CO2-Konten und Produktpässe der EU führen zu Zerstörung von Wirtschaft und Wohlstand

23. Oktober 2025von 5,6 Minuten Lesezeit

Ab Anfang 2026 tritt der Mechanismus für CO2-Ausgleich an EU-Grenzen (CBAM) in Kraft. Damit werden einerseits mehrere bürokratische Schichten – und damit völlig unnötige Kosten – zwischen Erzeuger und Konsument eingezogen. Andererseits kommt eine zusätzliche Einfuhrsteuer hinzu. Es erhöhen sich die Lebenshaltungskosten für Konsumenten und die bürokratischen Hemmnisse für Unternehmen in der EU.

Wie das genau abläuft ist in diesem TKP-Artikel nachzulesen. Grundsätzlich müssen die Erzeuger für importierte Waren einen Produktpass beibringen, wo die gesamte Lieferkette ihren CO2-Fußabdruck nachzuweisen hat. Je nach Gesamtsumme werden dann Steuern fällig. In der Folge soll es genutzt werden um beim Kauf eine Abbuchung vom CO2-Budget des Konsumenten vorzunehmen. Treffen wird dies vornehmlich die untersten Einkommensschichten und damit auch zur gewünschten Bevölkerungsreduktion beitragen. Es ermöglicht nach Einführung von digitaler ID und digitalem Zentralbankgeld auch eine lückenlose Kontrolle und Bevormundung jedes Bürgers, der sich nicht freikaufen kann.

Der Vorwand der Senkung der CO2-Produktion um „das Klima zu retten“ ist kompletter Unsinn. Die erzielten Änderungen haben keinerlei Einfluss auf die durchschnittlichen Temperaturen und den CO2-Gehalt der Atmosphäre. Die anthropogenen CO2-Emissionen betragen etwa 10 Milliarden Tonnen pro Jahr und stammen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe, der Zementproduktion und Landnutzungsänderungen. Das sind etwa 4 % des jährlichen globalen Kohlenstoffkreislaufs von 230 Milliarden Tonnen.

Der CO2 Gehalt der Atmosphäre war um 1820 etwa so hoch wie heute, wie dem Handwörterbuch der Chemie und Meyers Conversationslexikon fälschungssicher dokumentieren. Mit Beginn der Industrialisierung nahm der CO2-Gahlt jedoch ab statt zuzunehmen wie die Netto-Null-Fanatiker behaupten. Tatsächlich bestätigt das Handwörterbuch der Chemie den Rückgang der CO2 Konzentration von 1827 mit 415 ppm über 401 ppm in den Jahren 1847 und 1848 zu etwa 280 bis 300 ppm in den Jahren 1873 bis 1879. Der Rückgang werden durch Veränderungen der Temperatur der Ozeane verursacht, mit einem Nachlauf von mehreren Jahrzehnten.

Der Zeitplan und das Zeitfenster

Wann sind nun diese Aktionen der EU gegen die eigenen Bürger zu erwarten? All dies ist keine ferne Zukunft:

China hat übrigens per 28. Juni eine neue Kennzeichnung für Akkus und Powerbanks eingeführt. Das CE-Zeichen genügt für Flüge abgehend von chinesischen Flughäfen nicht mehr. Es wird nun ein CCC-Zeichen verlangt. Fehlt dieses werden die Geräte beim Security-Check gnadenlos konfisziert.

Die Entwicklungen für die digitale ID werden in der EU rigoros vorangetrieben. Eines der neuen groß angelegten Pilotprojekte (LSPs) der Europäischen Kommission zur Einführung der Europäischen Digitalen Identitäts-Wallet (EUDIW) ist Aptitude. Es wurde in dieser Woche offiziell gestartet und läuft über zwei Jahre. In dieser Zeit sollen praxisnahe Anwendungsfälle der EUDI-Wallet in den Bereichen Zahlung, Mobilität und grenzüberschreitendes Reisen getestet werden.

Das Aptitude-Konsortium vereint über 110 Organisationen aus mehr als 15 europäischen Ländern, darunter Behörden, Dienstleister und Branchenführer. Ziel des Projekts ist es, digitale Wallets im Alltag und über Ländergrenzen hinweg nutzbar zu machen.

