NATO-Südostflanke gesichert: Wunder-Wahl in Rumänien

19. Mai 2025von 3,2 Minuten Lesezeit

Das NATO/EU-Lager konnte in Rumänien einen wundersamen Stimmenzuwachs von 155 Prozent verzeichnen. Das EU-skeptische Lager hat die Wahl haushoch verloren. Ein politisches Wunder – aber gibt es Wunder in der Politik?

Entgegen den Erwartungen und Vorhersagen hat der Wunschkandidat von NATO und EU die Präsidentschaftswahl in Rumänien gewonnen. Nicușor Dan, der liberale Bürgermeister von Bukarest, wird damit Präsident und sichert der herrschenden Klasse ihre Kontrolle über das für die NATO entscheidende Land an ihrer Südostflanke.

Massiver Stimmenzuwachs im EU-Lager

Das Wahlergebnis ist schwer zu fassen. Im ersten Wahlgang kam Dan auf 20,99 %, der Vertreter von Călin Georgescu, George Simion, auf 40,96 %. Rund 15 weitere Prozent fielen auf EU-skeptische Kandidaten. Doch die Stichwahl verlief ganz anders als erwartet: Simion erreichte nur 46,40 %, während Dan mit 53,60 % überlegen gewann. Die „pro-europäischen“ Stimmen erlebten einen wundersamen Zuwachs von 155 %.

Dem Ergebnis ging ein turbulenter Wahltag voraus. Pavel Durov, der Chef der Nachrichtenplattform Telegram, machte französische Wahleinmischung öffentlich. Die Wahl im letzten Jahr wurde wegen Unregelmäßigkeiten abgesagt. Doch nach der Auszählung sind die Rufe nach Wahleinmischung verstummt. Warum, ist klar: Diesmal hat der „richtige“ Kandidat gewonnen.

Erste Nachwahlbefragungen von Realitatea TV am Sonntagabend zeigten zunächst ein anderes Bild. Simion lag bei 55 Prozent und erklärte sich via X umgehend zum Präsidenten. Das Außenministerium in Bukarest beschuldigte nur wenige Minuten später Russland der Wahleinmischung. Man sprach von einer „viralen Fake-News-Kampagne“ auf Telegram, um den Wahlprozess zu beeinflussen.

Simion erklärte sich schnell zum Sieger, doch der Post ist mittlerweile gelöscht. 

Doch dann drehte sich das Blatt, und die Beschuldigungen der Wahleinmischung verstummten. Weitere Exit-Polls zeigten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, und kurz darauf ein völlig anderes Bild. Plötzlich lag Dan mit 55 % vorne, und der rumänische öffentlich-rechtliche Rundfunk sprach erstmals davon, dass der Wahlabend einen überraschenden Sieger hervorbringen dürfte.

Schock bei Souveränisten

Und so war es auch. Die Auszählung begann, und schnell lag Dan uneinholbar vorn. Ursula von der Leyen gratulierte dem Bürgermeister um 23 Uhr bereits zum Wahlsieg. Es war geschafft: „Die Rumänen haben sich für das Versprechen eines offenen, wohlhabenden Rumäniens in einem starken Europa entschieden. Lassen Sie uns gemeinsam dieses Versprechen einlösen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, schrieb sie. Dass die EU in Rumänien als Synonym für Verarmung gilt, stört von der Leyen und die EU-Bürokratie offensichtlich nicht.

Das EU-kritische, souveränistische Lager um Georgescu scheint in Schockstarre. Der „Volkspräsident“ hat sich bisher nicht zur Niederlage geäußert. Seine Unterstützer sehen einen „Wahlbetrug“: „Heute haben wir erlebt, wie ein Regime wie das in Rumänien mit Hilfe ausländischer Akteure wie Frankreich, Moldawien und der EU eine ganze Wahl manipulieren und damit ungestraft davonkommen kann“, schreibt der Account Daily Romania.

