
USA auf der Suche nach Hintertüren zur Hegemonie
Die USA streben nach Vereinbarung mit Russland, versuchen Sanktionen Chinas zu verhindern, zogen sich aus dem Jemen-Krieg zurück und wagten nicht, gegen Iran vorzugehen, als es eine US-Basis bombardierte. Aber Venezuela steht immer noch auf der Speisekarte und … Grönland, und noch viel mehr. Die größte Gefahr besteht für Europa.
Wir erinnern uns, dass die Hauptantreiber der NATO-Expansion in Richtung Osten und des Putsches in Kiew 2014 die USA waren. Jetzt erklären sie, der große Friedensstifter zu sein, während sie gleichzeitig an anderer Stelle zündeln wie nie zuvor. Sie drohen mit einer globalen Seeblockade gegen russische, iranische und chinesische Schiffe. Und nach wie vor will Trump gerne Grönland übernehmen.
Die bestehenden US-Militärstützpunkte in Grönland liegen näher an Moskau als jeder andere US-Militärstützpunkt außerhalb Kontinentaleuropas (einschließlich der Türkei) und Großbritanniens. Aber es gibt da ein Problem. Die Plöne der USA sind ganz offen: Europa soll zu einer „Verdopplung“ der Unterstützung der Ukraine bewegt werden, einschließlich der Ausweitung der militärisch-industriellen Produktion und der Waffenlieferungen an die Ukraine sowie der Vorbereitung „europäischer und außereuropäischer Truppen“ für einen tatsächlichen Einsatz in der Ukraine, alles unter einer von den USA geführten „Arbeitsteilung“. Aber das würde US-Militäreinrichtungen auf dem europäischen Festland und in Großbritannien Gefahr bringen, die USA selbst in einen daraus resultierenden russisch-europäischen Konflikt hineinzuziehen. Dies würde den Zweck dieser „Arbeitsteilung“ im Sinne der USA untergraben. Westliche Analysten erklären natürlich, dass die USA nur Frieden schaffen wollten. Es gebe keine wirklichen Pläne für Truppen in der Ukraine. Die Politik sei alleine auf Deeskalation ausgerichtet. Aber agenommen, sie hätten Unrecht.
Wenn man der Idee folgt, dass die USA gerne hätten, dass Europa den Kampf gegen Russland aufrechterhält, während die USA nicht das Risiko laufen, hineingezogen zu werden, gibt es eine Lösung: Indem die USA ihre Militärpräsenz auf dem europäischen Festland und in Großbritannien reduzieren und/oder wichtige Operationen nach Grönland verlagern. Während Grönland als Teil der USA bezeichnet wird, können sie den europäischen Streitkräften im Kampf gegen Russland zwar nahe sein, technisch indirekte Unterstützung leisten, ähnlich wie sie derzeit die Ukraine im Kampf gegen Russland nahe, aber technisch indirekt unterstützen. Ohne dass die USA „direkt“ in den Krieg eintreten. Grönland könnte als Operationsbasis für die fortgesetzte und unerlässliche US-amerikanische Unterstützung (Aufklärung, Überwachung und Erkundung) dienen, ohne die weder Amerikas ukrainische noch seine europäischen Stellvertreter Russland effektiv bekämpfen und erfolgreich überdehnen könnten. Während Washington sich offiziell als „Friedensengel“ präsentiert und „vermitteln will„. Aber das ist natürlich in westlichen Medien so nicht zu lesen.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Die größte Gefahr entsteht für Europa
Die These russlandfreundlicher Kommentatoren, von westlichen Analysen unterstützt erklärt : Da die USA außerhalb des größten Teils Europas operieren, könnten sie inmitten eines russisch-europäischen Konflikts die Illusion einer plausiblen Abstreitbarkeit erzeugen, die ausreicht, um sich selbst und Russland die Möglichkeit zu geben, eine Eskalation zu einem direkten US-russischen Konflikt zu vermeiden – eine Eskalation, die sowohl Washington als auch Moskau vermutlich vermeiden wollen.
Für die USA besteht der Zweck dieses Stellvertreterkrieges darin, dass US-amerikanische Stellvertreter die vollen Kosten des Konflikts tragen, während die USA selbst die vollen Vorteile daraus ziehen. Für Moskau ist die Ausweitung des Ukraine-Konflikts zu einem von den USA unterstützten europäisch-russischen Krieg immer noch das kleinere Übel im Vergleich zu einem direkten Krieg zwischen den USA, Europa und Russland. Aber es gibt auch Stimmen, welche darauf hinweisen, das die „glaubhafte Abstreitbarkeit“ nicht funktionieren könnte, weil Russland sich existentiell bedroht sieht.