Bis 2028–2030 könnte die Projekte in der obige Zeitleiste in den wichtigsten Volkswirtschaften realisiert werden: Produktpässe sind obligatorisch, CBDCs mit programmierbaren Funktionen sind in Betrieb, CO2-Überlegungen spielen zunächst bei Vorteilsprogrammen und Treueprogrammen eine Rolle, dann wird der Anwendungsbereich erweitert. Die Möglichkeit, dies zu stoppen, besteht während der Aufbauphase – in den nächsten drei bis vier Jahren – und nicht nach der Einführung, wenn Unternehmen Milliarden in die Einhaltung der Vorschriften investiert haben und die Lieferketten entsprechend den Regeln umstrukturiert wurden. Wir sehen das zum Beispiel jetzt beim Flaschenpfnad in das Zig Millionen investiert wurden.

Netzwerkeffekte und Wettbewerbsdruck machen die Einführung wahrscheinlich:

  • Export-Compliance: Jedes Unternehmen, das in die EU verkauft, muss die CBAM-Vorschriften einhalten. Das bedeutet Investitionen in die Infrastruktur für die CO2-Bilanzierung und -Überprüfung. Sobald diese Investitionen getätigt sind, ist die Aufrechterhaltung separater, nicht konformer Systeme für andere Märkte eine teure Doppelung. Unternehmen standardisieren sich auf die strengsten Anforderungen.

  • Wettbewerbsneutralität: Wenn die EU und das Vereinigte Königreich 25 bis 30 % des globalen BIP ausmachen und CO2-Grenzausgleichszahlungen einführen, stehen Länder, die diese nicht einführen, vor einer Entscheidung: entweder zu akzeptieren, dass ihre Exporteure CO2-Abgaben zahlen (Geld fließt an die Finanzministerien der EU/des Vereinigten Königreichs), oder eigene CO2-Bepreisungs- und Rückerstattungs-/Ausgleichssysteme einzuführen, damit die Einnahmen im eigenen Land bleiben. Die meisten werden sich für Letzteres entscheiden.

  • Vorteile durch die Infrastruktur des Vorreiters: Die EU baut die Prüfstellen, die Standards und die Akkreditierungssysteme auf. Andere Länder können entweder eine parallele Infrastruktur aufbauen (teuer) oder die von der EU akkreditierten Prüfer anerkennen und die EU-Standards übernehmen (günstig). Der Weg des geringsten Widerstands ist die Konvergenz.

  • Integration des Finanzsystems: Wenn die BIZ die Integration der Projekte Jura/Rosalind/mBridge zwischen den Zentralbanken erleichtert und programmierbare Zahlungsfunktionen zu Standardmerkmalen der CBDC werden, dann sind die technischen Voraussetzungen weltweit gegeben, auch wenn sich die politischen Rahmenbedingungen von Land zu Land unterscheiden.

China wird die EU-Vorschriften nicht direkt übernehmen, sondern möglicherweise eine kompatible, aber konkurrierende Infrastruktur aufbauen (bereits in Entwicklung: Taxonomie für grüne Finanzierungen, Planung einer nationalen ETS-Erweiterung, Pilotprojekt e-CNY mit programmierbaren Funktionen). Das Ergebnis sind mehrere Systeme mit ähnlichen Funktionen, nicht die Isolation der EU.

China ist allerdings zu meiner Überraschung zwar mit Alipay und Weixin Pay schon mit recht häufig benutzten digitalen Zahlungsmöglichkeiten ausgestattet, die so gut wie überall genutzt werden können. Dennoch habe ich in den vergangenen Tagen sowohl auf großen Flughäfen als auch in Supermärkten, Apotheken und kleinen und größeren Geschäften viele Menschen mit Bargeld zahlen gesehen und in den Registrierkassen liegen gr0ße Mengen an Geldscheinen zwischen 1 und 100 Yuan.

Das Muster der Entwicklung ist aber das Folgende: Die Infrastruktur für einen bestimmten Zweck aufbauen, den Anwendungsbereich nach Inbetriebnahme auf immer mehr Bereiche erweitern. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern institutionelle Logik. Bürokratien nutzen die ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente, und sobald diese Instrumente existieren, ist die Versuchung groß, sie für weitere „gute Zwecke” einzusetzen.


