Un-Wissenschaft Virologie: RKI bestätigt Zirkelschluss in Virussequenzierung

3. Juni 2025von 4,2 Minuten Lesezeit

Das RKI gibt zu, dass man bei der der Genomsequenzierung von SARS‐CoV‑2 und Masernviren keine Negativkontrollen durchgeführt hat. Das ist wissenschaftlich bedeutsam, denn damit werden grundlegende Standards nicht eingehalten. Ohne PCR-Test fällt die Virologie zusammen.

Das RKI hat auf Anfrage von Marvin Haberland bestätigt, dass es bei der Genomsequenzierung von SARS‐CoV‑2 und Masernviren keine Negativkontrollen durchgeführt hat. Negativkontrollen, bei denen identische Methoden auf Proben ohne das Zielvirus angewendet werden, sind für die Validierung der Ergebnisse unerlässlich. Stattdessen stützte man sich ausschließlich auf nicht validierte PCR‐Tests, um das Vorhandensein vor der Sequenzierung zu bestätigen.

Zentrale Punkte aus dieser Erklärung des RKI:

  • Sie behaupten, »gute wissenschaftliche Praxis« zu befolgen.
  • Sie geben zu, dass bei der Kultivierung und Sequenzierung keine Negativkontrollen verwendet werden.
  • Sie stützen sich auf vorherige PCR/​Sequenzierung, um das Vorhandensein des Virus zu »bestätigen«.
  • Es werden nur »voranalysierte« Proben (von denen bereits angenommen wird, dass sie das Virus enthalten) verwendet.
  • Es gibt keine Dokumentation über Negativkontrollen mit gesunden Proben.

Dies bestätigt den Zirkelschluss: Sie verwenden den PCR‐Test, um das Vorhandensein des Virus zu »beweisen«, dann verwenden sie dieselbe Annahme, um zu rechtfertigen, dass bei der Sequenzierung keine ordnungsgemäßen Kontrollen durchgeführt wurden.

Das RKI und ihre Wissenschaftler sehen darin jedoch kein Problem. Man begründet die Methode so:

„Sowohl die Anzucht von Masern‐ und SARS‐CoV‐2‐Viren als auch die Genomsequenzierung solcher Viren erfolgt im RKI natürlich entsprechend den Standards der guten wissenschaftlichen Praxis. Diese sehen jedoch nicht vor, dass im Rahmen der Virusanzucht bzw. der Genomsequenzierung Negativproben mitgeführt werden. Vielmehr erfolgt der Virusnachweis bereits im Vorfeld mittels eines molekularen Nachweises über PCR und/oder Sequenzierung. Bei der Virusanzucht bzw. der Genomsequenzierung selbst kommen daher nur voranalysierte Proben zum Einsatz, bei denen bereits feststeht, dass sie das Virus enthalten. Dokumentation und Ergebnisse zu Negativkontrollen mit gesunden Patientenproben bei der Anzucht von Masernviren und SARS‐CoV‑2 bzw. der Genomsequenzierung solcher Viren gibt es daher nicht.“

Dies steht auch in direktem Widerspruch zu den Ergebnissen meiner FOIA‐Anfrage [Freedom of Information Act] an die US‐Gesundheitsbehörde CDC, die ergab, dass noch nie eine Probe sequenziert wurde, die ausschließlich gereinigtes virales genetisches Material enthielt. Die CDC bestätigte das Vorhandensein von kontaminierendem genetischem Material während der SARS‐CoV‐2‐Sequenzierung, wodurch die Möglichkeit offen bleibt, dass die Sequenz ein halb zufälliges Konstrukt sein könnte (mehr dazu siehe hier).

Das methodische Problem:

Dies führt zu einem Zirkelschluss. Um die Genauigkeit einer Genomsequenz zu validieren, müssen Forscher entweder

  1. eine gereinigte Probe sequenzieren, die nur virales genetisches Material enthält, oder
  2. kontinuierliche Sequenzierungsdaten über das gesamte behauptete Genom hinweg erhalten.

Meines Wissens wurde bisher keiner dieser Ansätze umgesetzt und dokumentiert.

Hier ist eine Zusammenfassung von Claude AI, warum Negativkontrollen so wichtig sind:

Warum Negativkontrollen in der wissenschaftlichen Forschung so wichtig sind:

  1. Kontaminationserkennung
  • Zeigt, ob Reagenzien, Geräte oder die Laborumgebung Fremdstoffe eingebracht haben
  • Zeigt, ob die beobachteten Ergebnisse von der Probe oder von Versuchsartefakten stammen
  • Unverzichtbar bei der Arbeit mit hochempfindlichen Techniken wie PCR und Sequenzierung
  1. Methodenvalidierung
  • Weist nach, dass die Methodik zwischen positiven und negativen Proben unterscheiden kann
  • Bestätigt, dass die Technik keine falsch positiven Ergebnisse liefert
  • Legt Basiswerte für das »Rauschen« im System fest
  1. Durchbrechen von Zirkelschlüssen
  • Ohne Negativkontrollen können Sie nicht nachweisen, dass Ihre Methode tatsächlich das erkennt, was Sie behaupten
  • Verhindert Bestätigungsfehler, bei denen Forscher nur das sehen, was sie erwarten
  • Bietet eine unabhängige Überprüfung der Spezifität
  1. Wissenschaftliche Glaubwürdigkeit
  • Standardpraxis in allen legitimen wissenschaftlichen Disziplinen
  • Von den meisten Peer‐​Review‐​Prozessen und Aufsichtsbehörden vorgeschrieben
  • Das Fehlen negativer Kontrollen ist ein wichtiges Warnsignal in jeder Studie

