
Proteste im Iran gegen ausgeartete „Demonstrationen“
Die Opferzahlen steigen, und immer öfter wird von Bewaffneten berichtet. Wobei die Berichte widersprüchlich sind. Westliche Meldungen betonen, dass Gewalt praktisch ausschließlich von den Sicherheitskräften ausgeht. Medien im Iran sagen das Gegenteil.
Die iranische Regierung gerät immer stärker unter Druck, härter gegen die aus normalen Demonstrationen in Gewalt ausgearteten Aktionen von kleinen Gruppen vorzugehen.
Die normalen Iraner
Die Menschen im Iran hinterfragen immer stärker, was denn die Ziele derjenigen sind, welche zerstören. Es fehlt an klaren politischen Forderungen. „Tod den Mullahs, es lebe der Schah“ ist keine Forderung, sondern ein Slogan. Der Iran hat eine Verfassung, die von den Menschen mit großer Mehrheit angenommen wurde, ebenso wie alle Veränderungen. Die Forderung, mal eben eine Monarchie einzuführen ist vergleichbar, mit der Forderung in Deutschland, wieder das Kaiserreich aufleben zu lassen. Wobei dieses nicht durch die CIA in einem Putsch erschaffen worden war. Aber was mit Menschen in Deutschland passiert, die auch nur in Chats über etwas Ähnliches nachdenken, konnte man an der Rollatorgang erleben, die langsam an Altersschwäche ausstirbt, nachdem sie Jahre in Untersuchungshaft verbracht hat.
Obwohl die Deutschen nie (wie im Gegensatz die Iraner) über ihre Verfassung abstimmen durften, würden sich auch die Regierungsgegner wohl dagegen aussprechen, mal eben die Grundlagen der Verfassung zu ändern. Besonders nicht, wenn dies versucht wird durch das Anzünden von Kathedralen und Gebäuden zu erreichen. Die Reaktion vieler deutscher Politiker ist daher eher surreal.
Die Zustände im Iran
Ein Artikel von Mehrsnews beschreibt einen Vorfall in der Provinz Ilam (Stadt Malekshahi), bei dem am Samstagnamittag, in der Nacht vom 4. auf den 5. Januar 2026 „quasi-terroristische Unruhen“ aus ursprünglich friedlichen Demonstrationen ausbrachen. Bewaffnete Randalierer versuchten, in ein Regierungsgebäude einzudringen, woraufhin Sicherheitskräfte eingriffen. Dabei wurden drei Personen getötet und mehrere verletzt. Die Darstellung betont, dass es sich um gewalttätige Störer handelt, die von ausländischen Einflüssen unterstützt werden, und unterscheidet implizit zwischen legitimen Protesten und solchen „Unruhen„. Es wird kein Geschlecht oder Alter der Getöteten spezifiziert, und der Fokus liegt auf der Verteidigung der staatlichen Ordnung. Der Artikel verknüpft dies mit den breiteren wirtschaftlichen Protesten, die seit letzter Woche andauern, aber stellt sie als missbraucht durch Extremisten dar.
In Kermanshah fand eine Massendemonstration anlässlich der Beerdigung eine 3-jährigen Mädchens statt, das durch Schüsse von gewalttätigen Demonstranten getötet worden war. Regierungsfeindliche Kräfte berichten jedoch anders oder bestreiten die Darstellung, indem sie die Verantwortung bei Sicherheitskräften sehen – ein typisches Muster in solchen Konflikten. Allerdings scheinen die Iraner hier mit den Füßen zugunsten der Regierung abzustimmen. Die Tehran Times erklärt ausdrücklich, dass das Mädchen Melina Asadi durch das Feuer von bewaffneten Gruppen starb. Der Vorfall ereignete sich am 8. Januar 2026, als das Mädchen mit ihrem Vater zur Apotheke unterwegs war.
„Menschenrechtsorganisationen„, welche vorwiegend vom Westen finanziert und unterstützt werden, schreiben praktisch alle Todesfälle und Schüsse den Sicherheitskräften zu, behaupten sogar, sie würden absichtlich auf Kinder zielen. Obwohl die Berichte von bewaffneten Randalierern glaubhaft sind. Die privaten unabhängigen Medien wie Asriran.com, entekhab.ir, sharghdaily.com, erklären unisono, dass die Demonstrationen ursprünglich durch die wirtschaflichen Nöte ausgelöst worden seien und betonen die Notwendigkeit von Reformen, kritisieren die Regierung. Die Gewalt schreiben praktisch alle „externen Einflüssen“ zu, welche jedoch nicht näher beschrieben werden.
Enthüllungen
Die Gruppe Handala (@Handala_Red) hat am 9. Januar 2026 einen Post auf x.com veröffentlicht, in dem sie eine Liste von über 600 Kontakten aus dem „sicheren Telefon“ von Mehrdad Rahimi teilt, den sie als leitenden Mossad-Offizier im Iran darstellen. Rahimi wird beschuldigt, Agenten zu instruieren und zu finanzieren und Unruhen (einschließlich der aktuellen Proteste) zu organisieren. Der Post enthält Bilder der Liste und einen Link zu weiteren Details. Die jüdische Allgemeine berichtet, dass der iranische Geheimdienst erklärte, ein Mossad-Netz aufgedeckt zu haben, das versucht habe, einen „sensiblen Standort“ in Zentraliran zu sprengen.
Weitere Posts von Accounts wie @PressTV am 10. Jan 2026 und @ferozwala am 11. Jan 2026 berichten ähnlich. Ein Video zeigt angeblich synchronisierte Kontakte mit US-Nummern.
Israelische Quellen wie @ArutzSheva_En am 10. Jan 2026 und @EretzIsrael am gleichen Tag erwähnen die Veröffentlichung, betonen aber, dass sie nicht bestätigt ist und Rahimi als angeblichen Mossad-Repräsentanten für „Chaos und Terror“ dargestellt werde.
Festnahmen
Mehrere Posts berichten über Verhaftungen in Städten wie Abadan (Khuzestan), Khorramabad und Kermanshah, wo Festgenommene in Videos Reue äußern. Ein Randalierer in Khorramabad, der an Gewalttaten am 1. Jan 2026 teilgenommen hatte sagt aus: „Wir wurden getäuscht… Es war ein Fehler. Ich bitte andere, das nicht zu tun.“ Was in westlichen Quellen, natürlich als Propaganda und als unter Zwang erzeugt erklärt wird. In Abadan sagten Verhaftete am 10. Januar ähnlich: „Ich wurde getäuscht und bin tief traurig.“ Die Justiz kündigte jedoch an, keine Nachsicht walten zu lassen, da Warnungen ignoriert worden seien. D.h. die Aussage werde nicht strafmildernd wirken.
Eine X-Mitteilung vom 3. Januar zeigt ein Video von Telefonen verhafteter Randalierer, in dem eine Frau (vermutlich eine Agentin) Anweisungen gibt, wie man bei Verhaftung agiert: Leugnen von Verbindungen ins Ausland, Reue vortäuschen und Regime-Symbole als Wallpaper nutzen. Staatliche Accounts wie @FarsNews_Agency, z.B. am 1. Januar, teilen Videos von Bewaffneten, die Fehler zugeben.
Die letzte Nacht
Die Nacht vom 10. auf den 11. Januar war nach Regierungsangaben wesentlich ruhige, während Verfassungsgegner behaupten, erfolgreiche Proteste mit Brandlegungen durchgeführt zu haben. Internationale Medien wie The Guardian und New York Times bestätigen anhaltende Unruhen trotz hartem Vorgehen der Sicherheitskräfte, es gebe Videos von Feuern und Chaos, was als „brutal“ beschrieben wird. Für Gewalt werden die Regierungskräfte verantwortlich gemacht.
Iranische staatliche Medien und regierungsnahe Quellen wie PressTV, Tasnim und Fars News Agency minimieren die Ereignisse und behaupten, die Nacht sei weitgehend „ruhig“ verlaufen, mit nur isolierten „Unruhen“ durch „Randalierer“ oder „Terroristen„. Sie erklären die Proteste als von außen gesteuert. Staatliche TV-Sender berichten, dass Sicherheitskräfte die Lage unter Kontrolle haben, mit Verhaftungen von „Mossad-gestützten Unruhestifern“ und „terroristischen Agenten“ aus USA und Israel, die Feuer gelegt haben sollen.
Was im Prinzip Aussagen israelischer Politiker bestätigen. Ein israelischer Minister hat kürzlich erklärt, dass israelische Agenten derzeit in Iran operieren, inmitten der Massenproteste, die durch wirtschaftliche Probleme ausgelöst wurden. Dies wird als Hinweis auf Mossad-Aktivitäten gesehen, die die Unruhen nutzen oder unterstützen könnten. In X.COM findet man mehrere solcher Aussagen, die stolz darauf hinweisen, dass es wie vor dem 12-Tage-Krieg unbemerkt geblieben sei. Der Premierminister Benjamin Netanyahu hat in einer Diskussion mit US-Senator Marco Rubio über potenzielle US-Militärintervention in Iran gesprochen, was implizit auf koordinierte Operationen (einschließlich Mossad) hinweist, um die Proteste zu verstärken.
Auch US-Politiker erklären es ganz offen. Der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo hat behauptet, dass Israels Spionageagentur (Mossad) innerhalb Irans operiert, während Proteste über wirtschaftliche Missstände andauern. Das kann man nur so interpretieren, dass Mossad vor Ort aktiv ist, um die Unruhen zu beeinflussen. Er hat auch in einem Video-Interview spekuliert, dass der Mossad hinter den Iran-Protesten stecken könnte, und deutete Präsenz auf den Straßen Irans an, was Teherans Warnungen vor „Feindplänen“ und US/Israel-Einmischung bestätigt. Und schließlich reiht sich US-Senator Ted Cruz ein in die Riege der Unterstützer eines Putsches in Teheran.
Flucht aus dem Iran?
Aktuelle Proteste und politische Unruhen im Iran, also im Januar 2026, haben zwar zu sozialen Spannungen und staatlichen Zwangsmaßnahmen geführt, aber bisher gibt es keine verlässlichen Berichte über eine massive Fluchtbewegung großer Teile der iranischen Bevölkerung ins Ausland allein aufgrund der jüngsten Proteste. Ganz anders verhält es sich mit den Menschen Israels übrigens. +972 berichtet, dass seit den Anschlägen vom 7. Oktober über 150.000 israelische Staatsbürger das Land verlassen haben, viele von ihnen mit einem One-Way-Ticket und ohne Rückkehrpläne. Hila Amit interviewte mehrere israelische jüdische Auswanderer, deren Aussagen auf einen tiefen Vertrauensverlust in das zionistische Projekt selbst hindeuten – ein Zeichen für einen umfassenderen systemischen Zerfall.
Zusammenfassung
Es ist unerheblich, ob deutsche X-User rufen „die Mullahs müssen gehen“. Entscheidend wird sein, wie die fast 90 Millionen Iraner die Situation einschätzen. Der entstandene Sachschaden, neben den menschlichen Opfern, geht in die hunderte Millionen Euro. Bitter für ein Land, das wirtschaftlich sowieso in Problemen steckt. Was offensichtlich das Ziel der Gewalttaten war. 80 bis 90% der Bevölkerung sind gläubige Schiiten. Von denen wäre niemand auf die Idee gekommen, eine Moschee anzuzünden. Ebenso wenig würden wirklich patriotische Iraner über 50 Feuerwehrfahrzeuge anzünden und Feuerwehrleute angreifen, die Leben und Eigentum normaler Bürger retten wollen.
Es wird Ermittlungen und Gerichtsverfahren geben, und es wird Urteile geben. Letztlich ist aber anzunehmen, dass die Regierung alles unternehmen wird, um die wirtschaftliche Situation zu stabilisieren. Das wird nach den Schäden noch schwieriger werden, auch weil weiterhin ungeheure Aufwendungen in die Verteidigung fließen (müssen), da das Land unter einer ständigen Kriegsbedrohung steht durch die militärisch mächtigsten Nationen der Welt. Das größte Problem dürfte die Wasserknappheit sein, die nicht nur wegen fehlender Investitionen, sondern auch durch illegale Dämme und Misswirtschaft verursacht wurde. Aber natürlich kann etwas gegen Korruption unternommen werden, und befreundete Nationen wie China und Russland könnten Stundungen für Waffenlieferungen gewähren, China könnte bei der Infrastruktur einspringen und auf Kredit z.B. die Wasserversorgung reformieren, insbesondere Entsalzungsanlagen und Pipelines bauen. Ziel wird sein, dringend benötigte Investitionen in Infrastruktur zu realisieren und Arbeitsplätze, besonders für viele junge Akademiker, zu schaffen. Lior Sternfeld schreibt auf +972:
„… Doch das Zusammentreffen von Wirtschaftskollaps, Umweltkatastrophe, regionaler Demütigung und schwindender Legitimität deutet darauf hin, dass der Iran in eine neue Phase eingetreten sein könnte. Das bedeutet nicht, dass die Islamische Republik am Rande des Zusammenbruchs steht – sie hat wiederholt ihre Kreativität im Kampf ums Überleben unter Beweis gestellt. Die Frage ist nicht, ob es zu einem Wandel kommen wird, sondern welche Form er annehmen wird und welchen Preis das iranische Volk dafür zahlen muss.“
Die kommende Nacht wird zeigen, ob die Behörden erfolgreich waren, die Gewalt einzudämmen. Aber selbst wenn es wieder eine Nacht mit Brandsätzen und Schüssen geben sollte, ganz sicher wird der Iran keine Monarchie von US-Israel-Gnaden werden!
Dass ausländische Mächte die Gunst der Stunde nutzen, um Proteste anzufeuern, macht die theokratische Diktatur um keinen Deut besser! Wer sich auf die Seite der Diktatur wegen ausländischer Trittbrettfahrer stellt, offenbar nur, keinen Verstand und wenig Menschlichkeit zu besitzen. Weder das eine noch das andere Übel möge unterstützt werden. Da scheint sich ein höchst absurder und zutiefst Menschen verachtender Geist bei tkp eingeschlichen zu haben! Hauptsache eine Gegenposition zum Medienmainstream einzunehmen ohne genauer hinzuschauen, kann nur schief gehen, denn das (scheinbar) genau Gegenteil eines Übels entpuppt sich allzu oft wieder bloß als ein anderes Übel!
@Wonderwoman: Der Iran benötigt höher angereichtes Uran für medizinische Zwecke! Außerdem kann natürlich höher angereichertes Uran viel effektiver in Kraftwerden eingesetze werden. Deshalb ist es Unsinn zu behaupten, das wäre ausschließlich für Waffen notwendig.
Davon abgesehen. Der Iran hatte erklärt, dass er jederzeit wieder zurück zu den Beschränkungen des JCPOA gehen würde, wenn die Sanktionen aufgehoben würden. Das waren 3,5 oder 12%, ich erinnere mich nicht genau. Aber das genügt wie gesagt nicht mehr. Dieser Vorschlag wurde verworfen. Der Iran soll GAR NICHT MEHR anreichern. Und auch seine Raketen wegwerfen.
Ist das jetzt verstanden? Dass es gar nicht um 50% 60% oder 90% geht?