Eindeutige Beweise für eine Manipulation gibt es bisher jedoch nicht. Bis auf Berichte über einzelne Unregelmäßigkeiten ist bisher nichts Konkretes zu hören. Auffällig war, dass die Diaspora – ansonsten eindeutig dem Lager der EU-Gegner zuzuordnen – diesmal statt einer Million ganze 1,5 Millionen Stimmen abgegeben hatte. Dans Vorsprung beträgt am Ende mehr als 800.000 Stimmen.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Vor Stichwahl bei Präsidentschaftswahlen in Polen

Die Quellen des Transgender Kult bei US-Oligarchen in den 1950er Jahren

Verdacht Verschwörung: Republikaner mit Ultimatum an Pfizer

7 Kommentare

  1. Peter-Schmidt-News 20. Mai 2025 um 7:37 Uhr - Antworten

    Ich hatte, nach dem 1. Wahlgang, am 5. Mai vermutet:
    Simion [der 41% erreichte], ist der Ersatzkandidat für den Sieger der vorigen Wahlen Calin Georgescu, den man daraufhin von der Wahl ausgeschlossen hat.
    Was wird der Tiefe Staat nun tun? Zur Stichwahl werden die Anhänger von Antonescu [20%], Ponta [13%] und Dan [21%] gemeinsam für einen Kandidaten, gegen Simion [41%] stimmen, um die „bösen Rechten“ zu verhindern.

    Wobei Antonescu nicht unbedingt als links gelten mag. Aber er ist klarer EU-Befürworter.

    Ich hoffe, nach und nach kommt ans Licht, was die Akteure da wieder getrickst haben.

  2. Michael Rosemeyer 19. Mai 2025 um 17:10 Uhr - Antworten

    EU-Kommission muss eingestehen, Umwelt-NGOs für Lobbyarbeit bezahlt zu haben
    2025_04_02
    https://apollo-news.net/eu-kommission-muss-eingestehen-umwelt-ngos-fr-lobbyarbeit-bezahlt-zu-haben/

  3. lotus998dc2ac81f3 19. Mai 2025 um 14:38 Uhr - Antworten

    Ich habe dazu längst keine Fragen mehr.

  4. Jan 19. Mai 2025 um 11:56 Uhr - Antworten

    Vermutlich wurde die Auszählung mit Hilfe von Excel-Tabellen vorgenommen?

  5. Glass Steagall Act 19. Mai 2025 um 10:55 Uhr - Antworten

    Wie ist denn der wundersame Stimmenzuwachs der Pro-EU-Partei zu erklären? Es ist schon sehr eigenartig, dass immer die „richtigen“ Wunschkandidaten der EU im letzten Moment gewinnen! Wahrscheinlich sind die Manipulationstechniken inzwischen deutlich ausgefeilter!

    • Varus 19. Mai 2025 um 12:20 Uhr - Antworten

      Wahrscheinlich sind die Manipulationstechniken inzwischen deutlich ausgefeilter!

      Das bringt zur Frage – wie genau werden die Rumänien-Wahlen kontrolliert – oder vielleicht gar nicht? Interessant etwa die 0,5 Millionen zusätzliche Stimmen aus dem Ausland – per Briefwahl? Bald werden sicherlich Theorien auftauchen, wie es passieren konnte – die Stimmung im Land ist doch stark gegen die EUdSSR?

  6. local.man 19. Mai 2025 um 10:09 Uhr - Antworten

    Wie zu erwarten.
    Wäre es nicht so gekommen, wäre die Wahl annuliert und solange wiederholt worden, am besten vorher mit Fake Skandalen bei den „falschen“ Kandidaten, bis das Ergebnis passt.
    Vielleicht haben wir es auch mit direktem Betrug zu tun, ich schliesse nichts aus.

    Aber wir halten fest, die Herrschenden haben mal wieder ihren Kandiaten positioniert und können weiter Demokratiesimulation spielen.

    Es ist wie es immer ist, ohne Systemänderung durch uns…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge