Estlands Geheimdienst gegen NATO-Angst: Kein russischer Angriff geplant

11. Februar 2026von 2 Minuten Lesezeit

Im jährlichen Bericht des estnischen Auslandsgeheimdienstes hält die Behörde nüchtern fest: Russland hat keine Absicht, das Land anzugreifen.

Das Baltikum – Estland, Lettland, Litauen – gilt üblicherweise als rhetorischer Scharfmacher im Konflikt der EU mit Russland und dem Stellvertreterkrieg in der Ukraine. Estland hat durch die Person Kaja Kallas, inoffizielle „Außenministerin“ der EU, eine besonders exponierte Rolle. Und gerade der dortige Auslandsgeheimdienst zerschmettert nun die anti-russische Angstmache der NATO-Propaganda.

So hat der estnische Auslandsgeheimdienst (Välisluureamet, EFIS) am Dienstag, dem 10. Februar 2026, seinen jährlichen Bericht „International Security and Estonia 2026“ veröffentlicht. Das 86-seitige Dokument analysiert die externen Sicherheitsbedrohungen für Estland und die Region, logischerweise mit klarem Fokus auf Russland, den Krieg in der Ukraine und langfristige militärische Entwicklungen.

Zentrale Aussage: Russland hat derzeit keine Absicht, Estland oder einen anderen NATO-Staat im kommenden Jahr militärisch anzugreifen. Diese Einschätzung werde voraussichtlich auch 2027 gelten.

Direktor Kaupo Rosin: „Es gibt keinen Grund zur Panik.“ Man bleibt jedoch naturgemäß im antirussischen Narrativ verhaftet. Russland bleibe „gefährlich trotz Inkompetenz“, und Wachsamkeit sei nötig, um die Ausbreitung des „russischen Weltbilds“ zu verhindern. Auch pikant: Russland plane aktuell keinen Angriff – aufgrund der verstärkten militärischen Maßnahmen der EU/NATO.

Ansonsten berichtet die estnische Behörde, dass Russland die Verhandlungen nur taktisch nutze und die Armee sich intensiv reformiere: Die Produktion von Artilleriegranaten stieg auf etwa 7 Millionen Stück jährlich (17-fach im Vergleich zu 2021), und es werden strategische Vorräte für künftige Konflikte angelegt. Besonders relevant: Russland passe seine Streitkräfte massiv an unbemannte Systeme (Drohnen, See- und Luftfahrzeuge) an, mit neuen Regimentern im Baltikum-Bereich. Die Drohnenaufrüstung – zu Luft und See – führt freilich auch die NATO durch.

Abschließend fordert der Bericht weitere Investitionen in die Verteidigung und lobbyiert für mehr Aufrüstung und „Abschreckung“. Doch die Kernaussage ist durchaus wichtig: Russland plant keinen Angriff auf die NATO.


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3 Kommentare

  1. triple-delta 12. Februar 2026 um 8:52 Uhr - Antworten

    Laut Focus hat der estnische Geheimdienst genau das Gegenteil verkündet.

  2. Dr. Rolf Lindner 11. Februar 2026 um 22:28 Uhr - Antworten

    Man stelle sich die Massen an vergeudetem Gehirnschmalz vor, die dann zu einem Ergebnis kommen, das Kleinfritz auf der Straße auch vorhersagen kann. Einst hatte ich große Sympathien für die Völker des Baltikums. Solche Typen wie diese Kallas haben mir diese gründlich verdorben. Gleiches trifft auf alle NATO-geilen nördlichen Länder zu.

  3. Jakob 11. Februar 2026 um 18:47 Uhr - Antworten

    Solche Aussagen, Geheimdienst hin oder her, sind Kaffeesud-Lesereien.

    Natürlich ist davon auszugehen, dass Russland nicht angreift.
    Aber nicht weil die NATO so furchteinflössend stark ist sondern weil es nicht den geringsten Grund für Russland gibt dies zu tun.

    Solange die NATO mit den baltischen Kläffern nicht durchdreht wird sich daran nichts ändern.

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