
Massenmord in Australien und die Hintergründe
Nach dem blutigen Attentat in Australien während einer jüdischen Zeremonie in Australien wurden Menschen und getötet. Natürlich wies Israel sofort mit dem Finger auf den Iran, aber was steckte wirklich dahinter?
Am 14. Dezember 2025 eröffneten Schützen am Bondi Beach in Sydney während einer Hanukkah-Feier der zionistischen Organisation Chabad das Feuer, wodurch mindestens 15 Menschen getötet wurden. Die Täter waren ein 50-jähriger Australier mit Migrationshintergrund, der von der Polizei erschossen wurde, und sein 24-jähriger in Australien geborene Sohn, der festgenommen wurde und angeklagt werden soll. Unter den Opfern befanden sich Personen im Alter von 10 bis 87 Jahren, darunter eine 10-jährige Mädchen und mehrere Rabbiner, während über 38 Menschen verletzt wurden, einschließlich zweier Polizisten. Die Behörden klassifizieren den Vorfall als terroristischen Akt gegen die jüdische Gemeinde, ohne dass bisher spezifische ideologische Verbindungen offengelegt wurden. Premierminister Anthony Albanese kündigte eine Überprüfung der Waffengesetze an, stellte finanzielle Unterstützung für die Opferfamilien bereit und erhöhte die Sicherheitsmaßnahmen, während internationale Führer den Anschlag verurteilten. Ahmed Al Ahmed, ein christlicher Maronit und syrischstämmiger Obstladenbesitzer aus Sydney, wurde als Held gefeiert, nachdem er einen der Attentäter am Bondi Beach entwaffnet und zu Boden geworfen hat, als diesem die Munition ausging, wobei er selbst mehrmals angeschossen wurde und nun im Krankenhaus liegt. Soweit die Zusammenfassung der Meldungen der ersten Stunden in den Massenmedien.
Wer oder was ist Chabad?
Chabad-Lubavitch, oft einfach Chabad genannt, ist eine ultra-orthodoxe chassidische jüdische, heute zionistische Bewegung, die 1772 von Rabbi Schneur Zalman von Liadi gegründet wurde und inzwischen als die größte und am schnellsten wachsende jüdische Organisation weltweit gilt. Es gibt Assoziationen mit extremistischen zionistischen Figuren; zum Beispiel wird der israelische Politiker Itamar Ben-Gvir, ein Anhänger des radikalen Kahanismus (nach Meir Kahane), in Berichten mit Chabad-Verbindungen in Verbindung gebracht, und es gab Vorfälle wie den Tunnel-Skandal in New York, bei dem „extremistische“ Chabad-Studenten beteiligt waren, sowie Kontroversen um Rabbiner wie Yitzchak Ginsburgh, der für seine radikalen Ansichten zu Gewalt und Siedlungspolitik bekannt ist. Im Namen des Kahanismus wurden zahlreiche Mordanschläge und Massaker verübt. Ironischerweise ähnelt das Verbrechen in Australien einem Massaker, das Baruch Goldstein, ein US-amerikanisch-israelischer Siedler und Kahanist durchführte. Er erschoss während des Purim-Festes und des Ramada 29 betende Muslime in einer Moschee und verletzte mehr als 100 weitere, bevor er von Überlebenden getötet wurde.
Israels Reaktion
Unmittelbar nach dem Anschlag veröffentlichte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu eine Erklärung, in der er den Angriff als antisemitischen Terrorakt verurteilte und ihn indirekt mit iranischer Unterstützung in Verbindung brachte, indem er auf die Rolle der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) bei der Förderung globaler Antisemitismus hinwies. Premierminister Netanjahu Netanyahu kritisierte zudem die australische Regierung unter Premierminister Anthony Albanese für ihre Politik der Anerkennung Palästinas, die er als Förderung von Antisemitismus darstellte, und forderte eine härtere Haltung gegen iranisch unterstützte Gruppen. Die UN-Sonderbeauftragte Albanese wies diese Vorwürfe zurück und betonte, dass es keine Beweise für eine direkte iranische Beteiligung gebe, während westliche Medien Spekulationen über eine mögliche IRGC-Verbindung sofort aufgriffen, ohne konkrete Belege zu liefern.
