
Österreichs Mainstream-Medien sterben
In diesem Jahr allein haben österreichische Medien 300 Stellen abgebaut – weil die Regierung weniger zahlt. Ist man bei „privaten“ Medien etwa ein Staatsbediensteter?
Spätestens seit 2020 ist eine Unterscheidung zwischen öffentlichen und privaten Mainstream-Medien nur noch schwer möglich. Durch die massiven „Corona-Hilfen“ wurden private Medien an den Tropf des Staates gehängt – nur so konnten sie weiter im gewohnten Ausmaß wirtschaften. Sie leben wesentlich von Steuergeldern – anders als kritische Medien, wie etwa TKP, das von Lesern finanziert wird.
Doch weil der Staat aufgrund von EU-Vorgaben Budgetkürzungen durchführen muss, verlieren „unabhängige Journalisten“ ihre Jobs. Das Medienmagazin Horizont spricht es klar aus: „Ausgerechnet die öffentliche Hand [ist] ein entscheidender – wenn auch nicht der alleinige – Faktor für den schwächelnden Werbemarkt.“ Die Regierungsinserate, die während der Corona-Politik massiv aufgebläht wurden, werden nun wieder reduziert. Zum Vergleich: 2020 gab die Regierung 57 Millionen Euro (!) für Werbung in den Medien aus – unfassbare Summen für Propaganda, größtenteils für Corona-Propaganda. Im ersten Halbjahr 2025 waren es nur noch 3,1 Millionen Euro.
Ein Beispiel ist die steirische Kleine Zeitung: Die Kürzungen des Staates führen dazu, dass zwei Millionen Euro fehlen, was die Kündigung von 40 Journalisten zur Folge hat.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Man müsste die Regierung dafür fast loben – vermutlich liegt der Schritt aber nicht an Kanzler Stocker und Medienminister Babler, sondern an EU-Vorgaben. Bekanntlich steht Österreichs Budgetpolitik unter Brüssels Besachwaltung. Und die Medien sind logischerweise empört: „Medien-Minister Babler wird zum Totengräber der Medien“, schreibt etwa der aufgebrachte Boulevard. Der Mainstream muss mit weniger Steuergeld ausgekommen, was ihm nur massiv verkleinert gelingen wird.
300 Medienmitarbeiter haben im österreichischen Mainstream bereits ihren Job verloren: Der Kurier baute über 60 Stellen ab, Der Standard kündigte 25 Mitarbeitern aus der Redaktion, die Puls-Gruppe stellte ihr gesamtes Online-Newsportal ein – was 25 Mitarbeitern den Job kostete und wohl kaum wer mitbekommen hat. Auch Servus TV blieb von Kürzungen nicht verschont und kündigte 60 Mitarbeitern.
Die Schuld sucht man bei Google, Brüssel oder der Regierung. Doch wo man keinesfalls hinschaut: bei der fehlenden Nachfrage, weil die meisten Medienkonsumenten kaum noch Interesse an diesen Plattformen haben.
Bild „File:Café Tomaselli Zeitungen.jpg“ by Photo: Andreas Praefcke is licensed under CC BY 3.0.
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Wie Deutschland von der Impfpflicht fantasierte
Letztlich schlägt auch in dieser Branche die enorme Inflation durch: Man hat ja auch kräftig mitgeholfen um das Corona-Desaster ewig in die Länge zu ziehen. Und bei den Sanktionen gegen Russland ist es auch nicht anders. Ergo: aus der Wirtschaft kommt kein Werbegeld für MickyMaus Response, das geht sich nicht aus. Das Geschäftsmodell „Auswringen des Staates“, begründet mit braver Feindbildpflege und Begleitung von Regierungskampagnen läuft aus und das ist gut so. Privaten TV-Sendern steht ähnliches bevor oder passiert gerade.
An dieser Stelle – 3 X seie es gelobt, gepriesen & gepfiffen: Ein Hoch den alternativen Plattformen, namentlich hier tkp!
Die nächste Frage „Warum?“ stellt sich der mediale Einheitsbrei genauso wenig wie der politische Einheitsbrei ROT/SCHWARZ/GRÜN/WRTLPRMFT ff sich die Frage „Warum?“ nicht stellt: Warum ihnen seit Jahrzehnten legionenweise die jeweiligen Wähler davonlaufen:
Sang einmal Arik Brauer
Um bei den Medien zu bleiben, hier ein Beispiel vorgeführt, die neueste Werbekampagne des saurosanen Drecksblatts (Amis Wille & Oscars Beitrag) – W-ö-r-t-l-i-c-h:
Ende des Standard – Lügen
Was macht der Standard wirklich?
Copy/Paste Haltungsscheixxe – Das Forum lässt eine Meinung zu – will keine andere Meinung – und zensuriert alles, was sich vermeintlich falsch bewegt…
Entschuldigung für all die Corona-Lügen-Geschichten? Entschuldigung für den falsch dargestellten Ukrainekrieg?
Geschenkt…
Der Schandard, das häuslrosa Hetzblatt …
kann glaube ich weg.
Es ist eine unfassbare Schade, auf welches Niveau der unverfrorenen Lüge und des Dummstellenmüssens die Massenmedien heute verkommen sind. Sie sind inzwischen eine einzige Plage.
Wirklich schon 300 Tintenkleckser weniger? Fällt gar nicht auf. Überhaupt nicht.
Copy/Paste kann eben auch die dümmste „KI“ – und darum macht sie das (zB im Sport-Bereich) auch schon lange. Sicher schon 10 Jahre her – und vor dem „KI“-Hype – dass ein Redakteur eines großen deutschen Print-Mediums meinte, 50% (im Sport) wären bereits von Bots verfasst….
Eines wird dadurch nun aber dennoch endlich deutlich offenbar:
Mainstream-„Journalismus“ ist heute nur noch ein klassischer Bullshit-Job. Das „Wirken“ dieser „Journalisten“ erzielt keinerlei Wirkung mehr.
Es ist sowas von an der Zeit, dass dieser Mediensumpf ausgetrocknet wird. Was da an Propaganda gelaufen ist und noch immer läuft, ist unerträglich. Einzig um Servus TV tut es mir leid. Und natürlich wandelt sich „die Szene“ gewaltig. TV konsumiert vielleicht noch 40ü. Alle anderen hängen wie die Zombies den ganzen Tag am Händi. Keine Ahnung, ob das viel besser ist. Weil Tiktok & Co sind ja mittlerweile schon gefährlicher, was die Volksverdummung betrifft.
Öffentliche Gelder, in erster Linie für Werbung der öffentlichen Hand oder ihrer Unternehmen, machen üblicherweise nur einen kleinen Prozentsatz der Einnahmen aus. Wichtiger sind Einnahmen aus der Privatwirtschaft. Diese werben aber zunehmend in Social Media. Dabei spielen Online-Auftritte der kleineren Medien keine große Rolle. Hinzu kommt das Schwächeln der Konjunktur.
Österreich hat viel zu viele Medien, eine Bereinigung ist unumgänglich.