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9 Kommentare

  1. cwsuisse 26. Oktober 2025 um 13:38 Uhr - Antworten

    Ich habe keine Zweifel, dass die Minderintelligenten in Brüssel die gesamte EU erfolgreich de-industrialisieren und die Bevölkerung verarmen werden. Schon heute ist unter den Linkssozialisten die Kaufkraft der jungen Generation, die nun eine Arbeit aufnimmt, um 50% gegenüber den 80iger Jahren gesunken.

  2. Michael Rosemeyer 26. Oktober 2025 um 12:26 Uhr - Antworten

    WIR BRAUCHEN MEHR CO2!!
    Seit 600 Millionen Jahren kein Zusammenhang zwischen Temperatur und CO2 zu sehen
    Prof. Dr. William Happer,
    Prof. Dr. Richard Lindzen:
    Seite 8
    https://www.sec.gov/comments/s7-10-22/s71022-20132171-302668.pdf

    NASA-Satellitendaten belegen „schockierend großen“ Düngeeffekt durch CO₂
    2021_10_20
    https://www.epochtimes.de/umwelt/nasa-satellitendaten-belegen-schockierend-grossen-duengeeffekt-durch-co%E2%82%82-a3625655.html
    • Environmental Drivers of Agricultural Productivity Growth: CO₂ Fertilization of US Field Crops
    …. We consistently find a large CO₂ fertilization effect: a 1 ppm increase in CO₂ equates to a 0.4%, 0.6%, 1% yield increase for corn, soybeans, and wheat, respectively. …
    https://www.nber.org/papers/w29320

    Agrar-Professor: Mehr CO₂, mehr Vegetation – Das „Umweltgift“ sichert unser Überleben
    2022_03_02
    https://www.epochtimes.de/umwelt/co2-anstieg-foerdert-vegetation-agrarwissenschaftler-prof-merbach-a3707122.html

    Das „CO₂-Problem“ des Amazonas? Es stellt sich heraus, dass die Bäume es lieben – ebenso wie die Medien.
    2025_10_06
    https://eike-klima-energie.eu/2025/10/06/das-co%e2%82%82-problem-des-amazonas-es-stellt-sich-heraus-dass-die-baeume-es-lieben-ebenso-wie-die-medien/
    • Quelle:
    2025_10_01
    https://wattsupwiththat.com/2025/10/01/the-amazons-co%e2%82%82-problem-turns-out-the-trees-love-it-so-does-the-media/

  3. Wolliku 23. Oktober 2025 um 22:06 Uhr - Antworten

    Der CO2-Ablasshandel der EU ist noch nicht in trockenen Tüchern. Zunächst ist in Amerika die Gefährdungsfeststellung“ (Endangerment Finding) aus dem Jahr 2009 für das CO2 nicht vor einem klimatischen, sondern einem rechtlichen Kipppunkt. Ich vermute einmal auch in der EU wird die Stimmung kippen, wenn das amerikanische Rechtssystem mit der Scharlanterie rund um das CO2 aufräumt. In diesem Fall wird das passieren, was Donald Trump wie folgt darstellt: Wer aus amerikanischer Sicht mit ungerechtfertigten Maßnahmen und Festsetzungen im Ausland dem amerikanischem Volk Schaden zufügt oder seine Sicherheit gefährdet, wird die Folgen tragen müssen und die volle Härte der amerikanischen Gesetze und den Trump’schen Prügel zu spüren bekommen. Ob Donald Trump es mit Zöllen bewenden lässt, wird wohl davon abhängen, wie stark das amerikanische Wirtschaftssystem geschädigt wird. Dem CO2-Treibhausschwachsinn folgen nur mehr die Entscheidungsträger in den EU-Demokraturen, während die Brics- und sonstigen Globalstaaten locker zuschauen, wo und wie sie die Vorteile aus den Aktivitäten der wahnbeseelten Politiker hier bei uns abgreifen können. Es geht um mehr als nur um deutsche Fahrradwege in Peru. Bislang klappt das Ausnehmen der klimatischen EU-Weihnachtsgänse noch ganz gut, weil alle klimageschädigten Zeitgenossen der EU-Parlamente gerne in die Erwärmungsgeschädigten Länder reisen, sich melodramatisch in Wathosen ins Meer stellen und aktivistisch vor dem Treibhausgas-induzierten Meeresspiegelanstieg warnen. Hinterher gibt’s dann zur Erholung lecker Mittagessen auf Kosten des Steuerzahlers. Aus diesem Grund darf bei dem jetzt anstehenden COP-Festival in Brasilien aus den USA niemand anreisen. Die Amis machen beim Schwachsinn der Klimakirche nicht mehr mit. Statt lecker Mittagessen und Samba tanzen in tropischem Ambiente gibt es in den USA nur bewährte Burgerkost.