- Mayer, Peter F.(Autor)
Die Israel-Lobby in Australien hatte in den letzten Jahren nicht nur Akademiker wie Tim Anderson, die es wagten, Israel zu kritisieren, erfolgreich bekämpft. Monate vor dem Anschlag in Sydney ging Australien unter dem Einfluss Israels unerwartet und aggressiv gegen den Iran vor, ohne dafür eine stichhaltige Begründung zu haben. Der iranische Botschafter und hochrangige Diplomaten wurden ausgewiesen, der Betrieb der Botschaft in Teheran eingestellt und anschließend Gesetzesänderungen beschleunigt, die schließlich zur Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation führten. Offiziell waren es Maßnahmen, die auf „glaubwürdigen Informationen“ über Irans angebliche Beteiligung an antisemitischen Angriffen in Australien basierten. Nun wird ein ISIS-Attentat als Rechtfertigung benutzt.
Hintergründe der Attentäter
Einer der Attentäter, Sajid Akram, besaß legale Waffenlizenzen, obwohl er kürzlich mit seinem Sohn von den Philippinen (einschließlich der islamistisch geprägten Insel Mindanao) zurückgekehrt war, und beide sollen dem Islamischen Staat (ISIS) Treue geschworen haben, wobei eine ISIS-Flagge in ihrem Fahrzeug gefunden wurde. Naveed Akram stand 2019 unter Beobachtung des australischen Geheimdiensts ASIO aufgrund enger Verbindungen zu einer Sydney-basierten ISIS-Zelle und zu dem bekannten Terroristen Isaak El Matari, wurde jedoch damals nicht als hohes Risiko eingestuft, während weitere Ermittlungen zu potenziellen Verbindungen zu extremistischen Gruppen wie dem Al-Murad-Institut laufen.
ISIS und Iran
Die Beziehungen zwischen dem Iran und dem Islamischen Staat (ISIS) sind von tiefer Feindschaft geprägt, da der Iran als schiitische Macht ISIS als sunnitische Extremistengruppe bekämpft, die auch anti-schiitische Ideologie vertritt und den Iran als einen der zentralen Gegner in einem apokalyptischen Kampf ansieht, was zu proxy-Konflikten in Regionen wie Syrien, Irak und Afghanistan führt. ISIS betrachtet den Iran als primäres Ziel für seine anti-schiitische Agenda, während der Iran ISIS als ernste Bedrohung wahrnimmt und aktiv gegen die Gruppe vorgeht, was zu einer Dynamik führt, in der beide Seiten als „Feind meines Feindes ist auch mein Feind“ agieren. In den letzten Jahren hat ISIS (hauptsächlich durch seine afghanische Filiale ISIS-K) mehrere Attentate im Iran verübt, darunter die Teheran-Angriffe 2017 mit 17 Toten, den Schrein-Angriff in Shiraz 2022 mit 15 Toten und die Bombenanschläge in Kerman 2024 mit über 80 Toten, was insgesamt mindestens drei große Vorfälle in den letzten acht Jahren ausmacht, wobei ISIS-K seine Rekrutierungsstrategien verstärkt hat, um solche Attacken durchzuführen.
Der Iran hat gegen ISIS im Irak und in Syrien eine entscheidende militärische Rolle gespielt, indem er schiitische Milizen (wie die Popular Mobilization Forces) unterstützt, Luftangriffe durchführte und Bodentruppen der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) sowie Quds-Force einsetzte, um ISIS-Territorien zurückzuerobern, insbesondere in Gebieten wie Deir ez-Zor in Syrien und im Irak nach dem Fall von Mossul. Diese Beteiligung half, ISIS signifikant zu schwächen, stärkte gleichzeitig den iranischen Einfluss in der Region, einschließlich der Unterstützung der Assad-Regierung in Syrien und der Koordination mit irakischen Kräften gegen die Terrorgruppe.
Israel und ISIS
In Syrien hat Israel Luftangriffe hauptsächlich gegen iranische Kräfte und die Hisbollah durchgeführt, was einige syrische und iranische Quellen als indirekte Unterstützung für ISIS interpretieren, da diese Angriffe die Assad-Regierung schwächten und damit ISIS potenziell Raum gaben, obwohl Israel offiziell ISIS als Bedrohung betrachtet und gelegentlich jihadistische Ziele in der Nähe der Golanhöhen angegriffen hat. Nochmal: In Syrien hat Israel Luftangriffe hauptsächlich gegen iranische Kräfte und die Hisbollah durchgeführt, also jene Kräfte, welche GEGEN ISIS kämpften, was einige syrische und iranische Quellen als indirekte Unterstützung für ISIS interpretieren, da diese Angriffe die Kräfte schwächten, die gegen ISIS kämpften und damit ISIS potenziell Raum gaben.
