Petition gegen Ausbau von Windkraftanlagen in Niedersachsen

21. Mai 2025von 4,5 Minuten Lesezeit

Deutschland ist eines der Länder die bereits massiv mit Windrädern zugepflastert sind. Immer mehr Menschen sind gesundheitlich und anderweitig davon betroffen. Daher entstehen auch immer mehr Bürgerinitiativen, die dagegen kämpfen.

Hier ein kleiner Bericht der TKP aus der norddeutschen Provinz erreicht hat:
„Ich bin selbst betroffen von einem geplanten Windparkprojekt via „Gemeindeöffnungsklausel“ (hierbei dürfen Gemeinden sich selbst um einen Windpark kümmern, wenn ihre Flächen nicht im Raumordnungsprogramm als „Vorranggebiete“ berücksichtigt wurden) – zum Glück mit guten Chancen, dass es  aufzuhalten ist . Vor allem weil es eine sehr aktive und kompetente BI gibt.
Einige Gemeinderäte in der Umgebung haben die Pläne der Projektierer schon abgelehnt – und ich hoffe, es werden immer mehr. Aber die „Vorranggebiete“ würden noch viele hunderte weitere Anlagen pro Landkreis bedeuten – zusätzlich zu denjenigen, die schon lange da sind und demnächst „empowert“ werden.

„Überall in meinem Landkreis  und im Nachbarlandkreis wachsen Windturbinen in Wäldern wie Pilze aus dem Boden. Dagegen mehren sich die Proteste, es gibt BI-Gründungen, aufwendige Info-Veranstaltungen und Unterschriftensammlungen/Befragungen, Gemeinderatsitzungen, neu erstellte Raumordnungsprogramme samt Stellungnahmen-Prozesse, dazu kommen die Regionalzeitungen mit ihren mehr oder weniger verständnisvollen Artikeln und Leserbriefen. Unglaublich viele Menschen sind über viele Monate, meist sogar Jahre mit diesen Auseinandersetzungen beschäftigt – es wird Zeit, dass dieser Spuk ein Ende findet.“

Ein Petition „Stopp des weiteren Ausbaus von Windkraftanlagen“ kann in Niedersachsen unterzeichnet werden. In der Begründung werden gute Argumente angeführt. Hier ein Auszug daraus:

„Von dem im WindBG genannten Flächenschlüssel von 2% der Flächen der Bundesrepublik und deren im Anhang verfügten Aufteilung nach Bundesländern, sind bislang erst ein Viertel, also gut 0,5% umgesetzt. Trotzdem hat der Ausbau der Windenergie bereits eine Größe erreicht, die ihre Möglichkeit der Versorgung des Landes mit ausreichend Strom bereits überschritten hat. Dieses liegt daran, dass uns der Wind nicht dauerhaft, sondern nur stundenweise zur Verfügung steht und die bereits installierten Windkraftanlagen bei Volllast, im Bereich von 5 – 9 Windstärken, bereits mehr Strom liefern, als tatsächlich benötigt wird. Da dieser Überschuss nicht gespeichert werden kann, werden bereits heute mehrere Milliarden Euro dafür aufgewandt, dass den Betreibern der Windkraftanlagen der nicht produzierte Strom bezahlt wird, wenn sie zum Schutz des Netzes ihre Anlagen abschalten müssen. Weitere Milliarden fallen dadurch an, dass wir den überflüssigen Strom ins Ausland verschenken, oder gar dafür bezahlen, dass uns dieser abgenommen wird. In 2024 wurden an 62 Stunden der Strom verschenkt und an 457 Stunden haben wir für die Abnahme des Stromes bezahlt!

Gehen wir von einem Bruttostromverbrauch im Jahr 2024 von 512 Terrawattstunden (TWh) aus, benötigen wir bei 8.760 Jahresstunden pro Stunde 59 Gigawattstunden (GWh).

Deutschland hat mit 73 GW in Europa z.Zt. die meiste Windenergie installiert. Mit dieser Größe ist der Bruttostrombedarf von 59 GWh mehr als 23,5% überschritten. Strom, den wir nicht speichern können und der uns wie oben beschrieben immense Kosten verursacht.

Hinzu kommt, dass dieser Strom zu über 68 % von den nördlichen Bundesländern produziert wird und bislang keine ausreichenden Stromtrassen in den Süden bestehen. Dies führt obendrein noch zu weiteren Abschaltungen von Windkraftanlagen mit Bezahlung von nicht produziertem Strom. Für das Geld sollten lieber leistungsfähige Stromtrassen gebaut und in die Forschung investiert werden.