Ja, natürlich habe ich das verstanden, aber wo steht das? Ich finde dazu nichts.
Die Zeit vom 16. Nov.
„Der Iran hat die Anreicherung von Uran nach eigenen Angaben vollständig eingestellt. „Es gibt derzeit keine Anreicherung, weil unsere Anreicherungsanlagen angegriffen wurden“, sagte Außenminister Abbas Araghtschi der Nachrichtenagentur AP am Sonntag in Teheran. Der Iran setzte infolge der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf seine Atomanlagen im Sommer die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aus, weshalb keine verlässlichen Informationen über die Schäden an den Atomanlagen vorliegen. Die iranische Regierung spricht von „erheblichen Schäden“, die jedoch schnellstens behoben werden sollten, um das Nuklearprogramm fortzuführen.“
Es geht angeblich nicht. Aber man will damit fortfahren.
Haben Sie einen Link, wo das steht?
Ich finde nur, dass die alten ausgesetzten Sanktionen wieder aufgenommen wurden.
Ich fand auch, dass für medizin. Zwecke eine Anreicherung von 20% genügt.
Ich denke, wenn man die Atomaufsichtsbehörde alles kontrollieren ließe, könnten Missverständnisse abgebaut werden.
Ich habe das wirklich sehr gründlich gesucht, aber ich finde nicht, dass Iran nun überhaupt kein Uran mehr anreichern darf – lt. neuesten Sanktionen.
Ich gab in Duckduckgo unter „Iran darf kein Uran mehr anreichern“ – nur, dass es das lt. eigenen Angaben zur Zeit nicht kann…
Was soll ich machen? Es ist nicht bös gemeint von mir…
Ich denke, dass die Sanktionen durch die Chinesen weitgehend wirkungslos sind? Der Iran hat Öl wie Heu, Knowhow und Industrie. Woher also kommen die ökonomischen Schwierigkeiten?
Der Irrsinn startet. Gerade bei Raue im Vermietertagebuch gesehen…
„Die Atombombe ist angeblich in in 24 Stunden einsatzbereit Und Für Israel wäre das der absolute Super-GAU.
Doch es bleibt nicht regional. Die USA haben bereits den nächsten Schritt angekündigt. Gestern Abend wurde der Start von B52-Bombern gemeldet – genau wie beim letzten großen Eskalationsmoment.“
Also, keine Chance mehr auf Frieden. Die Sache ist wohl nicht mehr zu stoppen. Mist!
Zudem ist Putin immer mehr sauer und macht jetzt Atombombentests und will alle russ. Tanker mit Atom-U-Booten eskortieren. Ja, auch Putin dreht jetzt durch! Mein Gefühl, dass der Kriegsgott Ares wieder sein Unwesen treibt, hat mich nicht getäuscht. So kommt es mir zumind. vor. Was für Wahnsinn ist in die Menschen gefahren? Warum sind viele so gehässig und gereizt? Ist das ein Virus? Soviel extremer Hass…
Konstitutionelle Monarchie?
Wikipedia ist ein Instrument der Beeinflussung.
Auch die 1979 gestürzte Monarchie mit dem Schah war eine so genannte „konstitutionelle Monarchie“.
Der Iran hatte seit der Konstitutionellen Revolution von 1906 (unter der Kadscharen-Dynastie) eine Verfassung, die das Land als konstitutionelle Monarchie organisierte, mit einem Parlament (Majlis) und der Beschränkung der Macht des Schahs durch festgelegte Regeln.
Das Staatsoberhaupt war formal der Schah, dessen Befugnisse durch die Verfassung geregelt waren: Ernennung von Ministern, Unterzeichnung von Gesetzen, Oberbefehl über die Streitkräfte usw.
Der Geheimdienst des Iran unter der Schah-Dynastie war berüchtigt und spielte eine zentrale Rolle bei der Festigung der Macht des Monarchen. Er hieß SAVAK.
SAVAK steht für Sazman-e Ettela’at va Amniyat-e Keshvar – auf Deutsch: „Organisation für nationale Informationen und Sicherheit“.
Gegründet: 1957, auf Wunsch von Schah Mohammad Reza Pahlavi.
Hilfe von außen: Aufbau und Training durch den israelischen Mossad und die US-amerikanische CIA.
We die Grausamkeiten und die Unterdrückung wissen will, die unter dem Schah durch diesen Geheimdienst ausgeübt wurden, die Foltermethoden, die Tötungen und das Verschwindenlassen von Dissidenten, der mag sich gerne weiter informieren.
Ja, das war früher. In England gings früher auch wild zu. Ich las, dass dem Schah-Sohn eine konstitutionelle Monarche mit dem Zusatz „nach Vorbild GBs“ vorschwebt, hier:
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/iran-proteste-unruhen-exil-opposition-li.10013439
Er mag vielleicht schwindeln, aber das weiß ich nicht…
Mittlerweile ist das leider ein Bezahlartikel, sorry.
