Israel ist stolz auf seine Kriegsverbrechen

1. Februar 2026von 4,9 Minuten Lesezeit

Die Mehrheit in der israelischen Gesellschaft ist stolz auf Kriegsverbrechen, verteidigt die Vergewaltigung von gefangenen Palästinensern, begrüßt die Schändung Ruhestätten von Toten und versucht durch Auslöschen von lebenden und toten Dingen, welche Zeugnis abgeben von der Geschichte Palästinas, die Geschichte umzuschreiben. Aber es gibt Berichterstattung in Israel, welche bei uns auf Grund der deutschen „Staatsräson“ selten zu sehen ist.

Israels Fernsehsender Channel 12 interviewte z.B. einen iranischen Mossad Söldner, den man Arash nannte, und der berichtete, was Gruppen solcher Söldner im Iran im 12-Tage-Krieg gegen den Iran (und bei den jüngsten Unruhen) im Land getan hatten.

Perfidie

Er erwähnt, dass es im ganzen Land mehrere solcher kleinen Teams gab, die, verkleidet als lokale Zivilisten, wenige Minuten vor Kriegsbeginn gleichzeitig Radaranlagen und Verteidigungssysteme mit Panzerabwehrraketen und Drohnen zerstörten. Er erwähnt auch, dass sich in einigen Teams Frauen befanden, darunter auch einige Anführerinnen. Solche Teams sollen auch während der jüngsten gewalttätigen Unruhen im Iran im Einsatz gewesen sein. Es gibt also eine offene Berichterstattung über die Kriegsverbrechen. Allerdings:

Es ist verboten, sich als Zivilist zu tarnen, um den Feind in falscher Sicherheit zu wiegen und dann anzugreifen, zu töten oder zu verletzen. Das Vortäuschen eines geschützten Status (wie Zivilist) zum Zweck eines Angriffs ist ein Kriegsverbrechen.

Niederträchtigkeit“ [In Englisch: Perfidy]

„Unsichtbarkeitstechnologie“ darf nicht perfide missbraucht werden. Die Tötung oder Verletzung eines Gegners durch Niedertracht gilt seit Langem als unzulässige Kriegsführungsmethode (z. B. Haager Landkriegsführung von 1907, Art. 23(b)). Artikel 37(1) des Zusatzprotokolls I zu den Genfer Abkommen von 1949 definiert Perfide als

‚Handlungen, die das Vertrauen eines Gegners erwecken, um ihn zu dem Glauben zu verleiten, er habe Anspruch auf Schutz oder sei verpflichtet, diesen nach den im bewaffneten Konflikt geltenden Regeln des Völkerrechts zu gewähren, mit der Absicht, dieses Vertrauen zu missbrauchen.‘

Diese strenge Definition soll lediglich eine bestimmte Kategorie von Täuschungshandlungen verbieten, ohne die Freiheit der Kriegsparteien einzuschränken, Täuschungstaktiken anzuwenden, die traditionell als Kriegstaktiken zulässig waren. So heißt es im Lieber-Kodex: ‚Militärische Notwendigkeit … erlaubt Täuschung, schließt aber perfide Handlungen aus‚ (Art. 16).“

In modernen Konflikten (z. B. Afghanistan) wurde das Tragen von Zivilkleidung durch Spezialeinheiten kritisiert, aber nur Angriffe in dieser Tarnung machen es zu einem Verbrechen. Aber die Mossad-Agenten klärten nicht nur auf, sondern kämpften, verkleidet als Zivilisten. Sowohl im 12-Tage-Krieg, als auch während der jüngsten Unruhen im Land.

Die Sprengfallen in Alltagsgegenständen

Israels Militär ist stolz darauf, dass sie das Völkerrecht mit tückischen Terroranschlägen brechen! Sie finden sich toll dabei. Israel investierte schätzungsweise 275 Millionen US-Dollar in seinen Pager-Terroranschlag im Libanon im Jahr 2024, bei dem 42 Menschen getötet und mehr als 3.400 verletzt wurden. Brigadegeneral a. D. Gil Pinchas, ehemaliger Finanzberater des israelischen Generalstabschefs, beschrieb den Anschlag gegenüber israelischen Medien als „mehrjährige Sicherheitsinvestition„, die komplexe nachrichtendienstliche und logistische Vorbereitungen erforderte und deren Kosten sich über Jahre der technologischen Entwicklung und des Infrastrukturausbaus erstreckten.

Obwohl Israel argumentierte, die Terroranschläge hätten sich gegen Mitglieder der Hisbollah gerichtet, würde auch das, wenn es denn ausschließlich so wäre, dennoch einen Verstoß gegen das Völkerrecht darstellen. Denn die Explosionen waren wahllos und töteten auch Zivilisten, darunter ein neunjähriges Mädchen. Auf die Massenexplosionen vom 17. September folgte am nächsten Tag eine zweite Welle mit als Waffe eingesetzten Funkgeräten. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu genehmigte den Anschlag, und sein Sprecher bestätigte später die Verantwortung, nachdem Israel zunächst eine Stellungnahme abgelehnt hatte. Nach den Anschlägen verschenkte Netanjahu sogenannte „Golden Pager“ an US-Beamte, darunter US-Präsident Donald Trump.

Es ist ein Unterschied, ob man Pager benutzt, um falsche Informationen zu verbreiten, oder Funkgeräte, um den Gegner abzuhören, oder ob man solche Alltagsgeräte als Bombe einsetzt, noch dazu, ohne zu wissen, wer sie gerade in der Hand hält.

Das Versehen von Alltagsgegenständen (z. B. Pager, Radios oder andere harmlose Objekte) mit Sprengstoffen und ihr wahlloses Zünden auf Verdacht verstößt gegen mehrere Kernregeln des humanitären Völkerrechts (International Humanitarian Law, IHL). Nach dem Amended Protocol II zur Convention on Certain Conventional Weapons (CCW) ist es verboten, Booby-Traps oder ähnliche Vorrichtungen in Form von scheinbar harmlosen, portablen Objekten zu verwenden, die speziell dafür konstruiert wurden, zum Explodieren gebracht zu werden, ohne dass man weiß, wer dies gerade in der Hand hält.

Angriffe müssen zwischen Kombattanten und Zivilisten unterscheiden. Wahllose Explosionen, ohne Kenntnis des Ziels, verletzen dies und gelten als wahllose Angriffe, indiscriminate attacks. Und Pager sind keine Waffen oder Ausrüstungsgegenstände, die nur feindliche Kombattanten benutzen.

Das sind nur zwei Beispiele, mit denen sich Israel aus dem Kreis der „zivilisierten“ Länder verabschiedet. Man braucht erst gar nicht erzählen, was in Gaza passiert.

Nach dem Völkermord in Gaza

Mit dem Völkermord in Gaza sind alle Schranken gebrochen, welche nach vielen schrecklichen Kriegen versucht hatten, wenigstens ein Mindestmaß an Menschlichkeit auch in bewaffneten Auseinandersetzungen zu bringen. Wer solche Mittel einsetzt, begibt sich auf das gleiche Niveau wie Terroristen, welche z.B. Anschläge gegen Busse begehen, die unter Umständen auch Zivilisten benutzen. Es ist die logische Folge der US-Missachtung des Völkerrechts, das in seinen Drohungen, Sanktionen und Gesetzen gegen den IStGH und den IGH zum Ausdruck kommen. Eine solche Verrohung wird sich aber irgendwann gegen den Täter wenden. Und dafür braucht man gar nicht die Bibel zu bemühen.

Bild: Auszug aus Bild im Internet

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12 Kommentare

  1. Neubi 2. Februar 2026 um 17:47 Uhr - Antworten

    Mit dem Islamisten-Fanboy Mitschka hat TPK leider stark an Qualität eingebüßt.

    • Jochen Mitschka 2. Februar 2026 um 20:11 Uhr - Antworten

      Danke für das Kompliment. Habe ich gerne freigeschaltet. Es ist immer schön zu sehen, wenn sich Kommentatoren durch ihre Kommentare selbst entblößen.

    • Jakob 3. Februar 2026 um 14:40 Uhr - Antworten

      Trotz aggressiver Propaganda rattern die Beliebtheitswerte von Israel und den USA in die Kanalisation.
      Da helfen sich manche verzweifelten Propagandisten mit beleidigenden Unterstellungen.

  2. triple-delta 1. Februar 2026 um 20:19 Uhr - Antworten

    Der Zionismus ist der Zwillingsbruder des Nationalsozialimus. Beide sind faschistische Ideologien. Deshalb sind die Parallelen zwischen dem 3. Reich und Israel auch so auffällig.
    Dabei hat der Zionismus nichts mit dem Judentum an sich zu tun. Man könnte ihn auch als antisemitisch bezeichnen. Der Protest traditioneller Juden bestätigt dieses.

    • palman 2. Februar 2026 um 2:57 Uhr - Antworten

      … und für „Echte KLAR-heit“ bezüglich der sog. „Zionisten“ liest man u.v.a. den Artikel – > Isreal und die ewige Kriegslust der Khasaren < (01-12-25) von Autor und Verleger P. Haisenko auf „anderwelt-online.com“ !?!

