Entwaldungs-Direktive behindert Bemühungen der EU um Freihandelsabkommen mit Malaysia

24. April 2025von 3,3 Minuten Lesezeit

Die Gespräche über Freihandel zwischen der EU und Malaysia, wo fünf für den europäischen Hightech-Sektor wichtige strategische Mineralien vorkommen, scheitern an der kontraproduktiven Entwaldungsregelung der EU. Diese greift nämlich nicht bei der massiven Entwaldung und anhaltenden Waldschäden durch Windrad-Anlagen.

Die EU schließt nicht nur den Zigtausenden Sanktionen der USA gegen Russland an, sondern führt ihre Rolle als Vasall der USA auch im Handelskrieg zwischen China und den USA fort. Die illegimtime Zentralmacht in Brüssel ist offenbar bereit höhere Preise in Kauf zu nehmen nur um nicht mit China Handel treiben zu müssen. Der Vorwand ist, man müsse die Abhängigkeit von kritischen Mineralien aus China verringern. China dominiert die Produktion der schwer zu verarbeitenden Seltenen Erden zu 90%.

Malaysias ist einer der weiteren Lieferanten kritischer Mineralien geworden, von denen fünf besonders reichlich vorhanden sind, wie die malaysische International Trade Administration ermittelt hat. Außerdem beherbergt es eine Anlage zur Trennung von Seltenen Erden – eine der wenigen außerhalb Chinas –, was es zu einem potenziell wichtigen strategischen Lieferanten für die Technologie-, Automobil- und Verteidigungsindustrie Europas macht. Allerdings nur wenn sich Brüssel in den Handelskrieg gegen China weiter vertieft einmischt.

Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), die im Dezember 2024 in Kraft trat, hat sich jedoch hinsichtlich der Beschaffungsvorschriften als problematisch erwiesen, wie malaysische Medien berichteten.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Handelskrieges von Trump gegen China mit den USA hat die EU mit Malaysia, Indien und anderen Ländern kürzlich die seit langer Zeit eingefrorenen Verhandlungen über Freihandelsabkommen wieder aufgenommen.

Dies folgte auf die Forderung der Präsidentin der Europäischen Kommission, Von der Leyen, nach einer „Diversifizierung“ als zentraler Pfeiler der Wettbewerbsfähigkeit der EU.

Ein Sprecher der Europäischen Kommission erklärte jedoch am 15. April, dass Lebensmittelsicherheitsstandards nicht Teil der Verhandlungen sein würden. „EU-Standards, insbesondere im Zusammenhang mit Lebensmittelsicherheit und -sicherheit, sind unantastbar“, sagte er.

Diese Haltung hat zu Gegenreaktionen geführt. Der Malaysian Palm Oil Council (MPOC) warnte, dass die EU-Entwaldungsverordnung das Vertrauen untergrabe. „Diese mangelnde Anerkennung benachteiligt malaysische Produzenten“, sagte MPOC-CEO Belvinder Sron gegenüber der malaysischen Zeitung Business Today und verwies dabei auf die Nichtberücksichtigung des malaysischen Standards für nachhaltiges Palmöl durch die EU.

Die ständige Bevormundungen und Belehrungen der ehemaligen Kolonialmächte führen im Globalen Süden immer mehr zu Ablehnung und Ärger. Man treibt immer mehr Handel untereinander, wo nicht die Gefahr besteht, dass vom Handelpartner erklärt zu bekommen, was man tun darf und was nicht.

Die Europäische Kommission hat Malaysias Investitionsprojekt für Seltene Erden in ihren im März 2025 veröffentlichten Rahmen für „strategische Projekte“ für Rohstoffe aufgenommen.

Die Liste enthält ausgewählte Initiativen im Rahmen des Gesetzes über kritische Rohstoffe, die für eine vereinfachte Genehmigung, mögliche EU-Finanzierung und Industriepartnerschaften in Frage kommen.