Anderswo lese ich, dass er gar keine Monarchie mehr will:
https://www.dw.com/de/politisches-comeback-f%C3%BCr-reza-pahlavi-im-iran/a-73477788
Für seine Anhänger ist Reza Pahlavi weiterhin der Kronprinz des Iran. Doch mittlerweile scheint er von der Idee einer Rückkehr der Monarchie Abstand genommen zu haben. In mehreren Interviews forderte Pahlavi, das iranische Volk solle nach einem eventuellen Sturz des Regimes in einem Referendum selbst über die Staatsform entscheiden – ob Republik mit Präsident und Premierminister, parlamentarische Republik oder konstitutionelle Monarchie nach schwedischem Vorbild. Auch andere prominente Oppositionsfiguren unterstützen diese Idee.
…
Ob ers ernst meint, weiß man natürlich nicht. Jedenfalls wurde er jetzt zum Leitbild der Opposition. Wahrscheinlich heißt das, man möchte keine Wickeln mehr mit dem „Westen“. Der Mann ist schon sehr alt und kann mMn nur zu einem neuen Weg aufrufen. Mehr nicht mehr.
Wonderwomen: „Warum lenkt man nicht ein und zeigt, dass man Uran nur friedlich nutzen will? Wäre das nicht der einfachste Weg? Man unterstützt zB die Hisbollah, die Houthis – das ist auch ein Grund für jene, die auf Seite Israels stehen. Wobei ich sagen möchte, dass Isr. wirklich zu weit geht und dringend auch Neuwahlen bräuchte, denn Bibi ist ein Fall für die Gummizelle.“
Du verstehst die Forderungen nicht. Es geht nicht um die A-Bombe. Die Forderungen sind nicht „keine Bombe“. Die hätte der Iran schon vor 30 Jahre haben können, wenn er sie gewollt hätte. Schon damals meinte Netanjahu „noch eine Woche“. Nein es geht darum ÜBERHAUPT keine Anreicherung. Das ist als ob sie einem Ölföderland sagen, Öl fördern ja, aber Benzin müssen sie bei anderen kaufen. Wodurch das Land abhängig wird. Das hatte man ja schon gesehen, als sie Material für ihre medizinische Anwendung benötigten und wegen Sanktionen nichts bekamen.
Es ist das RECHT jeden Landes anzureichern. Es steht sogar in den Verträgen.
Aber damit nicht genug. Der Iran soll ja auch seine Raketentechnik verschrotten. Er darf keine Satelliten ins All schießen, das muss er anderen überlassen. Das ist ihm verboten.
Das sind alles UNMÖGLICHE Forderungen. Die kann kein Land akzeptieren, das technologisch so hoch entwickelt ist wie der Iran. Das ist ganz einfach unmöglich.
Es würde bedeuten vollständig abhängig zu sein von der Willkür des Imperiums. Und nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich.
Danke, das ist sehr komplex. Ich dachte, es geht primär darum, zu verhindern, dass Iran die A-Waffe bauen kann. Ich weiß, dass man aber auch mit friedlichen Nutzung der Kernenergie Probleme hatte, weswegen die Atomaufsichtsbehörde dort Zugang haben wollte. Wenn sie das weiterhin kontrollieren dürfen, sehe ich keinen Grund für Sanktionen.
DiE ganzen gutmenschlichen Bekehrungen finde ich auch überflüssig. Mir gings nur um die Atombombe. Muss das denn sein, dass Iran soviel Atomstrom erzeugen möchte?
Die Sanktionen der Länder sind ganz verschieden.
„UN-Sanktionen bestehen weiterhin in Bezug auf Waffenembargos und bestimmte individuelle Listungen, EU-Sanktionen konzentrieren sich auf Menschenrechte, Drohnenlieferungen und spezifische Sektoren, US-Sanktionen bleiben das umfassendste Regime mit nahezu vollständigem Wirtschaftsembargo, sowie nationale Maßnahmen einzelner Staaten wie Großbritannien, Kanada und Australien.“
Die EU stôßt sich zB an der Verletzung der Menschenrechte und dass Iran Russland unterstützt. Das ist zB etwas, was sie nichts angeht. Diese vielen Sanktionen sind sowieso so etwas wie Erpressung und großteils schaden sie allen, nicht nur dem Sanktionierten und dort vor allem dan Menschen.
Aber sie waren ja ausgesetzt. Warum? Es geht um die Menge, die sie anreichern dürfen. Iran reicherte Uran auf bis zu 60 Prozent an. Das reicht fast für eine Atomwaffe, war der Vorwurf. Für eine friedliche Nutzung reichten ca. 4%, also deutlich weniger. Ein weiterer Vorwurf war, dass man die Kontrolle immer wieder behindert hätte.
Wenn das so unzumutbar ist, muss man verhandeln. Wie steht es denn damit? Was sagt die Opposition zu diesem Thema?
Natürlich nicht, bekanntlich kann man sich mit Windrädern und Solarzellen prima versorgen (Sarkasmus). Die Trump-Satrapie mit der Netanjahu-Satrapie möchten entscheiden, wer womit Strom erzeugen darf? Noch ein Grund, wieso beide besser asap fallen sollten.
Ein Satz herausgepickt und dann nein Konter ohne Substanz.
