass sie territorial gesättigt, vorallem aber, nicht abgrenzend sind. Ausser Mexiko und „russisch Kamtschatka“ Grenz nichts an die Angelsachsen.

    Deshalb konnte und kann sich auch Europa nicht unter einem eigenen Hegemon entwickeln, weil man über die Zeit assimiliert werden würde. Die USA bieten Sicherheit (militärisch und Handel/Rohstoffe) und tertoriale Souveränität.

    • Jan 22. Januar 2023 at 3:43Antworten

      Der Hegemon Europas ist Deutschland mit einer Marionettenregierung der Amerikaner. Was soll sich da entwickeln?

      Briten, Franzosen, Italiener und Deutsche haben kein Öl, die Spanier ein wenig aus Libyen, brauchen aber Touristen aus Deutschland, und alle anderen sind zu klein.

  6. Fritz Madersbacher 21. Januar 2023 at 10:21Antworten

    „Führen Verluste in Ukraine und Konflikt mit China zu imperialer Überdehnung der USA?“
    „Überdehnung“, oder – der Sprache der Technik entlehnt – ‚fatigue‘ („Ermüdung“) beschreibt recht gut den Niedergang und „Rückbau“ imperialistischer Mächte durch den Widerstand, den sie zwangsläufig mit ihrer Herrschaft erzeugen. Gute Beispiele dafür lieferten das Imperium Romanum, in jüngerer Zeit die verschiedenen Kolonialreiche (Spanien, Portugal, Frankreich), das British Empire, die „Deutschen Reiche“, und eben jetzt die (laut Eigeneinschätzung) „exzeptionelle“ „einzig(artig)e Supermacht“ USA.
    „My name is Ozymandias, King of Kings;
    Look on my Works, ye Mighty, and despair!
    Nothing beside remains. Round the decay
    Of that colossal Wreck, boundless and bare
    The lone and level sands stretch far away.”
    (Percy Bysshe Shelley, 1817)
    Der nächste Ozymandias fällt in Scherben, ‚wages war‘ vorher wie seine Vorgänger, um sich seinem unvermeidlichen Zerfall (Verfall) entgegenzustemmen – und wird dasselbe Ende finden. Und seine Vasallen, z.B. in Europa? Der Artikel beschreibt treffend die internationale Lage und die Eventualitäten, die in ihr „schlummern“, nicht zuletzt beschleunigt durch die infame „Pandemie“-Inszenierung …

    • Jan 22. Januar 2023 at 3:51Antworten

      „Widwrstand, den sie durch Herrschaft erzeugen…“

      Steile These! Ist das Österreichische Geschichtswissenschaft?

      Ich würde denken, Übernutzung von Ressourcen führt zu fallenden Reichen, siehe Peter Turchin. Hitler hat Pferde nach Stalingrad geschickt, als ihm das Öl ausging.

  7. 1150 21. Januar 2023 at 10:08Antworten

    das mafiakonstrukt usa ist am ende und sie wissen es, nur ihre minderbemittelten vasallenjockeys in der nato und eu glauben noch immer, auf einem favoriten zu sitzen.
    das einzig unberechenbare ist, ob sie sich in ihrer verzweiflung zu einem nerobefehl hinreissen lassen werden.

  8. Reinhard 21. Januar 2023 at 9:56Antworten

    Wieso China, USA, Überdehnung? Die ist doch ein lokaler Konflikt zwischen Russland und der Ukraine.

    Kleiner Scherz. Muss auch mal sein.

    • I.B. 21. Januar 2023 at 10:13Antworten

      Und England und Polen haben damit auch rein gar nichts zu tun. Beide Staaten sind vollkommene Unschuldslämmer.
      Ebenfalls Scherz.

      • 1150 21. Januar 2023 at 10:31

        zu den polen bemerkte einst churchill, sie seien die hyänen europas.

      • PALLA Manfred 21. Januar 2023 at 17:37

        @I.B. et al. – zu England und bes. zu den Polen ein aktueller Artikel auf „anderweltonline.com“ mit dem Titel: > „Polens unrühmliche Rolle in der Weltgeschichte“ < !!! – Autor P. Haisenko (Ex-Pilot/Verleger) hat MIR bereits mit > „Die BRD finanziert die US-Kriegsmaschine“ < und > „Welche Rolle spielt die jüdische Komponente im Ukraine-Konflikt“ < NICHT n u r beide AUGEN geöffnet !!! ;-)

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