US-Militär weltweit größter Verursacher von Klima- und Umweltschäden

5. September 2022von 5,2 Minuten Lesezeit

Die jetzige US-Regierung sieht sich gerne als Retter des Klimas und der Umwelt. Allerdings tragen die Aktivitäten durch das US-Militär erheblich zu Umweltverschmutzung und Klimawandel bei. Wäre es ein Nationalstaat, stünde es an 47. Stelle der größten Emittenten weltweit. Ihre Nachlässigkeit, ihre Atomtests und ihre Missachtung des menschlichen Lebens haben enorme Umweltkosten verursacht.

Das US-Militär hatte gegen Ende 2021kürzlich einen Bericht veröffentlicht, in dem steigende Temperaturen konstatiert werden, die die Welt mit „häufigeren, intensiveren und unvorhersehbaren extremen Wetterbedingungen, die durch den Klimawandel verursacht werden„, „umgestalten“, versäumte es aber, den Beitrag der eignen militärischen Aktivitäten zum Klimawandel zu analysieren.

Schon früher war dokumentiert worden, wie gefährlich die Beiträge des US-Militärs zum Klimawandel sind. In einem 2019 veröffentlichten Bericht der Universitäten Durham und Lancaster wurde festgestellt, dass das US-Militär „einer der größten Klimasünder der Geschichte ist, der mehr flüssige Brennstoffe verbraucht und mehr CO2 (Kohlendioxidäquivalent) ausstößt als die meisten Länder“. Wäre das US-Militär ein Nationalstaat, stünde es an 47. Stelle der größten Treibhausgasemittenten der Welt. Diese Zahlen beziehen sich allein auf die Emissionen aus dem Kraftstoffverbrauch.

Das US-Militär verfügt über eine weltweite riesige Infrastruktur und stützt sich auf ein ausgedehntes globales Netz von Lastwagen, Frachtflugzeugen und Containerschiffen, um seine Operationen zu versorgen.

Die Erfassung von Daten über die US-Streitkräfte kann schwierig sein. Mit ihrer Entscheidung, sich aus dem Kyoto-Protokoll von 1997 zurückzuziehen, sind die USA von der Berichterstattung über ihre militärischen Emissionen befreit. Statistiken über die fahrlässigen Handlungen der US-Streitkräfte können jedoch über lokale Nachrichtenorganisationen, NRO, Lobbyisten und Anträge auf Informationsfreiheit eingeholt werden, wie earth.org berichtete.

Luftverschmutzung durch das US-Militär

Das US-Militär trägt ständig zur Vergrößerung des Kohlenstoff-Fußabdrucks bei, unter dem unser Planet leidet.

In Minden, LA, wurde festgestellt, dass das Militär mehrmals täglich Sprengstoff und Munitionsabfälle verbrennt, ohne dass Maßnahmen zur Kontrolle der Umweltemissionen ergriffen wurden. Die Anwohner beschwerten sich, so dass das Militär die Verbrennung dieser giftigen Stoffe nach Colfax, LA, verlegte.

Geschätzte Kohlendioxidemissionen im Jahr 2017 (Millionen Tonnen). Bild von: Forbes/Statista

Im Jahr 2017 kaufte die US-Luftwaffe Brennstoffe im Wert von 4,9 Mrd. USD, die Marine 2,8 Mrd. USD, die Army 947 Mio. USD und die Marines 36 Mio. USD. Außerdem wurde festgestellt, dass das US-Militär täglich 269.230 Barrel Öl gekauft und mehr als 25.000 Kilotonnen Kohlendioxid ausgestoßen hat.

Diese beiden Beispiele sind keine Ausnahmen. Das Cost of Wars Project stellte fest, dass die Umweltverschmutzung durch das US-Militär für 1,2 Milliarden Tonnen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, was 257 Millionen Personenkraftwagen pro Jahr entspricht. Dieser erstaunliche Ausstoß war höher als die Emissionen ganzer Länder wie Schweden, Marokko und der Schweiz.

Der von der Universität Durham und Lancaster veröffentlichte Bericht war eine unabhängige öffentliche Bewertung der Treibhausgasemissionen des US-Militärs und berechnete die Umweltverschmutzung durch das US-Militär anhand einer kritischen Analyse seiner logistischen Lieferketten in der ganzen Welt. Die Studie belegt, dass das US-Militär einer der weltweit größten institutionellen Verbraucher von Kohlenwasserstoffen ist.

Landverschmutzung durch das US-Militär

Zwei der erschütterndsten Fälle von Umweltverschmutzung durch das US-Militär waren die Atomwaffentests auf den Marshallinseln und im Navajo-Indianerreservat.

Von 1946 bis 1958 testeten die Vereinigten Staaten 67 Atomwaffen in der heutigen Republik der Marshallinseln. Diese Waffentests wurden mit der 1.000-fachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe gleichgesetzt, und der Fallout aus den Tests hatte die größten Auswirkungen auf vier nördliche Atolle: Enewetak, Bikini, Rongelap und Utrok, die alle aufgrund der von den Tests ausgehenden Strahlung evakuiert wurden. Strahlenvergiftungen, Geburtsfehler, Leukämie, Schilddrüsenkrebs und andere Krebsarten sind nur einige der schädlichen, lebensbedrohlichen Folgen, die die Bewohner dieser Inseln mehr als 75 Jahre später erleben.

Amerikanische Intervention und Kriege

Abgesehen von ihrem zerstörerischen Beitrag zum Klimawandel haben die Kriege der USA verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Bevölkerung der Länder, in denen sie intervenieren. Eines der jüngsten Beispiele für die schädliche Umweltbilanz der USA ist vielleicht die Intervention im Irak. Die irakische Wirtschaft leidet enorm, da das Land aufgrund der Versteppung von 90 % des irakischen Territoriums nun gezwungen ist, mehr als 80 % seiner Nahrungsmittel zu importieren. Außerdem ist die Politik der USA fahrlässig und missachtet die Sicherheit ihrer Soldaten und der irakischen Bevölkerung. Brandgruben unter freiem Himmel, die während der Invasion im Jahr 2003 zur Entsorgung von Abfällen verwendet wurden, haben bei den Betroffenen zu Krebserkrankungen geführt, und das abgereicherte Uran, das aus dem Golfkrieg übrig geblieben ist, stellt immer noch eine große Umweltbelastung dar.

Die Ironie besteht darin, dass ein großer Teil der US-Interventionen darauf zurückzuführen ist, dass amerikanische Unternehmen ihren Zugang zu Öl und anderen fossilen Brennstoffen schützen wollen. Die Abhängigkeit vom Öl als einen der treibenden Faktoren für die starke militärische Präsenz der USA in vielen Teilen des Nahen Ostens.

Diese Interventionen sind nicht nur mit hohen Kosten für das Leben, sondern auch für die Umwelt verbunden. Das Cost of Wars Project schätzt die Gesamtemissionen durch kriegsbedingte Aktivitäten im Irak, in Afghanistan, Pakistan und Syrien auf mehr als 400 Millionen Tonnen Kohlendioxid allein.

Eine Flüchtlingskrise nach einem Krieg ist unvermeidlich, und dies ist eine weitere gefährliche Folge der amerikanischen Interventionen. Eine Flut von Migranten aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Mittelamerika versucht, nach Europa und in die USA zu fliehen, und leider haben sowohl Europa als auch die USA darauf mit einer Verschärfung ihrer Grenzen und einer Verstärkung ihrer militärischen Aktivitäten reagiert. Darüber hinaus stehen Flüchtlinge und Binnenvertriebene „an vorderster Front“ der Klimakatastrophe und sind die am stärksten gefährdeten Menschen, die wahrscheinlich unverhältnismäßig stark betroffen sein werden, wie das UN-Flüchtlingswerk (UNHRC) berichtet.