Die Stromgewinnung aus Atomenergie war ein Steckenpferd des Schahs. Er dachte an die Zeit danach, wenn Gas und Erdöl versiegen würden. Aber vielleicht dachte er auch schon daran, eine Atombombe haben zu wollen…Die Amerikaner lieferten in ihrer naiven Art Reaktoren und Know How in den 50ern un 60ern.
Tatsächlich wäre im Iran auch Energiegewinnung aus Sonnenenergie, Wind und Wasser sinnvoll. Aber vor allem hat man das weltweit zweitgrößte Vorkommen an fossilen Energiequellen (Erdöl und Erdgas zusammengenommen).
Bezgl. Urananreicherung gab es immer wieder Probleme mit der Atomaufsichtsbehörde.
Nach Angaben der IAEA ist der Iran der einzige Nichtatomwaffenstaat, der über auf 60 Prozent angereichertes Uran verfügt und große Uranvorräte anlegt. Das Land ist damit auf dem Weg, Uran auf die für Atomwaffen notwendigen 90 Prozent anzureichern. Für Atomkraftwerke wird lediglich auf 3,67 Prozent angereichertes Uran benötigt.
Meine Frage „Wozu?“ ist also berechtigt. Da der Iran immer wieder großen Repressalien deswegen ausgesetzt wird, wieso benimmt er sich so? Man versteckt die Anlagen usw. Wozu? Es wäre doch ein Leichtes, die Sanktionen zu vermeiden, denke ich.
Wiederholte Male hat Chamenei schon mit dem Bau einer Atombombe gedroht. Lt. Raue hat er es zuletzt auch wieder getan.
Ich kann die Motive verstehen, obwohl ivh ein Mensch bin, der weder Hass noch Rache kennt. Das ist kein Weg. Man muss schleunigsz die Verhandlungen wieder aufnehmen.
Der Iran hat freie Wahlen, und sie sind freier und weniger beeinflusst durch Manipulationen und Versprechungen die dann gebrochen werden als in Deutschland. Ich hatte ein ganzes Kapitel darüber in meinem ersten Buch zusammen mit einem Exiliraner geschrieben. Das Problem sind nicht die Wahlen, sondern die Zulassung der Kandidaten.
In Deutschland gibt es die Parteiführungen, die darauf achten, dass die Listen mit entsprechend gefügigen Kandidaten besetzt werden. Im Iran gibt es ein Komitee, das diese Vorauswahl trifft, nachdem die erste Wahl mit über 100 kandidaten oder so hoffnungslos chaotisch verlaufen war. Aber dieses Komitee ist, ähnlich wie in Deutschland „der Konsens der staatstragenden Parteien“ von den verschiedenen Strömungen innerhalb der Kleriker bestimmt. Diese stellen zwar ein quasi Abbild der Gesellschaft dar, aber sie sorgen natürlich dafür, dass keine Kandidaten zugelassen werden, welche möglicherweise die Absicht haben könnten, Verfassungsänderungen vorzuschlagen, oder ernsthafte grundsätzliche Veränderungen vorzunehmen.
An dieser Stelle müsste im Iran angesetzt werden. Bei der Zulassung der Kandidaten. Die politische Diskussion im Iran ist breiter und intensiver als in Deutschland, die normalen Menschen wissen mehr über die Politik, als die meisten Deutschen über deutsche Politik. Das Problem ist die Kandidatenzulassung.
Und Khamenei ist kein „Diktator“. Als ultrakonservative wollten, dass er „ein Machtwort sagte“, meinte er das letzte Wort habe der Wähler, und begründete es auch religiös. Ich hatte das zuerst nicht glauben wollen, war aber so.
Kürzlich wurde in Ludwigshafen der AfD-Kandidat „einfach so“ von der Wahl ausgeschlossen – es gab ein paar ähnliche Fälle woanders. Ähnlich in Frankreich (LePen), Rumänien, Moldau. Auch das sieht in Westeuropa nicht zwingend besser aus als in Iran.
@Wonderwoman
11. Januar 2026 um 17:12 Uhr
„Eine Lösung sollte jedoch gefunden werden, denn es geht denen wirklich nicht gut …“
Das ist nicht Ihr Problem. Das iranische Volk wird seine Probleme selbst lösen und braucht dazu weder westliche Einmischung noch Besserwisserei …
Es ist nicht nur meine freie Meinung, sondern schon mein Problem, denn ich habe Mitleid. Mir tut es weh, wenn es anderen nicht gut geht. Ihnen nicht?
Zu Ihrer Beruhigung: Ich kann mich dort gar nicht einmischen. Sie müssen keine Angst haben, dass meine Worte zum Sturz des Mullahregimes führen könnten.
Doch ich finde, der Schah-Sohn könnte einen Neustart hin zu einer echten Demokratie bringen. Die Menschen dort sind schon lange mit dem Regime unzufrieden. Natürlich müssen die Iraner das selbst entscheiden…
Und ja, das möchte ich schon betonen, zw. Monarchie und kostitutioneller Monarchie gibts einen Unterschied, einen sehr deutlichen.
Ich weiß es halt besser, weil ich auch öfter mal auf Wiki nachschaue… informieren Sie sich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Iran#Politische_Verfolgung
https://de.wikipedia.org/wiki/Iran#Meinungsfreiheit
@Wonderwoman
11. Januar 2026 um 18:17 Uhr
„Ich weiß es halt besser …“
Einbildung ist auch eine Bildung …
„… denn ich habe Mitleid. Mir tut es weh, wenn es anderen nicht gut geht“
Ja, das kann man oft aus Ihren vielen Zeilen herauslesen. Bitte keine weiteren Krokodilstränen und Heuchelei …
Was sollen diese pauschalen Aburteilungen und Unterstellungen? Wie wärs mit Argumenten? Gehts leicht ned?
@Wonderwoman
11. Januar 2026 um 22:30 Uhr
Nur keine Aufregung, die Argumente können Sie leicht meinen Ausführungen entnehmen, wenn Sie sie sinnerfassend lesen …
Welche Ausführungen? Dass es nicht mein Problem sei? Dass ich eine Heuchlerin sei? Und dass sich der Westen nicht einmischen soll, so auch ich. Jetzt unterstellen Sie sogar, ich sei blöd, weil ich den Sinn Ihrer „Ausführungen“ nicht verstanden hätte. Dochdoch, ich habs verstanden.
Aber haben Sie auch Argumente? Ich meine, wissen Sie es denn besser? Hm?
@Wonderwoman
11. Januar 2026 um 23:01 Uhr
„Aber haben Sie auch Argumente? Ich meine, wissen Sie es denn besser?“
Ihre „Argumente“ haben mich zu meiner Aussage animiert:
„Das iranische Volk wird seine Probleme selbst lösen und braucht dazu weder westliche Einmischung noch Besserwisserei …“
Es gibt einen Unterschied zwischen Argumenten und Besserwisserei …
Da bin ich froh, dass gewisser Österreicher, der in Buntschland Kanzler wurde, keinen Sohn hatte. Vielleicht würde auch hier jemand auf ähnlich groteske Ideen kommen?
Varus, ach?, ein H-Vergleich und Seitenhieb auf Ôsterreich? Der Schah-Sohn hat genug Anhänger im Iran und vor allem auch bei Exiliranern. Informieren Sie sich.
Varus, der iran. Kronprinz wurde zur Leitfigur der iranischen Opposition. Zehntausende auf den Strassen in über hundert Städten bis zur Hauptstadt Teheran riefen. «Tod dem Diktator! – Lang lebe der Schah», in Sprechchören.
Ihre unfassbaren Anspielungen sind völlig deplaziert. Ich bin entsetzt, wie man hier argumentiert.
In einem der Artikel hier wurde kürzlich belegt, dass es gar nicht so viele sind und solche Verlautbarungen nix als Manipulation sind. Früher agierte auch Mossad geschickter.
Danke für diese kurze, bündige aber absolut zutreffende Aussage.
Meine Antwort verspätet sich. Muss an den Links liegen.
Ich machs kurz: Ich sag meine Meinung und zudem ist es mein Problem, weil ich mir Sorgen um andere mache.
Und was die Besserwisserei betrifft, sorry, aber der Schah-Sohn strebt tatsächlich eine Demokratie à la GB an, eine konstitutionelle Monarchie ist etwas anderes als die Alleinherrschaft eines Kaisers. Die Iraner wissen das aber eh ganz genau. Da mache ich mir wieder keine Sorgen.
Meinen Sie Großbritannien, welches Land weltweit bei der Anzahl politischer Gefangenen „führt“? In dieser totalitären Satrapie kann man sogar ein paar Jahre Knast bekommen, wenn man bloß sagt, dass ein Mann keine Kinder gebären könne (authentischer Fall).
Genau das ist der Punkt. Wenn das Land nicht seit 1979 ununterbrochen im Krieg wäre, hätte es sich längst ganz anders entwickelt. Nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich und vor allen Dingen politisch. Diejenigen welche das Land mit ihrem Blut verteidigen sind nun mal die Nationalisten und die Konservativen, und die Liberalen wissen, dass sie auf die angewiesen sind. Ohne diese Kämpfer wäre Iran schon im ersten Krieg gegen den Irak und USA untergegangen. Damals hatte das Land eine ganze Generation verloren. Viele Iraner, die überlebten wissen wie sich chemische Kampfstoffe anfühlen, deren Bestandteile von Deutschland und den USA an den Irak geliefert wurden. Aber sie durften keine produzieren, obwohl sie es gekonnt hätten, weil die religiösen Führer Massenvernichtungswaffen aus moralischen Gründen ablehnten.
Räusper…. „mal eben eine Monarchie einzuführen“ ist nicht korrekt. Es handelte sich um eine konstitutionelle Monarchie wie in GB mit einem Parlament, also einer normalen Demokratie mit königlichem Grüßaugust.
Das ist ganz was anderes als die Wiedereinführung der Monarchie, von der wirklich nur Spinner träumen können. Denn dabei hätte der Monarch auch die alleinige Macht.
