Covid-Dissident Bhattacharya im US-Senat

6. März 2025von 3,1 Minuten Lesezeit

Das National Institut of Health bekommt mit Jay Bhattacharya bald einen neuen Chef. Der weltweit bekannte Covid-Kritiker wurde vom Senat angehört. 

Jay Bhattacharya gilt als einer der wichtigsten Covid-Dissidenten in der wissenschaftlichen Welt. Der Stanford-Professor war Mitverfasser der Great Barrington Declaration und wird nun Direktor des US-amerikanischen National Institut of Health (NIH). Nun stellte er sich dem Senat zur Anhörung und zu seiner Antrittsrede. Was folgte: Die Wissenschaft wurde auf ihren rechten Platz gesetzt und mit der Covid-Politik aufgeräumt.

In seiner Eröffnungsrede versprach Bhattacharya „fünf konkrete Ziele“ für das NIH. Dieses ist dem Gesundheitsministerium unterstellt und umfasst selbst 20 Institute. Darunter auch das Nationale Institute für Infektionskrankheiten, dessen jahrelanger Chef Anthony Fauci hieß.

Die fünf Ziele von Bhattacharya:

  1. „Die NIH-Forschung sollte sich auf Forschung konzentrieren, die die amerikanische Krise der chronischen Krankheiten löst. Die amerikanische Gesundheit entwickelt sich rückwärts. Die Lebenserwartung stagniert zwischen 2012 und 2019, ist während der Pandemie stark gesunken und hat sich immer noch nicht erholt. Die Krise der chronischen Krankheiten ist schwerwiegend: Hunderte von Millionen Amerikanern, Kinder und Erwachsene, leiden an Fettleibigkeit, Herzkrankheiten, Krebs und mehr.“
  2. „NIH-geförderte Wissenschaft sollte replizierbar, reproduzierbar und verallgemeinerbar sein. Leider versagt ein Großteil der gekauften modernen biomedizinischen Wissenschaft bei diesen grundlegenden Anforderungen. Das NIH selbst sah sich erst letztes Jahr mit einem Skandal der Forschungsintegrität konfrontiert, bei dem es um die Erforschung der Alzheimer-Krankheit ging und Hunderte von Forschungsarbeiten in Frage gestellt wurden.Es ist nicht weit hergeholt zu denken, dass der langsame Fortschritt bei der Alzheimer-Krankheit mit diesem Problem zusammenhängt. Die NIH kann und muss die Krise der Zuverlässigkeit wissenschaftlicher Daten lösen.“
  3. „Wenn ich bestätigt werde, werde ich eine Kultur des Respekts für die freie Meinungsäußerung in der Wissenschaft und für wissenschaftliche Meinungsverschiedenheiten am NIH schaffen. In den letzten Jahren haben hochrangige NIH-Beamte eine Kultur der Vertuschung, der Verschleierung und der mangelnden Toleranz gegenüber Ideen, die von ihren eigenen abweichen, überwacht.“
  4. „Das NIH muss sich wieder auf ihre Aufgabe besinnen, die innovativste biomedizinische Forschungsagenda zu finanzieren, um die amerikanische Gesundheit zu verbessern.“
  5. „Die NIH müssen risikoreiche Forschung, die eine Pandemie auslösen könnte, aufgreifen und energisch regulieren. Wir müssen riskante Forschung, die eine Pandemie auslösen könnte, regulieren. Sie sollte bei all ihren Tätigkeiten Transparenz walten lassen. Wenn ich bestätigt werde, werde ich Präsident Trumps Agenda umsetzen, die öffentlichen wissenschaftlichen Einrichtungen dieses Landes vertrauenswürdig zu machen und dazu beizutragen, dass Amerika wieder gesund wird.“

Darüber hinaus sparte der Gesundheitsökonom nicht mit brisanten Aussagen. So versicherte etwa, die Wahrheit über den sprunghaften Anstieg der Autismusraten aufzudecken. Diese werden oft in den Zusammenhang mit der exzessiver Impfpolitik gestellt:

„Wir haben in diesem Land einen starken Anstieg der Autismusraten zu verzeichnen. Ich würde eine breit angelegte wissenschaftliche Agenda unterstützen, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Wenn ich als NIH-Direktor bestätigt werde, wird es meine Aufgabe sein, den Menschen gute Daten zu liefern.“

Zur umstrittenen Gain-of-Function-Forschung sagte er:

  1. „Ich denke nicht, dass die NIH Forschung betreiben sollten, die das Potenzial hat, eine Pandemie auszulösen.“

Bhattacharya muss noch die Abstimmung im Senat überstehen, um seinen neuen Job zu beginnen. Doch dies gilt mittlerweile als Formsache.


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3 Kommentare

  1. Pfeiffer C 8. März 2025 um 11:51 Uhr - Antworten

    Darüber hinaus sparte der Gesundheitsökonom Jay Bhattacharya nicht mit brisanten Aussagen. So versicherte etwa, die Wahrheit über den sprunghaften Anstieg der Autismusraten aufzudecken. Diese werden oft in den Zusammenhang mit der exzessiver Impfpolitik gestellt.

    Im aktuellen saurosanen Irrenblatt „Amiswille & Bronners Beitrag“ sagt der „Komplexitätsforscher“ Peter Klimek im Gastkommentar „Was uns die Pandemiebekämpfung lehren sollte“ – nach wie vor:

    Einfach impfen

    Dann kam die Impfung, und man hätte sich nur impfen lassen müssen, und die Pandemie wäre vorbei gewesen.

    Und es werden noch immer diese postings favorisiert:

    Potschochter –

    „So wie in der österreichischen Bevölkerung eine latente oder offene Wissenschaftsfeindlichkeit herrscht, herrscht in unserer Politik eine irrationale Ablehnung evidenzbasierten Handelns. Bei der Zusammensetzung des Nationalrats mit >50% auf der rechten Seite, mit einem großen Teil an Dorfbürgermeistern und Bauernvertretern (nicht: Bauern, die sind oft viel gscheiter) auch nicht wirklich ein Wunder. Das ganze vermischt mit einer gewollten Bildungsfeindlichkeit seit zumindest 25 Jahren (um die guten Jobs in Hand der ÖVP halten zu können) eine fatale Mischung“.

    Ich denke mir schön langsam: Die Irren & die Blöden dominieren und faseln von Bildungsfeindlichkeit.

    Mein hochverehrter Ausnahmeintelektuelle Odo Marquard meinte einmal zur bildungsfreien „Irren & Blödenfraktion“zu deren Manko treffend:

    „Bildung ist der Verzicht auf die Anstrengung, dumm zu bleiben“ …

  2. therMOnukular 6. März 2025 um 22:17 Uhr - Antworten

    Drosten ist mir schon bei der „Vogelgrippe“ unangenehm aufgefallen – irgendwie hat der dauernd das Eine gesagt, um Woche darauf das Gegenteil zu behaupten, auch trat nie ein, was er prognostizierte.
    Als Drosten & dieselben Schablonen bei der „Schweinegrippe“ wieder ins Scheinwerferlicht gerückt wurden, habe ich die Sache genauer beobachtet. Damals ist mir neben John Ioannidis natürlich auch Jay Bhattacharya aufgefallen.

    Seit dieser Zeit hat er seinen positiven Eindruck nur bestätigt und ist amS ein Parade-Wissenschafter mit offenem Geist und der nötigen Akribie und Genauigkeit. Als solcher Wissenschafter ist er es gewöhnt den Ergebnissen zu folgen, selbst wenn sie anders ausfallen, als er erwartet hat. Er ist also eine Garantie dafür, dass nach bestem Wissen UND GEWISSEN gearbeitet wird, Fehler erkannt und korrigiert werden.

    Ich persönlich habe größten Respekt vor diesem Mann und das seit vielen Jahren (vor Corona)….

  3. Sabine Schoenfelder 6. März 2025 um 20:04 Uhr - Antworten

    Wenn du glaubst es geht nicht mehr
    kommt von irgendwo ein Lichtlein her.
    Deutsches Sprichwort

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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