Die USA bereiten eine globale Blockade vor
Seit Jahren veröffentlichen einflussreiche, von US-amerikanischen Konzernen und dem Staat finanzierte Denkfabriken Strategiepapiere, die Blockaden planen, um alle gleichwertigen und beinahe gleichwertigen Gegner zur Unterwerfung zu zwingen. China zählt zu den wichtigsten dieser Gegner. Einflussreiche US-Think Tanks entwickeln seit Jahren Strategien gegen China und andere „Wettbewerber“. Beispiele umfassen Papiere zu wirtschaftlicher Entkopplung, Technologiebeschränkungen und Blockaden, die als Mittel zur „Unterwerfung“ dargestellt werden, um US-Hegemonie zu wahren. Das Carnegie Endowment for International Peace (teilweise staatlich-finanziert) schlägt in einem 2022-Papier eine „Entkopplung“-Strategie vor, die China technologisch isoliert. Die bisher aber eher das Gegenteil erreichte.
Das Center for American Progress empfiehlt 2019 „Limit, Leverage, and Compete„, um Chinas globale Präsenz einzuschränken. Das Belfer Center (Harvard) analysiert 2021 die „Great Tech Rivalry„, die China als „Wettbewerber im vollem Spektrum“ sieht und Blockaden in Tech-Sektoren plant. Weitere Think Tanks wie ITIF (mit Tech-Konzern-Links) fordern 2025 industrielle Strategien gegen China, inklusive Blockaden von Tech-Transfer. Eine Studie aus 2022 bestätigt einen „Anti-China-Konsens“ in US-Think Tanks, der „strengere Maßnahmen“ gegen China unterstützt.
Ein 2018 in der US Naval War College Review veröffentlichter Artikel mit dem Titel „Eine maritime Ölblockade gegen China“ beschreibt nicht nur eine Strategie, China durch die Verhängung einer Seeblockade abzuschneiden, sondern untersucht auch alle möglichen Wege, auf denen China versuchen könnte, eine solche Blockade zu umgehen, und schlägt Maßnahmen vor (die inzwischen umgesetzt wurden), um Chinas Erfolg dabei zu verhindern.
Chinas „Neue Seidenstraße“ (Belt and Road Initiative, BRI) – ein Netzwerk von Landrouten, das es China ermöglicht, viele der wichtigsten maritimen Engpässe zu umgehen, die die USA seit Jahrzehnten durch militärische Expansion bedrohen – wird als eines dieser möglichen Umgehungsmittel identifiziert. Die Studie schlägt vor, diese Routen gezielt anzugreifen und zu zerstören, wobei die Ölpipeline zwischen Myanmar und China als Beispiel dient.
Plausible Abstreitbarkeit in Aktion
Seit der Veröffentlichung des Artikels haben von den USA unterstützte Militante tatsächlich begonnen, diese Pipeline physisch anzugreifen. Der Artikel selbst legt nahe, dass die USA im Falle eines möglichen offenen Konflikts zwischen den USA und China selbst Militärschläge gegen solche Infrastruktur durchführen könnten. Von den USA unterstützte Militante haben auch die chinesische BRI-Infrastruktur in Pakistan angegriffen – insbesondere in der südwestpakistanischen Region Belutschistan, wo US-Politiker bereits seit 2011 versuchen, BRI-Projekte zu beseitigen.
Das Papier von 2018 erwähnt Russland auch als wichtigen Partner Chinas, mit dem es eine lange Landgrenze teilt und über die es bereits große Mengen Energie nach China exportiert. Russland stellt eine gewaltige Herausforderung für die US-Pläne dar, China durch Seeblockaden zu strangulieren. Seit der Veröffentlichung des Papiers von 2018 haben die USA ihren Stellvertreterkrieg gegen Russland selbst begonnen – und zielen dabei insbesondere sowohl auf die russische Energieproduktion als auch auf die russischen Energieexporte ab.
Nominell „ukrainische“ maritime Drohnen haben begonnen, russische Energieexporte weit über das Schwarze Meer hinaus ins Visier zu nehmen und haben nun Angriffe im Mittelmeer, im Kaspischen Meer und sogar vor der Küste Westafrikas durchgeführt.
Die New York Times selbst räumte in einem Artikel vom März 2025 mit dem Titel „Die Partnerschaft: Die geheime Geschichte des Krieges in der Ukraine“ ein:
„…die Biden-Regierung hatte die Ukraine autorisiert, bei der Entwicklung, Herstellung und dem Einsatz einer noch jungen Flotte von Seedrohnen zu helfen, um die russische Schwarzmeerflotte anzugreifen. (Die Amerikaner hatten den Ukrainern einen frühen Prototyp zur Abwehr eines chinesischen Marineangriffs auf Taiwan gegeben.) Zunächst durfte die Marine strategische Punkte für russische Kriegsschiffe jenseits der Krim-Hoheitsgewässer mitteilen. Im Oktober begann die CIA, mit Handlungsfreiheit innerhalb der Krim selbst, verdeckt Drohnenangriffe auf den Hafen von Sewastopol zu unterstützen.“
Dies impliziert, dass die USA sowohl die für Angriffe auf russische Schiffe eingesetzten Seedrohnen liefern als auch die Drohnenangriffe selbst durch eine tiefgreifende Beteiligung der CIA unterstützen. Die jüngsten „ukrainischen“ Seedrohnenangriffe weit jenseits des Schwarzen Meeres sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf US-Unterstützung zurückzuführen, die nur durch die Nutzung des globalen Netzwerks amerikanischer Militär- und Geheimoperationseinrichtungen möglich ist.
Diese Angriffe auf die russische Energieproduktion untergraben nicht nur die wirtschaftliche Stabilität Russlands selbst, sondern erfüllen auch ein Hauptziel bei der Vorbereitung einer erfolgreichen maritimen Blockade Chinas – nämlich die Beseitigung oder starke Reduzierung der Fähigkeit Russlands, China im Falle einer von den USA verhängten Blockade Chinas in Abstimmung mit Angriffen auf Chinas BRI-Infrastruktur zu unterstützen. Es ist sozusagen der Betatest der Totalblockade.
Noch alarmierender sind Berichte, wonach die derzeitige und sich ausweitende verdeckte und offene Seeblockade der USA weltweit auch Schiffe ins Visier genommen hat, die nach China unterwegs sind – insbesondere vor der Küste Venezuelas in Lateinamerika. Westliche Medien sehen es natürlich nur als Maßnahmen zur „Sanktionsdurchsetzung„. Obwohl das Gegenteil deutlich sichtbar ist.
Und nun kommt Grönland wieder ins Spiel
Während die USA weltweit verdeckte und offene Seeblockaden verstärken, blockiert die Ausweitung ihrer Präsenz in Grönland im Wesentlichen die russisch-chinesische Nordostpassage – eine Seeroute, die die Beringstraße über arktische Gewässer mit der Norwegischen See verbindet und bisher relativ unerreichbar für die USA und ihre Verbündeten war.
Abgesehen von der bloßen Betrachtung von Karten und Spekulationen über die Motive der USA hat der derzeitige US-Außenminister Marco Rubio eingeräumt, dass die Kontrolle Grönlands in direktem Zusammenhang mit der Kontrolle der Schifffahrtswege entlang der Arktis steht. In einem im Januar 2025 auf der offiziellen Website des US-Außenministeriums veröffentlichten Interview erklärte Außenminister Rubio ausdrücklich:
„…der Polarkreis und die Arktis werden für die Schifffahrtswege von entscheidender Bedeutung sein, denn sie sind unerlässlich für den Transport der Energie, die unter Präsident Trump gefördert werden soll – diese Energiequellen sind auf funktionierende Schifffahrtswege angewiesen. Die Arktis verfügt über einige der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch das Abschmelzen des Eises werden sie zunehmend schiffbarer. Wir müssen diese Schifffahrtswege schützen können.“
Wenn man die bisherigen Aktionen Chinas betrachtet, ist es nur eine Frage der Zeit, – da sie keine direkte Arktismacht sind und dort keine Präsenz haben – bis sie einen Stützpunkt anstreben werden, von dem aus sie operieren können. Es ist durchaus realistisch anzunehmen, dass die Chinesen – vielleicht sogar kurzfristig – in Grönland versuchen werden, das zu tun, was sie bereits am Panamakanal und anderswo getan haben: Anlagen zu errichten, die ihnen unter dem, wie westliche Analysten sagen „Deckmantel eines chinesischen Unternehmens“ Zugang zur Arktis verschaffen, in Wirklichkeit aber einem doppelten Zweck dienen: Im Konfliktfall könnten sie Kriegsschiffe zu diesen Anlagen entsenden und von dort aus operieren. Dies erscheint den USA für ihre „nationale Sicherheit“ völlig inakzeptabel. So etwas darf nur für die USA möglich sein!
Es geht um mehr als Venezuela und Grönland
Während Außenminister Rubio versucht, die US-Maßnahmen als Reaktion auf eine vermeintliche chinesische Bedrohung darzustellen, ist das Ziel eindeutig, jede mögliche Alternative zu den maritimen Engpässen abzuschneiden, für deren Abriegelung die USA ihre Streitkräfte bereits im gesamten asiatisch-pazifischen Raum stationiert haben. Die BBC zitierte in einem neueren Artikel US-Präsident Donald Trump und dessen ausdrückliche Erwähnung von „chinesischen und russischen Schiffen als potenzielle Bedrohungen in den nahen Meeren“.
