Windparks reduzieren Vegetation, erhöhen Temperatur und senken Luftfeuchtigkeit

16. Dezember 2025von 3,2 Minuten Lesezeit

Eine weitere große Studie in China hat deutliche Auswirkungen von Windparks auf Vegetation und Klima festgestellt. Der Bau von Windparks führte zu einem Rückgang der Vegetationsgrünheit, einer Verringerung der Oberflächenrauheit, einem Anstieg der Temperatur und einer Abnahme der Luftfeuchtigkeit.

China betreibt mittlerweile die größte Zahl an Windrädern, liegt aber relativ zur Größe des Landes und der Bevölkerung weiter hinten. Strom aus Wind- und Solaranlagen zu fördern, ist zwar die Politik der chinesischen Regierung, die Studien aus China sind jedoch weit sachlicher und fakten-orientiert als die im Westen, die in erster Linie die Finanz- und Industrie-Interessen zu bedienen haben. Daher gibt es eine Reihe von Studien, die offenbar recht ungefiltert über ihre Messergebnisse berichten.

Die Studie von Tingting Fei et al mit derm TitelThe impact of the wind farm on the vegetation and the microclimate via remote sensing: a case study in Hebei Province, China“ (Die Auswirkungen von Windparks auf die Vegetation und das Mikroklima mittels Fernerkundung: eine Fallstudie in der chinesischen Provinz Hebei) erschien im September 2025 in Energy, Ecology and Environment.

Als Fallstudie wurden repräsentative Windparks in der chinesischen Provinz Hebei ausgewählt. Mithilfe von Landsat-Bildern und einem globalen Windkraftdatensatz quantifizierten die Forscher die Veränderungen vor und nach dem Bau.

Ausmaß und Umfang der durch Windparks verursachten Auswirkungen

In der Studie wurden die Veränderungen der Vegetation und der hydrothermischen Faktoren vor und nach dem Bau von Windparks analysiert. Dabei zeigte sich wieder wie in vielen anderen Studien, „dass die Auswirkungen der Windparkentwicklung durch eine Abnahme der Vegetationsgrünheit, eine Verringerung der Oberflächenrauheit, einen Anstieg der Temperatur und eine Abnahme der Luftfeuchtigkeit gekennzeichnet waren“.

Der Erwärmungseffekt auf die Tages- und Nachttemperaturen war in Graslandschaften stärker ausgeprägt ist als in Wäldern und Ackerland.

„Der Betrieb von Windkraftanlagen fördert den Austausch von fühlbarer Wärme und der oberen Schicht kühlerer Luft, was zu einem stärkeren Erwärmungseffekt auf Grasland führt. Darüber hinaus kann die durch Windparks erzeugte Turbulenz zu trockenerer Luft in Bodennähe führen, was die Evapotranspirationsrate erhöht und anschließend den Feuchtigkeitsgehalt in Grasland verringert.“

Windturbinenblätter beschleunigen die Luftbewegung in vertikaler Richtung und stören die stabile atmosphärische Struktur in Bodennähe innerhalb der Troposphäre. Diese Turbulenzen vermischen die warme und kalte Luft von oben und unten, was zu einem Anstieg der unteren Lufttemperatur führt.

In relativ feuchten Umgebungen trägt die verringerte Verdunstung zusätzlich zu diesem Temperaturanstieg bei. Ein Großteil der Forschungsergebnisse kommt zu dem Schluss, dass Windparks einen Erwärmungseffekt auf die Oberfläche haben (Zhao et al. 2025), der nachts stärker ist als tagsüber, im Sommer ausgeprägter als im Winter, wobei der intensivste Erwärmungseffekt in Sommernächten auftritt.

Starke Landnutzung

Die Studie weist gleich eingangs auf eines der Nachteile von Windkraft hin. Windkraftanlagen haben eine geringe Energiedichte, sodass für die Entwicklung und Nutzung viel Landfläche benötigt wird. Der Bau der für Windparks erforderlichen Energieinfrastruktur sowie die Nutzung von Baustellen wirken sich daher auch direkt auf die ursprünglichen Oberflächeneigenschaften aus und führen zu einer Konkurrenzsituation mit anderen Landnutzungsansprüchen.

In Regionen mit viel Wind gibt es häufig große Windkraftcluster. Mit zunehmender Größe dieser Cluster sind die Umwelteinflüsse im Vergleich zu einzelnen Windkraftanlagen stärker ausgeprägt, sodass ihre Auswirkungen auf die Landnutzung erheblich sind.


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Ein Kommentar

  1. Jan 16. Dezember 2025 um 20:18 Uhr - Antworten

    Es tut mir so entsetzlich leid für Frau von der Leyen!

    Die Studie bedeutet nichts anderes, als dass der Green Deal nicht funktioniert! Green Deal, das steckt ja bereits im Namen, hätte die Welt be- und nicht entgrünen sollen! Und nun erzeugt Leyen die Hitzewellen, die sie durch CO2-Einsparung vermeiden wollte, gleich selbst!

    Auch haben die Spritzen, die sie per SMS bestellt hat, nicht gut funktioniert! Sie hätten die Gesundheit schützen, nicht ruinieren sollen.

    Und die hunderte Milliarden, die sie wohl nicht ganz legal ihrem Freund, dem Klavierspieler, überwiesen hat, haben auch nichts gebracht! Sie hätten Putin abwehren, nicht durchmarschieren lassen sollen.

    Und die Schwulen wollen von ihr nicht in Drags umdefiniert werden!

    Und nun stehen wir knapp vor einem Bankrun, weil sie kurz mal 200 Milliärdchen den Besitzer wechseln lassen wollte.

    Der Klavierspieler braucht money!!!

    Was für eine katastrophale Erfolgsbilanz! Zum Glück stehen Konservative und Sozis noch voll hinter ihr.

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