Elon Musk wird angeblich Starlink für die ukrainischen Streitkräfte deaktivieren

22. Februar 2025von 2,6 Minuten Lesezeit

Seit Donnerstag Abend macht das Gerücht die Runde, dass Elon Musk am 1. März den freien und uneingeschränkten Zugang zum Starlink-Satelliten-Internet abschalten will. Damit wäre das wichtigste taktische Kommunikationssystem für ukrainische Truppen an der Front und innerhalb von 80 km davon nicht mehr verfügbar. Starlink ist einer der wenigen Vorteile, die das ukrainische Militär noch gegenüber dem russischen noch hat.

Das berichtete am Donnerstag auch der Economist. Trump werde, um die Ukraine zu zwingen, einem Abkommen zuzustimmen, „sicherlich“ die Militärhilfe kürzen oder einstellen und auch die ukrainischen Streitkräfte von Geheimdienstdaten und Starlink trennen.

Auch Reuters ist heute auf die Nachricht aufgesprungen und behauptet einen Zusammenhang mit der Forderung der USA die Mineralvorräte der Ukraine im Wert von 500 Milliarden Dollar zu überantworten. Sollte das nicht geschehen, werde Starlink abgeschaltet, dessen Kosten bekanntlich das Pentagon trägt.

Musks Entscheidung, die Unterstützung für die ukrainischen Streitkräfte einzustellen, steht im Zusammenhang mit der allgemeinen Ausrichtung der US-Außenpolitik gegenüber Kiew, dem Ukraine-Konflikt und Wolodymyr Selenskyj selbst.

Verschiedene ukrainische Medien haben sich bereits mit möglichen Folgen einer Abschaltung beschäftigt. So erklärt ein Experte, was passiert, wenn Musk Starlink zur Ukraine abschaltet. Das ukrainische Militär hatte bereits Probleme mit der Starlink-Kommunikation, insbesondere bei Angriffen von Marinedrohnen auf Einrichtungen auf der Krim, als diese zu einem „ungünstigen“ Zeitpunkt abgeschaltet wurde, wie Focus Ukraine erklärt.

Die Verteidigungskräfte sind auf die Möglichkeit vorbereitet, dass Elon Musk die Starlink-Verbindung zur Ukraine unterbricht, da solche Fälle schon einmal vorgekommen sind und die ukrainischen Verteidiger gelernt haben, mit solchen Situationen umzugehen. Ivan Kyrychevskyi, Militärexperte bei Defence Express, erklärte dies in einem Kommentar für Espresso.

Seiner Meinung nach wird die Abschaltung von Starlink zwar schmerzhaft, aber nicht tödlich sein.

„Wenn wir ohne Starlink dastehen, ist das eine gefährliche Geschichte, aber ich würde nicht sagen, dass sie tödlich ist. Wir hätten schon früher bemerken können, dass verschiedene Probleme mit Starlink im Herbst 2022 begannen. Und wir können uns sogar bei Musk bedanken, denn die ersten Ausfälle unserer Marinedrohnen ereigneten sich, als er Starlink zu einem ungünstigen Zeitpunkt abschaltete. Dementsprechend wurden bis zu diesem Zeitpunkt gewisse Bemühungen zur Diversifizierung unternommen“, sagte er.

Der Experte merkte an, dass die Ukrainer aufgrund dieser Kommunikationsprobleme nach einem Ausweg suchten – sie suchten Hilfe bei Deutschland, das seine Satellitenterminals zur Verfügung stellte, und bei Schweden, das ebenfalls mit gepanzerten Fahrzeugen half.

„Das heißt, in diesen zwei Jahren gab es genug Zeit, um von Starlink wegzukommen, und diese Arbeit wurde geleistet. Wenn es abgeschaltet wird, ist das schmerzhaft und unangenehm, aber nicht tödlich, und es wird Musk nicht gut tun“, so der Militärexperte.


