Wir brauchen weniger Staat! Jetzt!

21. Juni 2022von 8.4 Minuten Lesezeit

Ein mittelalterlicher Feudalherrscher erhielt von seinen Untertanen den Zehnt. Unschwer am Namen zu erkennen bedeutete dies zum Beispiel für Bauern, den zehnten Teil ihrer Produkte an den Herrscher abgeben zu müssen (wie in der Politik immer schon üblich, gerne auch etwas mehr). Der offizielle Steuersatz betrug also 10 Prozent. Vom 1000 Kartoffeln blieben dem Bauern 900.

Sehen wir uns jetzt unsere „demokratische“ Gesellschaft an. Wie Sie an den Anführungszeichen erkennen, habe ich inzwischen so meine Zweifel, wie demokratisch unsere Gesellschaft ist. Das österreichische Medianeinkommen betrug im Jahr 2020 30.300 Euro brutto. Die gesamten Lohnkosten für den Arbeitgeber lagen bei 39.350 Euro. Von diesen 39.350 blieben dem Angestellten 22.656,50 netto übrig. Der Staat bedient sich also schon bei einem Durchschnittsverdiener mit 42,4 Prozent an Steuern. Bei Spitzenverdienern steigt dieser Satz auf 52,4 Prozent. Dem durchschnittlichen Angestellten bleiben also von 1000 Euro, die er sich erarbeitet, nur 576 Euro übrig.

Von diesen Euros kauft sich der Angestellte jetzt um 100 Euro Benzin. Steueranteil 54 Prozent. Er erhält also nur um 46 Euro Benzin, der Rest fließt an den Staat. Dann kauft er sich eine Kiste Bier, der Mehrwertsteuersatz beträgt hier 20 Prozent (die Biersteuer lassen wir mal außen vor). Oder er bezahlt seine Stromrechnung. Hier liegt der Anteil an Steuern und Abgaben bei 37 Prozent. Unser leidgeprüfter Angestellter bekommt für 100 Euro um 63 Euro Strom, der Rest fließt ins Staatssäckel.

Nachdem wir nicht wissen wie unser Angestellter wohnt und wofür er sein Geld ausgibt, gehen wir der Einfachheit halber von einem durchschnittlichen Steuersatz auf seine Ausgaben von 25 Prozent aus. 25 Prozent, die er von seinem bereits besteuerten Einkommen begleichen muss. Ihm bleiben also von 1000 Euro, die er sich erarbeitet und für seinen Lebensunterhalt aufwendet, nur 460,8 Euro übrig. Und da sind andere staatliche Zwangsabgaben wie die Rundfunkgebühr noch nicht dabei.

Hätte ein mittelalterlicher, vordemokratischer Feudalherrscher von seinen Untertanen nicht den Zehnt sondern den „Mehr als die Hälftigst“ verlangt, er wäre nicht mal bis zum Burgtor gekommen auf seiner Flucht vor der aufgebrachten Bevölkerung.

Werfen wir einen Blick auf das, was der Staat mit unserem Geld macht. Zur Erinnerung, wir erhalten weniger als die Hälfte, unsere Regierung mehr als die Hälfte. Trotzdem schafft es unsere Regierung nicht, mit dem von uns abverlangten Geld auszukommen. 2021 nahm der Staat 72,5 Milliarden an Steuern ein. Er gab aber 103,2 Milliarden aus. Die Differenz von 30,7 Milliarden wurden neu an Schulden aufgenommen, oder, wie es im Neusprech heißt, an Sondervermögen gebildet. Ein Unternehmer, der über 42 Prozent mehr ausgibt als einnimmt, wäre binnen kürzester Zeit pleite. Oder denken Sie an die Antwort, die unser Angestellter von seiner Bank erhalten würde, wenn er zu seinen 22.000 Euro Lohn einen Kredit von 10.000 zur Deckung seines Lebensunterhalts aufnehmen wollte.Wofür gibt unsere Regierung also unser Geld aus?