ISIS hat in Israel nur wenige Attentate durchgeführt, darunter den Beersheba-Angriff im März 2022 mit vier Toten und den Hadera-Schießangriff im selben Monat mit zwei Toten, beide von ISIS beansprucht, während andere Vorfälle wie Schießereien in Tel Aviv 2016 oder Jerusalem 2017 oft palästinensischen Gruppen zugeschrieben werden und nicht direkt mit ISIS in Verbindung stehen. Insgesamt werden in Quellen etwa zwei bis drei direkte ISIS-Attentate in Israel in den letzten Jahren dokumentiert, mit einer geringen Gesamtzahl im Vergleich zu anderen Regionen.
Australien und ISIS
Australien hat eine antagonistische Beziehung zu ISIS, da das Land als Mitglied der internationalen Koalition gegen ISIS aktiv an militärischen Operationen in Irak und Syrien teilgenommen hat, einschließlich Luftangriffe und Unterstützung für Bodentruppen, was zu einer Zunahme von ISIS-inspirierten Angriffen auf australischem Boden als Vergeltung führte, während Australien gleichzeitig strenge Anti-Terror-Gesetze und Überwachungsmaßnahmen implementiert hat, um Rekrutierung und Rückkehr von ausländischen Kämpfern zu bekämpfen.
Tim Andersons Aussagen in „Implausible Denials: The Crime at Jabal al Tharda“ argumentieren, dass der US-australische Luftangriff im September 2016 auf syrische Soldaten bei Deir ez-Zor ein Kriegsverbrechen war, das ISIS/Daesh direkt half, indem es eine Lücke in den syrischen Verteidigungsstellungen schuf, die ISIS nutzte, um vorzurücken; Anderson sieht dies als „unglaubhafte Leugnung“ (in Anspielung auf das politische Konzept der „Glaubwürdigen Abstreitbarkeit“) offizieller Erklärungen, die es als „Unfall“ darstellten, und präsentiert Beweise wie Zeugenaussagen und Zeitlinien, um eine absichtliche Unterstützung für ISIS zu suggerieren, was die breitere Kritik an westlicher Politik in Syrien unterstreicht. Tatsächlich war Australien auch kein Hauptziel für systematische ISIS-Angriffe, fast alle Attentate wurden Einzeltätern zugeschrieben.
In den letzten Jahren wurden in Australien etwa 8-10 ISIS-inspirierte oder -beanspruchte Terroranschläge dokumentiert, darunter die Sydney Hostage Crisis 2014 (obwohl der Täter ein „Einsamer Wolf“ war, sympathisierte er mit ISIS), das Parramatta Police Shooting 2015, das Minto Stabbing 2016, der Melbourne Bright Attack 2017, der Melbourne Terror Plot 2018 (vereitelt), sowie eben der jüngste Bondi Beach Anschlag 2025, Die meisten davon waren „Einzeltäter“-Angriffe, die von ISIS-Propaganda motiviert waren, aber nicht direkt gesteuert.
Bewertung
Deutsche Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die taz und Die Welt berichten über den Anschlag am Bondi Beach als alarmierendes Zeichen für den weltweit wachsenden Antisemitismus und eine Eskalation von Bedrohungen gegen jüdische Gemeinschaften, die von Berlin bis Sydney reichen und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe im Kampf dagegen darstellen. Was einem politischen Framing gleich kommt.
Die politischen Zensurmaßnahmen gegen Kritik israelischer Politik soll als Antisemitismusförderung dargestellt werden können, und ISIS-Angriffe als Rechtfertigung. Tatsächlich hätte man vor einem Anwachsen der Gefahr durch ISIS warnen müssen.
ISIS hat weltweit relativ wenige Angriffe direkt auf jüdische Ziele durchgeführt, mit Schätzungen von etwa 5 bis 15 dokumentierten Vorfällen seit 2014, darunter der Angriff auf den Hyper Cacher Supermarkt in Paris 2015 (4 Tote), zwei Angriffe in Israel 2022 (insgesamt 6 Tote) und der jüngste Anschlag in Sydney 2025 auf eine Chanukka-Feier (15 Tote).
Im Vergleich dazu hat ISIS Tausende von Angriffen auf muslimische Ziele verübt, insbesondere gegen schiitische Muslime, die von ISIS als Abtrünnige betrachtet werden, mit über 69.000 Todesopfern durch die Gruppe insgesamt, von denen ein Großteil in muslimisch dominierten Regionen wie Irak, Syrien und Afghanistan fiel. Darunter Bombenanschläge auf Moscheen, Pilgerstätten und schiitische Gemeinden. Man könnte auch hunderttausende von Toten im Terrorkrieg in Syrien hinzunehmen, da fast alle Terrorgruppen entweder aus ISIS hervorgegangen oder konkurrierende Ideologien verfolgten. Schätzungen sprechen von über 90% der ISIS-Opfer als Muslime. Aber haben diese Medien dabei vor einem wachsenden Islamophobie gewarnt?
