
Europas Vorschriften für Elektrofahrzeuge ruinieren die Automobilindustrie
Die europäische Automobilindustrie befindet sich nun am Tropf – dank rücksichtsloser EU-Vorschriften. Indem sie den Verbrauchern eine vollständig elektrische Zukunft aufzwingen, haben EU und die europäischen Staats- und Regierungschefs das Todesurteil für ihre eigenen Automobilhersteller unterschrieben.
Bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge (EVs) ging es nie um die Wahlfreiheit der Verbraucher oder die Marktnachfrage. Stattdessen handelte es sich um eine politische Vorgabe, die von Eliten vorangetrieben wurde, die die wirtschaftliche Realität ignorierten. Jetzt, da die Autohändler von europäischen Marken auf chinesische Importe umsteigen, sind die Folgen unbestreitbar. Branchenexperten warnen, dass es für den europäischen Automobilsektor keinen Weg zurück gibt – nur ein langsames, schmerzhaftes Aussterben.
Die wichtigsten Punkte:
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Die europäischen Regierungen haben eine vollständige Umstellung auf Elektroautos vorgeschrieben, wodurch heimische Autohersteller dezimiert werden, während China davon profitiert.
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Chinesische EV-Unternehmen, die dank günstiger Energie und ausgebauter Infrastruktur, überschwemmen die europäischen Märkte und verdrängen traditionsreiche Marken.
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Branchenanalysten beschreiben EVs als „verherrlichte Golfwagen“, die nur China billig produzieren kann, indem es die Politik des Westens ausnutzt.
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Der US Ökonom Prof. Michael Hudson erklärt wie China durch den Ausbau der Infrastruktur inklusive Schulbildung, medizinischer Versorgung, Transport, staatliches Finanzwesen und die Vermeidung von Grundstückspekulation und Finanzderivaten für Rentiers das Lohnniveau deutlich unter das des politischen Westens senken konnte. Diese Politik Chinas entspricht der der USA ende des 19. Jahrhunderts, die das Land zur weltweit führenden Wirtschaftsmacht aufsteigen lie0en. Mehr dazu hier mit den Ökunomen Michael Hudson und Richard Wolff.
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Die britische Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) hat sich den Forderungen der Regierung gebeugt, anstatt die Branche zu verteidigen.
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Experten sagen voraus, dass der europäische Automobilsektor bald zu einer Montagelinie für in China hergestellte Teile verkommen wird.
Der Tod der europäischen Autoindustrie
Die Anzeichen für einen Zusammenbruch sind überall zu sehen. Einst stolze Marken wie Volkswagen, BMW und Renault kämpfen unter der Last von Vorschriften für Elektroautos, die die Verbraucher weder wollen noch sich leisten können. Unterdessen expandieren chinesische Marken wie BYD – Bild oben mit den Angeboten -, Chery, Jaecoo oder Great Wall Motors rasch in ganz Europa, mieten ehemalige Tesla-Showrooms und verdrängen lokale Händler.
Nick Molden, CEO von Emissions Analytics, nimmt kein Blatt vor den Mund. „Der Schaden ist angerichtet – er hat unsere Automobilunternehmen entwertet“, sagt er. „Die Regierungen haben dem Markt eine Technologie aufgezwungen, mit der nur außereuropäische Länder in einem wettbewerbsorientierten Markt bestehen können.“
Die Ironie ist brutal. Europa, führend in der Verbrennungsmotortechnologie, hat dank der Green Deal Politik der EU freiwillig seine größte wirtschaftliche Stärke zerstört. Jetzt ist es von einem geopolitischen Rivalen abhängig, der den Markt für Batteriematerialien, Seltenerdmetalle und billige Fertigung dominiert.
Die chinesischen Unternehmen nutzten die Besessenheit der westlichen Eliten von Klimaregulierungen aus, um die Spielregeln zu ihren Gunsten zu verändern. Während Europa seine Industrie mit grünen Vorschriften ertränkte und die Kosten mit Hilfe von Sanktionen gegen Russland und Zerstörung von Kraftwerken in schwindelnde Höhen trieb, sicherte sich China billige Energie und die Kontrolle über die Lieferkette – und stellte damit sicher, dass Elektroautos nur für chinesische Hersteller rentabel blieben. China hat von der mentalen Programmierung durch den Klimawandel-Alarmismus profitiert, der den Westen in den letzten 10 bis 20 Jahren infiziert hat. Der Klimawandel-Alarmismus hat zu einer Politik geführt, die die Industrie und die Energieunabhängigkeit zerstört, und China nutzt die Naivität des Westens aus.
Paul Homewood, ein Kritiker der britischen Null-Emissions-Vorschrift für Fahrzeuge (ZEV), stellt fest, dass Subventionen Chinas Invasion des britischen Marktes effektiv finanzieren. „Die selbstmörderische ZEV-Vorgabe verschenkt Subventionen in Höhe von Hunderten Millionen an chinesische Elektroautohersteller.“
Andrew Orlowski von The Telegraph malt ein düsteres Bild: Die Arbeitsplätze in Europa mögen erhalten bleiben, aber die Gewinne werden nach China fließen. „Realistischerweise werden durch den Autogeddon zwar die Arbeitsplätze in den europäischen Fertigungslinien erhalten bleiben, aber die tatsächlichen Gewinne werden nach China zurückfließen“, schreibt er. Die Frage bleibt: Warum haben die europäischen Politiker jemals geglaubt, dass dies anders enden würde? War es Naivität – oder etwas viel Finstereres?
Bild: Screenshot BYD-Webseite
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Wie sich die Zeiten ändern. Vor etwas mehr als zehn Jahren gab es eine Doku darüber, wie die Verbrennerbranche die Elektroautos mit unlauteren Mitteln bekämpft hat. Damals hatte man großspurig die Entwicklung von Brennstoffzellenautos angekündigt, wohlwissend, dass damit die Abhängigkeit vom Öl und die Infrastruktur für flüssige Treibstoffe erhalten bleiben kann und dass die Entwicklung des Brennstoffzellenautos noch sehr lange dauern kann und für längere Zeit keine Konkurrenz für die Verbrenner darstellen wird.
Niemand braucht Westeuropa. Das hat das US-Finanzkapital bereits um 2000 herum festgestellt und seine Stratregie daraufaufgebaut. Eine transatlantisch gesteuerte, europäische Politikerkaste ruiniert die Wirtschaft der EU zum Vorteil des Finanzkapitals.
Die Märkte der Zukunft liegen in Asien und Afrika. Aber wie soll man die Produktion dorthin verlagern, ohne dass die Menschen in Westeuropa auf die Barrikaden gehen? Man redet ihnen die Klimakrise ein und eine Energiewende. Jetzt sind die Menschen sogar noch stolz darauf, wie sie ihre Wirtschaft zerstören. Wenn die Masse das mitbekommt, ist es zu spät.
Die Frage ist, warum sich die Autobosse darauf eingelassen haben?
Wenn Europa zur Montagelinie für China verkommt, engt sich damit der außenpolitische Spielraum Europas ein. Gleichzeitig wäre ein Zusammenbruch der Lieferketten katastrophal – für Europa, nicht für die USA oder China.
„Chinesische EV-Unternehmen, die dank günstiger Energie und ausgebauter Infrastruktur, überschwemmen die europäischen Märkte und verdrängen traditionsreiche Marken … Die chinesischen Unternehmen nutzten die Besessenheit der westlichen Eliten von Klimaregulierungen aus, um die Spielregeln zu ihren Gunsten zu verändern“
Diese Entwicklung spiegelt die Verschiebung der Gewichte in der Weltwirtschaft wieder – weg vom (kapitalistischen) „Westen“ – und erinnert an die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Resultate der „Pandemie“-Inszenierung: sowohl von der „Pandemie-“ als auch der „Klima“-Inszenierung profitierten Konzernherren und Finanzhaie, um den Preis schwerwiegender Funktionsstörungen bis zur Kannibalisierung ihrer Wirtschaften und Gesellschaften. Die Sanktionen gegen Rußland und andere Länder brachten ähnliche Ergebnisse.
Die imperialistischen herrschenden Klassen kennen nur einen „Ausweg“: Krieg. Es setzen sich immer mehr jene durch, die gezielt darauf hinarbeiten bzw. bestehende Kriege unterstützen und sich davon die Lösung ihrer Probleme erwarten. Aber Kriege bringen keine Lösung, sondern schaffen nur noch mehr Probleme, ganz abgesehen von ihrer Verwerflichkeit. Das gilt ganz besonders für den „Westen“, für die USA ebenso wie für ihre Vasallen in Europa und anderswo: die Kriegs-Absichtserklärungen der diversen Politiker und das fortdauernde Kriegsgeheul der Medien wird desaströse Ergebnisse zeitigen, ärger als „Pandemie-“ und „Klima“-Inszenierung zusammengenommen – für den Westen …
Wenn es für den Imperialismus keine Gwinne mehr gibt, ist das letzte Mittel immer der Krieg. Ein Kampf durch Krieg um die Neuaufteilung der Welt.
Das haben wir so im Fach Staatsbürgerkunde in der DDR gelernt bekommen.
Da China den absoluten Reibach auf dem Weltmarkt erzielt, wird es einen Krieg gegen China geben. Man wird China vorwerfen, den Weltmarkthandel empfindlich zu stören und die Nationale Sicherheit der USA damit zu gefährden.
Die Rollen zwischen Europa und China scheinen sich gerade grundlegend zu wandeln: Früher war China die verlängerte Werkbank Europas – heute wird Europa zunehmend zum Zulieferer für Chinas Industrie. Denk der politisch verordneten Energiewende, die auf Klimamodellen basiert, deren Aussagekraft von zahlreichen Fachleuten infrage gestellt wird.
Diese Modelle tendieren dazu, den menschengemachten Treibhauseffekt zu überschätzen, während natürliche Klimaschwankungen kaum berücksichtigt werden. Zwar vertreten offizielle Stellen eine andere Sichtweise – doch der gesunde Menschenverstand bleibt skeptisch: Wenn wir nicht einmal das Wetter zehn Tage im voraus zuverlässig prognostizieren können, wie sollen wir dann die globale Durchschnittstemperatur für das Jahr 2100 berechnen? Schon nach wenigen Iterationen (die Zeit wird diskret und für jeden neuen Zeitpunkt das Modell weitergerechnet) können sich bei komplexen Klimamodellen numerische Ungenauigkeiten (etwa durch Rundungsfehler) stark aufschaukeln.
Ob unbeabsichtigt durch Inkompetenz, Wissensanmaßung mit Modellen oder gezielt ideologisch motiviert – das Ergebnis bleibt wirtschaftlich bedrohlich: Die Transformation Europas folgt einer politischen Agenda, deren Folgen für Wohlstand, Industrie und technologische Souveränität gravierend sein könnten.
Man kann nur hoffen, dass Europa in bestimmten Schlüsseltechnologien – etwa bei Induktionsmotoren für Elektrofahrzeuge – wettbewerbsfähig bleibt. Vielleicht liefern wir am Ende nur noch die Fußmatten oder den Scheibenkratzer. Es ist höchste Zeit, dass die rechtlichen Grundlagen des EU-Green-Deals durch unabhängige Gerichte überprüft werden – insbesondere im Hinblick auf demokratische Legitimation, wissenschaftliche Fundierung und ökonomische Tragweite. Vorausgesetzt natürlich, es existiert noch eine funktionierende Gewaltenteilung.
Ich hätte gerne ein Elektroirgendwas mit Nickel-Eisen- oder Lithium-Titanat-Akkus…