9,1 Milliarden waren 2021 für „Covid“ vorgesehen. Die nie endende Seuche, die mit Omikron eine Fallsterblichkeit von 0,007 Prozent aufweist. Von 100.000 erkrankten (!) Menschen sterben sieben. Die Infektionssterblichkeit liegt bei ca. einem Zehntel. Ihr jährliches Risiko an einem Autounfall zu sterben, liegt damit beim 14fachen des Risikos eines tödlichen Omikron Verlaufs. Trotz dieser manifesten Harmlosigkeit gibt die Regierung Milliarden für medizinisch sinnlose Tests und gesundheitlich bedenkliche prophylaktische Genbehandlungen aus (damit sind die mRNA Spritzen gemeint). Die Profiteure: Testlabore und die Pharmamafia. Sowie die ihnen verbundenen Personen in Politik und Medien.

(Clinical outcomes associated with SARS-CoV-2 Omicron (B.1.1.529) variant and BA.1/BA.1.1 or BA.2 subvariant infection in southern California, Joseph A. Lewnard, University of California, et al).

Weitere 11,3 Milliarden wendet unsere Regierung für „Arbeit“ auf. Damit ist die Bekämpfung der durch unbezahlbare Lohnnebenkosten, gering qualifizierten Migration und die „Corona Maßnahmen“ bedingten Arbeitslosigkeit gemeint. Die Regierung schafft ein Problem und versucht es mit Steuergeld zu überdecken. Statt das Problem zu lösen.

11,6 Milliarden waren für „Soziales und Konsumentenschutz“ sowie „Familie und Jugend“ budgetiert. Auch hier großteils Almosen des Staates an Menschen, denen durch die hohe Abgabenlast die Möglichkeit zur Selbsterhaltung genommen wird.

Ich möchte hier anmerken, ich bin ein großer Freund sozialer Absicherung. Wer in eine Notlage gerät, was uns allen passieren kann, dem muss geholfen werden. Wer jung ist, der muss unterstützt werden. Wer alt ist, seinen Lebensabend genießen dürfen. Das ist Teil des Gesellschaftsvertrages. Nicht Teil des Gesellschaftsvertrages ist, dass unsere Regierung uns durch ein System aus repressiven Abgaben und pseudowohltätig verteilten milden Gaben in Abhängigkeit halten will.

Denn egal ob wir uns die 18,1 Milliarden für „Wirtschaft, Infrastruktur und Umwelt“ oder die 11,1 Milliarden für „Recht und Sicherheit“ anschauen. Es ist überall das gleiche Muster erkennbar.

Der Staat erstickt die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit der für ihr Auskommen arbeitenden Menschen mit einer überwältigenden Abgabenlast. Anschließend gibt er einen kleinen Teil der Beute, ich kann es nicht anders nennen, den Opfern zurück. Wenn diese Opfer ins Muster der Staatsideologie passen und sich wohl verhalten (nicht vergessen: Unternehmen, die sich nicht an die „Corona Maßnahmen“ hielten, wurde der Verlust von Ausgleichszahlungen angedroht).

Dafür nimmt sich der Staat immer mehr Rechte heraus und erweitert seine Aufgaben ins Uferlose. Davon profitiert natürlich erst einmal die politische Kaste. Macht und Geld sind Drogen von denen kaum ein Herrscher lassen will. Dann gewinnen die „gut Vernetzten“. Nicht alle Menschen sind gleich, auch nicht alle Unternehmen. Wer „gute Beziehungen“ hat, bekommt öffentliche Aufträge und Förderungen. Die Verwaltung nimmt immer mehr Ressourcen für sich in Anspruch und schafft damit einen Moloch, der zur Rechtfertigung seiner eigenen Existenz immer weitere Regelungsansprüche stellt.

Vom Staat beschenkt wird, wer der Staatsideologie entspricht. Wer etwas „gegen rechts“ oder „fürs Klima“ macht, wird reich belohnt. Wie etwa der Verein Zara Zivilcourage und Antirassismusarbeit, der von der EU, diversen Ministerien und der Stadt Wien gefördert wird. Die Regierung finanziert Gender Studies Lehrstühle (eine Religion, die die Existenz der zwei biologischen Geschlechter leugnet). Sie subventioniert die Betreiber von Windkraftanlagen. Sie hält sich einen Staatsfunk und gibt darüber hinaus Geld an willfährige Medien. Sie verteilt Geld an jeden, der ihrer Weltsicht entspricht und ihre Entscheidungen nicht hinterfragt.

