US-Sonderbeauftragter Grenell kritisiert Merz wegen Treffen mit Kalifornien-Gouverneur Newsom

17. Februar 2026von 2,9 Minuten Lesezeit

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat im In- und Ausland für Aufsehen gesorgt, als er sich am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz mit dem Gouverneur von Kalifornien – und potenziellen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten – Gavin Newsom traf. Beide sind ausgewiesene WHO-Fans und Klimapaniker.

Die deutsche Regierung begrüßt Gavin Newsom. Das ist wahrscheinlich die bisher größte Entgleisung von Merz“, schrieb der US-Sonderbeauftragte Richard Grenell gestern auf X. Grenell, der von 2017 bis 2020 während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump US-Botschafter in Deutschland war, gilt als maßgeblich für die Meinungsbildung über Deutschland in der Trump-Regierung.

Zuvor hatte Merz sich in München mit Newsom getroffen und darüber auf dem offiziellen Account der Kanzlerin auf X gepostet.

Merz schrieb: „Die transatlantische Partnerschaft ist kostbar. In Zeiten der Großmächte werden wir auf das gegenseitige Vertrauen angewiesen sein. @GavinNewsom und ich sind uns einig: Zusammen sind wir stärker. Die NATO ist unser gemeinsamer Wettbewerbsvorteil.“

Die NATO führt mittlerweile weltweit Kriege, verhängt illegale Sanktionen gegen alle Nationen, die man kolonialisieren möchte, betreibt offen Piraterie auf den Weltmeeren und will alte Kolonialregimes wieder aufrichten. Deutsche Regierungspolitiker und in ihrem Gefolge die EU-Kommission wollen wieder wie 1914 und 1941 Krieg gegen Russland führen.

Gavin Newsom ist dabei mit Kalifornien wieder der WHO beizutreten, nachdem sie von den USA verlassen wurde. Die Regierung Merz und ihre Koalition im Bundestag haben für die WHO ein Gesetz beschlossen, das die Grund- und Menschenrechte Recht auf körperliche Unversehrthei, der Freiheit der Person, des Brief- und Postgeheimnisses und der Freizügigkeit einschränkt. Praktisch auch, wenn man Krieg führen will.

Kalifornien verfolgt eine ähnlich radikale Klima- und Energiepolitik wie Deutschland und die EU – auch hier sind Newwsom und Merz gemeinsam auf der Linie des Finanzkapitals.

Newsom ist derzeit einer der Spitzenkandidaten der US-Demokraten für die Präsidentschaftswahlen 2028. Merz‘ viel beachtetes Treffen mit ihm wurde daher von vielen als Affront gegen die derzeitige republikanische Regierung unter Trump gewertet.

Merz‘ Eröffnungsrede auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 13. Februar trug ebenfalls zu diesem Eindruck bei, da einige Äußerungen des Kanzlers ebenfalls als Kritik an Trump gewertet wurden.

Merz sagte: „Wir Europäer treffen unsere Vorkehrungen. Dabei kommen wir zu anderen Schlussfolgerungen als die Regierung in Washington.“ Später fügte er hinzu: „Der Anspruch der USA auf Führungsrolle wird in Frage gestellt, vielleicht ist er sogar schon verspielt.“

Auch deutsche Oppositionspolitiker kritisierten Merz für sein Treffen mit Newsom.

Der AfD-Abgeordnete Maximilian Krah sagte gestern auf X: „Auch mit einem Tag Reflexion: Merz ist schon bemerkenswert dumm – und mit ihm offensichtlich das ganze deutsche außenpolitische Establishment!

Frauke Petry, ehemalige AfD-Abgeordnete und Gründerin einer neuen libertären Partei, schloss sich dieser Meinung an und schrieb am selben Tag auf X: „Wenn Merz wenigstens ein Trump-Gegner mit Tiefgang wäre…
Leider sind sowohl seine Gesten (mit Newsom) als auch seine Reden eine intellektuelle Beleidigung.
Ist der CDU überhaupt noch etwas peinlich?“


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3 Kommentare

  1. Jan 17. Februar 2026 um 10:00 Uhr - Antworten

    Abgesehen davon, dass ich die Politik von Merz für schwer destruktiv, fahrlässig und widerrechtlich halte, gehört es zu den Aufgaben eines Politikers, Kontakte in alle Welt zu pflegen, auch zum politischen Gegner, um die diplomatische Gesprächsbasis zu erhalten.

    Wir sollten aufhören mit den Kontaktschuldvorwürfen.

    Dazu muss man aber nicht einen Selensky ins Parlament einladen.

  2. Patient Null 17. Februar 2026 um 9:58 Uhr - Antworten

    Merz sagte: „Wir Europäer treffen unsere Vorkehrungen. Dabei kommen wir zu anderen Schlussfolgerungen als die Regierung in Washington.“ Später fügte er hinzu: „Der Anspruch der USA auf Führungsrolle wird in Frage gestellt, vielleicht ist er sogar schon verspielt.“

    Der wird aber nicht von Deutschland in Frage gestellt, sondern von BRICS. Damit macht sich Merz ungewollt zum BRICS Vertreter. Das gibt von Trump gleich nochmal 50% extra Zölle. Das Verhalten ist politisch (und wirtschaftlich) extrem schädlich für Deutschland.

    Trump reist nach Deutschland und trifft nur Weidel. Wär mal ganz lustig, wie dann die Medien kochen würden.

  3. Hausmann_Alexander 17. Februar 2026 um 9:51 Uhr - Antworten

    „Die Regierung Merz und ihre Koalition im Bundestag haben für die WHO ein Gesetz beschlossen, das die Grund- und Menschenrechte Recht auf körperliche Unversehrthei, der Freiheit der Person, des Brief- und Postgeheimnisses und der Freizügigkeit einschränkt. Praktisch auch, wenn man Krieg führen will.“

    Meine ehemalige Geschichtslehrerin aus der Oberschule hatte gesagt:
    „Jeder der das Grundgesetz angreift, hat vor eine Diktatur zu errichten.“

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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