
Warum Trump wieder auf Eskalation gegen Russland setzt
Der Frieden von Budapest ist vorerst abgesagt, stattdessen setzt Trump mit neuen Energiesanktionen auf Härte gegen Moskau. Was sind die Gründe für diesen Kurs aus Washington und was könnte daraus folgen?
Der Budapest-Gipfel scheint geplatzt zu sein. Trump hält ihn nicht für seine Zeit wert und verhängte neue Energiesanktionen gegen Russland und womöglich lügt er auch über, die ukrainische Nutzung von Langstreckenraketen. Trump hat wieder einmal den Kurs gewechselt und setzt auf Härte gegen Moskau. Fünf Gründe, was er damit erreichen will.
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Er treibt einen harten Handel, um Putin zu maximalen Zugeständnissen zu zwingen
Russlands Minimalziel ist die volle Kontrolle über den Donbass, ohne die Putin den Krieg weder einfrieren noch beenden könnte, ohne „das Gesicht zu verlieren“. Trump weigert sich, Zelensky zum Rückzug von dort zu drängen, und glaubt stattdessen, Putin zum Einfrieren des Konflikts zwingen zu können, ohne dass dieser zuvor den Donbass kontrolliert – was maximalen Zugeständnissen gleichkäme. Das bleibt für Putin inakzeptabel und könnte es immer sein, doch Trump nimmt die Ablehnung offenbar persönlich, vielleicht als Angriff auf seine Autorität.
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Die Kriegshetzer scheinen ihn erneut umgestimmt zu haben
Trumps Ankündigung fiel während eines Treffens mit NATO-Chef Mark Rutte, was andeutet, dass Kriegshetzer wie er, Zelensky, Lindsey Graham und andere weiterhin sein Gehör finden. Trump ist für seine Launenhaftigkeit bekannt, und viele beobachten, dass er oft von der letzten Person beeinflusst wird, mit der er gesprochen hat. Diese Eigenart macht ihn vergleichsweise leicht manipulierbar, was weitreichende Konsequenzen für den Einfluss von Lobbys und ausländischen Akteuren auf die US-Politik in seiner zweiten Amtszeit haben könnte.
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Trump scheint fest zu glauben, dass jede Eskalation beherrschbar bleibt
Trump würde keinen harten Handel treiben und den Kriegshetzern nachgeben, wenn er nicht überzeugt wäre, dass eine russisch-amerikanische Eskalation kontrollierbar bleibt. Seine Rechnung basiert darauf, dass Putin keine übermäßige Reaktion zeigt, die beide Seiten die Eskalationsleiter bis zum Ende hochtreiben würde. Sie gründet auf der Annahme, Russland sei schwächer als die USA und werde bei starkem Druck nachgeben. Das ist ein riskantes Spiel.
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Er gibt seine Strategie des Teilens und Herrschens in Eurasien nicht auf
Führende Raffinerie-Manager teilten NDTV mit, dass „die Lieferungen russischen Öls an große indische Verarbeiter auf nahezu null fallen dürften“ – was das frisch gefestigte Dreieck Russland-Indien-China (RIC) spalten könnte, falls zutreffend. Trump könnte auch erwarten, dass China Ähnliches tut, um ihn von den zusätzlichen 100-Prozent-Zöllen abzubringen, die er für nächsten Monat androht. Er könnte in beidem irren, doch seine jüngste Eskalation zeigt, dass er weiterhin Eurasien zu teilen und zu beherrschen sucht.
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Trump setzt möglicherweise auf Chinas Nichteinhaltung der neuesten Sanktionen
China wird voraussichtlich die US-Sanktionen ignorieren, da es profitiert, wenn es zu starkem Rabatt das Öl aufkauft, das Russland künftig nicht mehr an Indien verkaufen kann. Das vorläufige chinesisch-amerikanische Handelsabkommen könnte dann scheitern, falls Trump seine angedrohten Zölle verhängt und deren Aufhebung an den Verzicht auf russisches Öl knüpft. Trump könnte sogar genau diese vorhersehbare Kette von Ereignissen wollen, um seinen geplanten „Pivot (zurück) nach (Ost-)Asien“ zu beschleunigen und China energischer einzudämmen.