Unglücklicherweise ist diese Weltsicht rein ideologisch begründet. Rationalität, der Versuch valide Daten zu erheben, das Betreiben von Wissenschaft im Sinne des Hinterfragens dogmatisch verbreiteter Gewissheiten, das Abwägen von Kosten und Nutzen, das Berücksichtigen physikalischer Notwendigkeiten, all das bleibt auf der Strecke. Die Regierung kann das Klima kontrollieren, ist nicht auf Gas oder eine grundlastfähige Stromversorgung angewiesen. Sie kann Geld in beliebiger Höhe ausgeben, es wird ja sowieso von der EZB gedruckt. Sie kann die Wirtschaft und das Leben nach Belieben ein und ausschalten, Stichwort Lockdown. Was die Regierung nicht kann, auch hier rein ideologisch begründet, ist Migration zu regulieren.

Wir sehen gerade, wohin diese Ideologie uns führt. Arbeitslosigkeit, Hyperinflation, Versorgungsmängel, drohende Blackouts. Mir ist kein Regime in der Geschichte bekannt, das die reale Welt auf lange Sicht ignoriert hat und überlebte. Das ahnt wohl irgendwie auch unsere Regierung.

Also soll die Abhängigkeit der Bürger und Unternehmen in Zukunft noch steigen. Grüner Pass, digitaler Euro sowie die diversen Richtlinien, die gerade national und international erarbeitet werden um „Nachhaltigkeit“, „Inklusivität“ und „Diversität“ zu fördern, werden die Freiheit der Bürger und Unternehmen beschneiden, dafür den allumfassenden Machtanspruch des Staates absichern.

Ich habe da eine andere Vorstellung von der Zukunft meiner Kinder.

Wir müssen den Staat auf seine Grundfunktionen zurückstutzen. Das Bundeskanzleramt braucht keine 458 Millionen jährlich. Wir brauchen auch keinen Bundespräsidenten, der die Verfassung weder achtet noch schützt. Was wir brauchen, ist ein Verfallsdatum für Gesetze und die Pflicht für jedes neu beschlossene Gesetz zwei alte abzuschaffen. Das würde die Regelungswut einbremsen.

Wir brauchen mehr direkte Demokratie für den Bürger, die Möglichkeit, die Regierung auch während einer Legislaturperiode unkompliziert zur Rechenschaft zu ziehen und nötigenfalls abzuberufen.

Der Staat soll sich auf seine Kernfunktionen zurückziehen. Die Sicherung der Außengrenzen gegen einen möglichen Aggressor oder unkontrollierte Zuwanderung. Dann die Gewährleistung von Sicherheit im Inneren. Beides war übrigens schon für den Staatstheoretiker Thomas Hobbes im Jahr 1651 die ursprünglichste Aufgabe des Staates.

Er soll die Infrastruktur aufrecht erhalten, Krankenhäuser betreiben und Schulen sowie Universitäten finanzieren. An diesen Schulen sollen Menschen zum selbständigen Denken erzogen werden, die Rechtschreibung und Mathematik beherrschen. Ideologische Indoktrination ist verboten, wer sich für verschiedene Gedankensysteme interessiert, kann Philosophie oder Religionswissenschaften studieren, wo ebenfalls informiert, nicht indoktriniert wird. Für die Absicherung von besonders jungen oder alten Menschen sowie Menschen in Notlage muss gesorgt werden.

Und das wars. Wir brauchen keine staatlich finanzierten Medien, keine staatlich finanzierte „Zivilgesellschaft“ (ein Widerspruch in sich), keine Einmischung des Staates in Fragen der persönlichen Meinung, keine staatlichen Weltrettungsfantasien.

Unsere Regierung wird weder einen Atemwegsvirus kontrollieren noch den Wandel des Klimas aufhalten. Beides ist unmöglich. In der Realität, nicht in den Modellen der „Simulationsforscher“.

Sie sollte zufrieden sein, wenn das Staatswesen effektiv verwaltet wird und Grundleistungen gewährleisten. Nicht mehr und nicht weniger. Das spart Steuern, lässt dem Bürger mehr zum Leben und sichert die Freiheit.