Im Zusammenhang mit der Virussequenzierung:

  • Ohne negative Kontrollen: Sie können nicht beweisen, dass die genetischen Sequenzen tatsächlich von dem behaupteten Virus stammen und nicht von Verunreinigungen, Laborartefakten oder Zelltrümmern.
  • Mit geeigneten negativen Kontrollen: Sie könnten nachweisen, dass identische Methoden bei virenfreien Proben zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Das Eingeständnis des RKI ist bedeutsam, weil es im Wesentlichen sagt: „Wir gehen aufgrund der PCR davon aus, dass unsere Proben Viren enthalten, daher müssen wir nicht testen, was passiert, wenn wir die gleichen Methoden auf Proben ohne Viren anwenden.“ Dies verstößt gegen grundlegende wissenschaftliche Methoden und macht die Genomsequenzen wissenschaftlich nicht überprüfbar.

Bild „Virologie IRBAG“ by Siddighy is licensed under CC BY-SA 4.0.

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Dieser Artikel des Bürgerjournalisten und Aktivisten Ben erschien zuerst am Blog des Autors, USMortality. Auf Deutsch mit freundlicher Genehmigung des Autors erstmals erschienen bei MagMa – Magazin der Masse. 


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5 Kommentare

  1. Jurgen 6. Juni 2025 um 13:20 Uhr - Antworten

    Ob es Viren gibt oder nicht ist demnach nur Meinung, weil wissenschaftlich nicht ordentlich bewiesen. Dass es Toxine gibt ist dagegen bewiesen – das Spike-Protein ist so eins – und man könnte daher den Schluß ziehen, dass eine „Virusinfektion“ in Wahrheit eine Vergiftung mit Toxinen darstellt. Ist für mich wie Okhams Rasierer!

  2. Dr. Rolf Lindner 3. Juni 2025 um 22:12 Uhr - Antworten

    Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich völlig ungeniert. Ein Verstoß gegen die Wissenschaftlichkeit mehr oder weniger – was macht das noch aus?

  3. Pfeiffer C 3. Juni 2025 um 19:04 Uhr - Antworten

    Negativkontrollen, bei denen identische Methoden auf Proben ohne das Zielvirus angewendet werden, sind für die Validierung der Ergebnisse unerlässlich. Stattdessen stützte man sich ausschließlich auf nicht validierte PCR‐Tests, um das Vorhandensein vor der Sequenzierung zu bestätigen.

    Es lief darauf hinaus:

    Die Meinung, die gentechnischen Impfstoffe seien Mittel zu einem propagierten Zweck (der Immunisierung der Menschheit gegen ein Virus zum Zwecke der Ausrottung des Virus), war von Anfang an unglaubwürdig und wird es mit jeder Vermeldung neuer Zahlen infizierter Geimpfter noch mehr, so sehr manche Gläubige das noch immer leugnen.

    Zitat Michael Sailer „Was ist passiert?“ Notate aus Zeiten von Lüge und Krieg – Band eins 2020/2021 S 365

    Vergangenen Sonntag auf der Durchreise in Neumarkt in der Opf:

    Die Friedensinitiative Neumarkt hält am Hauptplatz eine Kundgebung ab. Der unbekannte Redner sagt vor spärlichem Publikum mit Leidenschaft nur richtige Sätze. Links und rechts neben ihm Pazifismus-Plakate.

    Einheimischer, abfälliger Passanten-Kommentar im vorbeigehen – für eine argumentationsgestützte Diskussion fehlen (in dieser Reihenfolge) offensichtlich Hirn & Zeit:

    „Schon wieder die gleichen Trommler – Früher Coronafritzen jetzt Putinfreunde“ –

    Fazit: Der hundordinäre, propagandaverseuchte Durchschnittseuropäer ist nicht mehr erreichbar. Egal was passierte / passiert.

    Ein Fest für die Vernichtungsprofiteure…

  4. Archimedes 3. Juni 2025 um 17:57 Uhr - Antworten

    Das, was hier beschrieben und als Zirkelschluss beschrieben wird, ist wohl das Vorgehen des Entwicklers des PCR-Tests auf das Coronavirus, nämlich Drosten.

    Aber meines Wissens nach wurden bereits im Mai 2020 Ringversuche gemacht. Ringversuche sind ein gängiges Werkzeug, um die Laborergebnisse zu validieren. Dabei werden Proben, die kein Virus enthalten, Proben, die andere Viren (z.B. Grippe und bis dato bekannte Coronaviren), sowie proben mit unterschiedlichen Viruskonzentrationen an Labore gegeben.
    Dabei treten sowohl falsch positive, als auch falsch negative Ergebnisse auf. Während die einen die Sensitivität ergeben, ergenen die anderen die Spezifität.
    Bei Drostens Coronatest war es wohl so, dass ca. 98,5% der Proben mit dem Virus richtig erkannt wurden, während umgekehrt etwa 7% der Proben, die Grippeviren oder andere Coronaviren enthielten falsch positiv waren und 97% der Proben ohne Virus als negativ erkannt wurden.

    Ganz so, wie sie schreiben ist es mit dem Zirkelschluss ja wohl nicht. Außerdem stellt sich die Frage, wie denn die für die Ringversuche präparierten Proben hergestellt werden?

  5. Jan 3. Juni 2025 um 17:21 Uhr - Antworten

    Wann möchte die Justiz auf diese Erkenntnisse reagieren?

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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