Bild von WikiImages auf Pixabay

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28 Kommentare

  1. Dr. med. Veronika Rampold 5. September 2022 at 17:45Antworten

    Solange noch „moderne“ technische Vernichtungs-Kriege geführt werden, kommt man sich fast blöd vor, die Umwelt schützen zu wollen. Da pflanzt man Bäume, hegt Teiche und Bäche, filtert Abgase, trennt Müll – und dann kommen so n paar sch…-panzer oder -bomber, produzieren verbrannte Erde und alles ist hin. Auch der Effekt der friedlichen Tätigkeiten auf das Klima. Panzer, Bomber, Bomben und Geschosse erzeugen nämlich massenhaft klimaschädliche Emissionen. Da könnten alle Menschen guten Willens der Welt entsagen, zu Fuß gehn, von Pflanzenkost und in Laubhütten leben und gebrauchte Kleider tragen, und selbst wenns eine ganze Milliarde wäre, ein Siebtel der Weltbevölkerung, könnte dieses Opfer den Schaden nicht wettmachen, den ein Weltkrieg verursachen würde…
    Krieg dem Kriege! Wir können uns aufm ausgelasteten Raumschiff Erde keinen Krieg mehr LEISTEN!!!

    • Andreas I. 7. September 2022 at 10:33Antworten

      Hallo,
      selbst wenn nicht geschossen wird, alleine der Ressourccenverbrauch für die Herstellung der Waffen und die Logistik sind enorm.
      Gerade beim USA-Militär, denn das hat 600+ Stützpunkte außerhalb von USA weltweit und entsprechend umfangreich ist die Logistik.

  2. Mia 5. September 2022 at 16:36Antworten

    „US-Militär weltweit größter Verursacher von Klima- und Umweltschäden“
    Wem soll denn bitte diese Artikelüberschrift überzeugen. Dummies ?
    Der CO2 Ausstoß in China lag 2017 bei 10,2 Milliarden Tonnen
    Dagenen ist doch der Ausstoß der US Army mit 59 Millionen Tonnen fast schon „nichts“

    • rudi & Maria fluegl 5. September 2022 at 17:45Antworten

      Die Bände Physik für Dummies, Mathe für Dummies bringen etwas. Sinnerfülltes Lesen für Dummies fehlt noch.
      US Militär-China Militär-Germanomilitär-Ösimilitär-VatikannauchmitHellebardenmilitär–Mammamiamilitär?
      An wievielter Stelle dann die letzte Stelle zu stehen kommt? Hauptsache sie kommt zum stehen!
      Aber sie steht eh schon an zu vielen Stellen!
      Rudi Fluegl

    • Lutz Pietrusky 6. September 2022 at 19:53Antworten

      Während des Zweiten Golfkrieges (Erster Irakkrieg 1990-1991) regnete es beim sommerlichen  Gewitter in Budapest (Ungarn)  Ruß- oder Öl-Reste der Ölbrände herab. Unsere Kleidung wurde zum Teil dauerhaft verschmutzt. Jahre später war bekannt, dass der Irak (evl. auch Kuweit) u.a. mit Uranmunition bzw. nuklearem Nanostaub terrorisiert wurden. Im zweiten Golfkrieg lösten diese Partikel (für Milliarden Jahre todbringend) sogar in britischen Laboren radioaktiven Alarm aus, was damals vom Mainstream ebenso unterschlagen wude – wie die vorsätzliche Uranverseuchung der Welt und bis heute nahezu jede politische Realität. Sie widmeten sich der Aufklärung dieser Verbrechen:  http://www.ochoa-wagner-produktion.de/seite_frieder/

    • Andreas I. 7. September 2022 at 10:43Antworten

      @ Mia Hallo,
      was den CO²-Ausstoß angeht, steht gleich in der Einleitung des Artikels: „Wäre es ein Nationalstaat, stünde es an 47. Stelle der größten Emittenten weltweit.“
      Es kommen aber noch andere (m.E. ernstere) Umweltschäden dazu, vor allem radioaktive Verseuchung und da war und ist das USA-Militär führend.

  3. Carlo 5. September 2022 at 14:05Antworten

    gerne als Retter des Klimas und der Umwelt und tun das Gegenteil. Das habe ich gern, wenn viel geredet wird über Klimaschutz und im gleichen Atemzug Bombardieren sie immer wieder den größte Disaster in die Luft.
    Da kann doch da oben nichts mehr richtig fuktionieren.

  4. Charly1 5. September 2022 at 13:56Antworten

    Alle Armeen dieser Welt sind die größten Umweltverschmutzer, zu Luft, Wasser und Land!!!
    Aber darüber darf man nicht sagen!!!

  5. rudi & Maria fluegl 5. September 2022 at 13:35Antworten

    Heiko@
    Es freut einem wirklich immer wieder zu hören, dass die Menschheit zu ohnmächtig ist um in ein paar hundert Jahren durch Abholzung, Verbrauch von in Jahrmillionen entstandenen fossilen Stoffen, Bodenversiegelung und noch vielen Kleinigkeiten, sich in den Auswirkungen mit einem Tambora, mit Krakatau und eingeschlagenen Himmelskörpern, zu messen um natürlichen Abläufe etwas zu beschleunigen.
    Die konnten es jedenfalls in kürzesten Zeiträumen! „herrliche “ Natur eben!
    Dass die Gier und Zauberlehrlingsmentalität nunmehr von ihrer grenzenlosen Hybris kurzfristig mit allen Mitteln ablenkt und daher in Monaten forciert, was seit 50 Jahren weltüberspannend beobachtet wird, steht auf einem anderen Blatt.
    Und dass Prognosen sich nicht bewahrheiten auch. Aber damit gleich Unbeeinflussbarkeit zu konstatieren?
    Biologische Systeme haben übrigens die Eigenschaft auch plötzlich zu kollabieren.
    Unabhängig von linearer Einflussnahme.
    Zu den Unabwägbarkeiten ein wie üblich, blödes Beispiel.
    Eine Annahme der Mehrheit von Wissenschaftlern. Erderwärmung, Polkappen schmelzen,
    der Meeresspiegel steigt!
    Dazu die Beobachtung. Schneefall kaum unter minus 5°C. Eine weitere Beobachtung: die Linien mit Möglichkeit zum Schneefall verlagern sich mehr über Land. Wasser wird mehr in Schnee und Eis gebunden. Der Meeresspiegel fällt!
    Da gäbe es viele Beispiele dieser Art.
    Und keines besagt, die Menschheit hätte die Zukunft im Griff!
    So wenig wie besagt wird, was die Zunft der Zauberlehrlinge so anstellt ist Sch…egal!
    Weder kurzfristig und langfristig schon gar nicht!
    Und Trumpianer oder Bidensche wären überhaupt am besten bei ihrem Geschlechtszeichen, dem Mars, der auch Zeichen des Krieges ist, aufgehoben!

  6. Andreas I. 5. September 2022 at 11:14Antworten

    Hallo,
    CO² macht mir noch am wenigsten Sorgen (und wenn es darum ginge, dann Steppen und Wüsten rekultivieren, hier bei uns Aufforsten statt immer mehr Autobahnen und Gewerbegebiete und Shoppingcenter).
    Aber abgereichertes Uran; die Geschosse, die das Ziel treffen, entzünden sich dabei selbst, daher kommt ein Teil der panzerbrechenden Wirkung, das Problem ist, dass Nanopartikel-Staub übrigbleibt. Radioaktiver Nanopartikel-Staub. Halbwertzeit 4 Millionen Jahre.
    Die Geschosse, die das Ziel nicht trafen und im Boden stecken, die könnten aus dem Boden entfernt werden, aber der Nanopartikel-Staub lässt sich nicht nur nicht einsammeln, er verteilt sich auch überall hin, mit dem Wind.

  7. Maximilian 5. September 2022 at 10:22Antworten

    Gähn. Alles nur nicht die Massentierhaltung, gell?

    • Gerd Förster 5. September 2022 at 10:35Antworten

      Inwiefern trägt die Massentierhaltung zur entscheidenden Steigerung der CO2 Emissionen bei, geht es da nicht um Methan?

  8. Mia Wu Ast 5. September 2022 at 10:13Antworten

    Was mich schon lange interessiert: in der EU sind ja – zum berechtigten Schutz der Umwelt – mittlerweile Plastikstrohhalme verboten. Daher nuckeln wir gerne an den labrigen, nahc kurzer Zeit aufgeweichten Pappdingern unseren Instantkaffee.
    Wieviele „Strohhalm-Äquivalente“ hat eine an die Ukraine gelieferte und dort abgefeuerte europäische Artilleriegranate eigentlich?

  9. Rosa 5. September 2022 at 9:21Antworten

    „Wissenschaft ist der Glaube an die Ignoranz der Experten.“ – Richard P. Feynman, US-Physiker, Nobelpreisträger 1965

    Eine gute Adresse, auch für klimahistorische Aufzeichnungen, ist realclimatescience.com/what-really-drives-the-climate

  10. Jo Ne 5. September 2022 at 9:12Antworten

    Wie bereits öfters hier im Block erwähnt:
    An uns, der breiten Bevölkerung, liegt es an zu sparen, damit das Militär mit seinem Verbrauch an Ressourcen weiter wirken kann.
    In einer endlichen Welt ist dies ja auch gut zu verstehen!?

  11. Hans Leucht 5. September 2022 at 8:49Antworten

    Jeder Krieg und dessen Vorbereitung und Eskalation ist eben auch für die Umwelt eine Katastrophe. Das macht die Grünen in Deutschland ja augenblicklich so extrem unglaubwürdig.

  12. Heiko 5. September 2022 at 8:05Antworten

    Wer hat denn bisher wo und wie einen Klimaschaden nachgewiesen? Warum ist es selbst scheinbar kritischen Geistern unmöglich, diesen Schwindel zu durschauen?
    Klima ist eine menschliche Definition und stellt das statistische Mittel des Wetters in einer Region über 30 Jahre dar. Wenn irgendjemand es hinbekommt, diese Statistik zu schützen, dann wende er seine Erkenntnisse bitte auf die Rentenstatistik an. Millionen deutscher Rentner wären mehr als dankbar.

    • Rosa 5. September 2022 at 9:14Antworten

      Eine interessante Seite mit u.a. auch klima-historisch wertvollen Informationen:

      *https://realclimatescience.com

    • Heiko B. 5. September 2022 at 10:06Antworten

      Als Namensvetter eine kleine Ergänzung:
      Klima: Für ein bestimmtes geografisches Gebiet typischer jährlicher Ablauf der Witterung.
      Witterung: Wetter während eines bestimmten Zeitraums.
      Wetter: Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt, an einem bestimmten Ort, der in Gestalt von Sonnenschein, Regen, Wind, Wärme, Kälte, Bewölkung o. Ä. in Erscheinung tritt.

      Klima (substituiert): Für ein bestimmtes geografisches Gebiet typische jährliche Zustandsänderung der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt, an einem bestimmten Ort, der in Gestalt von Sonnenschein, Regen, Wind, Wärme, Kälte, Bewölkung.

      Im Gegensatz zur (logischen) Definition von Umweltschutz (Schutz der natürlichen Umwelt) lautet diese für Klimaschutz:
      Gesamtheit der Maßnahmen zur Vermeidung unerwünschter Klimaänderungen.

      Aktiver Klimaschutz heißt also etwas tun, um eine unerwünschte Änderung des Klimas zu vermeiden.

      Aktiver Klimaschutz (substituiert und etwas umformuliert):
      Man tut etwas, um eine unerwünschte Änderung des jährlichen Ablaufs von Sonnenschein, Regen, Wind, Wärme, Kälte, Bewölkung o. Ä., der typisch ist für ein bestimmtes geografisches Gebiet und für einen bestimmten Zeitraum gilt, zu vermeiden.

      Respekt an alle Klimaschützer, die dazu in der Lage sind!

  13. Jan 5. September 2022 at 7:38Antworten

    Wenn wir die Abhängigkeit vom Öl reduzieren wollen, wegen der Kriege und wegen der sinkenden Ressourcen, und wenn die Totalverkabelung Europas mit Wind und Solar nicht funktioniert, bleibt uns nur, zur Methode unserer Großeltern zuruckzukehren und einen großen Anteil von Nahrung im Kleingarten zu ziehen! Die Politik sollte darauf reagieren und Kleingärten zur biologischen Nahrungsmittelproduktion günstig hergeben.

    • Andreas I. 5. September 2022 at 10:58Antworten

      Hallo,
      „bleibt uns nur, zur Methode unserer Großeltern zuruckzukehren und einen großen Anteil von Nahrung im Kleingarten zu ziehen!“

      Sowieso.
      Ein Garten macht Arbeit, aber ob man einkaufen geht oder ob man jätet und gießt …
      Ich sehe das für mich so: Bio im Bioladen ist ganz schön teuer, das kann ich mir nicht auf Dauer leisten, also kaufe ich Obst und Gemüse im Supermarkt. Aber der gehört zu einer Kette, die eine Aktiengesellschaft ist.
      Am Ende füttere ich die üblichen Verdächtigen mit Geld und die setzen ihre (aus der finanziellen Macht entstehende) politische Macht gegen mich ein.
      Kurz: wenn ich im Supermarkt einkaufe, gebe ich meinen politischen Gegnern Macht.
      Nun komme ich nicht ganz umhin, im Supermarkt einzukaufen, aber mit allem, was ich anderswo kaufen kann ( nicht von Aktiengesellschaften), füttere ich die üblichen Verdächtigen weniger.
      Und da kommt der Garten ins Spiel: Selbst wenn ich nur einen kleinen Teil meines Verbrauches aus dem Garten decken kann, füttere ich auch damit die üblichen Verdächtigen ein Stück weniger mit Geld (und stattdessen mich mit schmackhaftem Gemüse).

      • Mia 5. September 2022 at 11:07

        Andreas I.
        5. September 2022 at 10:58Antworten

        Genau.
        Super Idee.
        Frag mich nur wie die 4 Milliarden Menschen die in Städten wohnen das bewerkstelligen sollen.
        20 Km außerhalb der Stadt eine Grünfläche mieten und dann täglich 20 Km mit dem Auto dahin fahren um das Gemüse zu gießen, oder wie?
        Hören’s auf zu fantasieren und kommen sie doch bitte wieder auf den Boden der Realität.

      • Andreas I. 5. September 2022 at 11:51

        @ Mia Hallo,
        Möglicherweise sollte ich ausdrücklich betonen, dass ich für meine Situation spreche und was ich schrieb: „Ich sehe das für mich so:“ war nicht klar genug.
        Darüber hinaus lebe ich in einer Stadt, allerdings nicht in einer Großstadt, sondern in einer mit rund 200.000 Einwohnern.
        Und ich musste letztens nach Berlin, was in D die größte Stadt ist, und sah unter anderem folgendes:
        Am Stadtrand stehen Ein- und Mehrfamilienhäuser mit Grundstücken rundrum. Diese Gegenden machen nicht den Eindruck, als ob die Leute dort wegen finanzieller Not eigenes Gemüse anpflanzen müssten, aber rein technisch wäre es möglich und warum sollten die Leute dort nicht auch gerne einen Garten haben, einfach so als Hobby.
        Aus der S-Bahn sah ich u.a. einige Schrebergarten-Anlagen.
        Die Fahrt vom Stadtrand ins Zentrum dauerte mit der S-Bahn eine halbe Stunde und wenn man mal eine verpasst, 10 min. länger (10 min.-Takt).
        Also sicherlich wird einfach der Platz knapper in Großstädten, aber ich rede hier nicht von Tokio oder Shanghai, sondern von Verhältnissen in Deutschland.