Im Übrigen könnte über diese Einsparungen hinaus sofort die Abgabenlast auf Einkommen durch Arbeit halbiert werden, wenn Einkommen aus Kapital den gleichen Steuer & Abgabensätzen unterliegen würden. Fragen Sie Ihre Regierung, warum sie das nicht macht. Und warum der Konsum der Finanzelite (Aktien, Derivate usw.) keiner Steuerbelastung unterliegt, aber der Konsum der normalen Bürger (Essen, Auto, Kleidung) sehr wohl. Auch hier würde Steuergerechtigkeit zu einer drastischen Reduktion der Steuern auf das alltägliche Leben führen. Eventuell schaffen wir es dann sogar, zum Zehnt zurück zu kehren.

Der Link zum Budget 2021, falls Sie im Detail nachlesen wollen.


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22 Kommentare

  1. Dirk Böhme 26. Juni 2022 at 12:57Antworten

    Wenn man dieser Argumentation folgt, dann müsste es den Menschen im Mittelalter richtig gut gegangen sein unter der Feudalherrschaft.

    Ich vermute eher das der Wohlstand des Volkes viel mehr von anderen Faktoren abhängt. Ein starker Staat der seine Macht missbraucht um das Volk zu bestehlen und Steuern ungefragt an Aktienunternehmen verschenkt ist wohl eher das Problem. China zeigt, das auch ein starker Staat enorm erfolgreich sein kann. Die USA und Großbritannien waren mit einem schwachen Staat lange Zeit relativ erfolgreich. In Chile hat der schwache Staat unter Pinochet Millionen von Menschen in bittere Armut geführt.

    Demokratie bedeutet vor allem Machtstreuung. Es bedeutet, das sich eine Regierung nicht von Milliardenkonzernen wie BlackRock, Deutsche Bank, Lufthansa uvm. auf der Nase herum tanzen lässt. Es bedeutet viel mehr das er sich diese vorknöpft und diesen die Grenzen aufzeigt so wie es die chinesische Regierung mit dem Supermilliardär Jack Ma getan hat, damit er wieder auf Linie kommt. Jene, welche am lautesten vom schwachen Staat faseln, kommen doch meist aus der korruptesten Ecke von CDU und FDP. Ihnen geht es um das wohl der Besserverdiener. Ihnen geht es nicht um Gerechtigkeit und sozialen Frieden. Diejenigen die vom schwachen Staat faseln verschwenden das Steuergeld am extremsten. Das kann jeder ganz einfach nachprüfen, in dem er den Schuldenstand der letzten 50 Jahren den jeweiligen Regierungsparteien zuordnet. Mich persönlich hat dies die Augen geöffnet.

    CDU und FDP haben demnach während ihren Regierungsbeteiligungen deutlich mehr zum deutschen Schuldenetat beigetragen als linkere Regierungen. Selbes gilt im übrigen auch für die USA und die meisten anderen Länder. Das politische Marketing der Parteien ist genau invers zu ihrer Realpolitik.

  2. Jurgen 26. Juni 2022 at 0:27Antworten

    Die 10-15% Staatsbedienstete Zecken leben von dem, was die anderen 85-90% an Werten schaffen, wofür die auch noch zur Kasse gebeten werden. Einzige Möglichkeit das abzustellen, ist nicht mehr zu arbeiten, um die Umverteilung generell zu stoppen. Jeder Angestellte/Arbeiter verzichtet auf 200% seiner eigenen Wertschöpfung, die ihm nicht ausbezahlt wird.

  3. Bart_skilllz 25. Juni 2022 at 18:25Antworten

    Aber darum geht es doch in der Welt. Ihr sollt reguliert und regiert werden von Eliten. Machteliten Geldeliten Funktionseliten usw. Das war schon immer so in der Menschheitsgeschichte. Die Keule ist die grundlegende Macht und der Rest ist Stellschraube. Hin und wieder wird mal die Leine gelockert oder strammer gezogen je nach Bedarf. Nix anderes. Schöner Artikel. Ich hab auch für nen kurzen Moment an diesen Himmel gedacht und hatte auch diese rosa Brille auf. Die muss jetzt aber wieder abgenommen werden und der Realität weichen. Wir sind im grundlegenden Wesen ganz primitive Tiere mit animalischen Ansprüchen. Nur mit ein wenig mehr Hirn…sollte man meinen.

