Impflobby fordert höhere Durchimpfungsraten

16. Oktober 2025von 2,4 Minuten Lesezeit

Ab November werden weitere Impfungen vom Steuerzahler übernommen. Die österreichische Impflobby verlangt höhere Durchimpfungsraten im Land und will, dass die Politik „Anreize“ schafft, um mehr Impfungen ins Volk zu bringen.

Ab 1. November werden die Impfungen gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) und Pneumokokken in das österreichische Impfprogramm übernommen – die Kosten übernimmt dann der Steuerzahler. Der Österreichischen Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) sieht nichts weniger als einen „Meilenstein“, fordert aber von der Politik umgehend mehr.

Die Aufnahme der beiden Impfungen – Sicherheit und Wirksamkeit steht auch bei diesen beiden Impfungen durchaus im Zweifel – sollte nur der „erste Schritt“ sein auf den „bald weitere folgen“ müssten:

„Das betrifft unter anderem die Aufstockung der zur Verfügung gestellten Dosen, die Aufnahme weiterer Impfungen ins kostenfreie Impfprogramm, aber auch einen verbesserten niederschwelligen Zugang dazu. Zusätzlich sind eine Weiterentwicklung des e-Impfpasses, eine konsequente Aufklärung und eine objektive Information der Bevölkerung nötig“, erklärt der Verband per Aussendung.

Wenig überraschend werden die Produkte der Impfhersteller für den Verband zu wenig verbraucht. Man ist mit der Durchimpfungsrate unzufrieden. Influenza bei 10 Prozent, „jene bei Pneumokokken selbst in Risikogruppen kaum über 20 %. Auch bei den Masern ist sie deutlich zu niedrig, was in den letzten Jahren immer wieder zu größeren Ausbrüchen geführt hat“, analysiert die Lobbygruppe und sieht eine Menge Potential. Österreich ist bei weitem nicht so durchgeimpft, wie es möglich wäre.

Man nimmt die Politik in die Pflicht und will, dass die Kosten für die Impfungen vom Staat übernommen werden und schneller und leichter geimpft wird: „Bei vielen Impfungen muss man zuerst in die Arztpraxis gehen, sich ein Rezept ausstellen lassen, den Impfstoff abholen und damit zurück in die Arztpraxis, um sich die Impfung verabreichen zu lassen“; sagt der Vorstand und kritisiert das.

„Als ÖVIH wünschen wir uns, dass dieser Weg des leichteren Zugangs zu Impfungen für alle Altersgruppen nach diesem ersten Meilenstein weiter konsequent beschritten wird“, ergänzt Sigrid Haslinger, Vizepräsidentin des ÖVIH. „Je höher die Durchimpfungsraten, desto besser ist der Gemeinschaftsschutz, desto weniger Behandlungskosten und volkswirtschaftliche Kosten fallen an und desto mehr Spitalsressourcen werden geschont.“

Ob diese Behauptung einer wissenschaftlichen Prüfung standhält, ist mehr als fraglich. Vielleicht sollte man dem Verband den aktuellen preisgekrönten Film „Eine unbequeme Studie“ vorführen, wodurch das gemeinschaftliche Nutzen von Impfungen äußerst fraglich erscheint.

Pikanterweise mischt sich der Verband auch direkt in die Digitalisierung ein. So verlangt sie, den Ausbau des umstrittenen e-Impfpasses der aktuell vom VfGH genutzt wird. Denn mit diesem Instrument könnten „die Verantwortlichen auch die Durchimpfungsraten erheben und entsprechend darauf reagieren“, drängt man die Politik direkt zu „Maßnahmen“.

Bild „COVID 19 – Impfkampagne Kärnten“ by Streunerich is licensed under CC BY-SA 4.0.