      • Andreas I. 5. September 2022 at 12:00

        p.s.: wenn in Städten der Platzbedarf für Parkplätze für PKW um 80 % reduziert wäre (kein Privatbesitz an PKW, die 23h/Tag rumstehen, sondern Car-Sharing), dann stünde auch einige Fläche zur Verfügung und Begrünung tut Städten sowieso gut.

      • Elisabeth 5. September 2022 at 12:29

        Andy, its IT … ;-)
        Des hat si so eine feine AW gar ned vadient ..

      • Mia 5. September 2022 at 12:29

        Andreas I.
        5. September 2022 at 10:58Antworten

        Sie haben sicherlich recht dass es veile Vorgärten gibt wo man Gemüse anplanzen könnte.
        In Summe macht aber auch dies das Kruat nicht fett.
        Mit dem Car Sharing haben sie auch recht. Mit dem Einwand allerdings das man dann nicht gegen Digitalisierung seindarf.
        Dazu müssen sie sich anmelden und es ist wann, wohin, wie oft sie gefahren sind nachweisbar.
        Die Hard Core Kritiker der Digitalisierung würden dann sagen: Wenn sie zuviel gefahren sind oder nicht brav waren dann wird ihnen der Zugang zu einem KFZ für gewisse Zeit gesperrt.D wäre dann blöd ohne eigenes Transportmittel.
        Es gibt keinen Vorteil ohne Nachteil. Wo Licht ist, ist auch immer Schatten. Eien heilke Welt gibt es nicht.

      • Jan 5. September 2022 at 12:41

        Hallo, es war anders gemeint, obwohl ich alle Gedanken gut finde.

        Wenn Energie teurer wird, wird alles, was auf Energie basiert teurer. Und zwar so, dass viele Leute es sich nicht mehr leisten können. ZB gehört dazu der Anbau von Obsr und Gemüse mit Maschinen und aus Öl hergestelltem Dünger und die Lieferung in die Stadt.

        Das bedeutet, viele Menschen müssen aus der Stadt wegziehen oder verhungern.

        Da sie aber kaum die Möglichkeit haben, Arbeit zu finden, können sie im Garten ihr eigenes Essen ziehen. Biologisch deshalb, weil diese Methoden Biomasse und Boden aufbauen. Wir sparen uns den Energieeinsatz für Produktion und Lieferung.

        Wenn wir das nicht machen, fürchte ich, wird es zu Hunger kommen.

        Mit steigendem Energieverbrauch ist die Bevölkerung historisch gewachsen. Wenn wir jetzt den Verbrauch reduzieren, besteht die Gefahr, dass nicht mehr alle versorgt werden können. Gärten sind aber eine sehr intensive Form der Landnutzung, auch ohne Dünger. Sie sind außerdem resilient gegenüber Blackouts und gestörten Lieferketten. Mit zusätzlich Getreide, Hülsenfrüchten, Öl und Zucker lässt sich eine Bevölkerung gut so ernähren. Dies hat sich auch während des Zerfalls der Sowjetunion bewährt. Nur etwa 10% sind bei dem großen Umbruch gestorben.

        In Wien zB könnte man Kleingärten in S-Bahn-Nähe anbinden. Ich meine nicht Rasen mit Häuserl drauf, sondern Beete und vielleicht Kleinvieh.

      • Anton Specht 5. September 2022 at 14:36

        Andreas I. 5. September 2022 at 10:58
        Man kann es auch eine Stufe größer formulieren:
        Seit Jahrzehnten füttern wir den chinesischen Drachen, indem wir dort produzieren und einkaufen. Dieser Drache wurde deshalb immer mächtiger und erhebt sich nun gegen die westliche Welt, also gegen die, welche diesen Drachen gefüttert haben.
        Wenn wir nun aufwachen und dort nicht mehr produzieren und einkaufen, sondern im eigenen Land wieder die Abläufe in die Hand nehmen, dann wird der Drache vielleicht irgendwann mal wieder etwas weniger gefährlich sein?

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