  4. Judith 25. Juni 2022 at 9:25Antworten

    Ihr Artikel hat mir gut gefallen, allerdings ist die Steuerlast für den arbeitenden Bürger wesentlich höher. Denn die Lohnnebenkosten und die Beiträge zur Sozialversicherung müssen ebenso mit eingerechnet werden. Da wir für die Einzahlung in diverse Kassen nicht zwingend etwas zurück bekommen, handelt es sich eindeutig um eine Steuer mit anderem Namen.
    Es geht aber noch weiter. Der Bürger kauft um sein erarbeitetes Gels ein Auto. Da bezahlt er neben 20% Mehrwertsteuer auch noch Nova. Die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung beinhaltet 2/3 Steuern. (Bei 900 Euro sind das 600 Euro Steuern). Fährt er tanken sind die Mineralölsteuer fällig, die mit 20% MWSt. Noch einmal versteuert wird.
    Genauso wird beim Strom die Ökosteuer mit 20% noch einmal versteuert. Etwas sehr seltsames wie ich finde.
    Wenn man all das mitrechnet kommt man auf 75% Besteuerung. Echt krank meiner Meinung nach!

  5. Rolf Lindner 21. Juni 2022 at 22:56Antworten

    Deutschland im Rausch

    Der Mensch ist nun mal suchtgeneigt
    da braucht man nichts ersinnen,
    er Geld und Mühe gern abzweigt,
    um Freude zu gewinnen.

    Freudegewinn ist legitim,
    ohne wär’s Leben nicht viel wert,
    gar viele Mittel helfen ihm
    dem Menschen, das ist nicht verkehrt.

    Vieles bereitet uns Genuss,
    was keiner je gezählt,
    manches vertreibt nur den Verdruss,
    der viele Menschen quält.

    Leicht schießt man dabei übers Ziel,
    dann ist’s bei Psychologen Usus,
    greift man zu viel ins Nervenspiel,
    sprechen sie von Abusus.

    Beginnt man diese Litanei,
    gerät man leicht in den Verdacht,
    vom Alkohol die Rede sei,
    doch schlimmste Droge ist die Macht.

    Bekannt ist, Drogen töten können,
    vergleicht man all die Drogentoten,
    so hat, ich kann’s nicht anders nennen,
    die Machtsucht allerhöchste Quoten.

    Vor gar nicht allzu langer Zeit
    in Deutschland waren es Millionen
    schon ist das Land wieder so weit,
    opfert im Rausch von Emotionen.

    Die Macht haben und haben wollen
    mit eiseskaltem Machtkalkül,
    die schöpfen dabei aus dem Vollen,
    zu narren menschliches Gefühl.

    Versprechen Menschen Lustgewinn,
    sagen ihnen, ihr müsst euch sputen,
    gebt Zukunft, Erbe, Freiheit hin,
    dann zählt ihr zu den Guten.

    Sind wieder voll bis an den Rand
    die Mächt’gen und die Folgsamen.
    Ernücht’rung braucht das ganze Land,
    bevor es wieder steht in Flammen.

    Macht fürchtet immer den Entzug,
    fürchtet des Volkes Weigern,
    verstärken muss sie den Betrug,
    die Droge zwanghaft steigern.

    Doch einmal ist vorbei das Fest,
    dann wird der Rausch verfliegen,
    das Volk erwacht in Ost und West,
    lässt sich nicht mehr betrügen.

    Zu wenigen vergeht das Lachen,
    sehen, das Land zu Grunde geht.
    Klar ist, es wird ein bös‘ Erwachen,
    vielleicht ist’s dafür längst zu spät.

  6. Publicviewer 21. Juni 2022 at 16:49Antworten

    Erst wenn alle Verantwortlichen beseitigt sind kann eine Anarchie aufgebaut werden.

  7. Inukai Genpachi 21. Juni 2022 at 12:29Antworten

    Stichwort „direkte Demokratie“ (die Angewandte Direkte Demokratie): http://www.amtrs.de/downl/ADD_Vorstellung.pdf

  8. Andreas I. 21. Juni 2022 at 11:25Antworten

    Hallo,
    m.b.M.n. hat der Staat die Menschenrechte durchzusetzen, da gibts genug zu tun, und sich aus allem anderen rauszuhalten.