Chinas Präsident Xi Jinping hatte gleich nach Verkündigung der Trump Zölle Nachbarländer wie Vietnam, Indonesien und Malaysia besucht und eine Reihe von Kooperationsabkommen abgeschlossen. Gerade diese Länder die Ziel des Outsourcing von Produktion aus den USA waren, sind als Lieferanten nun natürlich stark betroffen.

China kontrolliert den größten Teil der weltweiten Versorgung mit kritischen Mineralien, beispielsweise bis zu 94 Prozent bei Gallium, das für die Herstellung von Halbleitern, LEDs, Solarzellen und anderen elektronischen Geräten, die wichtige Exportgüter der EU sind, unverzichtbar ist.

China hat mittlerweile gegen die USA eine Exportsperre verhängt und unterbindet auch eine Weiterlieferung an die USA durch Dritte.


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5 Kommentare

  1. Der Zivilist 24. April 2025 um 19:58 Uhr - Antworten

    Malaysia ist schon öfter mit der britischen Kolonialmacht auf die Fresse gefallen: Zinn, Kautschuk und nach der ‚Unabhängigkeit‘ mit ‚Biofuel‘, für das sie großflächig Urwald abgefackelt haben, um ihn durch Ölpalmen zu ersetzen. Jetzt wollen die Gruenen kein Palmöl mehr tanken.

    Und jetzt die nächste Nummer.

  2. cwsuisse 24. April 2025 um 19:22 Uhr - Antworten

    Der Abschluss von Freihandelsabkommen mit der EU verlangt regelmäßig die Akzeptanz der rigiden EU-Umweltregeln, welche die Industrien und Volkswirtschaften der Vertragspartner zerstören. Da dass segensreiche Wirken der EU-Klima-Sektiererei inzwischen beispielsweise am deutschen Beispiel zu bewundern ist, muss man schon blind und taub sein, um mit der EU-Kommission irgendwelche Verträge abzuschließen.

  3. Fritz Madersbacher 24. April 2025 um 18:27 Uhr - Antworten

    „Die ständigen Bevormundungen und Belehrungen der ehemaligen Kolonialmächte führen im Globalen Süden immer mehr zu Ablehnung und Ärger. Man treibt immer mehr Handel untereinander, wo nicht die Gefahr besteht, vom Handelpartner erklärt zu bekommen, was man tun darf und was nicht“

    Die ehemaligen Kolonialmächte – Österreich eingeklemmt mittendrin – können sich das nur mehr zum eigenen Schaden leisten. Beim Widerstand gegen das mögliche „Mercosur“-Abkommen mit lateinamerikanischen Staaten fragt man sich unwillkürlich, warum Österreich trotz der zu erwartenden – die möglichen Nachteile dieses Abkommens um ein Vielfaches übersteigenden – Schäden für die eigene Landwirtschaft der EG/EU beigetreten ist, mit vielen falschen Versprechungen. Damals war die eigene Landwirtschaft offenbar nicht so bedeutsam wie heute bei einem Handelsabkommen mit außereuropäischen Ländern, mit denen man sicher für die eigene Ernährungssicherung geeignete Bedingungen vereinbaren könnte (was beim EG/EU-Beitritt keine Rolle gespielt hat) …

  4. Jurgen 24. April 2025 um 17:35 Uhr - Antworten

    Das Verbrennerverbot ab 2035 war ein Schuß in den Ofen! Das wird noch lange nachqualmen, hust, hust, …

    • Der Zivilist 24. April 2025 um 19:49 Uhr - Antworten

      Na, eher ein Schuss ins Knie, und zwar der Westeuropäer, die das Pech haben unter das Diktat des Brüsseler Regimes zu fallen. Durchgesetzt haben die Öl- Verbrenner die Öl Oligarchen, Rockefeller & Co, auch gegen den Alkohol übrigens, mit dem der US Farmer sein Modell T fahren konnte.

      Darum hat China schon lange auf Elektrifizierung des ganzen Landes gesetzt, den Strom machen sie und die Kohlenwasserstoffe die sie trotzdem brauchen, haben sie.

      Saudumm ist nur die Kombination von Elektrifizierung & KW Abschaltung & Dual Fluid Boykott.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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