Wir haben Strombedarfsschwankungen zwischen ca. 45 GWh und ca. 70 GWh. Die niedrigen Bedarfe entstehen nachts, während die hohen Bedarfe tagsüber benötigt werden. Da während des Tages auch noch die Energie aus Photovoltaik in Höhe von 43 GWh zur Verfügung steht, müssen hier noch weitere Windkraftanlagen abgestellt werden, wenn tagsüber der Wind weht.

Letztendlich wird alleine durch das Repowering die Leistung ständig erhöht und auch die Photovoltaik wird weiter ausgebaut.

Niedersachsen hat am norddeutschen Ertrag mit einem Anteil von knapp 13 GW installierten On-Shore-Anlagen, sowie etwa 5 GW Off-Shore-Anlagen. Damit ist in Niedersachsen 2,3-mal mehr Leistung On-Shore installiert (siehe Anlage), als das Land tatsächlich selbst benötigt, ohne dass diese Leistung jemals voll abgerufen werden kann, da weder ausreichende Stromtrassen in den Süden noch nennenswerte Speicher zur Verfügung stehen. ….“

Die Petition kann hier unterzeichnet werden.

Die geschilderten Umstände führen sowohl zu Erhöhung der Strompreis als auch der Steuerlast, da enorm viele Förderung ausgeschüttet wurden und die Abnahmegarantie ebenfalls aus Steuermitteln beglichen werden muss.

Weiter werden Backup Kraftwerke benötigt um bei Wind- oder Dunkelflauten dennoch den Strombedarf decken zu können. Diese Kosten erhöhen den Strompreis weiter.

Windkraftanlagen schaden Umwelt, Menschen, Tieren und Pflanzen wie keine andere Energiequelle. Die wichtigsten TKP Artikel zu den Schäden und Folgen für die Gesundheit sind im neuen TKP-Buch dokumentiert:

Das Buch ist erhältlich beim Kopp-Verlag oder bei Amazon.

Die irrsinnige Umweltzerstörung, wie sie schon beim Bau von Windrädern der Fall ist, dokumentiert dieses Video:


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Windkraft: Schadet Umwelt, Menschen, Tieren und Pflanzen wie keine andere Energiequelle  neues TKP-Buch

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Massive Umweltschäden durch Windräder im Wald

Eier Sterblichkeit in der Nähe von Windrädern erhöht – Studie

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3 Kommentare

  1. Jurgen 22. Mai 2025 um 13:28 Uhr - Antworten

    Wer will schon den optischen und materiellen Sondermüll in der Landschaft verteilt sehen? Niemand, außer dystopisch veranlagte Polit- und Unternehmerkader.

  2. Michael Rosemeyer 22. Mai 2025 um 13:15 Uhr - Antworten

    Klima ist Vergangenheit, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Klima
    …empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) die Verwendung von Referenzperioden (auch Normalperioden oder CLINO-Perioden), in denen die Monatsmittelwerte als Zeitreihe über 30 Jahre in einem Datensatz zusammengefasst werden. …

    Alpengipfel waren vor 6000 Jahren bis hoch hinauf eisfrei
    2020_12_17
    https://www.swissinfo.ch/ger/alpengipfel-waren-vor-6000-jahren-bis-hoch-hinauf-eisfrei/46231498
    New glacier evidence for ice-free summits during the life of the Tyrolean Iceman
    2020_12_17
    https://doi.org/10.1038/s41598-020-77518-9

    Great Barrier Reef heute so warm wie 1700
    2024_08_07
    https://doi.org/10.1038/s41586-024-07672-x

    Gletscherschmelze legt Römerzeit-Siedlungen und Weltkriegsbomber frei
    2024_09_10
    https://www.derstandard.de/story/3000000235733/gletscherschmelze-legt-roemerzeit-siedlungen-und-weltkriegsbomber-frei

    Alpen bereits vor 6.000 Jahren eisfrei
    https://www.epochtimes.de/panorama/natur/alpen-bereits-vor-6-000-jahren-eisfrei-a3406529.html

    Melting Glacial Ice in Norway Reveals Intact Bronze-Age Arrow
    “Most of the ice here in Norway will be gone in this century. You can say that we are melting back in time,” said archaeologist Lars Holger Pilø.
    2023_09_26
    https://hyperallergic.com/846838/melting-glacial-ice-in-norway-reveals-intact-bronze-age-arrow/

  3. local.man 21. Mai 2025 um 11:50 Uhr - Antworten

    Da sich die Indizien verdichten, dass die Windräder mit einer zunehmenden Regenknappheit direkt zusammenhängen, sie selbst massiv viele Nachteile und fast keine Vorteile bieten, muss aus Eigeninteresse schon dieser Quatsch beendet werden und wirklich das getan werden was gebraucht wird und das sind ua. Kernkraft fokussiert.

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