„Die iranische Polizei hat am Samstag bekannt gegeben, dass sie 100 Personen festgenommen habe, denen „Aufruhr und Störung der öffentlichen Sicherheit“ vorgeworfen wird, und dass sie zwei bewaffnete Zellen im Westen Irans zerschlagen habe, wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.“
Das Problem sind die einschleusten Profi-Demonstranten, die versuchen zu eskalieren. Dahinter stecken wahrscheinlich Mossad und CIA. Vielleich hat man auch Dschoadsch um Rat gefragt, denn der ist Spezialist auf dem Gebiet…
Unabhängig davon gibt es im Iran echte Regierungskritiker auch. Aber die Profis lassen es zu einem Aufstand eskalieren. Was von wem nun kommt, ist schwer zu sagen. Und dann kommen die Amis und wollen für Frieden sorgen. Das ist zu primitiv. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das wirklich tut. Ich denke, die Folge wäre, der Zwergstaat da unter erhielte mal eine ordentliche Wuchtel, zB von Pakistan.
Eine Lösung sollte jedoch gefunden werden, denn es geht denen wirklich nicht gut.
Wenn das Regime Demonstranten erschießt und einspxrrt, dann wird es weiterhin Unruhen geben und zwar echte.
Ordentliche Wahlen wären daher das beste, auch um die Sanktionen beenden zu können, und der Schahspross könnte ja dazu verhelfen. Wie gesagt, bei einer konstitutionellen Monarchie dürfen dann eh alles Parteien zur Wahl antreten. Auch die jetzigen Mullahs… und die Volksmudschahedin usw.
Ordentliche Wahlen wären daher das beste, auch um die Sanktionen beenden zu können –
Lister der völkerrechtswidrigen US-Sanktionen = eine Kriegserklärung an den Iran durch die USA:
1979: Beginn der Sanktionen nach der Geiselnahme in der US-Botschaft.
1995: Handelsembargo unter Präsident Clinton, auch wegen angeblicher Terrorismusunterstützung und Massenvernichtungswaffen.
1996: Der Iran and Libya Sanctions Act (ILSA) (später umbenannt) zielte auf internationale Firmen mit Investitionen in Irans Öl- und Gasindustrie.
2010: Sanktionen gegen Regime-Mitglieder wegen Menschenrechtsverletzungen und Verschärfung gegen die Petrochemie- und Energieindustrie.
2015: Das Atomabkommen (JCPOA) führte zu einer Aufhebung vieler Sanktionen im Tausch gegen die Begrenzung des iranischen Atomprogramms.
2018: Präsident Trump kündigte den JCPOA einseitig auf und setzte alle früheren Sanktionen wieder in Kraft, erweiterte sie auf den Automobilsektor, Metalle, Luftfahrt und den Export von Dollar.
2019/2020: Weitere Sanktionen folgten, die sich gegen Irans Schlüsselindustrien wie Eisen, Stahl, Aluminium, Kupfer und den Finanzsektor richteten, sowie gegen den Obersten Führer und dessen Umfeld
Die USA respektieren keine ordentliche Wahl im Iran, die wollen eine Marionettenregierung und das Öl des Iran zu ihren Bedingungen. Das Problem ist nicht der Iran, nicht die Glaubensrichtung, nicht die Mullahs, das Problem sind die USA.
Gilt auch für Venezuela, wo die Sanktionen einen Fortschritt und Aufstieg nicht ermöglichen.
Das ist ziemlich sicher, dass USrael keine freien Wahlen akzeptieren. Unabhängig davon wären sie aber erstrebenswert. MMn könnten solche auch unter Kontrolle der BRICS abgehalten werden?
Faktum ist, dass die Bevölkerung immer wieder unzufrieden ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Iran#Meinungsfreiheit
https://de.wikipedia.org/wiki/Iran#Politische_Verfolgung
Die Sanktionen wurden 2016 ausgesetzt und vor kurzem verlängert. Die können nicht allein Schuld sein an der Gesamtsituation. Niemand demonstriert jetzt gegen die Sanktionen, sondern gegen das Regime.
Knapp zehn Jahre nach dem historischen Atomabkommen mit dem Iran sind die UN-Sanktionen gegen das Land nach gescheiterten Verhandlungen wieder in Kraft getreten. Die Frist für eine Einigung zwischen der Regierung in Teheran und seinen Verhandlungspartnern Deutschland, Großbritannien und Frankreich lief in der Nacht zum Sonntag um 2.01 Uhr mitteleuropäischer Zeit ab.
Die nun wieder geltenden Strafmaßnahmen umfassen unter anderem ein allgemeines Waffenembargo, ein Verbot weiterer Urananreicherungen sowie zahlreiche Sanktionen gegen Einzelpersonen und Organisationen zum Einfrieren von Geldern.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-09/iran-atomprogramm-snapback-sanktionen-teheran
Die Sanktionen allein können nicht der Grund für die Demos sein, s. Wiki, zB Meinungsfreiheit, politische Verfolgung, zuletzt Aufstand der Händler usw.
Warum lenkt man nicht ein und zeigt, dass man Uran nur friedlich nutzen will? Wäre das nicht der einfachste Weg? Man unterstützt zB die Hisbollah, die Houthis – das ist auch ein Grund für jene, die auf Seite Israels stehen. Wobei ich sagen möchte, dass Isr. wirklich zu weit geht und dringend auch Neuwahlen bräuchte, denn Bibi ist ein Fall für die Gummizelle.