  4. Jan 23. Oktober 2025 um 19:29 Uhr - Antworten

    Es gibt zwei ökonomische Theorien. Die eine sagt, höhere Energiekosten werden eingepreist, wirken kurzfristig inflatorisch, dann entsteht eine ganze Industrie alternativer Energien, die über Skalierung den Preis derart drückt, dass der Energiekosten wieder sinken.

    Das ist die offizielle Position von Blackrock, deutscher Bundesregierung und EU.

    Die zweite Position ist, dass die durch Energie ermöglichte Produktivität gesenkt wird und eine Kostensteigerung dämpfend wirkt. Das ist die Position von OPEC+ und unbelehrbaren Schwurblern aus dem Internet.

    Die OPEC+ hat über Jahrzehnte versucht, den Ölpreis anzuheben, um den Amis beim Fracking zu helfen. Die Folge war jedesmal ein Einbruch der Nachfrage als Folge des Konjunktureinbruchs. Das wurde beantwortet mit der Idee, die westlichen Staaten können es sich leisten, aber die emporstrebenden nicht. Es sieht aber nicht so aus!

    Die Ölkosten werden langfristig steigen, weil die billig zu fördernden schon weg sind. Und Öl aus 15km Tiefe oder Offshore oder aus der Antarktis ist einfach teurer als aus dem Marchfeld.

    In Asien leben viereinhalbmal soviele Menschen wie in Europa und USA gemeinsam. Diese haben ihre ungeheizte Subsistenzwirtschaft in den Bergen und ihren schmalen Holzkohleherd verlassen und sind als Näherinnen und Sweatshopmitarbeiter in die Städte, um sich ein Auto zu kaufen und eine Eigentumswohnung, in der ohne Strom nichts mehr geht. Der amerikanische Lifestyle war gemacht, die riesigen Weiten des Landes zu erschließen, in denen mit Eisenbahn oder Ochsenkarren nichts geht. Aber nicht um dichtbesiedeltes Land neu aufzustellen.

    Eine Verviereinhalbfachung des Ölverbrauchs ist nach allem, was in den letzten 50 Jahren veröffentlicht worden ist, nicht möglich.

    Alternative Ansätze gibts zuhauf. Aber noch wurde nicht gezeigt, dass sie im großen Maßstab funktionieren.

    Es wurde ebensowenig gezeigt, dass Bevölkerungsreduktion oder Techokratie funktionieren. Das sind esoterische Konzepte!

    • cwsuisse 26. Oktober 2025 um 13:35 Uhr - Antworten

      Jan, Blackrock, die Deutsche Bundesregierung und die EU irren alle gemeinsam: Alternative Energien werden für den Verbraucher bei korrekter Berechnung im Zeitablauf immer teurer und nicht billiger. Deshalb hat die BRD mittlerweile die höchsten Energiekosten weltweit.

      • hermine 26. Oktober 2025 um 21:10 Uhr

        der bedarf für ki strom ist derartig, dass der strom in usa jetzt durchschnittlich fast 19 cts
        die kwh kostet. da haben wirs doch gut, oder?

  5. Jurgen 23. Oktober 2025 um 18:45 Uhr - Antworten

    All das ist ein Grund, die Kunst des rauchlosen Feuers zu erlernen, um seine Gartenpflanzen für Nahrungsautarkie besser CO2 düngen zu können…

    • Vortex 25. Oktober 2025 um 23:39 Uhr - Antworten

      Kann hier (tinyurl.com/4mnmxnw7) erlernt werden, ansonsten empfehle ich ein individuelles Gegensteuern (tinyurl.com/2a7sxc5t), falls man handwerklich begabt ist …

  6. Glass Steagall Act 23. Oktober 2025 um 15:47 Uhr - Antworten

    All das ist mehr oder weniger eine Einladung die EU zu verlassen!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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