
Chinas Chips haben die 5-nm-Marke durchbrochen – 3-nm in Vorbereitung
Im Jahr 2018 begann die USA mit einer technologischen Blockade gegen China, indem sie den Verkauf von EUV-Lithografiegeräten verweigerte und ein Embargo für hochwertige Chip-Fertigungsanlagen verhängte. Die Amerikaner glaubten, dass China ohne ihre Technologie nicht überleben könnte.
Das niederländische Unternehmen ASML, weltweit führender Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie, erklärte unverblümt: „Selbst wenn wir Ihnen die Blaupausen geben würden, könnten Sie sie nicht herstellen.“ Schlimmer noch, sogar Foundries wie TSMC hatten Angst, chinesische Aufträge anzunehmen, aus Furcht vor US-Sanktionen.
Zu dieser Zeit waren Unternehmen wie Huawei und ZTE vollständig von der Chipversorgung abgeschnitten.
Seit 2019 hat China massiv in die Forschung und Entwicklung von Chips investiert, wobei Unternehmen wie SMIC, Hua Hong Semiconductor und Yangtze Memory Technologies bedeutende Fortschritte erzielt haben.
Der 5-nm-Prozess erfordert eine Präzision von 1/20.000 des Durchmessers eines menschlichen Haares! Das ist, als würde man Milliarden von Transistoren auf einen Chip von der Größe eines Fingernagels gravieren, wobei jeder Transistor nur durch wenige Atome voneinander getrennt ist. China hat nur vier Jahre gebraucht, um von 28 nm auf 5 nm zu kommen.
Noch beeindruckender ist, dass nicht nur ein Durchbruch erzielt wurde, sondern auch eine unabhängige und kontrollierbare Industriekette aufgebaut wurde. Vom Design bis zur Fertigung, von den Materialien bis zur Ausrüstung können chinesische Unternehmen nun im Wesentlichen alles selbst bewältigen. Die Kirin-Chips von Huawei HiSilicon haben ein Comeback erlebt, und die Chips von ZTE sind nicht mehr auf andere angewiesen.
Wie reagieren die Amerikaner jetzt? Vor einigen Monaten reisten Beamte des US-Handelsministeriums eigens nach Peking, um über eine Neuverhandlung des Chip-Handels zu sprechen.
Am interessantesten ist, dass es die amerikanischen Chip-Unternehmen sind, die nervös werden. Unternehmen wie Intel und Qualcomm haben erkannt, dass sie den größten Markt der Welt verlieren könnten, wenn sie sich weiterhin gegen China stellen. China macht über 60 % des weltweiten Chip-Verbrauchs aus, und dieser Marktanteil zu verlieren, wäre ein Grund zur Sorge.
Noch beunruhigender für sie ist, dass Chinas 5-nm-Chips nicht nur technologisch fortschrittlich, sondern auch unglaublich günstig sind. Früher kostete ein 5-nm-Chip Hunderte von Dollar, heute werden sie für etwas mehr als hundert Dollar produziert.
Und das ist erst der Anfang. 3 nm sind bereits in Vorbereitung. Es gibt sogar Gerüchte, dass die Entwicklung von 2 nm bereits im Gange ist. Bei diesem Tempo wird es nicht lange dauern, bis chinesische Unternehmen in der Chip-Herstellung voll vorne liegen.
Wie in Russland oder im Iran ist die technologische Blockade der USA tatsächlich zu einer treibenden Kraft der technologischen Entwicklung in China geworden. Ohne sie wären chinesische Unternehmen vielleicht immer noch auf Importe angewiesen. Nun hat die Notwendigkeit, unabhängige Forschung und Entwicklung zu betreiben, auf einen unabänggigen Weg geführt.
Letztendlich lehrt uns diese Geschichte eine Lektion: Kerntechnologie kann man nicht kaufen, wir müssen uns auf uns selbst verlassen. Die Chinesen haben die Weisheit, die Ausdauer und sogar die Stärke. Eine US-Blockade? Sie scheint jetzt wenig zu nützen.
Quelle
Ähnliches ist auch mit den Sanktionen für Software geschehen. Huawei hat mit HarmonyOS ein zumindest gleichwertiges Betriebssystem zu Googles Android entwickelt, das ebenfalls auf der Open Source Version von Android beruht. Mit HarmonyOS 5 soll nun auch Windows auf Laptops und Desktop-PCs ersetzt werden.
Das System nutzt am PC denselben Aufbau wie am Smartphone, inklusive HarmonyOS Kernel, StarShield Sicherheits-Software und der Ark Engine, die eine gute Performance sicherstellen soll. Laut Huawei ist das Betriebssystem „schneller als Windows“, konkretere Angaben dazu wollte Huawei aber nicht machen.
In Europa ist die angebotene Palette an Smartphones noch immer eingeschränkt, aber Huawei wird wohl bald wieder mit einem größeren Angebot auch für den europäischen Markt kommen.
Die derzeit erhältlichen High-end Smartphones wie das Huawei Mate X6 oder das Huawei Pura 70 sind noch mit 7-nm Chips bestückt und mit einer der 4.x Versionen des HarmonyOS ausgestattet. Die Kameras der chinesischen Smartphones sind allerdings generell sensationell.
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Sanktionen statt Verhandlungen
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Wie sagt doch das Sprichwort so treffend:
„Hochmut komm vor dem Fall“.
Also weiter so, lieber „Werte-Westen“.
Chips sind im Prinzip wirtschaftlich das letzte Druckmittel was der Westen hat. Das hat man in den letzten Jahren versucht auszunutzen und China zu erpressen. Ich denke das kommt demnächst als Bumemrang zurück, wie auch von den westl. Chipsherstellern bereits zu Recht befürchten.
China hat die finanzielle Macht des ganzen Landes dafür. Kann damit den Westen abhängen, wo jede Firma für sich kämpft. Jede neue Generation der Chips ist teurer als der Vorgänger und kostet noch mehr Milliarden. So ist man langfristig besser als ASML aufgestellt. ASML jammert auch schon, wegen den Sanktionen. Da gehen ihnen Mrd verloren die sie dringend bräuchten.
Ich mache mir da noch um die Anwendung solcher Kleinsttechnik Sorgen.
1 Nanometer enspricht der größe eines Millionstel Millimeters. Sichtbar ist das nicht mehr, aber es passt ausgezeichnet durch die Kanülen von Spritzen z.B., oder würde sich gut per Staubwolken in die Lungen verteilen lassen.
Ein Bakterium hat die größe von 300nm, ml zum Vergleich.
DIe Technik selbst ist dabei nicht das Problem, aber das System das es anwendet schon.
Taggants: Mikroplastik auch in Lebensmitteln
https://zivilist.substack.com/p/taggants-mikroplastik-auch-in-lebensmitteln
Seit vielen Jahren hat das Vorgehen von USA / EU gegen Huawei gezeigt, wohin die Reise geht, nämlich in Richtung eines Konfliktes bei welchem dem Wertewesten jedes Mittel genehm ist. Ich versuche daher möglichst Produkte aus China und Russland zu kaufen.