Trumps Grund für die erneute Eskalation gegen Russland liegt vor allem in seinem – möglicherweise irrigen – Glauben, dass Putin die Spannungen nicht außer Kontrolle geraten lassen wird, selbst wenn er den geforderten maximalen Zugeständnissen nie zustimmt. Die USA könnten zudem – ob zutreffend oder nicht – Indien als schwaches Glied im russisch-indisch-chinesischen Dreieck erkannt haben, das zum Zerfall von BRICS gezwungen werden könnte. Um Missverständnisse zu vermeiden: Diese Erklärungen sind keine Billigungen, sondern überzeugende Begründungen für Trumps Handeln.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
Andrew Korybko ist ein in Moskau ansässiger amerikanischer politischer Analyst, der sich auf den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat. Er veröffentlicht auf Englisch auf seinem Substack-Blog. Auf Deutsch exklusiv bei TKP.
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Europas wirtschaftliche Selbstsabotage: Der Nexperia-Raub und seine Folgen
Ukraine – Die Nazis wieder gross machen (Artikel vom 27. März 2022)
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2022/03/ukraine-die-nazis-wieder-gross-machen.html
Das oberste Ziel (der US-Strategie) ist der Regimewechsel in Russland, die Ukraine ist nur eine Schachfigur in diesem Spiel – oder schlimmer noch, bloßes Kanonenfutter.
Eine geopolitische Analyse von Pepe Escobar
Alle Augen sind auf Mariupol gerichtet. Am Mittwochabend waren mehr als 70% der Wohngebiete unter der Kontrolle von Donezk und den russischen Streitkräften, während russische Marineinfanteristen, das 107. Bataillon von Donezk und tschetschenische Spetsnaz unter der Führung des charismatischen Adam Delimchanow in die Azov-Stal-Anlage eingedrungen waren – das Hauptquartier des neonazistischen Azov-Bataillons.
Asow wurde ein letztes Ultimatum gestellt: Ergeben Sie sich bis Mitternacht – oder Sie fahren wie in einem „Take no prisoners“-Highway zur Hölle.
Das bedeutet eine große Veränderung auf dem ukrainischen Schlachtfeld. Mariupol wird endlich gründlich entnazifiziert, denn das Asow-Kontingent, das sich seit langem in der Stadt verschanzt hat und Zivilisten als menschliche Schutzschilde einsetzt, war seine härteste Kampftruppe. …ALLES LESEN !!!
Die Sprunghaftigkeit Trumps hat nicht nur mit seiner psychischen Beschaffenheit und seinem Charakter zu tun, sondern sie ist symptomatisch für die Ratlosigkeit und auch Unentschlossenheit der früher so selbstherrlichen US-Kapitalsmagnaten, wie sie angesichts der internationalen politischen Entwicklung(en) und ihrer fortschreitenden wirtschaftlichen Entmachtung am besten ihre Felle retten oder sogar ihre Herrschaft wiederherstellen könnten. Als Beispiel mag ein Zitat aus dem kürzlichen „TIME“-Interview Trumps dienen:
„Trump: He [Netanyahu] had to stop because the world was going to stop him. You know, I could see what was happening. You could see what was happening. And Israel was becoming very unpopular. And that’s what I meant when I said “the world.” …
TIME: You told Netanyahu you will not allow him to annex the West Bank. There are still forces in his coalition who are pressing for it. I’m just wondering what, what are the consequences if they move forward?
Trump: It won’t happen. It won’t happen. It won’t happen because I gave my word to the Arab countries. And you can’t do that now. We’ve had great Arab support. It won’t happen because I gave my word to the Arab countries. It will not happen. Israel would lose all of its support from the United States if that happened“
(„TIME“, Oct 23, 2025)
Für die europäischen Kriegstreiber, die auf eine für ihre Zukunft katastrophale Niederlage zusteuern, ist die Infragestellung der US-Unterstützung natürlich enervierend:
„Langsam hat es sich in den Sprachschatz von Donald Trump eingeschlichen, mittlerweile wiederholt der US-Präsident es mit stetiger Penetranz: Er wolle „sehen, was passiert“. Trump sagt das vor allem, wenn es um die Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine geht“
(„Der Standard“, 22. Oktober 2025)
Die Nato hat das selbstgesetzte Ziel nicht erreicht. Die USA hat einen Krieg verloren.