    Rechtsstaatlichkeit, also unabhängige Justiz, Gleichheit vor dem Gesetz usw., ist Voraussetzung für alles andere. Grundrechte müssen direkt bei der ersten Instanz (Amtsgericht) einklagbar sein.

  9. Carlo 21. Juni 2022 at 9:57Antworten

    Wir brauchen keine Herrscher, mRNA Spritzen, Machsüchtige Menschen ohne Hirn noch den Rest Müll was so abgeworfen wird. Machtanspruch hat niemand auf dieser Welt und jeder kann froh sein, dass er/sie Sauerstoff einatmen darf.
    Fachlicher Blödsinn wird Tag für Tag überall in der Politik und Co gesprochen und dann nennen sie sich Experten. Lustiger wird es auf jeden Fall.

  10. Hans H. 21. Juni 2022 at 9:17Antworten

    Das Problem ist, dass die ganzen ursprünglich ausgelachten Absolventen von brotlosen Orchideenstudien (Genderwissenschaft, Politologie, Soziologie) in den Staatsdienst gegangen sind. Denn in der Privatwirtschaft waren sie unvermittelbar, in der öffentlichen Verwaltung wurden sie mit Handkuss genommen (vor allem wenn weiblich mit Migrationshintergrund), oder von Politikern hineinlobbyiert. Diese ganzen für die Wertschöpfung nutzlosen Posten müssen natürlich finanziert werden und das nicht zu knapp. Schließlich sind es ja „Akademiker“ die als ebensolche bezahlt werden wollen. Als Tätigkeitsnachweis verfassen sie dann zahllose Papierstapel (Berichte, Statistiken, Vorschriften und Auflagen) die ihre angebliche Wichtigkeit unterstreichen soll. Diese Selbstaufblähung der staatlichen Bürokratie erleben wir gerade und sie hat sich in der Covid-Pandemie noch einmal drastisch verschärft. Schließlich diente sie der Bürokratie endgültig als Rechtfertigung sich in alle unsere Lebensbereich (sogar in die Privaträumlichkeiten) einzumischen und als Beweis ihrer Unabkömmlichkeit. Die Privatwirtschaft wird nur noch als vorläufig geduldeter Melkesel gesehen, solange bis man halt den Ast aus Blödheit abgesägt haben wird, um zu erkennen, dass man selbst auch drauf sitzt.

    • 1150 22. Juni 2022 at 16:40Antworten

      exakt, so ist es. aber dafür stimmt die akademikerquote, von der schon kreisky träumte.
      was wir wirklich dringend bräuchten, wären deutlich mehr hochschulabsolventen in den mint-fächern,
      allerdings braucht man dafür bestimmte voraussetzungen………

  11. Grld 21. Juni 2022 at 8:57Antworten

    Was wir brauchen sind Menschen die:

    selber kritisch denken können
    den Mut haben eigene Entscheidungen zu treffen
    ihren Lebenssinn nicht im konsumieren sehen
    die Natur achten
    sich nicht von Ideologien vereinnahmen lassen
    sich nicht von „Experten“ verführen lassen
    sich nicht alles gefallen lassen
    ………..  (Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht)

    • Vortex 22. Juni 2022 at 1:30Antworten

      Richtig, die Menschheit muss sich neu Orientieren tinyurl.com/fxyrvpjn u. vorhandene Möglichkeiten tinyurl.com/2wud222z auf ihre praktische Anwendung überprüfen, denn auch die derzeitigen Standardtechnologien begrenzen den Menschen.

  12. Taktgefühl 21. Juni 2022 at 8:16Antworten

    Ein bißchen verirrt? Wir brauchen nicht weniger Staat, der schlanke Staat ist genau zu unserem Problem geworden. Das Vakuum, welches die Ideologen des Neoliberalismus hinterlassen haben, indem sie den Staat abschafften, hat dazu geführt, daß sich die Wirtschaft darin breitgemacht hat.

    Finanzwelt und Staat sind verschmolzen. Große Schritte in Richtung haben die vermeintlich Linken gemacht, SPD, Grüne, aber auch die CDU unter Merkel.

    Weniger Staat führt zu noch mehr Konzerndiktatur.