      … und grd.-sätzlich googelt man den „WELT.de“-GeschichtsArtikel aus „2017“ mit Titel – > Chasaren-Reich – Dieses j ü d i s c h e Imperium ragte weit bis nach Europa < !?! – handelte sich dabei um ein heidnisches TURK-Volk – im Beritt u.a. der heutigen Ukraine – das den „Jüdischen Glauben“ vor über EIN-Tausend Jahren n u r an-ge-nom-men hatte usw. … ;-)))

  3. Jan 1. Februar 2026 um 10:48 Uhr - Antworten

    Am Ende steht der Mensch, der Christ, der Jude, der Moslem, auch der Atheist, Hinduist, Buddhist und der Sikh vor seinem Schöpfer und muss sich rechtfertigen. Das ist eine biologische Funktion der Selbsthemmung, damit man sich im Spiegel noch anschauen kann.

    Der einzige, der übt, die Selbsthemmung zu überwinden, ist der Satanist, der betet vom Menschsein befreit zu sein.

    Epstein. Ukraine. Coronaspritzen. Weihnachtsmärkte. Gaza.

    • Andreas_Sch. 2. Februar 2026 um 0:02 Uhr - Antworten

      Und dann ist er Teil der Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft …
      Was macht der Selbstgehemmte? Findet die abenteuerlichsten Rechtfertigungen und ersäuft fast in der Bigotterie seiner Gutheit.
      Ich hasse *heiten, wahrlich ich hasse sie! 😂

  4. Andreas_Sch. 1. Februar 2026 um 10:09 Uhr - Antworten

    „Wer das Schwert erhebt …“ Wenn ich mich aufwerfe, die Grenze zu überschreiten, mit Gewalt bestimmte Ziele zu erreichen, dann sollte es auch „effektiv und wirksam“ erfolgen. Gerade als Deutscher, aber auch als Österreicher, sollte man doch verstanden haben, dass die Bewertung der Ergebnisse bewaffneter Auseinandersetzungen demjenigen obliegen, der in der Lage ist sich durchzusetzen – und nur demjenigen! Somit wäre ich zumindest auch bestrebt mich durchzusetzen – egal mit welchen Mitteln, Hauptsache ist, sie wirken.
    Die Sache mit den Rechten ist nämlich die: Es gibt ganz viele, ganz tolle Rechte, – Völkerrecht, Kriegsrecht und nicht unerwähnt bleiben sollen die Menschenrechte – die theoretisch sehr gut klingen. Nur mit dem klugen und guten Klang hat es sich dann auch. Denn: Recht hat stets derjenige, der Willens und in der Lage (!) ist, dies auch durchzusetzen!
    Wenn man erst den Stiefel im Nacken hat, lässt sich gut jammern, man hätte irgendwelche Rechte – es interessiert nur niemanden, wirklich niemanden und irgendwann bleibt man nur als Verlierer im Gedächtnis … Im Falle der Deutschen kann man aber sagen, dass sie zwar nichts gewonnen haben, aber bei den Verlierern wenigstens in Punkto Schönheit und Gründlichkeit einen der obersten Ränge einnehmen.

    • Jan 1. Februar 2026 um 10:59 Uhr - Antworten

      Man hofft auf den Offizier, der sagt, DAS machen wir nicht. Oder den Arzt oder Richter. Es ist eine Prüfung!

      • Andreas_Sch. 1. Februar 2026 um 11:11 Uhr

        Für Leute, die eine Autorität benötigen – nein, brauchen, die sie an das Patschehändchen nimmt, war mein Kommentar auch nicht gedacht. 😆 BTW: Hoffen und Harren hält manchen zum Narren!

  5. Daisy 1. Februar 2026 um 8:12 Uhr - Antworten

    Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der isr. Bevölkerung stolz auf die Kriegsverbrechen ist, denn davon weiß es wohl nichts bzw. meint es, es gehöre zur Selbstverteidigung und ist verhetzt, so wie das ja jetzt auch in EUropa mit den Russen geschieht.

    Die Gift-Tintlinge gehôren sicher zu den größten Verbrxchern der Geschichte und sollten für ihre Verdrehungen und Lügen zur Rechenschaft gezogen werden. Sie sind im Grunde von der Wirksamkeit ihrer falschen Worte her de facto Massenmxrder. Sie stehen damit gleichauf mit den verlogenen Politmarionetten, was die Schwere der Verbrxchen betrifft, denn sie wissen, was sie tun…sie kennen die Wahrheit und sie lügen trotzdem – das bezieht sich nicht nur auf Kriege, Volksverhetzung (wozu auch die Opposition und Ungeimpfte zählen), sondern auch andere woke Agenden, die nicht nur die Gesellschaft zerstören, sondern unseren Wohlstand…

  6. VerarmterAdel 1. Februar 2026 um 7:29 Uhr - Antworten

    Rede Leuten mit großen geistigen Potentialen ein, sie seien von Gott auserwählt über die gesamte Welt zu herrschen, und schaue, was passiert…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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