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11 Kommentare

  1. Jurgen 18. Oktober 2025 um 13:09 Uhr - Antworten

    Impflobby? Also auf Wunsche einiger Weniger muss die Mehrheit leiden? Und alles nur für Fiatgeld mit inhärentem Nullwert? Wie tief Firmenchefetagen doch schon gesunken sind…

    • Jurgen 18. Oktober 2025 um 13:11 Uhr - Antworten

      Die Chefetage gehört ins tiefste Kellerloch hin, anstatt ganz oben!

  2. rudifluegl 17. Oktober 2025 um 5:43 Uhr - Antworten

    Durchgeimpft von der Schulter bis zur Zehe. Das wird die Nacht der langen Nadeln entlang der Wadeln.

  3. W. Baehring 16. Oktober 2025 um 21:37 Uhr - Antworten

    Entweder hat sich die deutsche „Impf“-Nudging-Expertin, Frau Prof. Cornelia Betsch von der UNI Erfurt, auch dem ÖVIH angedient bzw. ihm bereits in schweren Corona-Zeiten beratend zur Seite gestanden, oder aber ihre Thesen zur „Erhöhung der Impfrate& zielgruppenspezifisches Impfen“ sind inzwischen über Deutschland hinaus bekannt:
    Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) stellt fest, dass
    „Je höher die Durchimpfungsraten, desto besser ist der Gemeinschaftsschutz, desto weniger Behandlungskosten und volkswirtschaftliche Kosten fallen an und desto mehr Spitalsressourcen werden geschont.“
    Nanu, immer noch nichts von funktionell bedingt fehlender Wirkung (z.B. gegen Infektion und Transmission bei den Impfungen gegen Atemwegsviren) gehört?
    Erreicht werden soll das durch:
    „…die Aufstockung der zur Verfügung gestellten Dosen, die Aufnahme weiterer Impfungen ins kostenfreie Impfprogramm, aber auch einen verbesserten niederschwelligen Zugang dazu. Zusätzlich sind eine Weiterentwicklung des e-Impfpasses, eine konsequente Aufklärung und eine objektive Information der Bevölkerung nötig“.
    Ach was, wurde das etwa bei der Genspritze bisher versäumt?
    Und „…mit dem Ausbau des e-Impfpasseses könnten „die Verantwortlichen auch die Durchimpfungsraten erheben und entsprechend darauf reagieren“.
    Was könnte wohl mit „entsprechend darauf reagieren“ gemeint sein. Vielleicht zukünftig nur noch 1G als einzige Autorisierung zur Teilhabe an SÄMTLICHEN Formen des gesellschaftlichen Leben?

  4. Fritz Madersbacher 16. Oktober 2025 um 19:57 Uhr - Antworten

    „Je höher die Durchimpfungsraten, desto besser ist der Gemeinschaftsschutz, desto weniger Behandlungskosten und volkswirtschaftliche Kosten fallen an und desto mehr Spitalsressourcen werden geschont“
    (Sigrid Haslinger, Vizepräsidentin des ÖVIH [Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller])

    „Eine höhere Quote geimpfter Menschen begünstigt weder den Eigen- noch den Fremdschutz. Im Gegenteil, durch einen steigenden Anteil von Individuen mit einer – wenn überhaupt – inkompletten Immunität wird eine Gemeinschaft anfälliger. „Herdenschutz“ gibt es nur, wenn die Mehrheit einer Gruppe eine Infektionskrankheit tatsächlich durchgemacht hat und immun wird. Impfungen erzeugen keinen „Herdenschutz“
    (Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther, „Warum eine „Impfpflicht“ nie Sinn macht“, TKP, 15. Oktober 2025

  5. Karsten Mitka 16. Oktober 2025 um 17:22 Uhr - Antworten

    Und ich fordere höhere Hanfseilgebrauchsraten gegen Impflobby und Pharma!

  6. BAG CORNELEAN ZEPHRODATEV 16. Oktober 2025 um 16:48 Uhr - Antworten

    HASS & VERACHTUNG 👹

    Erinnert an die Zustände in China. Dort müssen die – zum Tode verurteilten Personen – ihre ‚Hinrichtungspatrone‘ auch SELBER bezahlen. 👉 Um das Opfer noch zusätzlich zu demütigen. Es offenbart, wie viel Verachtung und Feindseligkeit sich dahinter, gegenüber dem menschlichen Leben, verbirgt. Würde mich kein bisschen wundern, wenn es in diesem Fall (der Impfungen) genauso ist. Die wahren Strippenzieher, welche unerkannt im tiefen Schatten lauern… hassen die Menschen.
    Und zwar abgrundtief…❗

  7. Gabriele 16. Oktober 2025 um 13:17 Uhr - Antworten

    Der Druck wird steigen… und wer jetzt wieder bzw. noch immer mitmacht, gehört zu den Tätern und verdient kein Mitgefühl und keine Entschuldigung mehr. Allen voran Politiker und Medien!
    Die Rattenfänger fideln, was das Zeug hält…

  8. local.man 16. Oktober 2025 um 9:27 Uhr - Antworten

    Mit dem Wort Anreize in der Politik, ist es so wie mit dem Wort sparen, oder Sondervermögen, oder Verteidigungsfall usw.

    Es sind Falschwörter, die in ihrer Aussenwirkung etwas vermitteln, dass sie im Inneren umkehren, oder zumindest massiv abwandeln.

    In der Politik ist ein Anreiz, i.d.R. ein Zwang, oder eine Druck, oder ein Schubsen auch nudging genannt. Dies wird vor allem dann angewandt, wenn deren Ziele nicht in der Machtpositions sind, dies spielend abzuwenden, z.B. in der Arbeitslosenindustrie.
    Ist dies nicht möglich, kann ein Anreiz dann auch das selbe Ziel anstreben, bedient sich aber mit entweder billigen Ködern, oder kommt im Verbund als eine kleine Belohnung mit viel größerer Last daher, die aber so stark heruntergespielt wird, dass sie kaum ins Gewicht fällt und der Gewinn in einem viel besseren Licht dargestellt wird… Thema Bratwurst bei der Abholung einer massiv giftigen und leicht tödlichen Spritze.

    Immer wenn Politiker und Medien, solche Falschwörter wie Anreize, Verschärfen etc. in den Mund nehmen, sollte man sich als Bürger und somit Opfer, doch arg fürchten und vorsichtig sein vor den Plänen und hier eher früher als später dazwischengrätschen, wenn überhaupt möglich.

    • Glass Steagall Act 16. Oktober 2025 um 11:34 Uhr - Antworten

      Alles völlig richtig beobachtet! Da aber die Masse nicht kritisch ist, ist sie immer wieder Opfer solcher Tricks. Die Psychologen der Eliten wissen genau, wie man die Masse dorthin bekommt, wo man sie haben will!

      In Experimenten von Stanley Milgram kam heraus, dass nur etwa 20% der Bevölkerung über eine kritische Kapazität verfügen, Dinge zu hinterfragen und nein zu sagen! 80% ordnen sich einfach einer Autorität unter!

  9. Oekologe 16. Oktober 2025 um 9:23 Uhr - Antworten

    Meistens helfen viele Impfungen deutlich weniger als öffentlich kommuniziert. Aktuelle verblüffende Daten hier: https://impf-info.de/blog/hib-unklarer-anstieg-der-faelle-bei-geimpften-kindern-in-frankreich.html

    Und PNEUMOKOKKEN-IMPFUNG: D.h. schlicht, dass die Pneumokokken-Impfung Älterer
    weder einen signifikanten Einfluss auf die Häufigkeit von Pneumonie-bedingten Krankenhausaufenthalten,
    noch auf die Pneumonie-bedingte Sterblichkeit,
    noch auf die Sterblichkeit insgesamt hat.
    QUELLE: https://impf-info.de/blog/pneumokokken-impfung-aelterer-nebelkerzen-zu-fehlender-wirksamkeit.html

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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