    Unser Problem ist, daß auch die jungen Medien nicht geblickt haben, links blinken und rechts abbiegen, ist der Deckmantel für die EU. Sie kann gar nicht anders, weil sie sonst zugeben müßte, daß sie die Nachfolgeorganisation des 3. Reichs und seiner Großraumwirtschaft ist.

    „Deutschland ist eine anatomische Merkwürdigkeit, es schreibt mit der Linken und tut mit der Rechten“, Kurt Tucholsky – Nichts neues unter der Sonne.

    • Heiko 21. Juni 2022 at 8:32Antworten

      Das haben wir im Staatsbürgerkundunterricht in der DDR gelernt – staatsmonopolistischer Kapitalismus.

    • Hollie 21. Juni 2022 at 17:17Antworten

      „Kapitalsozialismus“. So zumindest ein Schlagwort im 13. Report on the Social Doctrine of the Church in the World vom Cardinal Van Thuân Observatory

    • David K. 21. Juni 2022 at 23:51Antworten

      Genau! Wir sind alle Teil des Staates, also mittendrin, und der Staat ist nicht irgendetwas Abstraktes, ein übermächtiges Wesen, das mit uns machen kann, was es will. Wir brauchen demnach einen starken Staat, aber keine Regierungen, die nur Handlanger der Konzerndiktatur sind.

      Bleibt ungeimpft,
      David

  13. federkiel 21. Juni 2022 at 7:38Antworten

    Ausgerechnet Thomas Hobbes? Der den starken Staat proklamiert, als Zentralmacht. Das ist genau das Gegenteil von weniger Staat. Ich schlage vor, Sie lesen den Leviathan und gehen den mythologischen Urprüngen nach.

  14. Elisabeth 21. Juni 2022 at 7:32Antworten

    Bravo!

    Ach, wäre das schön, in so einer freien Welt leben zu dürfen. Aber da fängts schon an. Direkte Demokratie funktioniert nicht mit den Systemmedien. Da braucht man mündige Bürger und Medienpluralismus. Stattdessen arbeiten die an der Errichtung von Wahrheitsministerien, um alle Fakten zu zensurieren und ihre eigene Desinfirmation als einzige Wahrheit hinzustellen. Und wieder gibt es einen nicht unbeträchtlichen Anteil in der Bevölkerung, der ihnen glaubt, dass die Zensur gut ist.

    • OMS 21. Juni 2022 at 11:41Antworten

      Werte Elisabeth! Selber denken, sich selber informieren ist doch anstrengend. Darum liebt der Otto-Normalbürger die starke führende Hand der Vorsager um sich selber ja nicht zu verausgaben. Eltern – Schule – Vorgesetzte hinterlassen nun einmal seine Spuren. Die täglich auf die Masse losgelassene Staatspropaganda würde es sogar schaffen, den Lemming Mensch freiwillig über die Klippe springen zu lassen.

      • Elisabeth 21. Juni 2022 at 12:14

        Leider, ja, mit seltenen Ausnahmen …

      • Vortex 22. Juni 2022 at 2:39

        Erkennt man auch an den laufenden parlamentarischen Anträgen der (fast) stets gleichen Abgeordneten „X, Y, Z, Kolleginnen und Kollegen“ meist zum Nachteil der Bevölkerung tinyurl.com/nsj22dcb und den „Gesundheitsausschuss“ fällt immer wieder was Ergänzendes ein, tinyurl.com/24d7tddh daher ein Normalbürger kommt da gar nicht mehr nach tinyurl.com/2p8shxff was hier als Ermüdungstaktik/Zermürbungstaktik wohl zur Anwendung kommt.

        Wichtige Anträge erfährt man über die öffentlichen Medien meist zu spät und dann als offizielle Reaktionszeit nur innerhalb eines engen Zeitfensters, damit nur wenige Beobachter angemessen reagieren können.

        Gerade aktuell in Österreich besteht seit den 20.06.2022 die Möglichkeit, sich gegen ein Weiterbestehen der noch ruhenden gesetzlichen Impfpflicht nun eine registrierte Gegenstimme bis zum 27.06.2022 abzugeben, sodass im Idealfall bei einer entsprechend regen Beteiligung dieses menschenunwürdige Impfpflichtgesetz endgültig aufgehoben wird. Aber selbst wenn dies gelingt, wäre dies nur ein Tropfen auf dem heißen Stein!

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