Trump startet KI-Manhattan-Projekt

25. November 2025von 1,6 Minuten Lesezeit

Das Weiße Haus beschleunigt seine Anstrengungen im globalen Wettrennen um die KI. Eine neue Initiative mit dem Namen „Genesis Mission“ soll die Durchbrüche noch einmal beschleunigen. Dafür liefert man US-Daten an die Wissenschaft.

Während Europa sich auf die neue Friedensbemühung in der Ukraine konzentriert, unterzeichnet Trump eine wegweisende Executive Order. Die „Genesis Mission“ wird noch mehr US-Ressourcen in den Ausbau von KI bereitstellen. Mann beschreibt sie als Diese Mission wird als modernes Äquivalent zum Manhattan-Projekt des Zweiten Weltkriegs, das die Atombombe entwickelte.

Die „Genesis Mission“ wird vom Energieministerium (Department of Energy, DOE) geleitet und verbindet Supercomputer, Robotik-Labore und umfangreiche Datenarchive von Behörden wie DOE, NASA und den National Institutes of Health (NIH). Damit sollen Forschungszyklen radikal verkürzt werden  – von Jahre auf Tage.

Die Initiative soll sich auf Bereiche wie Kernfusion, Biotechnologie, Halbleiter, Quantenmaterialien und nationale Sicherheit konzentrieren. Im Zentrum steht die „American Science and Security Platform“, eine integrierte KI-Plattform, die Forschern Zugang zu Hochleistungsrechnern, KI-Tools und riesigen Bundesdaten bietet.

Die Regierung will demnach US-Daten an Industrie und Wissenschaft liefern. Denn die Beteiligung privater Konzerne an dem Projekt ist entscheidend: Firmen wie Nvidia und AMD unterstützen das Projekt. Washington will das KI-Budget der Bundesbehörden in den nächsten zehn Jahren zu verzehnfachen. Das dürfte die Kurse an den KI-Märkten weiter befeuern.

Washington feiert das Projekt als Meilenstein. Offensichtliche Datenschutzprobleme wischt man weg, die immer mächtigere KI-Branche bekommt gelockerte Regulierungen – um im Rennen gegen China zu gewinnen. „Genesis“ soll die USA in ein „neues Zeitalter der KI-gestützten Innovation“ führen.

Das Projekt passt in Trumps Strategie, die er fast seit Amtsantritt betreibt: Big Tech wird gefördert, und die Dominanz auf diesem Sektor soll gesichert werden. Ob es dann zu echten Durchbrüchen kommt, ist fast nur noch zweitrangig.


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4 Kommentare

  1. audiatur et altera pars 25. November 2025 um 14:04 Uhr - Antworten

    Naja, das Manhatten-Projekt lebte von mehr oder weniger „eingekaufter“ europäischer Intelligenz. Die haben sie schlicht nicht mehr. Hinzuzufügen: Noch nicht! Denn die Installation der Medames-Abrissbirnen als europäische „Köpfe“ (in Salzburg hagelte es zB zuletzt logischer Weise durchwegs Absagen von der vorhandenen Restkompetenz an eine ebensolche. Ergebnis ist ein 24-jähriger, also – sorry – notwendig blanker Agrarlandesrat!) verfolgt nicht zuletzt das Ziel, den Brain-Drain in ein diesbezüglich scheinbar nur mehr in Sachen Finanzen, Marketing und Gambling ausreichend ausgestattetes Home-Sweet-Home wieder in Gang zu setzen.

  2. Patient Null 25. November 2025 um 12:10 Uhr - Antworten

    Das könnte Innovationen voranbringen, aber auch die Gesellschaft tiefer teilen. Das letzte goldene Zeitalter waren die goldenen 20er und die sind nicht gut ausgegangen, erst Weltwirtschaftskrise und danach Weltkrieg.

  3. Jan 25. November 2025 um 10:47 Uhr - Antworten

    Trump investiert in eine Technik, bei der die Hoffnung besteht, dass sie später einen Return liefert, eine Verbesserung, einen Produktivitätsgewinn, einen monetären Gewinn. Wie gesagt Hoffnung, nicht ohne Risiko.

    Die deutsch geführte EU-Kommission investiert in vier Projekte, bei denen vorher bereits klar ist, dass nach Investition bestensfalls der status quo erhalten bleibt:

    a ) Investition in einen Krieg mit dem Ziel, jene Territorien zu gewinnen, die vor dem Krieg bestanden

    b) Investition in Impfungen, mit dem Ziel, jene Gesundheit zu erhalten, die vor der Impfung bestand

    c) Investition in Elektromobilität, mit dem Ziel, eine Flotte und Technologie aufzubauen, die die vorige, völlig funktionsfähige Flotte und Technologie ersetzt

    d) Investitionen in alternative Energien, die die Abhängigkeit von China erhöhen und den EROI verkleinern, anstelle ihn zu vergrößern und dauerhaft kostbaren, seit 5000 Jahren genutzten Lößboden vernichtet

    Die EU-Kommission weiß nicht, wie Kapitalismus funktioniert? Oh, doch, die weiß das sehr genau! Das Problem ist nicht die EU-Kommission, sondern der Wähler, der das Wörtchen „Nein“ nicht aussprechen kann!

    Da hier keine Aussicht auf Besserung besteht, bleibt nur die Hoffnung, dass in ferner Zukunft der Wähler durch ständige Provokationen und Schicksalsschläge, die er selbst zu verantworten hat, derart an seiner Fortpflanzung gehindert ist, dass sich in einer fernen Generation das Wort „Nein“ wieder aussprechen lässt.

    Die Migration könnte sich hier noch als Glücksfall erweisen, weil Personen einwandern, die „Nein“ sagen können und es auch tun.

    Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass „Nein“ auf Englisch „no“ heisst und zwei Buchstaben weniger kognitiv zu verarbeiten sind. Das könnte die entscheidene Hürde sein!

  4. VerarmterAdel 25. November 2025 um 10:23 Uhr - Antworten

    Einfach mal in Ruhe anhören:

    Trump’s „Genesis Mission“ to Plant the Deadly AI Tree of Knowledge in the Garden of Eden of the World to Come – https://cjbbooks.substack.com/p/trumps-genesis-mission-to-plant-the

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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