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8 Kommentare

  1. Der Zivilist 22. Februar 2025 um 18:12 Uhr - Antworten

    Es ist von Vorteil, das ganze System zu verstehen, Musk baut & startet auch für das US Militär Starshield Satelliten & nach der neusten Charge schlugen prompt NATO Drohnen in Kasan ein, nach dem BRICS Treffen dort, 1050 Km von Charkov, womit dann auch die 500 Km Taurus mit ihren Wanderkarten obsolet geworden sind, was aber Merz nicht kapiert hat. Freilich nutzt Starshield auch die Starlink Empfänger.

    https://zivilist.substack.com/p/sputnik-starwars-starlink

    https://zivilist.substack.com/p/ask-melon

    Übrigens keine Sorge um Kasan in Tartasan, der jüngste Spiegel TV Beitrag von Röper berichtet von dort. Wunderschöne Stadt.

  2. Antermoya 22. Februar 2025 um 15:26 Uhr - Antworten

    „Elon Musk wird angeblich Starlink für die ukrainischen Streitkräfte deaktivieren“

    Wenn er das am 20.01. dem Donald zur Amtseinführung per sofort geschenkt hätte, wäre der Krieg längst Geschichte

    • Der Zivilist 22. Februar 2025 um 18:41 Uhr - Antworten

      Über ein heftig zensiertes ausländisches Medium warnt Generalmajor Apti Alaudinow, stellvertretender Leiter der militärisch-politischen Hauptverwaltung der russischen Streitkräfte: Die ukrainische Armee habe Ressourcen angesammelt, um den Kampf fortzusetzen, während die Öffentlichkeit ihre Aufmerksamkeit von der Front abgewendet habe und US-Präsident Donald Trump „in die Arme gelaufen“ sei.

  3. Varus 22. Februar 2025 um 9:36 Uhr - Antworten

    ist das schmerzhaft und unangenehm, aber nicht tödlich, und es wird Musk nicht gut tun“, so der Militärexperte

    Bei der aktuellen Stimmung in den USA wird es vermutlich von Musk geradezu erwartet – Trump wird sicherlich keine Rechnungen mehr (via Pentagon) bezahlen. Böses Medium bringt heute den Artikel von Rainer Rupp „Hilflos in der Sackgasse – Europas hysterische Eliten“ über breite Entspannung Russland-USA, bei der gewisser Klavierspieler nur stört – wie auch die kriegsgeile EUdSSR (sog. „EU“). Ähnliches müsste man in Westeuropa versuchen, was leider hiesige Popanze(:innen) nicht hinkriegen. Hoffentlich werden diese asap aus dem Weg geräumt – wie, ist mir wirklich egal.

    Gestern hörte ich auf Rutube – gegenüber der Oblast Briansk schufen russische Spezialeinheiten eine Bufferzone im banderistischen Gebiet, in der sie etliche Brücken sprengen. Schnorrlensky soll dort etwa 5000 Ukros für weiteres Abenteuer wie bei Kursk versammelt haben, an den ständig Drohnen und Artillerie nagen. Ob die überhaupt die alte Grenze erreichen können?
    Größere Durchbrüche in die andere Richtung fehlen aber derzeit – am schnellsten geht es noch westlich und nördlich von Welika Nowossjolka. Wie weit die Russen in die Oblast Sumy mit dem Ziel der Umzingelung des besetzten Kursker Gebiets gekommen sind, weiß man nicht genau – den Einmarsch hat Putin offiziell verkündet.

  4. 1150 22. Februar 2025 um 8:39 Uhr - Antworten

    dann kämpfen die banderahorden eben mit dem spaten weiter…….

  5. OMS 22. Februar 2025 um 8:21 Uhr - Antworten

    Die Unterstützter mit Sateliten Technik und Gerät sind aber nach dem Narrativ keine Kriegsbeteiligten, obwohl sie es sind. Diese westlichen Narrenstaaten und Beteiligten hätten sich alle eine Oreschnik als Antwort verdient gehabt. Russland war jedoch zu besonnen dafür!

  6. Daisy 22. Februar 2025 um 7:32 Uhr - Antworten

    Man scheint sich allerdings damit zu trösten, dass die U. Starlink eh nicht unbedingt braucht.

  7. Daisy 22. Februar 2025 um 7:28 Uhr - Antworten

    Hurraa… darauf warte ich schon seit Tagen ;-)

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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