Zum Terroranschlag in Villach – Analysen der Liste Madeleine Petrovic

18. Februar 2025von 2,3 Minuten Lesezeit

Der Messermord in Villach lässt einerseits die wogen hochgehen und anderseits die Politszene nach Abschaffung von Demokratie und Grundrechten rufen. Es ist allerdings kaum zu erwarten, dass ein unfähiger Innenminister durch das Lesen von Chats unbeteiligter Bürger fähiger wird.

Von der EU aber auch von den nationalen Politikern und ihren Sicherheitsbehörden kommt wie immer auch beim Terroranschlag von Villach, die Behauptung sie könnten solche Taten verhindern, gäbe man ihnen Vollmachten der Überwachung und Bespitzelung, die in einer Demokratie nichts zu suchen haben. Die Forderungen zeigen höchstens wie wenig die Politiker und „Experten“ von IT und Technik verstehen.

Wie üblich kommt es auch in sozialen Medien zu heftigen Vorwürfen und Kontroversen. Mit gut durchdachten Analysen wendet sich die Liste Madeleine Petrovic (LMP) an die Öffentlichkeit. Die LMP war zur Nationalratswahl entstanden, schnitt dabei eher schwach ab, ist aber seither sehr aktiv geblieben. Die LMP tritt auch zur Wiener Wahl an.

LMP schreibt zu dem Terroranschlag:

Der Terroranschlag von Villach, die Ermordung eines jungen Mannes und die schweren Verletzungen mehrerer Personen haben nicht nur Trauer, Betroffenheit und auch Wut hervorgerufen, sondern auch Fragen nach wirksamen Konsequenzen.

Die Forderungen des Innenministers nach Durchsuchungen ohne Anlass und nach der generellen Überwachung von Messenger-Diensten folgte postwendend – so wie in ähnlicher Art und Weise schon bei ähnlich schrecklichen Verbrechen früher.

Aber bisher sind derartige Ausweitung der Polizei – Befugnisse weder sinnvoll umgesetzt noch die Sinnhaftigkeit umfassend untersucht worden.

Überdies sind höchst fragwürdige Polizei – Aktionen der Vergangenheit (Operation Luxor, Operation Spring, Tierschützer – Prozess) nie gründlich und öffentlich evaluiert worden.

Eine Überwachung aller aus allen möglichen Motiven und zu jeder Zeit ist von den Ressourcen her nicht machbar, rechtsstaatlich höchst bedenklich und eine bloße Beschwichtigung der Allgemeinheit.

Statt leere Versprechungen abzugeben müssen endlich die bestehenden Mittel der Prävention von Verbrechen genutzt werden, also etwa die Kontrolle und Ahndung der Tätigkeit bekannter Influencer, die Hass und Gewalt säen.

Auch andere schwere Delikte wie z.B. Menschenhandel, schwerste Betrügereien (Wirecard) werden nur wirksam verfolgt werden können, wenn es konkrete Anhaltspunkte gibt und wenn z.B. verdächtige Geldströme sowie Warnungen seriöser Insider nicht ignoriert werden.

Die Zivilgesellschaft lässt sich weder länger mit Worten ohne Taten abspeisen noch mit undifferenziert erweiterten Polizeibefugnissen, die sich eher gegen die friedliche Opposition im Lande als gegen Terror und Kapitalverbrechen richten.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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11 Kommentare

  1. rudifluegl 20. Februar 2025 um 0:11 Uhr - Antworten

    Zum schreiben habe ich kaum Zeit.
    Die Artikel und die Kommentare gehen sich meist noch knapp aus.
    Jan kann ich zu seinem Artikel doch wieder einmal gratulieren.,
    Zu Augusta knn ich nur sagen dass wir ähnliche Probleme mit den amtlichen Vorschriften hatten, aber auf die gesch… haben.
    Das Tierheim hat das wohl aus Angst vor den irren Behörden nicht gewagt oder schon eine auf den Deckel bekommen?
    Ansonsten glaube ich, dass Wählen ohnehin nur mehr in vom Kapital zugelassenen Pseudo – Eliten möglich ist und ich meine Stimme der Ausnahme von der Regel – LMP, bei 0,6% wenigstens doch ein klein bißchen mehr wirkmächtig, zukommen ließ!
    Fürchten tue ich mich allerdings vor zugezogenen , auch hier schon geborenen jüneren, als Radfahrer.
    vor den alten hiesigen Schwermetallfahrern in den black hochglanzpolierten, sowieso.
    Der Augenmerk solcher Jungs, mit denen ich mich ansonsten ganz gut verstehe ( beim Kicken etc. als fast 70jähriger mit den jugendlichen von 15 bis 20 ) liegt etwas zu viel auf Ps starke Boliden, die sie nicht nur in der Triester Straße probieren. Wir konnten uns als junge zum Glück so etwas nicht leisten und die Zweiräder waren vor allem für einem selber gefährlich.
    Einige meiner einheimischen Freunde sind über die, einigermaßen empört, obwohl sie sonst nichts gegen Migration haben.
    5 dieser Jungs habe ich schon die Rückspiegel abgetreten und einem der darauf hin tatsächlich das Messer zückte habe, ich dann mit einem Wekzeug dass ich zufällig im Rucksack hatte in die Flucht geschlagen. Ich glaube der wollte ohnhin als gekränkter Macho nur drohen. Sonst sind die zu älteren sehr hilfsbereit!
    Ein anderer rief die Polizei und das äußerst unhöflichen Bull..Pärchen verschwand dann wieder mit den Worten „wir sollen uns das selber ausmachen“. Die hielten mich wohl für einen Albaner, Großvater?
    In Indien käme ich als Wanderprediger vom Bart und den Haaren her, durch.
    Blauen Augen genügen dem hiesigen, beamteten Rassisten aber nicht.
    Wohlgemerkt. Wer dem Polizeisportverein spendet, sollte jedenfalls auch Krawatte im Mercedes tragen oder wenigstens eine Frau sein! Da werden aber dann die weiblichen
    “ mit der Lizenz zu drohen“ losgelassen.

