Chaga: Russlands mächtigster Pilz

11. Dezember 2025von 3,2 Minuten Lesezeit

In Russland und Skandinavien ist der Chaga-Pilz weit verbreitet, populär und hat in der Volksmedizin eine uralte Geschichte. Untersuchungen zeigen, dass der Pilz das stärkste Antioxidans der Welt ist und sogar Tumore hemmen kann.

Der Chaga-Pilz wächst vor allem auf Birken in kalten Regionen der Nordhalbkugel. Dementsprechend finden sich Aufzeichnungen über Wirkung und Nutzung des Pilzes bei Völkern aus Sibirien und Skandinavien ab dem 12. Jahrhundert. Traditionell wird aus dem Pilz ein Tee gebraut, der nicht nur das Immunsystem stimulieren und entzündungshemmend wirken soll, sondern auch noch gut schmeckt.

Der Pilz ist nicht nur in der nordländischen Volksmedizin faszinierend. Er ist selten und nicht sehr leicht zu finden. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Wälder in Skandinavien, der asiatischen Tundra, Japan und Kanada. Medizinisch wird nur jener Chaga genutzt, der auf Birken wächst. Er erscheint dort als unförmiger, schwarzer Kloß mit einer Größe von bis zu 50 Zentimetern.

Der Pilz aus dem Norden

Je weiter nördlich man den Pilz findet, umso kräftiger soll er sein: Niedrige Temperaturen fördern die Bildung wertvoller Vitalstoffe. Der Pilz infiltriert den Baumstamm und ernährt sich vom Birkensaft, was ihm seine einzigartigen Eigenschaften verleiht. Die äußere schwarze Kruste ist reich an Melanin, einem Pigment, das Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützt. Durch Kochen können aus dem Pilz antioxidative Stoffe extrahiert werden, die für die gesundheitliche Wirkung bedeutsam sind.

In der finnischen und russischen Volksmedizin dient Chaga seit Langem als Stärkungsmittel des Immunsystems, aber auch bei Magen-Darm-Erkrankungen wie Gastritis oder Morbus Crohn, Tumoren, Entgiftung, Magengeschwüren, Zahnfleischproblemen, Darmkrankheiten und Diabetes. Manche Naturheilkundler sagen dem Pilz sogar einen erheblichen Schutz vor UV-Strahlung, aber auch radioaktiver Strahlung nach.

1955 erkannte das russische Gesundheitsministerium Chaga offiziell als wirksames Mittel an, basierend auf Studien zu Krebs, Gastritis und Magengeschwüren. Seit etwa 60 Jahren werden in Russland rezeptfrei Wasserauszüge in Apotheken verkauft, die ausschließlich durch stundenlanges Auskochen hergestellt werden.

Orthodox wissenschaftliche Untersuchungen gibt es nicht besonders viele. Doch einige Untersuchungen zeigen bemerkenswerte Ergebnisse, die über die Aktivierung von Abwehrzellen und eine entzündungshemmende Wirkung weit hinaus gehen. Eine Studie aus dem Jahr 2016 am Mäusen zeigt eine signifikant tumorhemmende Wirkung. Die Forscher schreiben im Paper, dass der Pilz, „als natürliches Mittel zur Krebsbekämpfung eingesetzt werden könnte, indem er den Energiestoffwechsel fördert.“ Im fortgeschrittenen Stadium einer Krebserkrankung ist der Pilz aber keine Therapie.

Bemerkenswert ist auch die Messung des Brunswick-Instituts in den USA. Dort hat man den „ORAC-Wert“ des Pilzes ermittelt und kam auf 52.452 Einheiten. Demnach wäre der Pilz mit großem Abstand das stärkste Antioxidans der Welt.

Entsprechend soll der Pilz das Hautbild verbessern, das Blut von Giftstoffen reinigen, den Blutdruck senken, Parodontose stoppen, die Nebennierenfunktion fördern, Gehirn, Herz-Kreislauf-System und Gedächtnis fördern. Das Potential des Pilzes für die Gesundheit scheint enorm, sagt eine Studie aus dem Jahr 2023.

Die gängigste Form der Anwendung ist Chaga-Tee, der täglich 1–3 Tassen getrunken werden kann, um den Körper mit Antioxidantien zu versorgen. Der Tee schmeckt erdig und angenehm. Wichtig ist, dass man wilden Chaga bezieht. Gezüchteter Chaga kann Pestizide enthalten, Pulver und unzureichend getrockneter Pilz haben Schimmelrisiko.

Ganze Stücke werden (oft stundenlang) ausgekocht.  Pulverformen sind weniger effektiv, da der harte Chitin-Körper unverdaut bleibt und oft mit Schimmel oder Verunreinigungen belastet ist. Wie bei Naturheilmittel üblich empfiehlt sich eine langfristige Anwendung, um die Wirkung zu entfalten.

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4 Kommentare

  1. Satya 13. Dezember 2025 um 8:03 Uhr - Antworten

    Wir sind Pilzsammler und haben den Chaga schon mehrmals gefunden und geerntet. Das ernten ist etwas schwierig, man muss ihn mit einem Stein oder anderen Gegenstand entfernen. Dann wird er in kleine Stücke gebrochen und nach 30 min ist der Teet fertig (einen Esslöffel Pilzstücke). Man kann den Pilz (Stücke) mehrmals aufkochen / verwenden, ähnlich wie beim Grünen Tee. Wohl bekommts.

  2. peru3232 11. Dezember 2025 um 12:24 Uhr - Antworten

    mag ja alles gut und schön sein – aber die Verlinkung auf den wohl teuersten Shop für Chaga wirkt nicht besonders vertrauenserweckend… anderswo bekommt man auch „natürliche“ Angebote für 1/10 oder noch weniger des Preises – für den dort offerierten Preis ist es wohl nur für wirkliche Snobs interessant…

    • Thomas Oysmüller 11. Dezember 2025 um 13:58 Uhr - Antworten

      Geändert. Denn der Artikel ist keine Werbeeinschaltung.

    • maxstirner 13. Dezember 2025 um 12:25 Uhr - Antworten

      Meine Hausregel: Lieber nicht-Bio-Gemüse als gar kein Gemüse (wenn sonst nichts geht). Ich denke mein 7 Pilze Mix (nicht-EU-Länder Bio zertifiziert) aus dem Internet ist auch erstmal besser als sämtliche wild gewachsenen Heilpilze, die ich mir nicht leisten kann

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