Während zahlreiche Theorien darüber kursieren, warum die USA Venezuela und Grönland ins Visier nehmen – hauptsächlich im Zusammenhang mit einem angeblichen Rückzug der USA von der globalen Hegemonie –, ist die Erkenntnis prorussischer Analysten, dass die USA in Wirklichkeit mit diesen Angriffen ein anderes Ziel verfolgen: Russland und China einzukreisen, einzudämmen und letztlich deren Vorherrschaft zu sichern. Venezuela spielt nicht nur eine Rolle in der zunehmenden globalen Seeblockade, welche die USA und ihre Verbündeten schrittweise verhängen, sondern die Eliminierung des Winderstandes in Venezuela isoliert seine russischen, chinesischen und iranischen Verbündeten zusätzlich. Und stellt sozusagen den Testlauf für eine chinesische Ölblockade dar.
Kommentar
Die Annexion Grönlands durch die USA würde es den USA nicht nur ermöglichen, ihre Seeblockade auf die Nordostpassage auszuweiten, sondern auch, ihre „Arbeitsteilung“ in Europa im Hinblick auf ihren fortgesetzten Stellvertreterkrieg mit Russland aus relativ sicherer Entfernung vollständig umzusetzen.
Ob Russland, China und die BRICS-Staaten, der globale Süden insgesamt, also alle, die eine multipolare Weltordnung anstreben, diesen beschleunigten US-Ambitionen etwas entgegensetzen können oder sich von scheinheiligen „Friedensabkommen“ und vorgetäuschten „Rückzügen“ in die westliche Hemisphäre täuschen lassen, wird die Zeit zeigen. Je eher diese US-Ambitionen aufgedeckt und eingedämmt werden, desto eher können sie gestoppt werden und desto geringer ist der Schaden, den sie der Welt zufügen können.
Die USA sind weder an Frieden interessiert, noch ziehen sie sich aus ihrer Rolle als Möchtegernhegemon zurück. Im Gegenteil suchen sie nach Schwachstellen, mit denen sie den offenen Kampf mit den inzwischen ebenbürtigen Gegnern, den Vertretern des Multipolarismus, zu ihren Bedingungen und zulasten ihrer Vasallen lösen können, um weiterhin über Völkerrecht, Menschenrechten und allen Regeln stehen zu können. Und das, ohne das „Heimatland USA“ in Gefahr zu bringen.
Auch Dänemark kolonialisierte Grönland im 18. Jahrhundert. 😳 Eindach so.
Als die Deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg Grönland besetzte, war Dänemark nicht in der Lage sein einkassiertes Land zu verteidigen, und bat die USA um Hilfe.
Daraufhin wurde Grönland erst zu einem militärisch-strategischen Stützpunkt. Die USA zeigt, seit dem 2.WK aufgrund der BITTE DÄNEMARKS, auf Grönland militärische Präsenz und wurde mit eigenen Machtbefugnissen ausgestattet.
Roosevelt wollte Grönland kaufen, was nicht ungewöhnlich war, da auch Alaska und die Virgin Islands bereits von Amerika erworben wurden.
Die Grönländer fühlen sich auch unter Dänemarks Knute nicht wohl. Amerika unterhält einen großen Luftwaffenstützpunkt auf Grönland und muß Grönland nicht „übernehmen“, um militärisch zu agieren.
Was soll Dänemark denn dagegen unternehmen ? Die Dän: innen hinschicken, die unter Mette Frederiksen jetzt zum Wehrdienst verpflichtet werden….😂🤣
Jede Weltmacht versucht ständig die eigenen Machtverhältnisse zu erhalten und auszubauen. Rußland startete eine Offensive in der Ukraine zur Verteidigung, China kauft sich über Handelswege in die Kontinente, die USA kämpft um sein Weltmacht-Image und Europa geht am Stock..steht bald zur Disposition…☝🏽☹️
An Russland haben sich schon andere Wahnsinnige (Napoleon Bonaparte, Adolf H.) verschluckt und an China + Russland wird die USA sich verschlucken! Make America small again!
Es geht um die totale Vernichtung des Westens und der autochthonen Menschen des Westens, auch der USA, und im Zentrum steht das kleine Drecksland, das die Interessen der Herrschaftselite absolut skrupellos durchsetzt.
Trump & Putin’s Plan to Exterminate Whites: Russia & USA wipe out Europe as China & Europe take out America – https://cjbbooks.substack.com/p/trump-and-putins-plan-to-exterminate