  2. Martin E. 18. Februar 2025 um 22:26 Uhr - Antworten

    Wir brauchen doch diese Leute aus aller Herren Länder, denn diese werden unsere Pensionen einmal zahlen und wir haben doch einen Fachkräftemangel. Dass man am helllichten Tag einfach mal abgeschlachtet wird, muss einfach eben hingenommen werden. Es trifft ja nicht alle. Und jetzt wollen Sie uns alle überwachen. –Satire Ende–
    Es hat jemand einmal die Frage gestellt, ob wir jemals in einer utopische oder dystopische Welt leben werden. Die Frage ist hiermit beantwortet. Egal welche Welt, sie ist einfach nur krank.

  3. Jurgen 18. Februar 2025 um 17:23 Uhr - Antworten

    Wenn das Strafgesetzbuch nicht mehr gilt, hat man mit solchen Auswüchsen zu rechnen – vor allem wenn die hiesige Bevölkerung das absolut nicht schnallt, wie der Rechtshase läuft!

  4. Augusta 18. Februar 2025 um 16:50 Uhr - Antworten

    Nachtrag: Ich habe sehr großes Misstrauen gegenüber LMP! Hier eine kurze Anekdote: Zeit meines Lebens achte und unterstütze ich Flora und Fauna (ohne GRÜNEN Schimmel). In der C-Hysterie war ich 3-4 Tage die Woche im Tierheim Vösendorf (Tierschutz Austria Präsidentin M. Petrovic), um einen 11jährigen traumatisierten Hund mit Mißbildungen der Extremitäten und nur noch zwei Zähnen – dazu noch schwarzes Fell als Promenadenmischung zu uns und unserer 15jährigen Hündin zu holen. Der Vertrauensaufbau ist geglückt, aber unter Präsidentin Petrovic wurde mir von jetzt auf gleich der Zutritt und Kontakt verwehrt. Kein Test, keine „Impfung“? – Dann auch kein Zutritt! = Sch…. auf die Tiere
    Diese LMP-Anhänger sind für mich Opportunisten – unwählbar. Genau das habe ich dieser Grünen-Absplitterung per E-Mail wissen lassen und habe damals bis heute NIE eine Antwort erhalten.

  5. Augusta 18. Februar 2025 um 16:05 Uhr - Antworten

    „… die Politszene nach Abschaffung von Demokratie und Grundrechten rufen.“ Nun ja, liegen denn die Brösel von Demokratie und Grundrechten nicht schon längst vor unseren Füßen? Seit Jahrzehnten werden immer nur neue Tapeten auf schimmliges Gemäuer gepickt. Ich selbst musste in einer Kim Jong-un-Staatssimulation aufwachsen – es war kein Zuckerschlecken! Ich glaube, dass die Überwachung schon längst praktiziert wird, jetzt wollen „sie“ nur noch offiziell unsere Erlaubnis. Und da sind diese grauenvollen Berge von „Einzel-Attentaten“ gerade recht. Ich bin sensibiliert, wenn es in Richtung „Communism by backdoor“ geht.

  6. Christoph Bodner 18. Februar 2025 um 12:29 Uhr - Antworten

    Warum immer mit einem Messer? Tatsache ist, dass der Religionsgründer dieser Attentäter ein berühmter Feldherr war, der mit dem Schwert gekämpft hat. Wer sich kein Schwert leisten kann und im Religionsgründer ein Vorbild sieht, der greift eben zum Messer.

    Tatsache ist auch, dass im Koran der Vers „Tötet die Ungläubigen!“ steht. Nun melden sich immer wieder Islamexperten zu Wort, der Koran sei völlig in Ordnung, wenn man bestimmte Stellen historisch verortet und richtig interpretiert. Das Phänomen der Blitzradikalisierung zeigt aber, wie schnell jemand die gewünschte Interpretationsbrille ablegen kann und auf „back to the roots“ umschaltet.

    Im Zweiten Vatikanischen Konzil hat die katholische Kirche eine Öffnung zum Islam beschlossen und erklärt, Jahwe und Allah seien identisch. Hingegen sind evangelikale Theologen der Ansicht, dass Jahwe und Allah zwei verschiedene Wesen sind. Diese theologische Streitfrage hat unter anderem dazu geführt, dass sich der Katholizismus offenbar nicht bemüht, Muslimen das Evangelium anzubieten, man möchte lieber einen „interreligiösen Dialog“ führen als einen Missionsauftrag erfüllen.

    Hat die Kirche mit einer falsch verstandenen Toleranz vielleicht indirekt den Islamismus gefördert? Wäre Toleranz eine christliche Tugend, dann hätte sich Jesus nicht derart scharf von den Pharisäern abgegrenzt.

  7. Jan 18. Februar 2025 um 9:06 Uhr - Antworten

    Nach meinen Eindruck geht der Anstieg von Straftaten darauf zurück, dass die Jugendlichen keine ökonomische Perspektive sehen und auch psychosozial alleine gelassen werden.

    Das ist ein Versagen von Schule, Jugendbetreuung und AMS.

    Man wird wohl kaum jeden Hassprediger, in denen solche enttäuschten Jugendlichen Vorbilder sehen, abdrehen können!

  8. Daisy 18. Februar 2025 um 8:40 Uhr - Antworten

    Die (V)P will die Normalbürger (unbescholtene Steuerzahler) schon lange totalüberwachen. Schon Sobotka faselte was davon, auf die Abhördaten in den Autos und private Videoüberwachungen, die mit WLAN funktionieren, zugreifen zu wollen – alles natürlich, um den Terror zu verhindern. Beim Attentäter in Wien hatte man Warnungen der Auslandsgeheimdienste allerdings ignoriert und wollte es dann den „Rechten“ in die Schuhe schieben. Bloß OE24 hat zu rasch berichtet. Dann hat man das Fellner TV beschimpft und verboten, dass man in Zukunft gleich alles berichtet. IM Nehammer wollte es den „Rechtsextremen“ in die Schuhe schieben, weil eine Synagoge in der Nähe war. Zudem war zunächst von mehreren die Rede, dann wars plötzlich ein Einzeltäter.

    Karner nützt die traurige Gelegenheit, um wieder eine totale Überwachung der Normalbürger (und nur die, denn man will primär wissen, wer regierungskritisch ist!) einrichten zu können. Wie sehr mich diese Partei mittlerweile anwidert, kann ich gar nicht sagen.

    Es liegt mMn nicht bloß an der illegalen Zuwanderung, sondern auch an der massiven Förderung dieser Leute. Sie gelten als sakrosankt. Das haben die natürlich längst geschnallt, dass sie hier Narrenfreiheit haben.

  9. Gabriele 18. Februar 2025 um 8:16 Uhr - Antworten

    Mich hat heute schockiert zu lesen, dass der Kärntner LH sich bemüßigt fühlt zu sagen, er habe selbst einen Sohn verloren. So schlimm das ist, so unfassbar klingt es aus dem Mund eines Politikers in dieser Situation – so als könnte das den Schmerz der Eltern des getöteten Jugendlichen mindern… egal wie „nett“ es gemeint sein mag. Es passt perfekt in diese Politik, die ihre Krokodilstränen zerdrückt, wenn wieder etwas passiert ist, aber schon heute ist klar, dass so gut wie nichts passieren wird in Richtung echter Abhilfe gegen diese Zustände. Es widert einen wirklich nur noch an.
    Aber wenn nun in Ö die „große Koalition“ kommt, nachdem man Blau wirksam verhindert hat, ja dann werden wir im Paradies leben… schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen.

    • Dorothea 18. Februar 2025 um 9:57 Uhr - Antworten

      Nachdem dieser Herr anscheind auch schon Leid in seiner Familie erfahren hat, hielt es ihn während Corona trotzdem nicht davon ab, die Bürger einer Gesundheitsdiktatur zu unterwerfen, die für so manche Menschen eine fatale Entwicklung genommen hat.
      Er hätte es durch Erfahrung besser wissen müssen. Nämlich, dass den Menschen ein Selbstbestimmungsrecht auf ihren Körper zusteht. Das gehört zu den Menschenrechten!

      • Gabriele 18. Februar 2025 um 15:50 Uhr

        So ist es – und man fragt sich direkt, ob er Ähnliches „zum Trost“ auch jenen Eltern sagen würde, die durch die „Impfungen“ ein Kind verloren haben bzw. es schwer dadurch geschädigt wurde… für mich ist so eine Aussage in diesem Fall einfach nur zynisch, egal wie sie gemeint sein mag. Vielleicht auch nur typisch männliches „Einfühlungsvermögen“…

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