ISIS ist in erster Linie eine Bedrohung für Muslime und Christen, und erst in zweiter Linie eine für Zionisten oder Juden. Daher müsste die Warnung der Medien vor der Verharmlosung dieser Gruppe und daraus entstandenener „Parteien“, wie HTS, diejenige, welche nun in Syrien die Macht übernommen hatte, gelten. Dieser Terrorismus hat nicht wirklich etwas mit Antisemitismus zu tun, und noch viel weniger mit Kritik an der Politik Israels.
Die Berichterstattung in westlichen Medien über dieses schreckliche Massaker ist leider ein weiteres Beispiel, wie durch Medien versucht wird, ein politisches Framing zu erzeugen. Es ist beschämend und traurig, dass Sensationsgier und der Wunsch eine politische Nachricht zu überbringen vor der eigentlichen journalistischen Arbeit zurücktritt.
Bild: ISIS-Flagge
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US-Militär bildet ISIS Kämpfer in Syrien aus, russische und syrische Truppen bekämpfen sie
Habe Aufnahmen gesehen, wie Menschen einen Strand verlassen und andere einzeln und in Gruppen, sitzend oder stehend, bleiben! Das war das „Panik Video“.
Warum hat der Antisemitismus als einziger Rassismus eine eigene, ständig strapazierte Bezeichnung?
Rassismus ist bösartig egal gegen wen er sich richtet.
Dieser sollte nicht immer als etwas Besonderes dargestellt werden.
Vielleicht eine Form der Folie à deux?
Die oben abgebildete ISIS-Flagge sollte man als umher irrender Nichtgläubiger auf jeden Fall lesen können, insbesondere dann, wenn man in die Fangarme von Dschihadisten gelangt.
Die erste Zeile oben: La Ilaha Ila Allah
und unten im Siegel von unten nach oben gelesen: Mohammed rasul Allah (Mohammed ist der Gesandte von Allah)
Allerdings ist das die Kurzform der Glaubensbekenntnis und wird im Fach Religion an deutschen Schulen gelehrt. Die vollständige Glaubensbekenntnis kann man ergooglen im i-net. Wenn man die laut ansagt, dann wird man von Allah (Gott) gehört und die ist gültig. Wenn man das macht, gibt es kein zurück mehr.
Für mich haben die alle einen an der Klatsche in der Region um Israel herum und dem Nahen Osten.
Damit hätte Chabad selbst als terroristische Organisation längst verboten sein müssen. Leider agiert die meiste Welt extremst untertanig gegenüber den JHW-Fans, den der Herr/Frau/GöttendePerson JHW angeblich vor 4000 Jahren halb Nahost versprochen haben sollte. Schafft die Menschheit jemals, sich davon zu befreien?
Netanyahu hat niemanden zu beschuldigen. Dieser Herr hat so viel Dreck am Stecken, dass es ein Wunder ist, dass er aus diesem Dreck heraus noch Atmen kann. Netanyahu soll lieber einmal vor der eigenen Haustür kehren bevor er (Israel) mit dem Finger auf andere zeigt. Leidtragende der verbrecherischen Politik wie sie N. betreibt sind immer die Menschen. Gleichgültig ihrer Herkunft oder Glaubens.
„Einer der Attentäter, Sajid Akram, besaß legale Waffenlizenzen, obwohl er kürzlich mit seinem Sohn von den Philippinen (einschließlich der islamistisch geprägten Insel Mindanao) zurückgekehrt war, und beide sollen dem Islamischen Staat (ISIS) Treue geschworen haben, wobei eine ISIS-Flagge in ihrem Fahrzeug gefunden wurde. Naveed Akram stand 2019 unter Beobachtung des australischen Geheimdiensts ASIO aufgrund enger Verbindungen zu einer Sydney-basierten ISIS-Zelle und zu dem bekannten Terroristen Isaak El Matari, wurde jedoch damals nicht als hohes Risiko eingestuft, während weitere Ermittlungen zu potenziellen Verbindungen zu extremistischen Gruppen wie dem Al-Murad-Institut laufen.“
In Deutschland wäre das nicht möglich gewesen.
Ich sehe da auch Parallelen zu Aussagen aus:
Tucker Carlson: Kristin Breitweisers Mann starb im Südturm