Leyen und Merz sind nur deshalb noch „auf Abruf“, weil der Hirnnebel der Gespritzten klare Sicht verhindert. Kriegsverlierer müssen abtreten! Trump weiß, dass er der nächste ist, obwohl er den Krieg nur geerbt hat. Deswegen hätte er einen Sensationsfrieden gebraucht. Leyen und Merz haben ihm den vermasselt.
Die Nato wird sich nunmehr weltweit schwer tun. Sie hat dreieinhalbmal soviele Soldaten wie Putin und dennoch keine Meter gemacht.
Trump bleibt nur, in Nahost den starken Mann zu mimen, sonst steht niemand hinter ihm, wenn er nach Venezuela geht. Das muss er wegen Öl.
Ich sehe es anders: Donald Trump will sich nicht festlegen und wird seine Schaukelpolitik daher forstsetzen. Budapest wurde erst einmal abgesagt, weil Trump das Medienspektakel fürchtet, wenn sein Gipfeltreffen mit der Einnahme von Pokrowsk und Kupiansk durch die russischen Streitkräfte auf den gleichen Tag fallen sollten.
….500% Zölle auf russische Produkte…..warum nicht gleich 2000 😎…..😂 ?
Typisch Trump…..und was er wirklich treibt, wissen nur wenige….
Trump ist doch nur der Mundersatz derer, die sich nicht ins Licht trauen. Früher nannte man das Vampire…
EU-Aufruf zum Waffenstillstand ‒ Durchsichtiges Manöver ohne ernsthaften Friedenswillen
Der EU-Appell zum Waffenstillstand wirkt wie ein verzweifelter Versuch, den vom Zusammenbruch bedrohten ukrainischen Streitkräften eine Atempause zu verschaffen – ein schwacher Schachzug von Verlierern, die keinen Ausweg sehen, aber nicht aufgeben wollen.
Lawrow lehnt ab und verweist auf die „betrügerische Minsk-II-Masche“.
Alle langjährigen Beobachter geopolitischer Konflikte, die nicht in den Taschen westlicher Kriegspropagandisten stecken, wie zum Beispiel der hoch dekorierte Ex-US-Oberst Douglas Macgregor oder der ehemalige hochrangige CIA-Mitarbeiter Larry Johnson, sind sich einig, dass die Ukraine den Krieg schon längst verloren hat und der unvermeidliche Untergang immer näher rückt.
Während russische Truppen an den Frontlinien weiterhin unverändert die Oberhand behalten, ist die Stimmung des Selenskij-Regimes in Kiew und in den Machtzentralen der westlichen Unterstützer zunehmend von ratloser Verzweiflung gezeichnet.
BRAVO RUSSLAND, DIE UKRA NAZIS UND DIESER BEZAHLTE VERBRECHER SELENSKYJ MÜSSEN ZUR STRECKE GEBRACHT WERDEN !!
DER AGGRESSOR HEISST SCHON SEIT JAHRZEHNTEN USA !!!
https://www.ag-friedensforschung.de/regionen/USA/kriege.html
Es ist Putins Gelassenheit und Geduld zu verdanken, dass Europa nicht schon längst brennt!
Es ist ein Wunder, dass wir noch „Frieden“ haben, obwohl Russland bzw. dessen Präsident diffamiert, beleidigt und der Kriegstreiberei beschuldigt wird!
Nicht Russland hat das ganze begonnen, sonder ganz alleine die USA / NATO mit ihren MAIDAN-PUTSCH 2014 !!
Danach haben die UKRA-ASOW-NAZIS die russischen Menschen im DOnbas getötet weil sie Russen sind und zu Russland gehören wollten !
Es wäre angebracht, endlich die Seiten zu wechseln:
Russland war immer ein angenehmer Nachbar, mit dem man Handel treiben konnte und unsere Wirtschaft blühen ließ!
Im Krieg in der Ukraine müsste eigentlich eine wirklich DEMOKRATISCHE EU Russland unterstützt werden, denn sie kämpfen gegen die üblen VOLKSMÖRDER der UKRA-NAZIS !
Trump als rationalen, weitgehend selbstgesteuerten Akteur zu betrachten, heißt, ihn mit Putin zu verwechseln.
Zudem gibt es lang genung schon Deutungen von Trumps Verhandlungsstrategie der Chaosmaximierung. Wer unberechenbar ist, kann kurzfristig mehr Unsicherheit verbreiten und mehr erreichen.
Langfristig …