UK Studie überprüft Wirksamkeit von Testkit für T-Zell-Immunität

Für die Studie werden Tausende von Menschen rekrutiert um herauszufinden, ob sie T-Zell-Immunität gegen das Coronavirus erworben haben. Durchgeführt wird die Studie von einer Gruppe britischer Wissenschaftler und der Public Health England (PHE). Damit soll künftig ermöglicht werden, die Immunität gegen SARS-Cov-2 in der Bevölkerung zu ermitteln.

Ursprünglich hatten man gehofft, dass infizierte Personen Antikörper entwickeln würden, die eine zweite Infektion verhindern würden. Schon seit den ersten Studien aus China ging hervor, dass Antikörper schon nach einigen Wochen oder Monaten verschwinden. Deshalb ist es auch ziemlich unklar was die jetzt in Deutschland vom RKI angekündigte große Antikörper-Studie bringen soll, da sie nach derzeitigem Wissensstand nur eine unbekannten Anteil von immunen Personen erfassen wird.

Weitere Forschungen haben in der Zwischenzeit ergeben, dass Menschen, die mit einem ähnlichen Sars-Virus infiziert sind, eine T-Zell-Immunität entwickeln, die bis zu 17 Jahre andauern kann, was bedeutet, dass weitaus mehr Menschen weitaus länger immun sein können.

PHE hat sich unter anderem mit dem Diagnostikunternehmen Oxford Immunotec zusammengetan um in einer groß angelegten Studie mit 3.500 Mitarbeitern des Gesundheitswesens und Polizeibeamten zu prüfen, ob ihre Testkits die T-Zell-Immunität zuverlässig erfassen können.

Oxford Immunotec erklärt, dass es Regierungen bei der Planung künftiger Maßnahmen helfen würde, wenn es ein besseres Verständnis der Immunität in der Bevölkerung geben würde. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit könnten schneller aufgehoben und Impfungen überflüssig gemacht werden. Die Menschen sollen den Test zu Hause durchführen können um ihren Immunitätsstatus gegenüber dem Virus festzustellen.

Peter Wrighton-Smith, der Geschäftsführer von Oxford Immunotec, sagte: „Wir glauben, dass eine erfolgreiche Studie wichtige Informationen über unseren Test liefern wird, um unser Wissen über seine Funktionsweise zu vertiefen und uns dabei zu helfen, den Test weiterzuentwickeln“.

Kreuz-Immunität durch T-Zellen

Jüngste Studien haben gezeigt, dass das Immunsystem durch andere Coronaviren, wie z.B. Erkältungsviren, aktiviert werden kann, was dem Körper einen Vorteil bei der Abwehr von SARS-Infektionen verschafft. Die Forschung zeigt, dass ein Teil des Immunsystems, die T-Zellen, auf Aminosäureketten reagieren, die von verschiedenen Coronavirus-Typen produziert werden. Diese Immunantwort ist wahrscheinlich dafür verantwortlich sind, das Virus bei den Menschen unschädlich zu machen, die nie Symptome zeigen.

Das Problem aber ist, dass diese T-Zellen bei älteren Menschen absterben und weniger werden, was der Grund dafür sein kann, dass sie mit weit größerer Wahrscheinlichkeit eine ernstere Krankheit entwickeln.

Nach bisherigen Erkenntnissen haben jedoch viel mehr Menschen bereits einen gewissen Schutz, was darauf hindeutet, dass eine Herdenimmunität leichter und schneller hergestellt werden kann. Einige Studie haben auch gezeigt, dass Kinder wahrscheinlich vor SARS-Cov-2 geschützt sind, weil sie sich so viele Erkältungen mit den anderen Coronaviren einfangen.

So funktioniert Immunität gegen Coronavirus durch T-Zellen

Wie viele Menschen existierende Immunität gegen Covid-19 haben

Dauerhafte T-Zellen-Immunität nach symptomlosen oder milden Corona Infektionen bestätigt

Immunität bei Kindern durch Antikörper von Corona-Erkältungsviren mit bis zu 60 Prozent stark ausgeprägt

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